Gaming-PC 2026 bauen: Die besten Rechner für jedes Budget samt Basiswissen
Wir geben Ihnen einen frischen Überblick an Grundinformationen sowie nützliche Tipps bei der Zusammenstellung von PC-Builds an die Hand - samt exemplarischen Konfigurationen!
In diesem Artikel
Auch in der aktuellen Speicherkrise, welche die Preise massiv in die Höhe treibt, werden PCs benötigt. Eine ausgewogene Konfiguration für einen Spiele-PC vermeidet konzeptionelle Stolpersteine, und längst nicht jeder blickt zwischen Grafikkarten, Mainboards und CPUs durch. Einen Gaming-Rechner mit Neuteilen zusammenzustellen, muss aber nicht kompliziert sein. Mit unseren Beispiel-Rechnern für praktisch jedes Budget (und dem Basiswissen auf den letzten Seiten des Artikels) wird der nächste PC ein Klacks! Diskutieren Sie gerne im gesonderten Feedback-Thread über Beispiele und Komponenten mit.
GPU-Tipps
Fehlkauf vermeiden: Meiden Sie überteuerte End-of-Life-Grafikkarten. Achten Sie bei der GPU zudem auf die Speicherbestückung (mehr als 8 GiB sind zukunftssicherer), die PCIe-Anbindung (bestenfalls volle ×16) sowie auf die Generationen Ihrer Hardware (Platine und Karte). Verfügt Ihr Mainboard nur über PCIe-3.0-Slots, Ihre Grafikkarte setzt aber auf PCIe 4.0 oder gar 5.0? Wird rBAR von Ihrem bestehenden System unterstützt? Letzteres ist insbesondere bei Intel Arc essenziell für saubere Performance. Mehr dazu und wie Sie aktuelle Aufrüstfallen meiden, finden Sie in unserer aktuellen Artikelreihe mit PCGH PLUS:
[PLUS] Gaming-PC in der Krise aufrüsten: RAM, PCIe und VRAM richtig abstimmen
Wir schauen nach versteckten Flaschenhälsen beim RAM und PCI Express und geben konkrete Empfehlungen, um das eigene System auch 2026 durch die Speicherkrise zu bringen.
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- Preis-Leistungs-/Spar-Tipps: Für genügsamere Spieler können etwa die Intel Arc 570 mit 10 GiB für ca. 220 Euro, die RTX 5050 (mit nur 8 GiB) für ca. 260 Euro oder die stärkere Arc B580 mit 12 GiB für ca. 280 Euro herhalten. Die RX 9060 XT 16 GiB für ca. 390 Euro ist eine gute Wahl im Preisbereich um 400 Euro. Als aktuellen Nvidia-Allrounder wäre die RTX 5060 Ti mit 16 GiB für ca. 530 Euro zu benennen. In der Oberklasse bieten ansonsten die RTX 5070 für ca. 580 Euro sowie die RX 9070 XT für ca. 640 Euro ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis.
CPU-Tipps
Die anhaltend hohen Speicherpreise wirken sich indirekt auch auf die CPU-Wahl aus: DDR4 ist im PCGH-Preisvergleich weiterhin spürbar günstiger als DDR5, wenngleich der für Konsumenten unschöne Aufwärtstrend beide Standards betrifft:
16 GiB DDR4-3600, G.Skill Ripjaws V, CL18
32 GiB DDR5-6000, Crucial Pro Overclocking, CL36
Bei den Prozessoren steht AMD weiterhin hoch im Kurs. Bei der älteren AM4-Plattform (mit günstigerem, aber langsameren DDR4-Speicher) ist der AMD Ryzen 5 5600 für ca. 115 Euro der Einstieg mit sechs Kernen für Spieler. Als Achtkerner könnte der Ryzen 7 5700X als Tray-Version für ca. 160 Euro Stand halten. Ansonsten sind AM4-Top-Performer wie der Ryzen 7 5700X3D immer schlechter (Gebrauchtmarkt) bis gar nicht verfügbar.
Als Einsteiger-CPU mit AM5-Sockel ist der Ryzen 5 7500F für ca. 125 Euro ein guter Spar-Tipp. Für rund 190 Euro bietet sich der Ryzen 7 7700 als stärkerer Achtkerner an - mit dem Arctic Freezer 36 Black als starkem 30-Euro-Kühler. Im Gaming-High-End ist der Ryzen 7 9800X3D mit acht Kernen für aktuell rund 430 Euro die Empfehlung. Das jüngste Modell, der Ryzen 7 9850X3D liegt bei ca. 460 Euro und ist im Vergleich ineffizienter durch höheren Stromverbrauch für geringe Framerate-Unterschiede. Der Ryzen 9 9950X3D für ca. 640 Euro bietet die beste Leistung für Anwendungen und (!) Spiele (mit einer Aufteilung von acht X3D- und acht "üblichen" Zen-5-Kernen).
Ryzen 7 9800X3D (Preisverlauf)
Intels neuere LGA1851-Plattform bietet mit dem Core Ultra 7 265KF für ca. 240 Euro ein durchaus attraktives Angebot mit starkem Tuning-Potenzial. Mit dem Arrow-Lake-Refresh und einer preisorientierten Strategie beim Core Ultra 270K Plus und 250K Plus versucht Intel, AMDs Übermacht im DIY-Segment abzuschwächen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die ausgewogene Leistung zwischen Spielen und Anwendungen sind gute Argumente für Sockel 1851, auch wenn die Mehrleistung durch höheren Stromverbrauch einhergeht (siehe Test). Der ältere Intel-Sockel 1700 bietet dagegen je nach Mainboard-Wahl die Option, günstigeren DDR4-Speicher wählen zu können.
Welchen Sockel wählen? Intels LGA1700-Mainboards werden mit der Arrow-Lake-Generation nicht mehr unterstützt, können aber je nach Version entweder mit älterem, aber nicht ganz so teurem DDR4- oder kostenintensivem DDR5-RAM betrieben werden, was gerade in der Speicherkrise mehr Budget-Spielraum ermöglicht. Intels aktuelle Prozessoren setzen auf den LGA1851. Die nächste Intel-Desktop-CPU-Generation erscheint mit abermals anderem Sockel. "Langlebiger" für Aufrüstvorhaben wird es mit AMD.
Bei AMD wird auf langen Support gesetzt. Bestes Beispiel ist auch der 2017 erschienene AM4-Sockel, für den noch 2024 und teils 2025 neue Prozessoren veröffentlicht wurden. AM5 soll laut AMD bis mindestens 2027+ mit CPUs versorgt werden. Bedeutet: Wenn Sie jetzt zu einem Intel-System greifen, werden Sie bei einem zukünftigen CPU-Upgrade kommender Serien auch Ihre Platine tauschen müssen. Bei älteren AM4-Rechnern ist das Maximum an Spiele- und Anwendungsleistung erreicht. AM5 wird dagegen noch eine Weile unterstützt, wodurch ein CPU-Aufrüsten mit bestehender Platine theoretisch auch in zwei Jahren kein Problem darstellen sollte.
Stolperfallen: Manche CPU-Namen können Käufer in die Irre führen. So basiert der Ryzen 5 5600G im Gegensatz zum 5600 auf der Vorgängergeneration (schwächere CPU-Leistung) und koppelt diese mit einer Grafikeinheit. Auch bei Intel sollten Sie genauer hinschauen. So bietet etwa der i5-12600K im Gegensatz zum i5-12600 vier zusätzliche Effizienzkerne. Prüfen Sie unbekannte Kürzel und Namenszusätze vor dem Kauf.
Achten Sie auf den Preis: Nutzen Sie einen Preisvergleich und wägen Sie mit Einbezug unserer Benchmark-Listen zwischen verschiedenen CPUs (wie etwa zwischen einem älteren Core i7-12700K und stärkeren i5-14600KF respektive 245KF) ab. Der Preis allein ist kein sinnvoller Indikator der Performance oder Attraktivität.
Die Auswahl der richtigen Komponenten für einen Gaming-PC erfordert nicht nur eine gute Kenntnis von Benchmark-Werten aller relevanten Komponenten, sondern beinhaltet auch wichtige Informationen wie die Kompatibilität, die Leistungsaufnahme oder das Wissen darüber, ob die Plattform sich in Zukunft aufrüsten lässt. Auf den nächsten Seiten gehen wir verschiedene PC-Builds mit unterschiedlichen Budgets durch und erklären Ihnen anschließend zumindest die wichtigsten Punkte rund um den Rechner. Sie haben weitere Wünsche, Vorschläge oder Fragen? Dann kommentieren und diskutieren Sie gerne unterhalb im entsprechenden Thread des Artikels mit!

Durch die Speicherkrise und Preiserhöhungen mussten viele Builds komplett umgestaltet und die Preisbereiche verschoben werden. Einige Beispiele wie die APU-Konfiguration oder Erwähnungen wie die RX 6600 haben wir auch rausgenommen – für das notwendige Budget mancher Setups waren uns diese Beispiele nicht mehr attraktiv genug.
Neue Hardware wie der Ryzen 7 9850X3D wurde, soweit sinnvoll, eingeordnet.
Die Seiten sind jetzt strukturierter und sauberer aufgebaut.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.