Geforce RTX 5080 alias "4080 Ultra" im Test: Halber Preis, halber Speicher, halber Spaß?
Am 30. Januar startet mit der Geforce RTX 5080 die kleine Schwester der RTX 5090. Halber Preis, halber Speicher, halber Spaß? PCGH prüft im Test der RTX 5080, was PC-Spieler für 1.169 Euro bekommen - selbstverständlich auch im Vergleich mit RTX 4080 Super und RX 7900 XTX.
In diesem Artikel
- Seite 1 Übersicht & Daten
- Seite 2 Technik: Features und Probleme (Deep Dive)
- Seite 3 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 4 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 5 Der weltweit erste Pathtracing-Leistungsindex
- Seite 6 Lautheit, Leistungsaufnahme & Effizienz
- Seite 7 Preis-Leistung (Raster & Raytracing) & Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Aktualisierung vom 30.01.2025: Heute um 15 Uhr ist in vielerlei Hinsicht der Tag der Wahrheit für Nvidia und seine Board-Partner. Dann startet der Verkauf von Karten mit Geforce RTX 5080 und RTX 5090, ob nun Founders Edition oder Custom-Design. Heute gibt es viele Antworten auf noch offene Fragen: Wie gut verfügbar sind die neuen Karten allgemein? Bestätigt sich der Verdacht, dass gerade das neue Flaggschiff RTX 5090 kaum verfügbar sein wird? Wie groß ist überhaupt das Interesse der potenziellen Kundschaft, nachdem die Tests zur Geforce RTX 5080 und die Reviews zur RTX 5090 einige Fragen aufgeworfen haben? Und wie sieht die reale Preisgestaltung aus? Gibt es überhaupt nennenswerte Kontingente an UVP-Karten der Boardpartner, die dann für 1.169 Euro (RTX 5080) bzw. 2.329 Euro (RTX 5090) angeboten werden? Und wie viel teurer werden die Nicht-UVP-Versionen? Auf diese wichtigen Fragen erwarten wir heute Antworten, und zwar ab 15 Uhr. Tipp: Die Verfügbarkeit von RTX 5080 und RTX 5090 prüfen wir in einem separaten Artikel.
Nvidias neue Blackwell-Architektur, besser bekannt als Geforce RTX 5000, besiedelt in den kommenden Wochen immer freundlichere Preisbereiche. Nach der 2.329-Euro-Grafikkarte Geforce RTX 5090 (PCGH-Test) ist nun das Segment etwas über 1.000 Euro an der Reihe, das Nvidia mit der Geforce RTX 5080 aufmischen möchte. Falls Sie jetzt an die Geforce RTX 3080 denken und wie sich diese gegenüber der RTX 3090 verhielt: Weit gefehlt - niemals zuvor klaffte zwischen dem schnellsten und zweitschnellsten Modell eine größere Lücke. PCGH verrät im Test, warum die Geforce RTX 5080 dennoch eine attraktive Grafikkarte ist.
Geforce RTX 5080: KI rettet den Tag
Bevor wir zu den Zahlen kommen, möchten wir das grundsätzliche Problem moderner Mikroprozessoren erläutern. Die explosionsartige Entwicklung der Rechenleistung während der letzten Jahrzehnte wurde durch rasche Fertigungssprünge gespeist. Diese erlaubten es, immer mehr Schaltungen mit immer höheren Taktraten bei gleicher Fläche unterzubringen ("Shrink"). Doch die Zeit der tief hängenden Früchte ist vorbei, physikalische Limits haben die Kurve abgeflacht. Bis Forscher eine in Massen herstellbare Alternative gefunden haben, kostet jeder moderne Fertigungssprung ("Node") viel Geld und liefert dennoch wenig Fortschritt in puncto Packdichte und Leistungsaufnahme.
Geforce RTX 5080 im Test: Custom-Modelle auf Temperaturen, Lautheit und Taktrate geprüft
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Die Zeit der "rohen Gewalt" (englisch "Brute Force") ist somit für alle Prozessorschmieden vorbei, weshalb Ideen gefragt sind. Diese hat man längst gefunden: Künstliche Intelligenz, auch bekannt als Machine Learning, wurde dazu auserkoren, die Lücken auszufüllen. Warum immer alles stur neu berechnen, wenn man die Informationen auch effizient herleiten und wiederverwerten kann? Mehr noch, KI soll künftig Dinge ermöglichen, die man vor einigen Jahren noch als Science-Fiction abgetan hätte. Geht es nach Nvidia, ist die Zeit des "Neural Rendering" schon jetzt, die neue Blackwell-Architektur ist mehr denn je darauf getrimmt, klassisches Rendering mittels KI-Supplementierung zu beschleunigen. Einen Überblick, was Nvidia schon heute in petto hat und welche Features in naher Zukunft helfen sollen, liefern das folgende Video sowie die Technikseite dieses Artikels.
Geforce RTX 5080 im Detail
Trotz der genannten Herausforderungen verzichtet Nvidia für die RTX-5000-Serie auf eine verbesserte Fertigung, wie bei RTX 4000 kommt eine "4N" genannte Custom-Version von TSMCs 5-Nanometer-Prozess zum Einsatz. Was Ende 2022 einer enormen Verbesserung gegenüber RTX 3000 entsprach und somit deutlich schlagkräftigeres Silizium hervorbrachte, löst Anfang 2025 keine Begeisterungsstürme mehr aus (tatsächlich arbeitet die Geforce RTX 5090 sogar ineffizienter als die RTX 4090).
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Wie es um die Geforce RTX 5080 steht, klären wir sogleich. Für dieses Modell kommt ein brandneuer Prozessor zum Einsatz: der GB203. Die zweitgrößte Blackwell-GPU beherbergt 45,6 Milliarden Transistoren auf 378 mm² Kernfläche und tritt das Erbe des AD103 an, welcher unter anderem die Geforce RTX 4080 (Super) antreibt. Auf der Geforce RTX 5080 findet sich der Vollausbau des GB203, es gibt keine stillgelegten Einheiten. Sehen wir uns die gesamte Spezifikation der RTX 5080 im Vergleich an; weitere Modelle finden Sie in unserer gepflegten GPU-Datenbank:
| Grafikkarte | Geforce RTX 5090 | Geforce RTX 4090 | Geforce RTX 5080 | Geforce RTX 4080 Super | Radeon RX 7900 XTX |
|---|---|---|---|---|---|
| Referenzkarte verfügbar? | Ja (Nvidia FE) | Ja (Nvidia FE) | Ja (Nvidia FE) | Ja (Nvidia FE) | Ja (AMD MBA) |
| Marktstart | 30.01.2025 | 12.10.2022 | 30.01.2025 | 31.01.2024 | 13.12.2022 |
| Architektur | Nvidia Blackwell | Nvidia Ada Lovelace | Nvidia Blackwell | Nvidia Ada Lovelace | AMD RDNA 3 |
| Codename/Konfektion | GB202-300 | AD102-300 | GB203-400 | AD103-400 | Navi 31 XTX |
| Chipgröße (Die/GCD) | 750 mm² | 608,5 mm² | 378 mm² | 378,6 mm² | 300 mm² |
| Memory Cache Dies (MCDs) | – | – | – | – | 6× ~37 = 220 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mrd.) | 92,2 | 76,3 | 45,6 | 45,9 | 57,7 (inkl. MCDs) |
| Fertigungsverfahren (Foundry) | 4N (TSMC) | 4N (TSMC) | 4N (TSMC) | 4N (TSMC) | N5 (GCD) + N6 (MCD) |
| Shader-Cluster (CUs/SMs) | 170 | 128 | 84 | 80 | 96 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 21.760/680/176 | 16.384/512/176 | 10.752/336/112 | 10.240/320/112 | 6.144*/384/192 |
| Raytracing-Einheiten | 170 (4. Gen.) | 128 (3. Gen.) | 84 (4. Gen.) | 80 (3. Gen.) | 96 (2. Gen.) |
| Matrix-Einheiten („AI-Cores”) | 680 (5. Gen.) | 512 (4. Gen.) | 336 (5. Gen.) | 320 (4. Gen.) | 192 (1. Gen.) |
| Level-2-Cache (MiB) | 96 | 72 | 64 | 64 | 6 |
| Level-3-Cache (MiB) | – | – | – | – | 96 |
| GPU-Boost-Takt in Spielen (MHz) | 2.720 | 2.740 | 2.730 | 2.730 | 2.570 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 118,4 | 89,8 | 58,7 | 55,9 | 126,3 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 118,4 | 89,8 | 58,7 | 55,9 | 63,2 |
| FP64-Leistung ALUs (TFLOPS) | 1,85 | 1,40 | 0,92 | 0,87 | 1,97 |
| Tensor-Leistung FP4 (AI TOPS) | 1.676/3.352** | – | 939/1.879** | – | – |
| Tensor-Leistung INT8 (AI TOPS) | 838/1.676** | 661/1.321** | 470/939** | 418/835** | – |
| Füllrate (Mtex/Mpix pro Sek.) | 1.849,6/478,7 | 1.402,9/482,2 | 917,3/305,8 | 873,6/305,8 | 986,9/493,4 |
| DLSS Frame Generation | Ja (bis zu 3 KI-Bilder) | Ja (max. 1 KI-Bild) | Ja (bis zu 3 KI-Bilder) | Ja (max. 1 KI-Bild) | Nein |
| Frame Generation für alle Spiele | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja (1 Zwischenbild) |
| Speicheranbindung (Bit) | 512 | 384 | 256 | 256 | 384 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 28,0/14.001 | 21,0/10.502 | 30,0/15.001 | 23,0/11.502 | 20,0/10.000 |
| Speichertyp | GDDR7 | GDDR6X | GDDR7 | GDDR6X | GDDR6 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 1.792 | 1.008 | 960 | 736 | 960 |
| Speicherkapazität (MiB) | 32.768 | 24.576 | 16.384 | 16.384 | 24.576 |
| PCI-Express-Standard | 5.0 ×16 | 4.0 ×16 | 5.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 |
| Stromanschlüsse | 1× 16-/4× 8-Pol | 1× 16-/4× 8-Pol | 1× 16-/3× 8-Pol | 1× 16-/2- bis 3× 8-Pol | 2× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme (Board Power) | 575 Watt | 450 Watt | 360 Watt | 320 Watt | 355 Watt |
| Display-Konnektivität | DP 2.1b, HDMI 2.1b | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 2.1b, HDMI 2.1b | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 2.1, HDMI 2.1a, USB-C |
| UVP (€uro) | 2.329 | 1.949 | 1.169 | 1.109 | 1.149 |
Angaben der Leistung auf Basis der von uns ausführlich durchgetesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die rechtlich abgesicherten Herstellerangaben liegen teils deutlich darunter. *ALUs mit "Dual-Issue"-Fertigkeit, welche sich bestenfalls verhalten wie die doppelte Anzahl. Angegeben ist der Best-Case. **Doppelter Durchsatz nur mit Sparsity-Feature.
Wie Sie sehen, handelt es sich bei der Geforce RTX 5080 tatsächlich um die kleine Schwester der RTX 5090 - um die sehr kleine sogar, wenn man die Rohleistung vergleicht: Das große Modell übertrifft das nächstgelegene um Faktor 2. Wie viel von den theoretischen Leistungswerten in Spielen umgesetzt wird, erfahren Sie auf den folgenden Seiten mit tonnenweise Benchmarks. Die Geforce RTX 5080 hat angesichts dieser Daten kaum Chancen, sich mit der RTX 4090 anzulegen, und ähnelt stattdessen der RTX 4080 Super: Unter dem Strich stehen fünf Prozent mehr rohe FP32-Leistung sowie - dank des neuen GDDR7-Speichers - eine um 30 Prozent erhöhte DRAM-Transferrate. 30 Gigatransfers pro Sekunde ("15.000 MHz") ermöglichen trotz der schmalen Speicherschnittstelle immerhin 960 GByte/s - etwas mehr als bei der Geforce RTX 3090, etwas weniger als bei der RTX 4090 und genauso viel wie bei der Radeon RX 7900 XTX.
Nvidia Geforce RTX 5080 & 5090: Impressionen
Der beschleunigte Speicher ist immer dann sinnvoll, wenn große Datenmengen anfallen und der Kopiervorgang das Geschehen ausbremst. Er hilft auch, den relativ mageren SRAM-Zwischenspeicher, Cache genannt, auszugleichen. Die Geforce RTX 5080 verfügt GPU-intern über 64 MiByte L2-Cache, welcher laut unseren Tests mit ~4,5 TByte/s arbeitet. Wird die GPU mit einer Datenlast jenseits von 64 MiByte konfrontiert, bricht der Durchsatz massiv ein, da ab hier der DRAM verwendet wird. Interessanterweise erreicht eine RTX 4080 Super im gleichen Test nur ~3,3 TByte/s und eine RTX 4090 immerhin ~4,8 GByte/s. Bevor wir diesen Durchsatz mit der Gaming-Realität abgleichen, widmen wir uns auf der nächsten Seite den spannenden Features der Blackwell-Architektur - und den Problemen.
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Es ist auch nicht so das MFG nur deshalb geht, aber vermutlich die Qualität darunter leidet oder das der vielversprechenste Ansatz war den man nun zuerst verfolgt.
Ob es dafür unbedingt eine neue Hardware Einheit braucht, muss sich noch zeigen.
Ich tippe eher auf nein.
RT Kerne wurden nicht verwendet.
Einen Beweis oder eine logische Ableitung dessen, was die Notwendigkeit von Flip Metering zur Unterstützung von MFG auf den RTX 5000 GPUs angeht, stellt das nicht dar.
Wird RTX Voice mit anderen nVidia Broadcast Features kombiniert, würde die Leistung auf GTX Generationen zu stark einbrechen. Ein Grund warum oft keine Unterstützung für ältere Hardware geboten wird.
Klappte dann auch wunderbar ohne RT Kerne, nachdem Modder es möglich machten.
Sehe das hier aber etwas anders. FG damals hatte den Optical Flow Accelerator und MFG nun das Flip Metering. Beides in HW gegossen nur um einen ganz bestimmten Einsatzzweck zu erfüllen. Wäre ich Nvidia würde ich mir die Kosten dafür sparen und irgendeinen AI BS erfinden warum das nur Blackwell beherrscht. Für eine künstliche Barriere ist der Aufwand sehr hoch um das zu kaschieren.
Es ist auch nicht so das MFG nur deshalb geht, aber vermutlich die Qualität darunter leidet oder das der vielversprechenste Ansatz war den man nun zuerst verfolgt.
Frames werden mit dem gehackten Treiber nicht generiert, sondern dupliziert.
Eine einfache Recherche. Die These einer künstlichen Limitierung bestätigt sich vorerst nicht.
Klappte dann auch wunderbar ohne RT Kerne, nachdem Modder es möglich machten.