Benchmark-Test der Radeon RX 7900 GRE: Kaufen oder nicht?
Seit dem PCGH-Test der Radeon RX 7900 GRE im vergangenen Sommer gilt diese Grafikkarte als Geheimtipp. Nun findet die Spezial-Radeon ihren Weg in den regulären Handel und wir testen sie erneut. Ob sie gegen die zwischenzeitlich aufgerüstete Konkurrenz bestehen kann?
In diesem Artikel
Die Radeon RX 7900 GRE wäre die optimale Antwort auf die Geforce RTX 4070 Super: Treuen PCGH-Lesern bzw. -Zuschauern kommt dieses Statement sicher bekannt vor. Mittlerweile ist der Konjunktiv Vergangenheit, denn die Radeon RX 7900 GRE ist ab dem 27. Februar offiziell im Retail-Handel erhältlich. Das ist ein Grund zur Freude, denn das Radeon-Spezialmodell ist damals wie heute eine attraktive Gaming-Grafikkarte für anspruchsvolle Spieler. Kommen wir daher direkt zum Eingemachten: dem (zweiten) Test der Radeon RX 7900 GRE mit Rasterizing- und Raytracing-Benchmarks in vier Auflösungen, Leistungsaufnahme, Energie-Effizienz, Preis-Leistung sowie Custom-Designs.
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Radeon RX 7900 GRE im Test: Übersicht
Die Radeon RX 7900 GRE ist eine alte Bekannte mit interessantem Werdegang. Das ungewöhnliche Suffix steht für "Golden Rabbit Edition", denn die neueste Radeon-Grafikkarte sollte ursprünglich nur in China erscheinen. Dort stand das Jahr 2023 im (Tierkreis-)Zeichen des Hasen, was AMD mit dieser speziellen Grafikkarte feierte. Mittlerweile haben wir 2024 und das Jahr des Drachen ist angebrochen, insofern ergibt das Kürzel GRE keinen Sinn mehr. Das ist halb so wild, denn für westliche Kunden zählt nur, dass der potente Nager jetzt ohne Umwege verfügbar ist - zuvor war die Karte Komplett-PCs vorbehalten und wurde nur sporadisch in freier Wildbahn gesichtet. Alle Informationen dazu liefert unser erster Test der Radeon RX 7900 GRE. Wir sehen uns im Folgenden (erneut) die "Made by AMD"-Referenzkarte an - selbstverständlich mit aktualisierten Benchmarks - und prüfen außerdem zwei Custom-Designs der Board-Partner auf den Zahn: der Asrock Radeon RX 7900 GRE Steel Legend und der Sapphire Radeon RX 7900 GRE Pulse.
Egal, ob Radeon RX 7900 XTX, XT oder GRE, alle drei basieren auf Navi 31. Dabei handelt es sich um den größten und stärksten RDNA-3-Grafikprozessor aus dem Hause AMD. Zu dessen Innovationen gehört das Chiplet-Konzept: Anstatt wie jahrzehntelang (und bei Nvidia weiterhin) üblich alle Elemente in einen einzigen Silizium-Chip zu pressen, basiert Navi 31 auf einem Rechenkern (GCD) und abgekoppelten Speicher-Chiplets (MCD). Dahinter steckt die Idee, die Ausbeute gegenüber einem einzelnen, großen Chip zu erhöhen und die Kosten zu reduzieren, da jede Komponente im passenden Verfahren gefertigt wird. Falls Sie es genau wissen möchten, legen wir Ihnen unsere große Technik-Abhandlung zu RDNA 3 ans Herz.
Obwohl die Radeon RX 7900 GRE nur 5.120 der 6.144 physisch vorhandenen FP32-Shader-Einheiten nutzen kann, erreicht sie damit eine deutlich höhere Rechenleistung als die Radeon RX 7800 XT (PCGH-Test). Diese Grafikkarte basiert nicht auf einem gestutzten Navi 31, sondern AMDs nächstkleinerer GPU Navi 32 mit 3.840 FP32-Einheiten. Die Radeon RX 7800 XT ist zwar schneller als Nvidias Geforce RTX 4070, unterliegt jedoch der neuen Geforce RTX 4070 Super (PCGH-Test). Hier kommt die Radeon RX 7900 GRE ins Spiel, welche zu einer offiziellen UVP von 609 Euro gegen die Geforce RTX 4070S (derzeit ab 630 Euro) ins Rennen geht. Die Spezifikationen der Radeon RX 7900 GRE neben ihren Geschwistern und vergleichbaren Geforce-Grafikkarten; weitere Vergleichsmodelle finden Sie in unserer gepflegten GPU-Datenbank:
| Grafikkarte | Radeon RX 7900 GRE | Radeon RX 7800 XT | Geforce RTX 4070 Super | Geforce RTX 4070 |
|---|---|---|---|---|
| Referenzkarte verfügbar? | Ja (OEM) | Ja | Ja | Ja |
| Marktstart (Retail) | 27.02.2024 | 06.09.2023 | 17.01.2024 | 12.04.2023 |
| Architektur | AMD RDNA 3 | AMD RDNA 3 | Nvidia Ada Lovelace | Nvidia Ada Lovelace |
| Codename/Konfektion | Navi 31 XL | Navi 32 XTX | AD104-350 | AD104-250 |
| Shader-Cluster (CUs/SMs) | 80 | 60 | 56 | 46 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 5.120*/320/160 | 3.840*/240/96 | 7.168/224/80 | 5.888/184/64 |
| Raytracing-Einheiten | 80 (2. Gen.) | 60 (2. Gen.) | 56 (3. Gen.) | 46 (3. Gen.) |
| Matrix-Einheiten | 160 (1. Gen.) | 120 (1. Gen.) | 224 (4. Gen.) | 184 (4. Gen.) |
| Level-2-Cache (MiB) | 6 | 4 | 48 | 36 |
| Level-3-Cache (MiB) | 64 | 64 | – | – |
| GPU-Takt in Spielen (MHz) | 2.210 | 2.330 | 2.720 | 2.760 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 45,3 | 35,8 | 39,0 | 32,5 |
| Füllrate (Mtex/Mpix pro Sek.) | 707,2/353,6 | 559,2/223,7 | 609,3/217,6 | 507,8/176,6 |
| (DLSS 3) Frame Generation | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Treiber-Frame-Generation | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Speicheranbindung (Bit) | 256 | 256 | 192 | 192 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 18,0/9.000 | 19,5/9.750 | 21,0/10.502 | 21,0/10.502 |
| Speichertyp (DRAM) | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6X | GDDR6X |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 576 | 624 | 504 | 504 |
| Speicherkapazität (MiB) | 16.384 | 16.384 | 12.288 | 12.288 |
| PCI-Express-Standard | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 | 4.0 ×16 |
| Stromanschlüsse | 2× 8-Pol | 2× 8-Pol | 1× 16-/2× 8-Pol | 1× 16-/2× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme (Board Power) | 260 Watt | 263 Watt | 220 Watt | 200 Watt |
| Display-Konnektivität | DP 2.1, HDMI 2.1a | DP 2.1, HDMI 2.1a | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 1.4a, HDMI 2.1a |
| Ca.-Preis zum Testzeitpunkt | 609 Euro (UVP) | 530 Euro | 630 Euro | 560 Euro |
Angaben der Leistung auf Basis der von uns ausführlich durchgetesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die Herstellerangaben liegen teils deutlich und somit praxisfern darunter. Je nach Modell sind Abweichungen um bis zu 200 MHz möglich. *ALUs mit "Dual-Issue"-Fertigkeit, welche sich bestenfalls verhalten wie die doppelte Anzahl. Angegeben ist der Best-Case.
RX 7900 GRE kaufen: Hier kann man 4070-Super-Konter klar unter UVP bestellen
Flüssiger spielen dank Treiber-Updates
Sowohl AMDs RDNA 3 (Radeon RX 7000) als auch Nvidias Ada Lovelace (Geforce RTX 4000) debütierten Ende 2022. Dank kontinuierlicher Treiber-Arbeit erreichen beide Architekturen heutzutage nicht nur eine höhere Leistung, sondern bieten auch neue Features. Radeon-Nutzer profitieren besonders, denn seit der AMD Software Adrenalin 24.1.1 findet sich die "AMD Fluid Motion Frames" (AFMF) genannte Zwischenbildberechnung nicht mehr nur in speziellen Beta-Treibern, sondern in der regulären Version. Gegenüber den ersten Vorschau-Versionen hat AMD deutlich an der Kompatibilität und Frame-Ausgabe gefeilt, sodass nun Tausende Spiele damit genutzt werden können. Damit nicht genug, die neuen Treiber mit der internen Version 23.40 (Branch) führen auch ein lange bei Radeon-GPUs vermisstes Feature ein: die "Hardwarebeschleunigte GPU-Planung", besser bekannt als Hardware-accelerated GPU scheduling (HAGS), Graphics Hardware Scheduling (GHS) oder Hardware Scheduling (HWS):
Quelle: PCGH
AMD Radeon RX 7000: Die "Hardware-beschleunigte GPU-Planung", kurz HAGS, ist bei den neuen Treibern der 23.40er-Abstammung bei allen RDNA-3-GPUs aktiv.
Mithilfe dieser Funktion, welche Nvidia seit mehr als drei Jahren im Geforce-Treiber nutzt, können nun auch Radeon-GPUs ihren Grafikspeicher effizienter und schneller verwalten, was speziell in niedrigen Auflösungen zu Leistungssteigerungen führt. Derzeit ist die Funktion aber nur für RDNA 3/RX 7000 freigeschaltet, ältere AMD-Architekturen gehen leer aus. Damit genug der Vorrede - auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie die Radeon RX 7900 GRE gegen die Geforce RTX 4070 Super beim Rasterizing und Raytracing abschneidet.


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579.- is scho sehr guter Preis. Unter 749 bekommst die nicht neu. https://geizhals.de/sapph...
Es handelt sich nicht um Originalfotos des Artikels, sondern um Standardbilder des Herstellers."
Das finde ich in diesem Fall nicht gut.
MfG
Raff