Gaming-PC kaufen: High End
In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick an Infos sowie nützliche Tipps bei der Zusammenstellung von PC-Builds an die Hand.
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Die stärksten und schnellsten Gaming-PCs haben ihren Preis. Welche Komponenten-Kombinationen bieten sich eher an? Die AM5-High-End-Gaming-CPU in Form der Ryzen 7 9800X3D überzeugt auch nach dem Test der neueren 9850X3D auf ganzer Linie, und ist mit ca. 430 Euro rund 60 Euro günstiger als das ineffizientere Upgrade. Die aktuell beste Allround-Performance bietet der Ryzen 9 9950X3D für ca. 645 Euro (mit einer Aufteilung zwischen acht X3D- und acht "normalen" Zen-5-Kernen). Intels Gegenangebote mit Arrow Lake und Raptor Lake können aus reiner Performance-Sicht nur bedingt mit AMDs 9000X3D-Modellen mithalten. Dafür locken aber andere Gründe, wie ein niedrigerer Preis für bessere Allround-Leistung samt Tuning-Potenzial. Auch in der Oberklasse kann sich ein Vergleich zwischen Angebot und eigenen Bedürfnissen lohnen.
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Der Preis von ca. 5.900 Euro hat es definitiv in sich - und selbst hier gilt: Mehr geht immer (siehe weiter unten). In Beispiel 1 steht pure Fps-Leistung im Vordergrund, auch wenn die prozentualen Unterschiede im Vergleich zu deutlich günstigeren Alternativen gar nicht mal so hoch sind. Das Beste vom Besten kostet immer extra - besonders in Krisenzeiten. Allein der Arbeitsspeicher und die SSD kommen auf knapp 1.050 Euro, von der High-End-Grafikkarte mal ganz zu schweigen. Aus Preis-Leistungs-Sicht gibt es definitiv sinnvollere Beispiele.
Als Königsprozessor thront der Ryzen 9 9950X3D für ca. 645 Euro mit einer ausgewogenen Leistung sowohl bei Spielen als auch bei Anwendungen. Durch die Trennung zwischen acht 3D-V-Cache- und acht "üblichen" Zen-5-Kernen braucht es in Titeln einen Fokus auf die Kerne mit dem 3D-V-Cache für mehr Spiele-Performance. Fehlt dieser Fokus, kann die Framerate niedriger ausfallen als mit dem effizienteren 3D-V-Cache-Achtkernpuristen Ryzen 7 9800X3D für ca. 430 Euro oder der neuen Spielespitze in Form des Ryzen 7 9850X3D für ca. 460 Euro. Der Vorteil und die Szenarien sind recht eindeutig: Nutzer mit regelmäßig hohem Bedarf auch an Anwendungsleistung können mit dem 9950X3D Zeit im Alltag sparen und Leistung unter Last gewinnen. Ein konkretes Szenario wären Content-Creator mit Streaming-Sessions zusätzlich zum Spiel (geringerer Fps-Verlust) sowie ein schnellerer Videoschnitt für Plattformen wie Youtube, Tiktok oder Twitch.
Quelle: PCGH
Größere Gehäuse wie das Fractal Torrent wären mit einer maximalen CPU-Kühlerhöhe von ca. 18,8 cm für die seitlichen 12+4-Anschlüsse der RTX-40er/50er-Serie eine gute Wahl. Vor dem Gehäusekauf sollten Sie zuvor jedoch genauestens planen, welche Komponenten Sie an welcher Stelle im Gehäuse verbauen wollen. Durch die Netzteilkammer an der Oberseite ändert sich einiges, denn Kompaktwasserkühler können so nicht einfach an der Decke montiert werden und ein Aufbau, bei dem die Pumpe der All-in-One-Kühlung der höchste Punkt ist (CPU-Kühlerblock), kann für dauerhafte Schäden sorgen. Der Boden fällt daher als Platz für AiO-Radiatoren in der Regel raus. Planung ist bei Rechnern die halbe Miete. Auch im High End.
Beispiel 2 halbiert den Preis von Beispiel 1 im Grunde. Komplett in Schwarz gehalten, spielt der PC in der Oberliga. Leistungstechnisch sind Beispiel 2 und 3 jedoch vergleichbar - Beispiel 3 geht jedoch bewusst wieder in Richtung RGB-Optik. Natürlich ist die RTX 5070 Ti schwächer als die 5080, kostet aber auch fast 300 Euro weniger. Intels LGA1851-Plattform bietet mit dem Core Ultra 7 265KF für ca. 260 Euro ein attraktives Angebot mit starkem Tuning-Potenzial. Der neue Core Ultra 7 270K Plus für ca. 325 Euro ist die schnellere Option und preislich eine sinnvolle Alternative zu AMDs AM5-Prozessoren. Die Mehrleistung wird sich zwar auch durch höheren Stromverbrauch von Intel "erkauft", das Endergebnis kann sich mit AIO-Kühlung dennoch sehen lassen. Ansonsten kämpfen CPU-Luftkühler wie der Cooler Master Masterair MA824 Stealth für ca. 75 Euro, die im Vergleich zu Kompaktwasserkühlungen auf Pumpen und resultierende Nebengeräusche verzichten, unter Last mit höheren Temperaturen.
Zwar kann der Launch von Intels Arrow Lake zu Recht als "unterwältigend" beschrieben werden, mittlerweile mausern sich die Prozessoren auf Sockel 1851 aber zu preiswerten Optionen für Allrounder-Bedürfnisse. Beim Thema Arbeitsspeicher-Overclocking lässt sich aus der Intel-Basis im Vergleich zum AMD-Angebot mehr herauskitzeln, auch mit CUDIMM-Modulen, sofern das als Fps-Plus anvisiert wird.
Wer mehr CPU-Leistung (auch in Anwendungen) anpeilt, kann mit dem Ryzen 7 9800X3D für ca. 440 Euro mehr aus dem System herauskitzeln. Je nach Auflösung sind GPU-Limits allerdings wahrscheinlicher. Beim Kühler ist der Arctic Freezer 36 ab ca. 30 Euro sehr attraktiv und bietet sich für den sparsamen Ryzen 7 7800X3D ideal an. Kompaktwasserkühlungen sind bei der Abwärme primär dekorativer respektive ästhetischer Natur. Aktuell ist der 7800X3D für ca. 290 Euro (in der Tray-Version) erhältlich. Alternativ könnte man sich bei den im Gaming schwächeren 7700er-CPUs ab ca. 185 Euro umschauen.
Quelle: PCGH
Aus Spielersicht ergeben die teureren Non-X3D-CPUs nur wenig Sinn. Für beste Gaming-Prozessor-Leistung stehen ganz klar die X3Ds im Scheinwerferlicht.
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Prozessor und Mainboard
Sowohl Intels Raptor/Meteor Lake als auch AMDs Ryzen 7000/9000 unterstützen beide DDR5-Arbeitsspeicher, setzen aber ansonsten auf völlig verschiedene, aber nicht minder interessante Architektur-Konzepte. Bei den Mainboards lässt sich allerdings weiter sparen, solange Verzicht bei der Platine eine Option ist.
Für Effizienz-Enthusiasten mit Gaming-Fokus steht der Ryzen 7 7800X3D für ca. 290-340 Euro parat. Der Ryzen 7 9800X3D für ca. 430 Euro respektive 9850X3D für ca. 460 Euro sind zwar weniger effizient als der 7800X3D, dafür aber auch leistungsstärker. Der Ryzen 9 9950X3D für ca. 645 Euro ist über alle Ebenen hinweg mächtig, kostet dafür auch entsprechend noch mehr. Auf Intels Sockel-1851-Seite liegen Prozessoren wie der Core Ultra 7 265KF für ca. 240 Euro als Option parat. Der neue Core Ultra 7 270K Plus für ca. 325 Euro sowie der Ultra 5 250K für ca. 225 Euro sind die neuesten Prozessoren mit durchaus attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis.
- AMD: Ryzen 9 9950X3D für ca. 670 Euro, Ryzen 7 9850X3D für ca. 500 Euro, Ryzen 7 9800X3D für ca. 440 Euro, Ryzen 7 7800X3D für ca. 300 Euro, Ryzen 7 7700 für ca. 200 Euro.
- Passendes Mainboard (AM5): Etwa das MSI B650 Tomahawk Wifi für ca. 160 Euro
- Intel: Core Ultra 7 270K Plus für ca. 325 Euro, Core Ultra 7 265KF für ca. 240 Euro oder ein Ultra 5 250K für ca. 225 Euro
- Passendes Mainboard: Etwa ein MSI Pro B860-P Wifi für ca. 170 Euro oder ein Asrock Z890 Pro-A Wifi für ca. 180 Euro
Grafikkarte
Während Nvidias GPUs auf den 12+4-Stecker bauen, bleibt der klassische 8-Pol-Stromstecker zumindest zum Teil bei AMDs neuer Generation als Option bestehen (je nach Custom-Modell). Durch die wuchtigen Kühler der starken RTX-40er-Modelle und den notwendigen Mindestabstand an der Seite werden breitere Gehäuse mit einer Mindestinnenraumbreite von 17,0 bis 18,5 cm ratsam (bei RTX 5000 sind die Buchsen oftmals viel weiter nach innen versetzt und das Problem entschärft). Als grober Indikator kann die maximale CPU-Kühlerhöhe herhalten. Mehr zu dem Thema finden Sie im entsprechenden Plus-Artikel.
[PLUS] Geforce RTX 5090, 5080, 5070 Ti: Braucht es ein Upgrade beim Netzteil oder Gehäuse?
PCGH Plus: Die neue RTX-5000-GPU-Generationen verlockt manchen Nutzer zum Aufrüsten. Was gilt es bei Gehäusen und Netzteilen zu beachten? Ist auch hier ein Neukauf notwendig? Wir klären auf. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 04/2025.
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Durch die Speicherkrise und Preiserhöhungen mussten viele Builds komplett umgestaltet und die Preisbereiche verschoben werden. Einige Beispiele wie die APU-Konfiguration oder Erwähnungen wie die RX 6600 haben wir auch rausgenommen – für das notwendige Budget mancher Setups waren uns diese Beispiele nicht mehr attraktiv genug.
Neue Hardware wie der Ryzen 7 9850X3D wurde, soweit sinnvoll, eingeordnet.
Die Seiten sind jetzt strukturierter und sauberer aufgebaut.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.