Radeon RX 9060 XT 16GB im Test: Ein Angebot, das kaum ein Gamer ablehnen kann
Die Suche nach einer bezahlbaren Grafikkarte kann zermürbend sein. Mit der Radeon RX 9060 XT startet am 5. Juni eine neue Option - ist das die Rettung? PCGH prüft im großen Duell der Radeon RX 9060 XT 16GB mit der Geforce RTX 5060 Ti 16GB, welches Modell Sie kaufen sollten.
In diesem Artikel
- Seite 1 Übersicht und Daten
- Seite 2 Technik: RDNA 4 vs. RDNA 3 inkl. Pro-Takt-Test
- Seite 3 Spiele-Benchmarks und Leistungsindex
- Seite 4 Raytracing-Benchmarks und Leistungsindex
- Seite 5 Pathtracing-Benchmarks und Leistungsindex
- Seite 6 Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz
- Seite 7 Preis-Leistung (Raster und Raytracing) und Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Hinweis: Mittlerweile sind die Grafikkarten mit Radeon RX 9060 XT auch im Handel angekommen (Liveticker). PCGH hat darüber hinaus auch bereits drei Custom-Grafikkarten mit RX 9060 XT grundlegend getestet, dazu kommt ein Deep Dive zum Thema Warum Radeon RX 9000 ein großer Wurf ist: RDNA 3 vs. RDNA 4 im Pro-Takt-Duell.
Um eines direkt aus dem Weg zu räumen: Wenn wir im Jahr 2025 von ordentlichen Gaming-Grafikkarten reden, handelt es sich dabei um Geräte ab rund 300 Euro. Alles, was darunter liegt, entspricht entweder nicht der aktuellen Generation oder ist nicht in der Lage, moderne Triple-A-Titel flüssig zu befeuern. Falls Sie hingegen eine Grafikkarte suchen, um populäre Multiplayer-Spiele wie Helldivers 2, League of Legends, Dota 2, PUBG oder Counter-Strike 2 mit möglichst vielen Fps zu spielen, genügen auch günstigere oder ältere Modelle.
Mit anderen Worten: Die Kategorie "Grafikkarte, die alles kann und dennoch nicht arm macht", einst verkörpert durch die 250-Euro-Klasse, spielt sich nun in einem etwas höheren Preisbereich ab. Hier tut sich derzeit einiges. Nvidia machte mit der Geforce RTX 5060 Ti den Anfang, nun folgt AMD mit der Radeon RX 9060 XT ... und lässt es sich selbstverständlich nicht nehmen, den Marktführer beim Preis deutlich zu unterbieten: Die Radeon RX 9060 XT 16GB startet hierzulande ab 369 Euro, während für die Geforce RTX 5060 Ti 16GB 449 Euro fällig werden. Beide Grafikkarten werden auch mit 8 GiByte angeboten, allerdings passen hier Preis und Potenzial nicht zusammen - die PCGH-Empfehlung lautet in aller Deutlichkeit "Finger weg". Der Gebrauchtmarkt hält zahlreiche Grafikkarten mit dieser Kapazität sowie bessere Alternativen für weniger Geld bereit. Damit ist das Thema VRAM in diesem Artikel abgehakt, wir widmen uns konsequent zukunftstauglichen Modellen mit 16 GiByte, die ihr (bzw. Ihr!) Geld wert sind. Falls Sie genauer wissen möchten, warum 8 GiByte nicht zeitgemäß sind, legen wir Ihnen unsere VRAM-Beratung: Radeon, VRAM-Beratung: Geforce und den Test der RTX 5060 ans Herz.
Radeon RX 9060 XT: Übersicht
Mit der Radeon RX 9060 XT debütiert ein brandneuer Grafikchip: Navi 44. Der kleine Bruder von Navi 48, besser bekannt als Radeon RX 9070 (XT), bringt das RDNA-4-Funktionspaket in die Grafikkarten-Mittelklasse. Vergleicht man die beiden GPUs, entspricht Navi 44 bei fast allen leistungsrelevanten Punkten einem halbierten Navi 48: 2.048 anstelle von 4.096 Shader-Einheiten, 128 statt 256 Bit zum Speicher, 32 statt 64 MiByte Level-2-Cache. Die Erfahrung lehrt, dass dies nicht gleichbedeutend mit halbierter Leistung ist, denn diverse Skalierungseffekte verhindern in den allermeisten Fällen eine verdoppelte Leistung bei Verdoppelung der Rechenwerke. Faustregel: Ein schmaler Chip lässt sich leichter auslasten als ein breiter. Dabei ist Takt stets hilfreich, und davon hat Navi 44 reichlich. Der offizielle Boost-Takt einer Radeon RX 9060 XT beträgt 3.130 MHz - so viel wie bei keiner anderen Grafikkarte. Sehen wir uns die gesamte Spezifikation der Radeon RX 9060 XT 16GB an; weitere Modelle finden Sie in unserer gepflegten GPU-Datenbank:
| Grafikkarte | Radeon RX 9060 XT 16GB | Geforce RTX 5060 Ti 16GB | Radeon RX 7600 XT | Arc B580 |
|---|---|---|---|---|
| Referenzkarte verfügbar? | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Getestetes Modell | Sapphire Pulse | Palit Infinity 3 | Sapphire Pulse | Intel LE |
| Marktstart | 05.06.2025 | 16.04.2025 | 24.01.2024 | 13.12.2024 |
| Architektur | RDNA 4 | RTX Blackwell | RDNA 3 | Xe 2 (BMG) |
| GPU-Codename/Konfektion | Navi 44 XT | GB206-300 | Navi 33 XT | BMG-G21 |
| Chipgröße (Die) | 199 mm² | 181 mm² | 204 mm² | 272 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mrd.) | 29,7 | 21,9 | 13,3 | 19,6 |
| Fertigungsverfahren (Foundry) | N4P (TSMC) | 4N (TSMC) | N6 (TSMC) | N5 (TSMC) |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 2.048*/128/64 | 4.608/144/48 | 2.048*/128/64 | 2.560/160/80 |
| Raytracing-Einheiten | 32 | 36 | 32 | 20 |
| Matrix-Einheiten („AI-Cores”) | 64 | 144 | 64 | 160 |
| Level-2-Cache (MiB) | 4 | 32 | 2 | 18 |
| Level-3-Cache (MiB) | 32 | – | 32 | – |
| GPU-Boost-Takt in Spielen (MHz) | 3.110 | 2.720 | 2.700 | 2.850 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 51,0 | 25,1 | 44,2 | 14,6 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 25,5 | 25,1 | 22,1 | 14,6 |
| Füllrate (Gtex/Gpix pro Sek.) | 398,1/199,0 | 391,7/130,6 | 345,6/172,8 | 456,0/228,0 |
| Multi Frame Generation | Nein | Ja (bis zu 3 KI-Bilder) | Nein | Nein |
| Frame Generation für alle Spiele | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Nein |
| Speicheranbindung (Bit) | 128 | 128 | 128 | 192 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 20,0/10.008 | 28,0/14.001 | 18,0/9.000 | 19,0/9.500 |
| Speichertyp | GDDR6 | GDDR7 | GDDR6 | GDDR6 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 320 | 448 | 288 | 456 |
| Speicherkapazität (MiB) | 16.384 | 16.384 | 16.384 | 12.288 |
| PCI-Express-Anbindung | 5.0 ×16 | 5.0 ×8 | 4.0 ×8 | 4.0 ×8 |
| Stromanschlüsse | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol | 1× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme | 160 Watt | 180 Watt | 190 Watt | 190 Watt |
| Display-Konnektivität | DP 2.1a (UHBR13.5), HDMI 2.1b | DP 2.1b (UHBR20), HDMI 2.1b | DP 2.1 (UHBR10), HDMI 2.1 | DP 2.1 (UHBR13.5), HDMI 2.1 |
| Video-Decoding | VP9/H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | VP9/H.264/H.265/AV1 |
| Video-Encoding | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | H.264/H.265/AV1 | VP9/H.264/H.265/AV1 |
| UVP zum Start (Euro) | 369 | 449 | 359 | 289 |
| Preis zum Testzeitpunkt (Euro) | – | 450 | 330 | 280 |
Angaben der Leistung auf Basis der von uns umfassend getesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die rechtlich abgesicherten Herstellerangaben liegen teils deutlich darunter. *ALUs mit Dual-Issue-Fertigkeit; angegeben ist der bestmögliche (doppelte) Durchsatz.
Nicht nur der Takt von Navi 44 ist Weltklasse, sondern auch seine Packdichte: Die AMD-Ingenieure bringen 149 Millionen Schaltungen pro Quadratmillimeter unter, was nur Navi 48 aus gleichem Hause überbieten kann (151 Mio./mm²). Nvidia ist bei dieser Metrik klar unterlegen - der GB206 kommt auf 121 Mio./mm² -, obwohl hier ebenfalls ein verfeinertes 5-Nanometer-Verfahren des Fertigers TSMC zum Einsatz kommt. Man könnte angesichts dieser Zahlen annehmen, dass Navi 44 mit GB206 kurzen Prozess macht, immerhin weist die AMD-GPU rund 35 Prozent mehr Transistoren auf. Beim Blick auf die Rohleistung kommen erste Zweifel auf. Auch die völlig verschiedenen Wege, mit denen die Architekturen ihr Ziel erreichen, sind auffällig. Wir werden auf den folgenden Seiten klären, welcher Ansatz das Beste aus den limitierten Ressourcen macht.
9060 XT 16GB vs. 9060 XT 8GB
Neben der Radeon RX 9060 XT 16GB existiert außerdem eine Radeon RX 9060 XT 8GB. Diese Variante weist die gleichen Eckdaten auf wie das 16-GiByte-Modell, der einzige Unterschied ist die Speicherkapazität und, daraus resultierend, die Leistungsaufnahme. Um 16 GiByte GDDR6 an 128 Bit umzusetzen, werden doppelt so viele Speicherbausteine benötigt wie für 8 GiByte. Die 16er-Variante betreibt folgerichtig zwei DRAM-Chips pro Controller im sogenannten Clamshell-Modus. Damit diese Module und die GPU gleichzeitig mit voller Leistung laufen können, hebt AMD die Boardpower der Grafikkarte auf 160 Watt an - 10 Watt mehr als bei der RX 9060 XT 8GB (150 Watt). Daraus lässt sich schließen, dass pro Speicher-Chip eine maximale Leistungsaufnahme von 2,5 Watt veranschlagt wird. Damit genug der Vorrede, sehen wir uns die Innereien von RDNA 4 an und was diese leisten.
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- Seite 3 Spiele-Benchmarks und Leistungsindex
- Seite 4 Raytracing-Benchmarks und Leistungsindex
- Seite 5 Pathtracing-Benchmarks und Leistungsindex
- Seite 6 Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz
- Seite 7 Preis-Leistung (Raster und Raytracing) und Fazit

Dabei machten die Helden hier schon vor einem Vierteljahrhundert die 16 proppenvoll!
#BuyDifferent
#HögschdeSnelheid
#3dfxOderNix
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Mehr dazu soon(tm).
MfG
Raff