Gaming-PC: Basiswissen - Teil III
Wenn Sie Ihren eigenen Rechner konfigurieren möchten, dann sollten Sie zumindest grundlegende Informationen als Fundament haben, die wir hier nun anreißen.
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Massenspeicher - SSDs oder HDDs?
Klassisch mechanische HDD-Festplatten mögen zwar günstig sein, gehören aber als Primärlaufwerk für das Betriebssystem und Spiele der Vergangenheit an, denn SSD-Festplatten im 500-GByte- und 1-TByte-Bereich sind nicht nur erschwinglich, sondern in erster Linie viel schneller, kleiner, lautlos, fressen weniger Strom und geben weniger Abwärme im Alltag ab. Der M.2-Formfaktor spart im Gegensatz zu klassischen 2,5-Zoll-SSDs Platz und Kabel, erfordert allerdings auch einen passend schnellen Slot auf dem Mainboard. HDDs eignen sich noch hervorragend für persönliche Datengräber und Sicherungskopien, sind aber genauso wie DVD-/Blu-ray-Laufwerke und Betriebssystem nicht Teil unserer Hardware-Zusammenstellungen. Vorsicht: HDDs sind mechanisch, und nicht entkoppelt kann die Vibration für nervende Geräusche sorgen. Es gibt verschiedene Entkopplungsmethoden, die teilweise dagegenhalten können.
Richtiges Gehäuse finden
Der einst so zahlreich vorhandene 5,25-Zoll-Schacht ist immer seltener bei Gaming-Gehäusen zu finden und dank Online-Releases sowie Spiele-Launchern wie Steam für die meisten Anwender überflüssig. Bei der Gehäusewahl müssen vor allem Komponenten wie der CPU-Kühler und die Grafikkarte in Länge und Breite passen. Je nach Wahl der Grafikkarten- und Kühlerausführung kann sich unter Umständen die Gehäusewahl verändern. Neben den Maßen, der Fähigkeit der Wärmeabfuhr und der Lautstärke bleiben Gehäuse letztlich oft Geschmackssache. Billige Gehäuse sind bereits ab 50 Euro erhältlich und durch Rabattaktionen fallen oft auch sonst teurere, hochwertigere Varianten unter 100 Euro.
Quelle: PC Games Hardware
Besonders im günstigeren Segment gibt es weiterhin 5,25-Schächte wie beim Fractal Pop an der Unterseite. DVD- und Blu-ray-Laufwerke sterben dennoch immer weiter aus - auch oder eher insbesondere, wenn es um 4K/UHD-Blu-rays geht (Lizenz- und DRM-Supportgründe).
Quelle: PCGH
Big-Tower wie das Be Quiet Pro 900 sind nicht nur teurer, sondern auch voluminöser und nehmen daher viel Platz in den eigenen vier Wänden ein. Für die meisten Spiele-Rechner wäre ein ausgeglichenes Midi-Gehäuse die üblichste Wahl.
In der Regel fällt ein Einbau im größeren Formfaktor der Big-Tower leichter, allerdings kostet das Ganze entsprechend, wiegt mehr und braucht auch Platz. Midi-Gehäuse sind für die meisten PC-Käufer die sinnvollere Wahl. Bei kleineren Micro-ATX- und vor allem Mini-ITX-Gehäusen wird es deutlich enger. Beim Mainboard-Kauf gilt es daher immer, auf die Angabe des ATX- beziehungsweise ITX-Standards zu achten. In jedem Fall sollten alle Maße vor dem Kauf überprüft werden.
Zur kleinen Falle am Rande kann bei größeren Luftkühlern wie dem Noctua NH-D15 die Höhe werden, wenn der Arbeitsspeicher unter dem Lüfter dafür sorgt, dass die Gesamthöhe steigt. Der Lüfter lässt sich zwar ohne Probleme ein Stück nach oben schieben, jedoch ist dann auch ein breiteres Gehäuse notwendig, wie das Fractal Define 7 (nicht in der Compact-Variation), das genügend Volumen und Platz auch für solche Maße bietet.
Das Gehäuse ist theoretisch ein völlig optionales Bauteil. Durch das Überbrücken der Power-Kontakte am Mainboard wäre ein ansonsten funktionsfähiger Rechner problemlos startbar - praktisch für kleinere Testszenarien. Für einen offenen Aufbau empfiehlt sich allerdings zumindest ein Benchtable wie das Streacom BC1 als Basis. In geschlossenen Gehäusen sammelt sich die Abwärme ohne guten Airflow mit zu wenigen Lüftern. Daher sollten Sie je nach voraussichtlicher Last (beziehungsweise den Temperaturansprüchen) auf eine ausreichende Lüfterbestückung achten oder nachrüsten.
Billiges No-Name-Netzteil oder teures Markenprodukt?
Im Bereich Netzteile gibt es zwar gelegentliche Preisschwankungen durch Verfügbarkeitsprobleme, dennoch bewegen sich durchschnittliche Markengeräte in einem vernünftigen und bezahlbaren Rahmen. Bei billigen No-Name-Netzteilen gilt wie immer Vorsicht: Wer billig kauft, kauft zweimal. Oder schlimmer, beschädigt die restliche Hardware aufgrund eigentlich notwendiger, fehlender Sicherheitsinstanzen. Selbst günstige Markennetzteile mit 80-Plus-Bronze-Zertifizierung unter 500 Watt sind angesichts der Alternativen sowohl preislich als auch technisch mehrheitlich nicht attraktiv. Durch den steigenden Strombedarf der GPUs lassen sich 600 Watt und mehr eher wiederverwenden als 450 Watt - beim Netzteil gilt es, die genannte Nennleistung unter Höchstlast nicht zu überschreiten, sprich also bei einem 500-Watt-Netzteil keine 650 Watt aus der Steckdose zu ziehen.
Quelle: PCGH
Zu den verbreitetsten Wattklassen gehören unter anderem 550- bis 850-Watt-Netzteile. Der Wirkungsgrad verschiebt sich je nach Nennleistung. Zu viel kann das Aufrüsten und den Geldbeutel erleichtern, zu wenig kann zum Sicherheitsabschalten und schlechterer Spannungsversorgung führen.
[PLUS] PC-Netzteile mit 750 & 850 Watt im Test: ATX 3.1 mit Gold & Platinum (Teil 2)
PCGH Plus: Im zweiten Teil unseres Netzteil-Vergleichstests sind nicht nur PSU-Neulinge wie Asrock, sondern auch bekannte Marken wie Chieftec oder FSP dabei. Was bieten günstigere Modelle gegenüber teureren? Der Artikel stammt aus der PC Games Hardware 09/2025.
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Exemplarischer Zusammenbau samt UEFI im Videoformat
Was bedeutet Overclocking und wie lässt sich ein Spiele-PC tunen?
Viele Grafikkarten, Prozessoren und Arbeitsspeicherriegel bieten eine Übertaktungsmöglichkeit an. Overclocking (zu Deutsch: übertakten; Kurzform: OC) beschreibt im Grunde die Erhöhung des Taktes über die Herstellerspezifikationen hinaus, sodass theoretisch mehr Performance aus der Hardware herausgekitzelt werden könnte. In der Regel kommt der höhere Takt mit einem teils deutlich höheren Stromverbrauch, schlechteren Temperaturen, geringerer Effizienz und, wenn nicht richtig getestet, auch mit einer suboptimalen Stabilität daher.
Quelle: PCGH
Der MSI Afterburner ist zum GPU-Tunen äußerst praktisch.
Sollten Sie ohnehin dauerhaft nicht selbst übertakten wollen, dann kann Ihnen die Werbeangabe OC egal sein. Bei der Grafikkarte ließe sich mit einem Undervolting (Kurzform: UV) über die Spannungskurve in Programmen wie dem MSI Afterburner die Spannung verringern, mit dem Ziel einer höheren Effizienz und besserer Temperaturen. Auf Stabilität muss auch hier durchgetestet werden. Je nach Modell und Einzelstück ist der Spielraum eigener Optimierung entweder sehr groß, oder praktisch kaum vorhanden - auch mit OC-Fähigkeit.
[PLUS] Undervolting vs. Powerlimit: Radeon RX 9070 XT und RTX 5070 Ti optimiert
PCGH Plus: Wie zügelt man den Stromhunger aktueller GPUs: mit einem Powerlimit oder per Spannungsoptimierung? Radeon RX 9070 XT und Geforce RTX 5070 Ti geben individuelle Antworten im Test. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 01/2026.
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Bitte denken Sie daran, dass alle Komponenten und Zusammenstellungen reine Vorschläge sind, welche Sie natürlich individuell kombinieren, konfigurieren und erweitern sollten. Im Hardware-Bereich gibt es unzählige Optionen und Preisschwankungen, daher ist ein Abweichen durchaus sinnvoll! Bei weiteren Fragen steht Ihnen im PCGHX-Forum eine hilfsbereite Community mit Rat und Tat zur Verfügung. Los geht es mit den Konfigurationen im niedrigen Preisbereich.

Durch die Speicherkrise und Preiserhöhungen mussten viele Builds komplett umgestaltet und die Preisbereiche verschoben werden. Einige Beispiele wie die APU-Konfiguration oder Erwähnungen wie die RX 6600 haben wir auch rausgenommen – für das notwendige Budget mancher Setups waren uns diese Beispiele nicht mehr attraktiv genug.
Neue Hardware wie der Ryzen 7 9850X3D wurde, soweit sinnvoll, eingeordnet.
Die Seiten sind jetzt strukturierter und sauberer aufgebaut.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.