Gaming-PC: Basiswissen - Teil II
Wenn Sie Ihren eigenen Rechner konfigurieren möchten, dann sollten Sie zumindest grundlegende Informationen als Fundament haben, die wir hier nun anreißen.
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Lieber eine bessere GPU oder CPU kaufen?
In Spielen sorgt eine stärkere Grafikkarte für eine flüssigere Bildrate, während die CPU sich um Nebenberechnungen wie NPC-Pfadwege kümmert. Ein zukunftsorientierter Prozessor verschiebt das CPU-Bottleneck, sodass bei einem kommenden GPU-Upgrade in CPU limitierten Szenen nicht der Prozessor die Bildrate ausbremst. Bedeutet: Eine teurere/schnellere Grafikkarte sorgt für eine bessere Framerate, aber mit einem stärkeren Prozessor und der restlichen Basis können Sie Ihren Rechner durch zukünftige GPU-Wechsel länger am Leben erhalten, ohne erneut den Prozessor, das Mainboard oder sonstiges auswechseln zu müssen.
Quelle: PCGH
Bei einigen CPU-Generationen gibt es eine überschneidende Mainboard-Kompatibilität, so etwa auch bei Intels vorherigen beiden mit dem Sockel-1700. Ein Alder-Lake-Prozessor mit einer Z690-Platine ließe sich leicht durch und eine Raptor-Lake-CPU austauschen. Ein kostenloses UEFI-Update des Mainboards kann da erforderlich sein. Raptor Lake ist neuer und daher in den meisten Fällen auch teurer, während Alder Lake bei guten Angeboten auch eine solide Wahl sein kann, um dann die Preisdifferenz bei der Grafikkarte direkt investieren zu können. Ist der Sockel dagegen anders aufgebaut, besteht keine Kompatibilität. So der Fall bei AM5 und AM4 oder Sockel 1700 und 1851.
Mainboards als Bindestück des Rechners
Der Prozessor findet Platz in den spezifischen Sockeln der Mainboards. Bei den Mainboard-Modellen gilt es, nach der Unterstützung der Prozessorgeneration zu schauen und danach, welche Ausstattung bei den Anschlüssen geboten wird. So gäbe es etwa bei Intel einmal die neuere Plattform mit Sockel LGA-1851 (nur kompatibel mit Arrow Lake) sowie die 600er-/700er-Serie mit Sockel 1700, die kompatibel mit den Prozessoren der 12., 13. und 14. Generation ist. Gemeint wären unter anderem die Reihen Z690, B660 und H610. Hochwertige Mainboards kosten mehr, bieten aber auch üblicherweise mehr Luxus-Features, sei es jetzt bei den Anschlussmöglichkeiten hinten am Rechner (USB-Slots, LAN-Geschwindigkeit, WLAN-/Bluetooth-Funktion etc.) oder der Kühlung der Spannungswandler an der Platine. Je nach Budget kann sich ein Blick auf den Performance-Spielraum beim passenden Sockel lohnen. So würde beispielsweise in ein B550-Mainboard sowohl ein schwächerer Ryzen 5 5500 als auch ein stärkerer Ryzen 7 5800X3D passen. Der Unterschied in Spielen kann dabei gravierend sein, auch wenn in den meisten Fällen die Grafikkarte das limitierende Teil für höhere Bildraten sein dürfte.
Quelle: PCGH
Mainboards gibt es in allen Facetten, Größen (etwa Mini-ITX, M-ATX, E-ATX etc.) und Preisklassen. Achten Sie bei der Auswahl auf Ihre persönlichen Eckpunkte. Manche Features kommen mit einem Luxuspreis, wären aber möglicherweise für Sie überflüssig. Neben den hinteren USB-Anschlüssen spielen auch die PCI-E-Bestückungen, die Übertaktungsfreudigkeit, der verbaute Soundchip und einiges mehr eine Rolle.
Beim Einbau der CPU in den Sockel auf der Platine sollten Sie Vorsicht walten lassen. Für blutige Anfänger lohnt sich das Anschauen mehrerer Demonstrationsvideos, aber im Prinzip öffnen Sie den Sockel über einen Arretierhebel, legen die CPU entsprechend einer Pfeilmarkierung an den Ecken mit Gefühl passend rein und fixieren sie wieder mit demselben Hebel und etwas Kraft. Die notwendige Wärmeleitpaste oder das -pad kommt zwischen den Kühlkörper und die dann eingebaute CPU.
Kühler für CPUs
Praktisch alle Desktop-Prozessoren benötigen zum Abführen der entstehenden Wärme auch einen Kühler. Das kann ein Air-Cooler, eine All-in-One-Kompaktwasserkühlung oder ein modularer Custom-Wasserkreislauf sein. Die Kühlerwahl sollte mindestens entsprechend dem Wattverbrauch des Prozessors und auch im Hinblick auf das Gehäuse sowie das persönliche Geräuschlimit erfolgen. Auch passive Kühler wie den Noctua NH-P1 ohne Lüfter gibt es als Option auf dem Markt, jedoch setzt ein passives System auch eine gewisse Planung voraus. Neben dem CPU-Sockel befinden sich auf der rechten Seite die RAM-Slots für den Arbeitsspeicher.
Quelle: PCGH
Bei CPU-Kühlern sollten Sie auf die maximale Höhe des Kühlers und der Breite des Gehäuses achten. Für die meisten Anwender dürften einfache Tower-Kühler ausreichen, bei anspruchsvollen CPU-Lasten kann eine Wasserkühlung eine gute Wahl sein.
DDR4- oder DDR5-Arbeitsspeicher?
Ausreichend Arbeitsspeicher von mindestens 16 GiB sollte für den Alltag, Spiele und Anwendungen vorhanden sein, egal ob beim Einsteiger-Setup oder der Mittelklasse. 32 GiB und mehr wären tendenziell vorzuziehen, wenn denn die Speicherkrise 2026 nicht sämtliche Preise explodieren ließe. Die RAM-Standards DDR4 und DDR5 sind nicht miteinander in einem Mainboard austauschbar, das bedeutet, man entscheidet sich faktisch beim Kauf des Mainboards zwischen den Varianten. Aktuell betrifft das nur Intels neuere Alder-Lake- sowie Raptor-Lake-Prozessoren. Diese CPUs unterstützen beide Standards, das Mainboard dagegen nicht.
Quelle: PCGH
Intel bietet bei den Sockel-1700-CPUs die Option zwischen DDR4- oder DDR5-Arbeitsspeicher. Die Wahl wird mit dem Mainboard getroffen. Bei Intel Sockel 1851 und AMD sieht die Sache klarer aus, die Ryzen-5000er-Reihe benötigt DDR4, während die 7000er-/9000er-Serie nur mit DDR5 kompatibel ist.
[PLUS] Gaming-PC in der Krise aufrüsten: RAM, PCIe und VRAM richtig abstimmen
Wir schauen nach versteckten Flaschenhälsen beim RAM und PCI Express und geben konkrete Empfehlungen, um das eigene System auch 2026 durch die Speicherkrise zu bringen.
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Beim RAM gibt es zum einen die Geschwindigkeit in Form des Taktes und die Latenz. Die Taktraten zwischen DDR4 und DDR5 sind nicht direkt vergleichbar, denn die Latenzen unterscheiden sich auch gravierend. Generell gilt jedoch: Je höher der Takt und je niedriger die Latenz, umso flotter der Arbeitsspeicher. Nach dem Zusammenbau des Rechners sollte im UEFI das XMP/EXPO oder eine vergleichbare Option aktiviert werden, ansonsten takten die Riegel meist niedriger als ansonsten spezifiziert möglich. In die UEFI-Oberfläche des Mainboards kommt man am leichtesten durch das wiederholte Drücken der DEL-/Entf-Taste vor dem eigentlichen Booten des Betriebssystems.

Durch die Speicherkrise und Preiserhöhungen mussten viele Builds komplett umgestaltet und die Preisbereiche verschoben werden. Einige Beispiele wie die APU-Konfiguration oder Erwähnungen wie die RX 6600 haben wir auch rausgenommen – für das notwendige Budget mancher Setups waren uns diese Beispiele nicht mehr attraktiv genug.
Neue Hardware wie der Ryzen 7 9850X3D wurde, soweit sinnvoll, eingeordnet.
Die Seiten sind jetzt strukturierter und sauberer aufgebaut.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.