Gaming-PC kaufen: Unter 2.000 Euro
In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick an Infos sowie nützliche Tipps bei der Zusammenstellung von PC-Builds an die Hand.
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Sie suchen einen performanteren Rechner und haben ein Budget bis 2.000 Euro? Abermals zwingen die steigenden Speicherpreise zu einer bedachten Wahl der Komponenten. Denn sowohl Arbeitsspeicher als auch SSDs und Grafikkarten mit mehr VRAM sind von massiven Preiserhöhungen betroffen. Zur Verdeutlichung: Das DDR4-32-GiB-Ripjaws-V-Kit kostete noch vor einem Jahr gerade mal 50 Euro - jetzt sind es 235 Euro. Um den DDR5-Standard steht es noch schlimmer: Aus den einst knapp 85 Euro beim Patriot-Viper-Kit mit 32 GiB, DDR5-6000 CL30, wurden harsche ca. 420 Euro (aktuell 380 Euro).
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Warum älterer DDR4-Standard eine kleine Renaissance erfährt, lässt sich am einfachsten anhand von Beispiel 1 und 2 illustrieren: 32 GiB DDR4-3600 liegt mit ca. 235 Euro ungefähr auf Höhe eines 16-GiB-DDR5-Kits (mit DDR5-5600 oder etwas teurer DDR5-6000). Reichen 16 GiB RAM? Solange Sie bei den Optionen und Hintergrundprozessen weise auswählen (hohe Texturen, Browser, Videos etc.), können 16 GiB Arbeitsspeicher ausreichen. Mit mehr arbeitet sich's deutlich entspannter im Alltag, kostet aber, wie Sie bei Beispiel 3 sehen, mit 32 GiB knapp unter 400 Euro mit DDR5-6000.
Während Beispiel 1 auf eine Intel-DDR4-Basis setzt und mit mehr Speicher punkten kann, fokussiert sich Beispiel 2 auf eine modernere Basis mit RTX 5070, samt MFG-Support, sowie eine AM5-Einsteiger-CPU mit DDR5. Das kostet auch entsprechend. Wenn Sie Speicherprobleme meiden, aber Multi Frame Generation nutzen möchten, können Sie auch einfach die RTX 5070 in Beispiel 1 einbauen. 12 GiB VRAM sind nicht perfekt, müssen aber in dieser Preisklasse zur aktuellen Zeit genügen.
Der günstige Ryzen 5 7500F von Beispiel 2 gleicht dem Ryzen 5 7600 für ca. 150 Euro bis auf die fehlende Grafikeinheit bis aufs Haar, kostet dafür weniger und bietet keinen Boxed-Kühler. Der Ryzen 7 7700 von Beispiel 3 bietet mit acht Kernen mehr Reserven für Streaming und anspruchsvollere Multitasking-Szenarien. In Spielen liegt er auch klar über Sechskernern, ohne preislich in teure X3D-Regionen vorzudringen. In Kombination mit 32 GiB DDR5-6000 entsteht ein leistungsstarkes, zukunftssicheres AM5-System. Die Radeon RX 9070 mit 16 GiB VRAM unterstreicht den Anspruch auf hohe Detailstufen in WQHD bis hin zu 4K mit Upscaling. Als mächtigere AM5-CPU für Spiele bietet sich als Aufrüstziel etwa der Ryzen 7 9800X3D für rund 430 Euro an. Als Mainboard bietet das Asus TUF Gaming B650-Plus nach wie vor ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Sockel-AM5-Prozessoren.
Im CPU-Preisbereich um 200 Euro auf Sockel AM5 wird die Prozessorwahl bei Beispiel 3 zur reinen Abwägungssache. Der Ryzen 7 7700 kostet als Tray ca. 190 Euro und ist damit etwa 20 Euro günstiger als der Ryzen 5 7500X3D für ca. 210 Euro. Der 7500X3D mit sechs Kernen liegt in Spielen in CPU-limitierten Szenen zwar rund 15 Prozent vorn, verliert in Anwendungen aber knapp 25 Prozent. Gerade wenn nebenbei Programme wie Google Chrome, Discord oder gar OBS Studio laufen, ist der 7700 im GPU-Limit oft die ausgewogenere und günstigere Option. Wer nur einen Monitor nutzt, ausschließlich spielt und keine nennenswerten Hintergrundprogramme laufen lässt, kann aber ruhigen Gewissens zum 7500X3D greifen. Eine falsche Wahl gibt es hier nicht, nur unterschiedliche Prioritäten.
In Beispiel 4 kommt der ältere, aber sehr sparsame und in Spielen immer noch extrem schnelle Ryzen 7 7800X3D für ca. 290 Euro zum Einsatz. Gepaart mit AMDs Radeon RX 9070 XT ist das ein Traum-PC, mit kleineren Abstrichen bei Anwendungen. Beim Case sind etwa das Phanteks XT Pro Ultra für ca. 70 Euro oder noch günstiger das Deepcool CC560 V2 für ca. 50 Euro gute Spar-Tipps (je nach Bedarf eines vorderen USB-C-Anschlusses). Ansonsten ist das Fractal North für ca. 125 Euro ein moderner, kompakter Edel-Hingucker. Sollten Leistung und durchdachte Details im Fokus stehen, ist das Lian Li Lancool 3 für ca. 130 Euro die bessere Wahl. Ein guter DIY-Tipp aus Beispiel 3: Das lüfterlose Deepcool CG580 für ca. 55 Euro im Glas-Aquarium-Design lässt sich mit den neuen Arctic P12 Pro im Value-Pack (ca. 25 Euro für 5× 120 mm) preiswert kombinieren, auch ohne RGB-Beleuchtung.
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Prozessor und Mainboard
Während bei AMDs Ryzen-5000er-CPUs nur DDR4 unterstützt wird, ist bei Raptor und Meteor Lake der Griff zu DDR5-Speicher möglich und prinzipiell eine Überlegung wert. Voraussetzung dafür ist allerdings auch ein DDR5-Mainboard. Intels Raptor-Lake-CPUs funktionieren einwandfrei mit den älteren Sockel-1700-Platinen wie der Z690-Serie.
- AMD: Ein Ryzen 5 7500F (6 Kerne, AM5) für ca. 125 Euro, ein Ryzen 7 7700 (8 Kerne) für ca. 190 Euro oder ein Ryzen 5 7500X3D (6 X3D-Kerne) für ca. 210 Euro
- Passendes Mainboard: etwa das MSI B550-A Pro (AM4) für ca. 100 Euro oder Asus TUF Gaming B650-Plus (AM5) für ca. 135 Euro.
- Intel: Etwa ein Core i5-14400F für ca. 170 Euro
- Passendes Mainboard: Zum Beispiel das MSI B760 Gaming Plus Wifi für ca. 135 Euro
Quelle: PCGH
Intels Sockel sind kurzlebiger. Auf den LGA1700 folgte der LGA1851, der voraussichtlich 2026 bereits endet. Nicht alle Sockel-1700-Prozessoren haben P- und E-Cores. So hätte der Intel i5-12600 ausschließlich 6 Performance-Kerne, während der i5-12600K noch 4 Effizienz-Kerne zu bieten hätte. In Spielen ist der Unterschied trotzdem gering, es sei denn Streaming-Aufnahmen oder andere Programme funken im Hintergrund dazwischen.
Bei den Grafikkarten haben in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis für Raster-Szenen öfter Intel und AMD einen Vorteil. Nicht nur die Rasterizing-Performance (übliche Spieledarstellung ohne Raytracing) kann sich sehen lassen, auch der Videospeicher ist bei beiden Kontrahenten üppiger bestückt als bei der grünen Konkurrenz. Dafür bietet Nvidia allerdings die etwas ausgereifteren DLSS-Upsampling- und -Frame-Generation-Verfahren (im Vergleich zu FSR 4.0 und XeSS) sowie breiteren AI-Support.

Durch die Speicherkrise und Preiserhöhungen mussten viele Builds komplett umgestaltet und die Preisbereiche verschoben werden. Einige Beispiele wie die APU-Konfiguration oder Erwähnungen wie die RX 6600 haben wir auch rausgenommen – für das notwendige Budget mancher Setups waren uns diese Beispiele nicht mehr attraktiv genug.
Neue Hardware wie der Ryzen 7 9850X3D wurde, soweit sinnvoll, eingeordnet.
Die Seiten sind jetzt strukturierter und sauberer aufgebaut.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.
Wieso wird der B850 Chipsatz komplett außen vor gelassen?
Für AM5 wird hier hauptsächlich das ASUS TUF B650-Plus empfohlen - Im selben Preisbereich um 150€ existieren aber auch interessante B850 ATX Mainboards, die sogar offiziell PCIE 5.0 unterstützen, schnelleren RAM aufnehmen können und länger Softwareupdates bekommen.
Im Zwiefelsfall ist man damit besser für die kommenden Zen 6 gerüstet.
Zukünftige Aufrüstbarkeit sollte nicht außer acht gelassen werden.