AMD Ryzen 7 9850X3D im Test: Der Turbolader, der nach hinten losgeht [Update]
AMDs neuer Ryzen 7 9850X3D betritt den Markt und muss sich gegen 9800X3D und 9950X3D behaupten. PCGH hat sich wieder in die Höhle der Löwen begeben und den Achtkerner in einem komplett neuen CPU-Testparcours getestet! Stellt der Prozessor eine echte Alternative dar?
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Aktualisierung: Seit 15 Uhr ist der Ryzen 7 9850X3D offiziell im deutschen Einzelhandel verfügbar. Eine wirkliche Verfügbarkeit kann man im PCGH-Preisvergleich von Geizhals nicht erkennen, positiv zu erwähnen sind die 499 Euro (und damit die UVP), die zum Beispiel aktuell Mindfactory aufruft. Bei Caseking gibt es jetzt ebenfalls die Retailversion für 499 Euro. Der 9800X3D steht weiter bei 440 Euro im deutschen Handel.
Als AMD im Jahr 2022 den Ryzen 7 5800X3D vorstellte, markierte das einen Wendepunkt für PC-Spieler. Der erstmals eingesetzte 3D V-Cache entwickelte sich schnell zum entscheidenden Faktor für maximale Spieleleistung und setzte einen neuen Maßstab im CPU-Segment. AMD reagierte auf die hohe Nachfrage mit einer konsequenten Weiterentwicklung des Konzepts. Auf den 5800X3D folgte der Ryzen 7 7800X3D und mit Zen 4 erstmals auch Ryzen-9-Modelle, die mehr als acht Kerne mit 3D V-Cache kombinierten: Ryzen 9 7900X3D und Ryzen 9 7950X3D. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass lediglich eines der beiden CCDs tatsächlich vom erweiterten L3-Cache profitierte. Gleichzeitig führte AMD mit AM5 einen neuen Sockel ein, der zwingend auf DDR5-Speicher setzt und damit sowohl damals als auch insbesondere heute mit höheren Plattformkosten verbunden ist.
Viele Nutzer entschieden sich daher bewusst "nur" für ein Upgrade auf den Ryzen 7 5800X3D statt für einen kompletten Plattformwechsel. Um AM5 attraktiver zu machen, verschwand der 5800X3D schließlich aus dem Portfolio und wurde durch den Ryzen 7 5700X3D ersetzt, der um einiges niedriger taktet. Doch auch dieser ist inzwischen vom Markt verschwunden. Damit gibt es kaum noch Anreize für PC-Spieler, innerhalb des AM4-Sockels aufzurüsten.
In den Folgejahren erweiterte AMD das X3D-Angebot für AM5 dagegen schrittweise. Neben dem Ryzen 7 7800X3D erschienen auch Sechskerner wie der Ryzen 5 7600X3D und der Ryzen 5 7500X3D für preisbewusste Spieler. Den bisherigen Höhepunkt markierten 2024 der Ryzen 7 9800X3D, der sich bis heute als schnellster Gaming-Prozessor seiner Zeit behauptet, neben der schnellsten Desktop-CPU aller Zeiten, dem Ryzen 9 9950X3D. Intels aktuelle Arrow-Lake-Generation kann dem nichts entgegensetzen. In einer Situation, die an frühere Phasen der Dominanz erinnert, baut AMD seinen Vorsprung nun weiter aus. Mit dem Ryzen 7 9850X3D soll die Spitzenposition im Gaming-Segment gefestigt werden, so, wie Intel es einst in umgekehrter Rollenverteilung getan hat. Wir bedanken uns bei AMD für die Bereitstellung des Samples. Es gab außer dem Veröffentlichungszeitpunkt keinerlei Vorgabe für den Test.
Technische Daten
| Ryzen 7 9800X3D | Ryzen 7 9850X3D | |
|---|---|---|
| Codename | Granite Ridge-X | Granite Ridge-X |
| Mikroarchitektur | Zen 5 (Nirvana) | Zen 5 (Nirvana) |
| Prozessorkerne | 8× Zen 5 mit SMT | 8× Zen 5 mit SMT |
| Basistaktfrequenz | 4,7 GHz | 4,7 GHz |
| Turbotakt auf allen Kerne | 5,2 GHz --> | 5,6 GHz |
| Zwischenspeicher | 8 MiB L2-Cache 32 MiB L3-Cache 64 MiB 3D V-Cache |
8 MiB L2-Cache 32 MiB L3-Cache 64 MiB 3D V-Cache |
| DDR5-Support | DDR5-5600 | DDR5-5600 |
| Fertigung | TSMC 4 nm (N4) für CPU TSMC 6 nm (N6) für I/O |
TSMC 4 nm (N4) für CPU TSMC 6 nm (N6) für I/O |
| TDP | 120 W (162 W PPT) | 120 W (162 W PPT) |
Als AMD den 9850X3D zur CES 2026 angekündigt hat, war noch nicht klar, ob der Achtkerner neue Features bietet oder "nur" mehr Takt. Tatsächlich ist die einzige Neuerung der maximale Boost auf bis zu 5,6 GHz. Alles andere entspricht 1:1 einem Ryzen 7 9800X3D. Somit nutzt auch das neue Pferd im Stall die Zen-5-Architektur. Die Speicherfreigabe beträgt DDR5-5600 bei der Nutzung von zwei Modulen und -3600 bei der Vollbestückung auf 2DPC-Mainboards. Die TDP beträgt 120 Watt. Ehrlich gesagt wäre auch alles andere für den 9850X3D überraschend gewesen, größere Änderungen an I/O-Die und den CPU-Kernen sind erst mit Zen 6 zu erwarten. Sie brauchen sich auch keine Sorgen bezüglich der UEFI-Version zu machen: Lediglich AGESA 1.2.0.0 ist nötig, damit das System mit dem Ryzen 7 9850X3D bootet. Diese Version ist seit August 2024 erhältlich. Die meisten B/X8XX-Boards haben diese bereits ab Werk geladen, ältere Modelle lassen sich entweder per Flashback oder mit bestehender CPU aktualisieren. AMD empfiehlt AGESA 1.2.7.1 für den Ryzen 7 9850X3D, offiziell unterstützt wird die CPU jedoch bereits mit AGESA 1.2.0.3g.
Quelle: AMD
AMD vergleicht den Ryzen 7 9850X3D in hauseigenen Benchmarks gezielt mit einem Intel Core Ultra 9 285K und sieht sich zwischen fünf und satten 56 Prozent vorn. Unsere Benchmarks zeigen bei bisherigen Tests ein ähnliches Verhalten auf: Nicht jeder Titel skaliert mit dem zusätzlichen L3-Cache. Im Mittel ist der Unterschied jedoch meist spürbar und fast immer messbar. Insgesamt sind die Werte aber innerhalb der Erwartung.
Auf der kommenden Seite geht es ans Eingemachte. In insgesamt 16 Spielen und sechs Anwendungen muss sich der neue AMD Ryzen 7 9850X3D nicht nur gegenüber dem Ryzen 7 9800X3D beweisen, sondern auch gegen Intel Arrow Lake antreten. Wird sich der hohe Takt merklich auf die Performance in Spielen und Anwendungen auswirken?

Entweder hat AMD eine schwäche mit deren eigenen CPUs und bevorzugt Intel CPUs oder aber die AMD GPU hängt schon mit der Intel CPU voll im GPU Limit, irgendwas passt da nicht zusammen, denn in CPU Limit sollten die Zugewinne zumindest ähnlich Nvidia ausfallen.
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Nicht immer schlechtreden, andere machen auch gute Arbeit ❤️.
Da ändert sich sogar einiges.
Takt , Cache, IPC. Der im Test verglichene 12100F 4 Kerner hat NICHTS davon in relevantem ausmaß.
Es geht darum herauszustellen das 4 Kerne reichen , bei selbem IPC und cache. Am besten noch auf TDP gedeckelt.
Die einzige möglichkeit sowas zu testen, ist Kerne auf einer schenllen multicore cpu zu deaktivieren, weil es keine schnellen 4 und 6 Kerner mehr gibt.
Bei selber TDP wird die cpu mit weniger kernen meist Welten schenller sein.
Der PCGH vergleich ist daher etwas sinnlos.
Da ändert sich sogar einiges.