Warum 8 GiByte nicht mehr ausreichen: Radeon RX 9060 XT 8GB vs. 16GB [Update]

Dass 8 GiByte Grafikspeicher nicht mehr für ungetrübten Spielspaß genügen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch wie schlimm ist es wirklich und lässt sich das Problem durch Detailverzicht aus der Welt schaffen? Unsere Spezial-Messreihe auf Basis der Radeon RX 9060 XT gibt Aufschluss.

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Warum 8 GiByte nicht mehr ausreichen: Radeon RX 9060 XT 8GB vs. 16GB
Quelle: PCGH
Update vom 7. August:

Mittlerweile haben wir dem Thema auch ein ausführliches Video gewidmet. In 18 Minuten beleuchten wir nicht nur die Theorie rund um Speicherbedarf und die Anforderungen moderner PC-Spiele, sondern gehen auch im Detail auf die Leistungskosten bei drei verschiedenen Einstellungen ein. Im Fokus steht zwar die Radeon RX 9060 XT (8 vs. 16 GiByte), die Ausarbeitung ist jedoch Teil der VRAM-Beratung 2025 und liefert somit allgemeingültige Aussagen, welche vor allem Aufrüstwillige interessieren dürften.

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8 GiByte Grafikspeicher und moderne PC-Spiele passen nicht zusammen, das wissen treue PCGH-Leser längst. Nach den ersten Problemfällen, welche bis ins Jahr 2019 zurückreichen, erschienen zahlreiche Titel, deren Speicheranforderungen mit maximalen Details weit jenseits der 8-GiByte-Marke liegen. So weit, so bekannt. Doch was bedeutet das? Ist es an der Zeit, 8-GiByte-Grafikkarten zu beerdigen, oder kann man mit gezieltem Detailverzicht flüssig spielen? Das haben wir uns anhand der AMD Radeon RX 9060 XT angesehen. Diese neue Gaming-Grafikkarte ist sowohl mit 8 als auch 16 GiByte Speicher erhältlich und erlaubt somit erhellende 1:1-Vergleiche.

Radeon RX 9060 XT 8GB vs. 16GB: Übersicht

Dieser Artikel ist als Teil einer Reihe zu verstehen: der VRAM-Beratung 2025, welche wir Anfang des Jahres auf Basis der Radeon RX 7600 XT (Teil 1) und Geforce RTX 4060 Ti (Teil 2) begonnen hatten. Wir verkürzen daher die Grundlagenbetrachtung und verweisen diesbezüglich auf die vorhergehenden Analysen. Das Hauptproblem ist und bleibt: Wer fortschrittliche Spiele mit maximalen Details ohne Kompromisse erleben möchte, benötigt dafür eine Grafikkarte mit 16 GiByte. Erst mit dieser Kapazität arbeiten selbst die anspruchsvollsten Streaming-Systeme ohne die typischen Schwund-Erscheinungen, etwa zäh und sichtbar nachladende Texturen oder Ruckler. Wer eine Grafikkarte mit 8 GiByte verwendet, sieht sich indes ständig mit Warnmeldungen konfrontiert. Anbei aktuelle Beispiele, für die wir uns nicht anstrengen mussten - es genügt, in besagten Spielen maximale Details in Full HD einzustellen (oder es zu versuchen):

Diese oder ähnlich lautende Warnungen kann man natürlich ignorieren, die erwähnten Probleme bleiben jedoch - und verschlimmern sich stets mit steigender Spielzeit und anspruchsvolleren Einstellungen. Wir klären in diesem Artikel nicht nur frisch und aktuell, wie die Performance bei "überfahrenem" Grafikspeicher aussieht. Ein Teil der Betrachtung widmet sich außerdem der Frage, ob Detailverzicht alle Symptome beseitigen kann oder nicht.

Radeon RX 9060 XT 8GB vs. 16GB: Das Duell

Speicher-Messreihen erfordern besondere Sorgfalt bei den verglichenen Produkten. Idealerweise nimmt man alles abseits des Speichers aus der Gleichung, um wasserdichte Ergebnisse zu erhalten. Für diesen Test haben wir gezielt zwei gleichartige Grafikkarten angefordert und vom Hersteller Gigabyte erhalten: Wir verwenden sowohl eine Radeon RX 9060 XT Gaming OC 8G als auch eine Radeon RX 9060 XT Gaming OC 16G. Diese Grafikkarten setzen auf das gleiche Design, mit dem einzigen Unterschied, dass eine Variante über 8 und die andere über 16 GiByte Speicher verfügt. Um bestmögliche, konstante Ergebnisse zu erhalten, tunen wir die Grafikkarten obendrein mit Bordmitteln, dem Tuning-Menü des Radeon-Treibers. Beide Grafikkarten arbeiten mit dem maximal erlaubten Powerlimit von 200 Watt, moderat übertaktetem Speicher (~2.800 MHz) sowie einem negativen Spannungs-Offset (= Undervolting). Auf diese Weise erhalten wir nicht nur eine hohe Leistung, sondern auch eine gesteigerte Effizienz bei GPU-Taktraten im Dunstkreis von 3,3 GHz.

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Radeon RX 9060 XT 8GB vs. 16GB: Benchmarks

Als Benchmarks dient uns eine illustre Mischung aus wohlbekannten Spielen und einigen Neuzugängen, welche wir im Rahmen der just evaluierten GPU-Benchmarks 2025 H2 getestet haben. Die Benchmarks bestehen sowohl aus reinen Rasterizing-Spielen als auch Raytracing-Titeln - einzig Pathtracing fehlt aus Leistungsgründen. Die Einstellungen haben wir der Radeon RX 9060 XT entsprechend gewählt; diese Grafikkarte und das Nvidia-Pendant Geforce RTX 5060 Ti eignen sich hervorragend für Full HD sowie WQHD mit Upsampling.

Alle Spiele laufen in drei Einstellungen:

1.) 1.920 × 1.080, maximale Details, native Auflösung mit TAA
2.) 2.560 × 1.440, maximale Details, FSR Quality + Frame Generation
3.) 1.920 × 1.080, hohe Details, native Auflösung mit TAA

Von diesem Muster wird nur in Ausnahmefällen abgewichen - beispielsweise, wenn das betreffende Spiel keine Unterstützung für FSR Frame Generation bietet. Besonderes Augenmerk verdient Einstellung 3.), denn diese hat das Ziel, die Last deutlich zu reduzieren, ohne dass die Grafik unansehnlich wird. Besteht Hoffnung für 8-GiByte-Grafikkarten, wenn die Details maßvoll reduziert werden, oder kommt es selbst bei hohen Details zu Speicherüberlauf? Davon handelt die folgende Seite - nicht nur in Gestalt von Balken, sondern auch Frametimes.

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  1. Seite 1 Übersicht und Methodik
  2. Seite 2 Benchmarks & Fazit
    • Kommentare (112)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von belle
        60 FPS sind nicht in jedem Spiel für gutes Gameplay nötig. Das haben wir hier schon nun ungefähr 3217 Mal geklärt.

        Fehlende Optimierungen wegen Zeitmangel, Personalgründen und Kostendruck sind wirklich Probleme, aber unter 12 GiB sollte man nichts mehr kaufen.
        Apropos (keine Werbung für 8GB, mind you):

        Damals im Computerbase-Test zur 1050 Ti (Fazit: "Überzeugt auf ganzer Linie"):

        23 Games getestet (hohe/max Settings)

        3 erreichten 60 FPS
        14 erreichten keine 40 FPS (Balanced-Modus mit einer Balance aus Qualität und Performance auf Konsole, so im Spiel verfügbar)
        4 erreichten keine 30 FPS (Quality-Modus mit höheren Details / Auflösung auf Konsolen, so verfügbar)

        Aktuell im Test zur 5050 (kann man sich ja quasi auch als 3060 plus ein paar wenige Rohleistungs-Prozentpunkte denken):

        23 Games getestet (hohe/Max Settings)

        10 erreichten 60 fps (knapp die Hälfte)
        5 erreichten keine 40 FPS (Balanced-Modus auf Konsole)
        3 erreichten keine 30 FPS (Quality-Modus auf Konsole)

        Dass bis weit in die 2010er Jahre auch von großen PC-"Upgrade-Influencern" Frameraten akzeptiert wurden, wie sie an der "bezahlbaren" Konsole bis heute beliefert werden, hatte ich ja schon. Wann immer ich selbst Budget-Hardware hatte, war ich mit ~40 Bildern die Sekunde in ~mittleren Details happy. Klar, heute gibts andere Bildschirme. Das ändert aber nichts daran, dass jedes Frame noch immer komplexer wird. Und da der heilige (Foto-)Realismus noch lange nicht in Sicht ist, wird sich das nicht ändern. Grundsätzlich ist es cool, dass man an ner offenen Plattform Optionen hat. Aber: Mehr Frames kosten mehr Geld. The more you fps, the more you buy. Und Nvidia reibt sich bereits die Hände -- die 1.000Hz-Eskalationsstufe steht für PC bereits parat.
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von belle
        60 FPS sind nicht in jedem Spiel für gutes Gameplay nötig. Das haben wir hier schon nun ungefähr 3217 Mal geklärt.

        Fehlende Optimierungen wegen Zeitmangel, Personalgründen und Kostendruck sind wirklich Probleme, aber unter 12 GiB sollte man nichts mehr kaufen.
        Apropos (keine Werbung für 8GB, mind you):

        Damals im Computerbase-Test zur 1050 Ti (Fazit: "Überzeugt auf ganzer Linie"):

        23 Games getestet (hohe/max Settings)

        3 erreichten 60 FPS
        14 erreichten keine 40 FPS (Balanced-Modus mit einer Balance aus Qualität und Performance auf Konsole, so im Spiel verfügbar)
        4 erreichten keine 30 FPS (Quality-Modus mit höheren Details / Auflösung auf Konsolen, so verfügbar)

        Aktuell im Test zur 5050 (kann man sich ja quasi auch als 3060 plus ein paar wenige Rohleistungs-Prozentpunkte denken):

        23 Games getestet (hohe/Max Settings)

        10 erreichten 60 fps (knapp die Hälfte)
        5 erreichten keine 40 FPS (Balanced-Modus auf Konsole)
        3 erreichten keine 30 FPS (Quality-Modus auf Konsole)

        Dass bis weit in die 2010er Jahre auch von großen PC-"Upgrade-Influencern" Frameraten akzeptiert wurden, wie sie an der "bezahlbaren" Konsole bis heute beliefert werden, hatte ich ja schon. Wann immer ich selbst Budget-Hardware hatte, war ich mit ~40 Bildern die Sekunde in ~mittleren Details happy. Klar, heute gibts andere Bildschirme. Das ändert aber nichts daran, dass jedes Frame noch immer komplexer wird. Und da der heilige (Foto-)Realismus noch lange nicht in Sicht ist, wird sich das nicht ändern. Grundsätzlich ist es cool, dass man an ner offenen Plattform Optionen hat. Aber: Mehr Frames kosten mehr Geld. The more you fps, the more you buy. Und Nvidia reibt sich bereits die Hände -- die 1.000Hz-Eskalationsstufe steht für PC bereits parat.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat von plusminus
        Dass die eigentliche GPU der Karte für flüssige 60 FPS + schon viel zu langsam ist , interessiert da nicht mehr
        60 FPS sind nicht in jedem Spiel für gutes Gameplay nötig. Das haben wir hier schon nun ungefähr 3217 Mal geklärt.

        Fehlende Optimierungen wegen Zeitmangel, Personalgründen und Kostendruck sind wirklich Probleme, aber unter 12 GiB sollte man nichts mehr kaufen.
      • Von plusminus BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von perupp
        Sorry
        Der test zeigt nur auf, dass die 50 Euro für weitere 8 gb einen gewaltigen Vorteil bringen, der in nächster Zeit noch gravierender wird
        Ja der vorteil ist das Spiele Entwickler weniger Optimieren müssen , weil vieles unötigerweise im GraKa Vram vorgehalten werden muss .

        Das die eigentliche GPU der Karte für flüssige 60 FPS + schon viel zu langsam ist , interessiert da nicht mehr
      • Von Zik7 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Headbangerle
        Bei Artikeln über NEUE Karten verstehe ich nicht warum so viele mit Steam argumentieren.
        Man kauft doch eine neue Karte wenn die alte nicht mehr reicht. Die neue sollte doch dann in jede Richtung besser sein.

        Ich denke ein Großteil bei Steam hält es so wie ich und erneuert seine Hardware nur alle paar Jahre.
        Ich finde es wichtig auf die Probleme mit 8Gb hinzuweisen.
        Mich würde es tierisch an..., wenn ich mir für 350€ oder mehr eine Grafikkarte kaufen würde und ich Ruckler hätte weil der Speicher nicht reicht.
        Genau das ist doch der Punkt! Schade das man nur 1x den geben kann!

        Mir geht es genau so. Ich habe zwar eine RTX 2080 super, aber die meiste Zeit spiele ich noch auf meiner GTX 1070, da es für viele Spiele noch reicht. Mein Pile of Shame noch riesig ist.

        Meine nächste Karte wird aber auch 16GB haben. Ich kaufe für die Zukunft und nicht für gerade aktuelle Spiele.
        Zitat von JoM79
        Es sind 60€ mehr.
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        Das sind 20% mehr.
        Dich fragt doch keiner, warum du nicht gleich 15% mehr ausgegeben hast und dir gleich ne 5080 anstatt ner 5070ti zu holen.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Begreif endlich mal, das 60€ ne Menge Geld für manche Leute sind.
        Ein Bürgergeldempfänger kriegt 563€ im Monat, das wird für 300€ sparen schon ne lange Aufgabe.
        Ganz ehrlich ? Wenn ich auf jeden Euro schauen muss, dann würde ich mir eine gebrauchte RTX 2070 Super für 150€ oder eine RTX 2080 super 8GB / RTX 3060 12GB für 200€ kaufen. Oder etwas entsprechendes von AMD, z.B. eine RX 6700 XT 12GB für 200€.
        Ja ja, ich weiß.... nicht die neuesten Features und so, aber einen Tod muss man halt sterben, wenn man 150-100€ sparen kann.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat von JoM79
        Die Leute sind gefühlt mittlerweile so verblendet, dass es anscheinend nur nicht AAA Spiele gibt und alle Regler rechts sein müssen.
        Da muss ich dir voll zustimmen, es gibt einfach wichtigeres im Leben als alle Regler auf Anschlag schieben zu können. Dazu gehört beispielsweise auf dem Land das Auto, weil zu meinen Arbeitszeiten zum Teil überhaupt kein Öffi fährt oder ich unternehme etwas mit Frau und Kind usw.

        Am Ende ist dann für die Mehrkosten der sichtbare Unterschied zwischen ultra und hoch auch noch recht klein.
        Zitat von Thomas5010
        Lieber IsoldeMaduschen,

        meine Absicht ist es nicht Menschen zu diskreditieren und so war mein Kommentar auch nicht gemeint. 50€ bei einer Anschaffung von über 300€ ist so arg wenig, dass man sich schon besonderer Sondergruppen bedienen muss, um mit Vernunft argumentieren zu können.
        Ich habe mit 300€ für eine 8 GiB Karte auch Bauchschmerzen, weil:
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