Intel Core Ultra 7 265K Tuning: Mit 43 Prozent mehr Fps zum neuen Überflieger
Arrow Lake ist langsam in Spielen? Weit gefehlt! Unser Tuning-Guide zum Intel Core Ultra 7 265K zeigt Ihnen, wie Sie satte 43 Prozent mehr Fps aus der CPU pressen können.
Auf dieser Seite
- 1 Das Testsystem
- 2 Warum wir den Core Ultra 7 265K verwenden
- 3 Intel Core Ultra 7 265K perfekt optimiert
- 4 265K-Tuning: Intel 200S Boost im Vergleich
- 5 Erster Tuning-Schritt: Offene Limits, XMP Tweaked
- 6 Zweiter Tuning-Schritt: Multiplikatoren der P- und E-Cores
- 7 Dritter Tuning-Schritt: D2D und NGU anziehen
- 8 Vierter Tuning-Schritt: Taktraten auf das Maximum bringen
- 9 Finaler Tuning-Schritt: RAM-Timings und endgültige Optimierung
- 10 Benchmarks (Spiele)
- 11 Benchmarks (Anwendungen)
- 12 Intel Core Ultra 7 265K mit Maximal-Tuning im CPU-Index
- 13 Effizienz
- 14 Effizienz-Index
- 15 Zusammenfassung und Fazit
Vor gar nicht so langer Zeit konnten die K-Prozessoren der Arrow-Lake-Generation, Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K und Core Ultra 5 245K im Nachtest mit erhöhter Leistung und guten Allrounder-Fähigkeiten punkten. Wir nehmen das als Anlass, uns den Preis-Leistungs-Tipp Core Ultra 7 265K zur Brust zu nehmen und ordentlich zu übertakten. Dieser Tuning-Guide beinhaltet einerseits Kern-OC, jedoch auch weitere Tuning-Strategien inklusive Arbeitsspeicher-Tuning, welche in Summe zu einer stattlichen Mehrleistung von bis zu 40 Prozent führen (können). Auch der neue Arrow-Lake-Boost findet Verwendung. Wie üblich gilt es bei solchen Anleitungen zu beachten, dass Nachmachen zwar erlaubt ist, jedoch ein gesundes Maß an Vorsicht geboten sein sollte. Hardware ist sehr empfindlich und zu hohe Spannungen oder Taktraten können zum Defekt führen. Unser Anspruch bei diesem Tuning ist es, ein stabiles Setting zu finden, das man zum Arbeiten und Spielen verwenden kann.
Das Testsystem
Quelle: PCGH
Intel Core Ultra 7 265K Tuning: Mit 43 Prozent mehr Fps zum neuen Überflieger!
| CPU | Intel Core Ultra 7 265K | Konfiguration siehe Artikel |
|---|---|---|
| CPU-Kühler | Asus Ryujin III 360 ARGB | Lüfter im Profil "Turbo" |
| Mainboard | Asus Z890 Hero (BIOS: 1801) | Zusätzliche VRM-Kühlung durch Lüfter |
| RAM | Kingston 48 GiB Kit DDR5-8400 CUDIMM (KF584C40-24) | Zusätzliche Kühlung durch Lüfter |
| Grafikkarte | Gigabyte Geforce RTX 4090 Gaming OC | Übertaktet auf 2,9 GHz über MSI Afterburner |
| SSD | Corsair MP600 Elite | PCI-Express 4.0 Protokoll |
| Netzteil | NZXT C1500 | Ausreichende Versorgung für alle Bauteile |
| OS | Windows 11 24H2 (26100.3476) | Alle Updates zum Zeitpunkt des Artikels inkludiert |
Warum wir den Core Ultra 7 265K verwenden
Es gibt mehrere logische Gründe, warum wir in diesem Tuning-Artikel nicht auf das Spitzenmodell Core Ultra 9 285K gesetzt haben. Der wichtigste ist schlicht der Preis: Der 285K kostet deutlich mehr als der 265K, bietet in der Praxis jedoch kaum spürbare Mehrleistung, wie unsere eigenen Tests zeigen. Ein weiterer Punkt betrifft die Kernausstattung. Abgesehen von vier fehlenden E-Cores entspricht der 265K technisch nahezu dem Topmodell. Für die meisten Spiele und Anwendungen übernehmen ohnehin die leistungsstarken P-Cores die Hauptrolle - und mit zwölf E-Cores ist der 265K auch für Multithreading-Aufgaben bestens gerüstet. Und nicht zuletzt ist da noch der Taktunterschied: Der 285K bietet zwar Thermal Velocity Boost, was in bestimmten Szenarien ein paar zusätzliche Megahertz bringen kann. Doch in der Praxis wirkt sich das nur auf die Single-Core-Leistung aus - und selbst dort eher marginal. Bis auf wenige Prozent Leistung entspricht der Core Ultra 7 265K nahezu dem Topmodell - genau deshalb fiel die Wahl für das Tuning auf diesen 20-Kerner. Selbstverständlich hat das Topmodell Core Ultra 9 285K weiterhin seine Daseinsberechtigung, mit dem ab Werk höchsten Takt und dem umfangreichsten Kernaufbau für Multithread-Workloads.
Vorwort zum Tuning
Alle Konfigurationen und Presets in diesem Artikel mussten sich in diversen Stabilitätstests beweisen, darunter y-cruncher, Cinebench R24 und MemTest. Erst wenn sich eine Einstellung oder Veränderung als stabil gezeigt hat, sind wir zum nächsten Tuning-Schritt gegangen. Ihnen empfehlen wir dasselbe. Sollten Sie einmal auf Instabilität treffen, dann ist es wichtig, nachvollziehen zu können, welcher Schritt dazu geführt hat. Nur so kann ein erfolgreiches Tuning funktionieren: Konfigurieren, Testen, Ausführen. Nach dieser Reihenfolge ist auch dieser Artikel aufgebaut. Wir zeigen Ihnen die Auswirkungen der einzelnen Tuning-Schritte und dann noch einmal alle Tests im großen Vergleich mit zahlreichen CPUs mit dem finalen Tuning. Letzteres stellt das Maximum dar, welches wir aus unserem Setup herausholen können. Wir gehen später noch einmal darauf ein.
Intel Core Ultra 7 265K perfekt optimiert
Zunächst stellt sich natürlich die Frage, welche Stellschrauben bei einer Arrow-Lake-CPU wie dem Core Ultra 7 265K überhaupt eine spürbare Mehrleistung ermöglichen. Ein Teil der Optimierung erfolgt über die erweiterten Funktionen des Asus Z890 Hero, vieles ergibt sich jedoch nur durch systematisches Ausprobieren. Jede CPU zeigt individuelle Eigenschaften, jedes RAM-Kit reagiert unter Last anders, und auch das Mainboard beeinflusst Stabilität und Effizienz maßgeblich. Eine zuverlässige Kühlung bildet die Grundlage für jedes Tuning-Vorhaben. Der Prozessor sollte mit einer Wasserkühlung ausgestattet sein, und auch Arbeitsspeicher sowie Spannungswandler profitieren von gezielter Luftzufuhr. Das minimiert Instabilitäten - und mit solchen ist im weiteren Verlauf durchaus zu rechnen.
Quelle: PCGH
Asus bietet Ein-Klick-Lösungen für diverse Optionen an. Im Intel-Default-Profil laufen CPU und andere Dinge nach Spezifikation von Intel, im Advanced OC Profile werden jene Limits komplett aufgehoben. Letzteres bildet die Basis unseres Tunings.
Damit Sie alle Schritte transparent nachvollziehen können, legen wir eine speziell für diesen Tuning-Artikel erstellte Basis-Konfiguration fest. Diese definiert für den Core Ultra 7 265K ein Powerlimit von 125 Watt ab 56 Sekunden Last (TAU) sowie einen Boost auf bis zu 250 Watt (das ist Intels Empfehlung laut dem Core Ultra 200S Datasheet). Für den Arbeitsspeicher setzen wir DDR5-6400 auf CUDIMM-Modulen ein. Die Timings leiten sich dabei aus dem XMP ab. Grundlage bleibt unsere Standardkonfiguration: Resizable BAR (rBAR) ist durchgehend aktiviert, Funktionen wie HVCI und TPM 2.0 sind deaktiviert, und sämtliche Treiber sowie die Windows-Installation befinden sich auf dem aktuellsten Stand. Die eingesetzte Grafikkarte, eine Geforce RTX 4090, läuft für alle Benchmarks mit einer Übertaktung auf 2,9 GHz, damit sichergestellt ist, dass das CPU-Limit den ausschlaggebenden Faktor darstellt. Zusätzliche Maßnahmen wie das Testen in möglichst niedriger Auflösung unterstützen dieses Ziel. Für das Aufzeigen der Mehrleistung durch die einzelnen Tuning-Schritte bleiben Features wie Asus Multicore Enhancement jedoch aktiv. Den PCGH-CPU-Testparcours muss die CPU dann schließlich völlig "ab Werk" durchlaufen, wie alle anderen CPUs auch.
Im BIOS führt uns der erste Schritt zum sogenannten Intel 200S Boost. Mithilfe dieser Funktion wird unterstützter Arbeitsspeicher auf DDR5-8000 übertaktet, sowie die Multiplikatoren von Die-to-Die (D2D) und Next Generation Uncore (NGU) auf jeweils 32×, also 3,2 GHz gebracht. Wir haben uns im weiteren Verlauf ebenfalls mit diesen beiden Stellschrauben beschäftigt, belassen es für diesen Moment aber dabei und zeigen nun am Beispiel von Spielen Stück für Stück die Auswirkungen der einzelnen Tuning-Schritte.
Quelle: Intel
Intel Core Ultra 7 265K Tuning: Mit 43 Prozent mehr Fps zum neuen Überflieger!
265K-Tuning: Intel 200S Boost im Vergleich
Mit dem neuen Intel 200S Boost können wir bis zu fünf Prozent mehr Fps messen, bei den P1-Frametimes bis zu sechs Prozent. Da diese Werte im Rahmen der Herstellergarantie erreicht werden und diese entsprechend erhalten bleiben, ist das ein netter, kleiner Bonus, mehr aber auch nicht. Unter dem Strich verbleibt die Performance jedoch auf einem Niveau, das bereits gefühlt der Basisleistung des Core Ultra 7 265K entspricht. Der Königsweg bleibt die manuelle Optimierung aller Parameter. Wir schalten daher einen Gang zurück und legen jetzt selbst Hand an. Alle weiteren Schritte kosten Sie die Garantie - bedenken Sie das.
Erster Tuning-Schritt: Offene Limits, XMP Tweaked
Arrow Lake in Form des Core Ultra 7 265K bringt folgende Powerlimits "ab Werk" mit: 125 Watt PL1, 250 Watt PL2 und ICCMax von 347 Ampere. Diese Limits können unter Last über die Leistung entscheiden. Da wir beim Tuning maximale Leistung anstreben, heben wir die Powerlimits auf, indem wir das Limit auf 4.096 Watt erhöhen. Asus erledigt das kurzerhand automatisch beim Z890 Hero, wenn wir das "Asus Advanced OC Profile" laden. Als weiteren Schritt aktivieren wir das XMP unseres CUDIMM-RAM, mit den von Asus empfohlenen Parametern über das "Tweaked"-Preset. Damit werden nicht nur die DDR5-8400 des XMP geladen, sondern noch weitere, einzelne Timings verändert, um die Leistung zu steigern.
Quelle: PCGH
Mithilfe von XMP Tweaked lässt sich nicht nur das XMP des Arbeitsspeichers laden, sondern auch ein kleines, aber feines Timing-Tuning. Damit steigt die Leistung durchaus merklich im CPU-Limit.
Jetzt wird es langsam spannend. Unsere Messungen zeigen bis zu zwölf Prozent höhere durchschnittliche Fps, 13 Prozent bessere P1-Fps und sogar 14 Prozent höhere P0.2-Fps. Besonders die Frametimes, also die P1- und 0.2-Werte, tragen spürbar zu einem flüssigeren Spielgefühl bei und sind daher besonders willkommen. Sie denken vermutlich jetzt, dass diese Steigerungen auf die Erhöhung der Powerlimits zurückzuführen sind - doch das ist nicht so. Tatsächlich überschreiten die CPUs die gesetzten 125 Watt für PL1 nur in zwei Fällen, in Dragon Age: The Veilguard und Spider-Man 2 - und dort lediglich um durchschnittlich vier Watt. Diese Abweichung ist zu gering, um eine nennenswerte Rolle zu spielen. Stattdessen übernimmt der Arbeitsspeicher die Hauptrolle: Die Kombination aus höherem Takt und optimierten Timings sorgt im CPU-Limit für die beachtliche Mehrleistung. Doch das ist erst der Anfang, denn jetzt widmen wir uns den P- und E-Cores, die bisher unangetastet blieben.
Zweiter Tuning-Schritt: Multiplikatoren der P- und E-Cores
Die Kernmultiplikatoren lassen sich bei Arrow-Lake-Prozessoren in feinen 16,67-MHz-Schritten konfigurieren. So sind "krumme" Taktraten von beispielsweise 5.466 MHz möglich. Da sich genau 5,5 GHz, ausgehend von 5,2 GHz Standardboost als nicht stabil gezeigt haben, greifen wir auf jene 5,46 GHz zurück. Die E-Cores betreiben wir ausgehend von 4,6 GHz mit 4,96 GHz, da sich bei den ersten Versuchen die 5,0 GHz nicht stabil zeigen wollen. Gleichwohl bedeutet die Kombination ausgehend vom Werkstakt einen gehörigen Boost der Frequenzen. Wir haben nun weitere Spiele-Benchmarks durchgeführt.
Quelle: PCGH
Die Taktraten von P- und E-Core lassen sich in "krummen" Schritten nach oben bringen. Das ist am Limit nützlich: So laufen 5,5 GHz nicht mehr stabil bei den P-Cores, 5,466 hingegen schon und die sind schneller als glatte 5,4 GHz.
Satte 16 Prozent mehr Fps und um 19 Prozent schnellere Frametimes - damit hat unser Core Ultra 7 265K schon lange das hauseigene Topmodell Core Ultra 9 285K geknackt. Allerdings zeigen die Zahlen relativ deutlich, dass die Taktfrequenz allein nur einen geringen Einfluss auf die Performance hat. Sie ist mehr das i-Tüpfelchen und trägt ihren Teil zur maximalen Performance bei. Wie hoch Sie Ihren Core Ultra 7 265K takten können, ist dabei reine Glückssache. Als Nächstes beschäftigen wir uns mit Die-to-Die und Next Generation Uncore.
Dritter Tuning-Schritt: D2D und NGU anziehen
D2D steht für Die-to-Die und beschreibt die Schnittstelle zwischen den einzelnen Bausteinen (Tiles) innerhalb des Arrow-Lake-Package. Auf Letzterem existieren insgesamt drei D2D-Verbindungen, die unterschiedliche Bereiche miteinander verbinden. Die erste Verbindung, SOC-Compute, nutzt das H-IDI-Protokoll und stellt die Kommunikation zwischen den P-Cores, den E-Cores und dem zentralen Ringbus sicher. Die zweite Verbindung, SOC-Graphics, basiert auf dem CXL-Protokoll und dient der Anbindung der integrierten Grafikeinheit. Die dritte Verbindung, SOC-IOE, verwendet das PSF-Protokoll und erweitert die Anbindungsmöglichkeiten für die Eingabe- und Ausgabe-Einheiten (IO-Erweiterung). Bei Arrow Lake lässt sich nur die SOC-Compute-Verbindung übertakten. Die Basistaktrate für diese Schnittstelle beträgt 2,1 GHz.
Quelle: Intel
Intel Core Ultra 7 265K Tuning: Mit 43 Prozent mehr Fps zum neuen Überflieger!
NGU steht für "Next Generation Uncore" und ist der Nachfolger des bisherigen Uncore-Designs früherer Intel-Prozessoren. Das NGU-Fabric umfasst mehrere Teilkomponenten, darunter das Network-on-Chip (NoC) sowie UFI-Brücken. Auf Arrow Lake-S bezieht sich das Übertakten des NGU im Wesentlichen auf das Übertakten des NoC. Das NoC-Fabric stellt die zentrale Kommunikationsbrücke zwischen den verschiedenen Komponenten des Chips dar, also beispielsweise zwischen dem Speichercontroller, den CPU-Kernen (über D2D) sowie der integrierten Grafik und weiteren Einheiten. Der Standardtakt beträgt hier 2,6 GHz.
Ausgehend von Intels eigenem Arrow-Lake-Boost, welcher NGU und D2D innerhalb der Garantie auf 3,2 GHz übertaktet, sind wir noch eine Stufe höher gegangen und takten beide Bereiche für die folgenden Benchmarks mit jeweils 3,3 GHz. Wie hoch fällt die Mehrleistung aus? Das müssen abermals unsere fünf Spiele-Benchmarks aufzeigen.
23 Prozent höhere P0.2-Fps, 21 Prozent höhere P1-Fps und durchschnittlich sind jetzt ebenfalls 17 Prozent höhere Bildraten möglich. Das kann sich sehen lassen und ist in jedem Fall spürbar. Spiele wie Cyberpunk 2077 profitieren dabei besonders vom Speicher, andere, wie Indiana Jones und der Große Kreis, sprechen zudem gut auf Kern-OC an. Spider-Man 2 läuft erstmalig überhaupt mit über 100 Fps in unserer sehr fordernden Benchmark-Szene am Central Park. Aber das hat uns weiterhin nicht gereicht. Wir möchten wissen, wann unser Core Ultra 7 265K "zu" macht und haben das Tuning noch weiter angezogen.
Vierter Tuning-Schritt: Taktraten auf das Maximum bringen
Beim letzten Schritt haben wir uns an die Taktraten der P- und E-Cores sowie den Bereichen NGU und D2D gemacht und das maximal Mögliche herausgeholt, bevor unser Sample des 265K Instabilitäten oder Kuriositäten bei der Performance gezeigt hat. Denn auch wenn höhere Taktraten vermeintlich stabil sind, kann die Performance niedriger ausfallen. Die P-Cores lassen sich ohne immense Spannungserhöhung nicht höher als 5.466 MHz bewegen, der Takt bleibt daher, doch die E-Cores konnten wir noch weiter zu 5.066 MHz überreden. NGU und D2D takten jetzt mit 3,4 GHz und wir haben den Ring-Takt auf 4,0 GHz erhöht. Insgesamt legt das Asus Z890 Hero dafür automatisch hohe Spannungen an, aber das Wichtigste ist, dass das System stabil bleibt. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen haben wir festgehalten.
Ausgehend vom Basis-Preset erhalten wir in Summe bis zu 20 Prozent höhere Bildraten, 23 Prozent höhere P1-Fps für ein wesentlich flüssigeres Bild und satte 25 Prozent höhere P0.2-Fps, die somit insgesamt weniger Ruckler und ein ruhigeres Bild beim Spielen aufzeigen. Damit ist die Evaluierung unseres Core Ultra 7 265K abgeschlossen und wir kommen zum finalen Tuning: dem Anziehen der RAM-Timings.
Quelle: PCGH
Ring, NGU und D2D bilden unser finales Tuning, inkl. des Anziehens weiterer Parameter bei den RAM-Timings. Jede Einstellung wurde behutsam auf Stabilität geprüft.
Finaler Tuning-Schritt: RAM-Timings und endgültige Optimierung
Aus Zeitgründen haben wir uns "nur" mit den wichtigsten Timings beschäftigt, darunter insbesondere tRFC und tREFI. Letztere sorgen beim Tuning für die meiste Performance, müssen aber behutsam auf Stabilität getestet werden. Wir senken tRFC auf 692 und erhöhen tREFI auf 150.000. Stundenlange Stabilitätstests später haben sich diese Einstellungen als stabil herausgestellt. Es ist nötig, die RAM-Spannung auf 1,5 Volt zu erhöhen, damit alles stabil bleibt. Alle Benchmarks, die Sie jetzt sehen, wurden mit dem maximalen Tuning-Preset noch einmal neu eingemessen und können sich daher von den obigen Werten unterscheiden. Nach den Benchmarks in Spielen und Anwendungen beschäftigen wir uns noch mit der Leistungsaufnahme und der Effizienz des Core Ultra 7 265K.
Benchmarks (Spiele)
Wichtig: Ihnen fallen sicherlich die vergleichsweise geringen Basis-Werte des Core Ultra 7 265K auf. Das hat einen einfachen Hintergrund: Während wir für unsere regulären Arrow-Lake-Tests ein Gigabyte Z890 Aorus Master verwenden, nutzen wir für diesen Tuning-Artikel ein Asus Z890 Hero, um eine neue Basis-Konfiguration zu erstellen. Die Unterschiede zeigen deutlich, warum wir CPUs innerhalb eines Sockels grundsätzlich mit demselben Mainboard testen. Das Hero erzielt mit den CPU-Standardeinstellungen ab Werk etwas niedrigere Werte als das Aorus Master. Zudem bleiben die Ergebnisse gegenüber der oben beschriebenen Tuning-Evaluierung geringer, da wir Asus-eigene OC-Funktionen wie Multi Core Enhancement deaktiviert und den Arbeitsspeicher strikt auf Standard-Timings belassen haben. Umso deutlicher treten nun die OC-Ergebnisse hervor: Das Tuning-Potenzial ist gigantisch und trägt angesichts des ausgewählten Tuning-freundlichen Mainboards Früchte. CPU, RAM, Mainboard und auch Grafikkarte können beim OC-Profil aus dem Vollen schöpfen.
Wir schauen uns jetzt die Benchmarks ausführlicher an. Den Beginn macht Baldur's Gate 3, das erst kürzlich durch Patch 8 noch einmal einen gewaltigen Aufschub an Spielern erhalten hat. Ab Werk liefert ein Core Ultra 7 265K auf dem Z890 Hero, streng nach Spezifikation betrieben, nur einen geringen Wert von 93 Fps. Unser Tuning-Profil legt hier satte 40 Prozent zu und manövriert den 265K nun zwischen AMDs X3D-Riege. P1 und P0.2 legen ebenfalls gewaltige 41 Prozent zu und erreichen fast die Werte des Ryzen 7 9800X3D. In Dragon Age: The Veilguard liefert das Basis-Setting bereits eine überzeugende Vorstellung ab. Mit dem Tuning allerdings bestaunen wir einen neuen Bestwert mit 92,1 Fps - keine andere CPU ist in Dragon Age schneller.
Final Fantasy 16 gehört zu den grafiklastigeren Titeln im Testparcours, was die Prozessoren näher zusammenrücken lässt. Der Standard-Wert weist zwar relativ gute Frametimes auf, kann sich durchschnittlich aber nur mit AMDs Ryzen 5 7600X3D messen. Mit unserer Übertaktung hievt sich der Core Ultra 7 265K jedoch auf Platz 3, mit rund sechs Prozent besseren Frametimes als sie ein Ryzen 7 9800X3D liefert. In Frostpunk 2 reicht es ab Werk nur für vergleichsweise geringe 71,3 Fps, während die P1-Fps sogar unterhalb von 60 Fps liegen. Dagegen hilft unser Tuning-Preset: Damit legt der 265K um 34 Prozent an Fps zu und zeigt AMDs Ryzen-7000-CPUs mit 3D V-Cache klar die Rücklichter.
Weiter geht es mit Indiana Jones und der Große Kreis. Dieses Spiel fungiert bereits als Showcase für Intels Arrow-Lake-Generation, sodass unser maximal getunter Core Ultra 7 265K mühelos die Spitzenposition besetzt. In Kingdom Come: Deliverance 2 verpasst er die Leistungskrone nur knapp: Mit 140,4 Fps erzielt der optimierte 265K rund 30 Prozent mehr Fps als im Basis-Setting, während die Frametimes sogar den Werten des Ryzen 7 9800X3D überlegen sind. Manor Lords nutzt die Unreal Engine 5 ohne Raytracing, wodurch die Frametimes im Alpha-Stadium zwar noch Potenzial nach oben hätten, die durchschnittliche Framerate jedoch deutlich die Vorteile unseres Tunings zeigt. Spider-Man 2 läuft schon ab Werk sehr gut auf Intel-Prozessoren, was erklärt, dass der Standardwert des 265K den Ryzen 9 9950X3D übertrifft. Nach dem Tuning durchbricht die Arrow-Lake-CPU erstmals in diesem Benchmark die Marke von 100 Fps und liefert spürbar geschmeidigere Frametimes. Planet Coaster 2 spricht eine Nische an, doch anspruchsvolle Freizeitpark-Erbauer benötigen flüssige Frametimes - hier setzt das Tuning des Core Ultra 7 265K einen neuen Bestwert.
Quelle: PCGH
Indiana Jones und der Große Kreis sieht nicht nur großartig aus, sondern läuft auf Intel-Core-Ultra-Prozessoren überdurchschnittlich gut. Unser Tuning-Preset setzt dem die Krone auf, so flüssig konnten wir das Spiel zuvor nicht genießen.
Stalker 2 nutzt die Unreal Engine 5 mit aktivem Raytracing und stellt die CPU vor erhebliche Herausforderungen. Mit unserem Tuning meistert der Core Ultra 7 265K diese Last problemlos, erreicht dabei eine Leistung auf Augenhöhe mit dem Ryzen 7 9800X3D und übertrifft dessen Frametimes. Starfield läuft, ähnlich wie Final Fantasy 16, primär auf der GPU, doch im Detail zeigen sich zwischen den Prozessoren deutliche Unterschiede. Dank Optimierung erzielt der 265K hier die besten Frametimes im Test und erreicht nahezu die höchsten durchschnittlichen Bildraten. In Anno 1800 kommt es vor allem auf die rohe Leistung der P-Cores und einen schnellen Arbeitsspeicher an, da das Spiel nur schwach mit mehreren Kernen skaliert.
Auch in diesem Szenario liefert der getunte 265K die besten Frametimes - selbst Intels Topmodelle bleiben darunter. Star Wars Outlaws skaliert exzellent mit vielen Kernen und setzt die CPU stark unter Druck; hier entscheiden Powerlimits und Taktraten über die Platzierung. Das Basis-Preset landet entsprechend weit hinten, und unser Tuning führt nicht zu großen Verbesserungen - offenbar bremst ein anderer Faktor, vermutlich noch nicht abschließend gelöste Probleme in Windows 11 Version 24H2. Cyberpunk 2077 rundet den Benchmark-Parcours ab und demonstriert nach Optimierung erneut konkurrenzlose Frametimes.
Benchmarks (Anwendungen)
Quelle: PCGH
Hwinfo zeigt die krumm anliegenden Taktraten korrekt an. Das Benchmark-Tool CapFrameX dagegen nicht. Achten Sie beim Tuning darauf, die korrekten Tools zur Überwachung zu verwenden, um Missverständnisse zu vermeiden.
Wie eingangs erwähnt, wollten wir das Tuning-Preset auch darauf abstimmen, bei Anwendungen höchste Performance-Steigerungen zu erwarten. Mit 20 Kernen ist ein Core Ultra 7 265K bereits ab Werk ausgezeichnet für parallelisierte Last geeignet, allerdings zeigt sich durch unser Tuning-Vorhaben, dass sich auch hier gehörig Mehrleistung herausholen lässt. 7-Zip bietet einen integrierten Benchmark, den wir verwenden. Im Benchmark finden sich zwei Balken: In Orange ist die Geschwindigkeit in MIPS beim Dekomprimieren angegeben. Letzteres ist eher CPU-lastig und der 265K zeigt durch das Kern-OC eine Mehrleistung von rund 17 Prozent auf. Beim Komprimieren gibt eher der Arbeitsspeicher den Ton an. Da wir nicht nur den Takt, sondern auch die Timings ordentlich angezogen haben, fällt die Mehrleistung mit 46 Prozent gigantisch aus. Beim Komprimieren liegt der Wert gar am höchsten aller CPUs im Test. So auch bei Cinebench R24. Dieser Benchmark ist so populär, dass wir ihn gar nicht mehr vorstellen brauchen: Satte 37 Prozent mehr Punkte liefert unser optimierter 265K und damit sogar mehr als ein Ryzen 9 9950X3D.
Der Handbrake-Benchmark ist für alle gedacht, die viele Videos am Computer konvertieren. Die CPU-Leistung entscheidet hier maßgeblich über die Dauer des Vorgangs, und der Benchmark kann mit bis zu 32 Kernen problemlos umgehen. So gelingt es den Giganten im Test, sich noch vor den optimierten 265K zu setzen, doch mit nur 59 Sekunden im Vergleich braucht sich der 20-Kerner keinesfalls zu verstecken. V-Ray 6 und Corona 10 schließlich sind hoch parallelisierte Raytracing-Benchmarks. Der einzige Unterschied liegt in der Dauer der Berechnung: Bei V-Ray 6 müssen die CPUs fünf Minuten am Stück schuften, bei Corona 10 nur eine. Mit dem maximalen OC kann es sich unser 265K jeweils auf dem dritten Platz bequem machen und wird nur von AMDs mächtigen 16-Kernern geschlagen.
Intel Core Ultra 7 265K mit Maximal-Tuning im CPU-Index
Der PCGH-CPU-Index ist eine Sammlung aus insgesamt 19 Benchmarks und setzt sich zu 60 Prozent aus der Spiele-Leistung und zu 40 Prozent aus der Anwendungs-Leistung zusammen. Alle Werte sind normiert. Wir geben dabei standardmäßig die Gesamtleistung an. Die Basis für alle Prozessoren bildet dabei die CPU, die in jeder Kategorie die höchste Leistung erreicht. Beachten Sie, dass Sie die Liste manuell nach Ihrem bevorzugten Index sortieren können. Am Desktop geht das unterhalb der Zahlen, in der Mobile-Ansicht klicken Sie dazu erst auf "Erweiterte Ansicht" und sortieren dann oberhalb der Zahlen nach dem gewünschten Index. In der Info-Ansicht geben wir alle verwendeten Benchmarks an. Da die Werte normiert sind, hat jeder Benchmark einen festen Prozentsatz am Gesamtergebnis. So werden Ausreißer nicht zu stark gewichtet und kleinere Unterschiede ebenso berücksichtigt. Diese Art der Normierung findet übrigens auch bei anderen Indizien Verwendung, die Sie in der Regel in unseren CPU-Tests oder bei Ranglisten-Vergleichen auf unserer Homepage oder der Print-Publikation lesen.
Im großen CPU-Index sortiert sich die Basis-Version des Core Ultra 7 265K mit 75,5 Prozent Gesamtleistung im oberen Mittelfeld ein. Dabei dominiert leicht die Spielleistung mit 76,6 Prozent, während die durchschnittlich normierte Anwendungsleistung bei 73,9 Prozent liegt. Diese sehr ausgeglichene Leistung ist einer der Vorteile der größeren Arrow-Lake-Prozessoren. Mit unserem Tuning-Preset legen wir dann bis zu 28 Prozent zu: Im Gesamt-Index fehlen jetzt mit 96,1 Prozent keine vier Prozent mehr zum Spitzenreiter und die Spielleistung steigt gar auf 98,4 Prozent - das ist Ryzen-7-9800X3D-Niveau! In Anwendungen sehen wir jetzt ebenfalls sehr nette 92,6 Prozent, was angesichts der "nur" 20 Threads des 265K eine stattliche Leistung ist. Nur AMDs 32-Threader sind hier noch flotter unterwegs.
Direkt im Anschluss an den CPU-Index finden Sie unseren Frametime-Index. Lassen Sie sich hier von den Farben zum CPU-Index nicht irritieren. Standardmäßig ist beim Frametime-Index zuerst die durchschnittlich erreichte Leistung abgebildet (Avg.-Fps), die beiden anderen Indizes dagegen bilden zuerst die P1-Fps, dann die P0.2-Fps ab. Für dieses Tuning-Special haben wir jedoch den P1-Fps-Index als Standard gesetzt. Perzentile sind statistische Maßeinheiten, die dazu dienen, die Position eines bestimmten Werts innerhalb einer Datenmenge zu beschreiben. Sie werden häufig verwendet, um die Verteilung und das Verhältnis von Daten in Bezug auf eine Population (hier CPUs in Benchmarks) zu analysieren. Das Konzept der Perzentile ist besonders nützlich, um zu verstehen, wie ein bestimmter Wert im Vergleich zu anderen Werten innerhalb einer Datenreihe abschneidet. Um Perzentile zu berechnen, wird die Datenmenge in hundert gleiche Teile, also in Prozente, aufgeteilt. Ein Perzentil gibt an, welchen Prozentsatz der Datenwerte unterhalb eines bestimmten Werts liegt. Je besser sich eine CPU hier schlägt, desto flüssiger nehmen Sie das Bild als Spieler wahr, auch wenn die durchschnittliche Framerate geringer als bei anderen CPUs liegt.
Ab Werk liegt die Leistung des Core Ultra 7 265K im Schnitt und bei den Frametimes nah beieinander und der Prozessor insgesamt ziemlich genau in der Mitte des gesamten Testfelds. Richtig spannend ist es jetzt zu sehen, welche Früchte das Tuning bei den Perzentilen bringt: Mit jeweils 100 Prozent bei den P1- und P0.2-Werten zeigt der optimierte Core Ultra 7 265K sogar AMDs Ryzen 9 9950X3D und Ryzen 7 9800X3D die Rücklichter. Letztere weisen zwar minimal höhere durchschnittliche Frameraten auf, doch beim Spieler kommen die P1- und P0.2-Werte gefühlt zuerst beim Bildschirm an. Zu verdanken haben wir diese großartigen Zahlen dem Arbeitsspeicher, denn Timing-Tuning macht den Löwenanteil an guten Perzentilen aus. Natürlich tragen auch die übrigen Maßnahmen dazu bei.
Effizienz
Zur Auswertung der Effizienzdaten ermitteln wir die durchschnittliche Leistungsaufnahme der CPU über den gesamten Benchmark-Zyklus und setzen sie in Relation zur erzielten Prozessorleistung. Dabei ist ein klares Verständnis der Testkonfiguration entscheidend. Bei AMD-Prozessoren gestaltet sich dieser Schritt unkompliziert, da die TDP-Klassen einschließlich der PPT-, TDC- und EDC-Grenzwerte verbindlich vorgegeben sind und von den Mainboardherstellern strikt eingehalten werden. Ein hochwertig ausgestattetes Mainboard sorgt dafür, dass weder die verbaute Hardware noch die Kühlkomponenten die Performance beeinträchtigen. Für die Messung verbinden wir ein vorkalibriertes Power-Measure-Device (PMD) mit Netzteil und Mainboard. Dieses erfasst die Leistungsaufnahme der CPU in Echtzeit und überträgt die Daten an einen Laptop. Im Messbereich von 50 bis 160 Watt arbeitet das PMD sehr präzise. Liegen die Messwerte einmal außerhalb dieses Bereichs, korrigieren wir sie über festgelegte Offset-Werte, um jederzeit vergleichbare Ergebnisse zu gewährleisten.
Mit 85 Watt liegt der Basis-Wert beim Core Ultra 7 265K im guten Mittelfeld, mit anständigem Abstand zum Core i5-13600K und nicht weit weg von AMDs Ryzen 7 5800X3D. Generell haben auch unsere Tests immer wieder gezeigt, dass Arrow Lake um einiges effizienter als sein Vorgänger Raptor Lake arbeitet. Ziehen wir alle Register des Tunings, ändert sich das natürlich. Einerseits steigen Spannungen für P- und E-Cores, aber auch andere Bereiche müssen angezogen werden, etwa für das RAM-Tuning oder die Bereiche Ring, NGU und D2D. Mit 148 Watt beim Spielen liegt der optimierte Core Ultra 7 265K aber immer noch unter dem Standard-Wert (!) des Core i9-14900KS. In Zeiten von Grafikkarten, die weit mehr als 500 Watt verschlingen, sind keine 150 Watt bei einem Prozessor in einem High-End-System zu verschmerzen. Beim Spielen mit dem 265K zeigt sich, dass die Architektur sogar beim Tuning effizient bleibt. Doch wie sieht das bei Anwendungen aus?
Anwendungen bedeuten Volllast. Hier müssen die 20 Kerne des 265K richtig schuften. Spannend dabei zu beobachten ist, dass die AiO-Wasserkühlung keine Schwierigkeiten hat, den Prozessor auf Trab zu halten, es limitieren also nicht die Temperaturen an dieser Stelle, wie beim Vorgänger. Mit 242 Watt ist es dann jedoch beim optimierten 265K getan, ein Core i9-14900KS erreicht bei den gleichen Tests rund 228 Watt und damit kaum weniger. Insgesamt zeigt sich die übertaktete CPU damit zwar als durchaus durstig, jedoch fallen die Werte geringer aus als erwartet. Mit höchstens 242 Watt können Sie durchschnittlich rechnen, je nach Last können aber Spitzen bis in den Bereich über 300 Watt anliegen. Beachten Sie das beim Kauf eines Netzteils, damit Sie nicht am falschen Ende sparen.
Fps pro Watt in 14 Spielen
Die nackten Fps pro Watt zeigen uns die Effizienz beim Spielen in mehreren Bereichen an. Bei den durchschnittlichen Fps kommt es genau darauf an: Wie viele Fps erhalte ich eigentlich pro Watt "Verbrauch"? Beim Basiswert liegt dieser Wert bei noch anständigen 0,969, mit dem Tuning fällt der Wert jedoch auf 0,744 ab. Das kommt nicht von ungefähr, schließlich steigt die Leistungsaufnahme beim Spielen um rund 74 Prozent an, wenn wir alle Bereiche der CPU übertakten. Das Standard-Profil ist dabei allerdings "nur" 30 Prozent effizienter. Das heißt, dass unser Core Ultra 7 265K selbst mit OC immer noch mehr Fps pro Watt als ein Core i7-13700K oder Ryzen 9 9900X bereitstellt. Die Referenzleistung bei den Frametimes wird dann schließlich schlicht auf Kosten der Effizienz gewonnen. Mit Werten um 0,538 beziehungsweise 0,489 gewinnt die CPU keinen Blumentopf mehr. Allerdings muss das Tuning einen Preis haben, die Mehrleistung gibt es schließlich nicht umsonst.
Effizienz-Index
Die Zahlen im Effizienz-Index sind normiert, jeder Benchmark hat einen festen Anteil am Gesamtergebnis. Der Balken in Orange zeigt dabei die Gesamteffizienz. Diese setzt sich, wie beim CPU-Index, zu 60 Prozent aus der Spielleistung und zu 40 Prozent aus der Performance in Anwendungen zusammen. Der gelbe Balken zeigt den Spiele-Effizienz-Index allein, der Balken in Grün entsprechend den für Anwendungen. So können Sie nach jenem Index sortieren, nach dem Sie vergleichen möchten. Bereits ab Werk muss sich der Core Ultra 7 265K harten Gegnern stellen. Speziell die X3D-Riege von AMD punktet nach wie vor mit höchster Effizienz. Obwohl die Architektur bei Arrow Lake auf Effizienz getrimmt ist, reicht es beim Basiswert nur für 62,9 Prozent. Die Anwendungsleistung dominiert an dieser Stelle aufgrund der Anzahl der Kerne. Beim Spielen liegt der Wert nur bei 60,4 Prozent.
Mit dem Tuning verändern sich dann die Werte massiv. Auffällig ist, wie ausgewogen die Zahlen jetzt sind. Der 20-Kerner ist in allen Bereichen ähnlich effizient, reißt mit 46,5 Prozent jedoch im Vergleich keine Bäume mehr aus. Allerdings gibt es zwei CPUs, die sich im Effizienz-Index sogar noch unterhalb des Core Ultra 7 265K befinden. Der Core i9-14900KS zeigt an dieser Stelle noch einmal eindrucksvoll auf, dass der Nachfolger Arrow Lake selbst mit maximalem Tuning effizienter arbeitet. Selbst der Abstand zum Core i9-12900K ist gering.
Zusammenfassung und Fazit
Nun blicken wir noch einmal zurück auf alle Tuning-Maßnahmen und deren Auswirkungen. Als Einstieg hat sich der Arrow-Lake-Boost angeboten, eine Option von Intel, den Core Ultra 7 265K ohne Verlust der Garantie zu übertakten. Wenn Sie passenden CUDIMM-Arbeitsspeicher mit mindestens 8000 MT/s nutzen, können Sie diesen Schritt "gratis" mitnehmen. Die Mehrleistung bewegt sich allerdings nur zwischen fünf und sechs Prozent. Ein kleiner Bonus, jedoch kaum spürbar. Unser Tuning beginnt dort, wo das Basisprofil ab Werk aufhört: Wir erhöhen die Powerlimits ins Unerreichbare und aktivieren mit XMP Tweaked nicht nur das XMP des Arbeitsspeichers, sondern ziehen damit direkt die ersten Timings zur Leistungssteigerung an. Bereits damit lassen sich Mehrleistungen im zweistelligen Prozentbereich erzielen, in unserem Fall bringt das Tuning im ersten Schritt bis zu 14 Prozent höhere Fps. Das ist bereits spürbar und genügt, um das Topmodell Core Ultra 9 285K zu schlagen. Doch das ist erst der Anfang: Weiter geht es mit dem Anheben der Taktfrequenzen der Performance- und Effizienz-Kerne. Ab Werk laufen diese mit 5,20 und 4,60 GHz. Wir konnten beide Bereiche final mit 5,46 und 5,06 GHz takten. Speziell die E-Cores haben sich hier sehr taktfreudig gezeigt. 5,10 GHz waren an dieser Stelle leider nicht drin, doch das macht nichts, denn das Kern-OC bringt ausgehend vom Basis-Preset knapp 20 Prozent mehr Fps auf den Bildschirm.
Intel Core Ultra 7 265KF (ohne IGP), boxed
Quelle: PCGH
Intel Core Ultra 7 265K Tuning: Mit 43 Prozent mehr Fps zum neuen Überflieger!
Zum Ausruhen bleibt keine Zeit, denn nach dem Kern-OC haben wir uns den Bereichen Die-to-Die (D2D) und Next Generation Uncore (NGU) gewidmet. Diese werden auch beim Arrow-Lake-Boost übertaktet, doch wie Zahlen zeigen, ist hier noch deutlich mehr drin. Mit jeweils 3,3 GHz können wir die Performance von der Basis aus betrachtet um 23 Prozent steigern. Im finalen Tuning haben wir NGU und D2D sogar noch weiter auf jeweils 3,4 GHz übertaktet, und auch den Ring-Takt auf 4,0 GHz gebracht. Das steigert die Mehrleistung auf stattliche 25 Prozent. Beim finalen Tuning-Schritt ziehen wir alle Register, die viel Leistung ohne monatelanges Tuning versprechen: Wir senken tRFC beim Arbeitsspeicher auf 692 und erhöhen tREFI auf 150.000. Letzteres Timing wird von Asus beim Z890 Hero selbst im Tweaked-Profil nur auf konservative 32.768 gesetzt, maximal wäre sogar ein Wert von über 260.000 möglich, doch dafür bedarf es mehr als reine Luftkühlung beim Arbeitsspeicher.
Diese Tuning-Maßnahmen lassen den Core Ultra 7 265K in Bereiche vordringen, in denen sich bisher keine CPU bei den PCGH-Prozessortests befunden hat. Unglaubliche 43 Prozent höhere durchschnittliche Fps, 48 Prozent höhere P1- und ein 49-prozentiger Anstieg bei den P0.2-Fps zeigen mehr als eindrucksvoll das Tuning-Potenzial des Core Ultra 7 265K auf. Die Frametimes-Performance lässt dabei sogar die X3D-Riege von AMD alt aussehen und im Hinblick auf die Effizienz wandern die Zahlen natürlich nach unten, markieren jedoch nicht den Worst Case.
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Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und bin der Meinung das deine RAM das auch garnicht mitmachen.
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