Intel Core Ultra 9 285K, 7 265K und 5 245K neu getestet: Intel bricht AMD-Dominanz
Die neuen Core-Ultra-200-Prozessoren mit dem Codenamen Arrow Lake hatten zum Launch im Oktober 2024 Schwierigkeiten, die von Intel versprochene Leistung auf die Straße zu bringen. Wir laden mit neuem Microcode und Windows-Update zum Nachtest - mit überraschenden Ergebnissen!
In diesem Artikel
Eines war nach dem Release-Test der Core-Ultra-Prozessoren klar: da stimmt etwas nicht. Im großen Benchmark-Test haben wir ermittelt, dass insbesondere die Leistung in Spielen von Core Ultra 9 285K, Core Ultra 7 265K und Core Ultra 5 245K zu wünschen übrig lässt. Einen erkennbaren Grund dafür gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Nur kurze Zeit später hat Intel bereits einen Fahrplan veröffentlicht, wie man die neuen Arrow-Lake-Prozessoren handhaben sollte, damit die Leistung auf der Straße ankommt. Der Hintergrund ist, dass "Core Ultra 200S" im Desktop auf einen neuen Tile-Ansatz setzt, der von der Software anders angesprochen werden muss als die bisherigen Core-Prozessoren. Verantwortlich für eine zu geringe Leistung bei Teillast kann etwa sein, dass fälschlicherweise E-Cores statt P-Cores vom Thread Director respektive Windows Scheduler mit Last versehen werden. Es war dann wieder einige Zeit still, bis Intel im Dezember 2024 endlich offiziell zugegeben hat, dass man an zahlreichen Verbesserungen für Arrow Lake arbeitet. Sie finden alle Einzelheiten dazu in diesem Artikel:
Nicht nur soll es neue Treiber geben, sondern vor allem ein Microcode-Update, welches in Verbindung mit dem neuesten Windows-11-Update für Version 24H2 dafür sorgen soll, dass insbesondere die einzelnen Kerne richtig adressiert werden. Wir von PCGH haben von vornherein gesagt, dass wir das "volle Paket" abwarten, bis wir einen Neu-Test der Arrow-Lake-Prozessoren liefern, und inzwischen sind alle Änderungen umgesetzt worden. Wir haben das aktuelle F16c-BIOS vom 23.01.25 für unser Test-Mainboard Gigabyte Z890 Aorus Master verwendet. Laut eigener Beschreibung hat Gigabyte dabei folgende Änderungen parat:
Quelle: PCGH
Mit dieser BIOS-Version haben wir die Core-Ultra-Tests durchgeführt. Selbstverständlich wurde auch auf ein aktuelles Windows 11 mit Version 24H2 geachtet.
Da wir in jüngster Vergangenheit beim CPU-Testsystem ohnehin auf Windows 11 24H2 umgestiegen sind, ist die Zeit nun endlich reif für den richtigen Test von Arrow Lake. Die Prozessoren wurden dabei so konfiguriert, wie von Intel vorgesehen. Da es jedoch offiziell keine Spezifikationen hinsichtlich der Power-Limits gibt, sondern nur Empfehlungen, halten wir an der bestehenden Methodik fest. Das bedeutet für alle Intel-Prozessoren der K(F)-Klasse ein Powerlimit 1 von 125 Watt nach 56 Sekunden, ein Powerlimit 2 nach der jeweiligen Empfehlung von Intel und eine Limitierung der maximalen Stromstärke, die im jeweiligen Datasheet offiziell angegeben ist. Was die einzelnen Prozessoren am Ende aus dieser "Spezifikation" machen, ist das, was Intel sich bei der Konzeption der einzelnen Modelle gedacht hat. Wir möchten keinen Einfluss darauf nehmen und geben nur die Zahlen wieder, welche wir in den Benchmarks ermitteln. Das gilt auch für die Leistungsaufnahme. Und auch für alle anderen Prozessoren im Test. Zum Einstieg in die Welt von Arrow Lake haben wir die Pro-MHz-Leistung ermittelt:
Intel Arrow Lake im aktualisierten Spezial-IPC-Benchmark
Die neuesten Zahlen ergeben, dass Arrow Lake aktuell die höchste Pro-MHz-Leistung aller auf dem Markt befindlichen Desktop-CPU-Generationen bietet. Insbesondere die E-Cores haben zum Vorgänger gewaltig zugelegt und agieren jetzt auf AMD-Zen-4-Niveau. Die P-Kerne sind rund zehn Prozent schneller als AMD Zen 5. Mit dieser Vorstellung leiten wir zu den eigentlichen Benchmarks über und beginnen mit den Spielen auf Seite zwei.

Bei Prozessoren mit 4 und 6 Kernen bringt es sicherlich prozentual mehr als bei einem 12-Kerner. Beispielsweise sind manche moderne Titel erst auf einem Quadcore mit SMT ruckelnd ertragbar.
Eigentlich müsste doch jeder hier wissen, dass Hyperthreading im Schnitt maximal 33% leistung Pro kern bringt, beim zocken eher so um die 15%, weil die
Ressourcen auf einem Kern geteilt werden müssen.
Ein Kern bringt aber immer 100% seiner Leistungsfähigkeit.
Oder wenn man fair die threads und Kerne vergleichen will, schaltet auf dem Intel die kleinen ab oder nehmt doch einen größeren AMD.
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Würde vermutlich das nehmen oder das 8000er Pendant, das sollte auch mit allen Z890 Brettern funktionieren egal ob 1DPC oder 2DPC
Wie wird aktuell eigentlich vorgegangen um die grundsätzliche Stabilität testen? Ist die Sache in trockenen Tüchern nach nem fehlerfreien Memtest86 Durchlauf sowie 1-3 Stunden Prime95?
Mein Punkt jedenfalls: Ein 9800X3D hat ja nur die 8 Kerne und dann war's das. Könnten eventuell die Intel CPUs mit ihren E-Cores tatsächlich im Daily Gaming sogar besser als die reinen 8 Kerner von AMD sein? Gibt es dazu irgendwo Daten?