Spitzen- und Luxus-Klasse
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Die hier gelistete, exemplarische Auswahl für Midi- bis Big-Tower und Show-Gehäuse der Ober-/Spitzenklasse umreißt den Preis-Bereich ab ca. 165 Euro. Nicht explizit aufgeführt, aber dennoch passend für Nutzer, die ein 5,25-Zoll-Laufwerk verbauen möchten: das etwas ältere Fractal Design Define 7 ab ca. 155 Euro. Ihr Budget ist niedriger und Sie suchen einen Preis-Leistungs-Schlager der Mittelklasse? Hier werden günstigere Tower-Kandidaten vorgestellt. Die vollständigen Ergebnisse, inklusive unserer sehr ausführlichen Testtabellen, finden Sie in den jeweils verlinkten Plus-Artikeln. Wenn Ihnen unsere Inhalte gefallen, können Sie uns auch abseits des Hefts unterstützen.
Auf dieser Seite
- 1 Der neue Platzhirsch: Be Quiet Light Base 900 FX
- 2 Das Allround-Talent: Lian Li Lancool III
- 3 Das ruhige, modulare Flaggschiff: Be Quiet Dark Base Pro 901
- 4 Das massive Designer-Stück im X-Stil: Asus Hyperion GR701
- 5 Der Brocken mit Wakü-Wahnsinn: Cooler Master HAF 700 Evo
- 6 Show-Gehäuse mit 4K-Touch-Display: Hyte Y70 Touch
Der neue Platzhirsch: Be Quiet Light Base 900 FX
Mit acht neuen Light-Base-Gehäusen will Be Quiet Dual-Chamber-Designs auf ein neues Level hieven - mit Erfolg in unserem Test mit dem Light Base 900 FX für ca. 195 Euro.
Für das von uns getestete Light Base 900 FX benötigt man vor allem Platz. Dafür passt in das imposante 84-Liter-Showcase sämtliche aktuelle High-End-Consumer-Hardware. Grafikkarten mit einer Länge bis zu 49,5 cm oder CPU-Luftkühler bis zu 19,0 cm sind kein Problem. Für Radiatoren gibt es mehr als genug Montageoptionen. An der Decke und der Unterseite lassen sich gleichzeitig jeweils 420er-Radiatoren an den vorbildlich einfach abmontierbaren Schienen verbauen - inklusive eines 360er-Modells an der Seite. Gerade für modulare Wasserkreisläufe, die mit schicker Optik (Stichwort: Hardtubes) und maximaler Leistung überzeugen, bietet sich das größere Light Base 900 definitiv an.
Be Quiet Light Base 900 FX in der Schnellübersicht
Zu den Highlights gehören einerseits die um drei Seiten laufenden ARGB-Streifen sowie die speziellen ABS-Standfüße. Diese lassen sich an drei Seiten des aquariumähnlichen Gehäuses ohne Werkzeug mit einer Drehbewegung anbringen. Dadurch lässt sich der Rechner schnell und vergleichsweise unkompliziert nicht nur im Standard-Tower-Layout, sondern auch horizontal liegend (Glasseite zur Zimmerdecke) und invertiert aufbauen (GPU oben, CPU unten). Horizontal aufgestellt, zieht das Light Base 900 FX in jedem Zimmer Aufmerksamkeit auf sich. Die Materialqualität ist überwiegend hoch, mit hervorragend verarbeiteten Metallteilen am Deckel und Boden. Einige Bereiche wie der silbern beschichtete Streifen um die Frontanschlüsse sind aus einfachem Kunststoff, was die Haptik minimal mindert. Die Glasseiten sind aus 4 mm starkem Glas gefertigt. In unseren Leistungstests überzeugt das Gehäuse mit hervorragender Geräuschdämmung und effektiver Kühlung der Komponenten. Das Light Base 900 FX erzielt mit einer Bewertung von 1,15 die bisherige Bestnote unter den getesteten Gehäusen. Als kleinere Alternative ist auch das Light Base 600 LX für ca. 150 Euro mit Light-Wings-LX-Lüftern einen Blick wert.
6 Gehäuse im Test: Von RGB-Fishtank bis gedämmtem Midi-Tower. Mit Be Quiet Light Base, Lian Li O11 Evo und mehr.
Das Allround-Talent: Lian Li Lancool III
Das Lian Li Lancool III RGB hat uns im Test sehr positiv überrascht. Kühlung, Konzept, Details - alles geht wunderbar auf, sodass sich der ca. 150 bis 175 Euro Oberklasse-Tower den stolzen zweiten Platz unserer Rangliste sichern kann.
Lian Li bietet mit dem Lancool III (entweder als RGB- oder Non-RGB-Variante in Weiß oder Schwarz erhältlich) ein bärenstarkes Gesamtpaket. Während andere Hersteller oft klassisch auf (mit Thumbscrews zu fixierende) Seitenteile zum Einschieben bauen, setzt das Lancool III auf zwei sicher haltende Glasseitentüren und mehrere einfache, aber effektive Design-Entscheidungen. Unterhalb der getönten Scheiben können sowohl auf der linken als auch rechten Gehäuseseite die perforierten Luftzugänge an der Netzteilkammer für einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu den dortigen Laufwerksplätzen oder Verkabelungen heruntergeklappt werden. Die Front-I/O kann entweder oben oder unten montiert werden, je nachdem, ob der Rechner am Boden oder auf dem Tisch stehen soll. Zum Öffnen der Glasseitentüren halten die gebürsteten Metallleisten der Front wunderbar als Hebel her (mit dem Ziehen zur Außenseite).
Lian Li Lancool III (hier die schwarze RGB-Variante)
Auf der rechten Seite zwischen Mainboard-Tray und Glastür sorgen zwei ebenfalls auf Scharnieren befindliche Metallabdeckungen zusätzlich für einen aufgeräumten Eindruck. Für den Zusammenbau lassen sich alle notwendigen Teile leicht herausheben. Im Vergleich zu budgetorientierten Gehäusen wie etwa dem LC-Power Gaming 804B erleichtern viele Details die praktische Arbeit mit dem Hardware-Domizil. Nicht selten sorgen Seitenteiltüren beim Wiedereinhängen für einen Balance-Akt - beim Lancool III ist der untere Bolzen ein Stückchen länger und abgerundet, wodurch das Einhaken problemlos oberhalb justiert werden kann.
Kühlungs-Enthusiasten dürfte es zudem freuen: Unterstützt werden nicht nur wuchtige Tower-Kühler bis zu einer Höhe von ca. 18,7 cm, sondern auch drei 360er-Radiatoren gleichzeitig (Front, Decke, Innenkammer) - für anspruchsvollste modulare Wasserkreisläufe. Ein 420er-Radiator kann zwar auch entweder an der Decke oder der Front verbaut werden, jedoch mit Kompromissen. Im zweifach reproduzierten Leistungstest (in unterschiedlichen Szenarien, auch lautheitsnormierten Gehäuse-Lüftern) performte das Lancool III RGB mit Bilderbuchwerten, sowohl bei der GPU- als auch der CPU-Kühlung. Die vier 140er-PWM-Lüfter (vorne ARGB, hinten Non-RGB) leisten ganze Arbeit. High-End-Hardware? Beim Lancool III kein Problem, wir geben grünes Licht!
[PLUS] Sieben PC-Gehäuse von Be Quiet, Hyte und Lian Li ab 100 Euro im Test
Das ruhige, modulare Flaggschiff: Be Quiet Dark Base Pro 901
Das Dark Base Pro 900 Rev. B bekommt mit dem ca. 290 Euro teuren Dark Base Pro 901 einen Nachfolger. Und das erweist sich im Test als technisch gelungene Neuvision.
Das Dark Base Pro 901 (sowohl in Schwarz als auch Weiß erhältlich) bietet ab Werk einige Aufbaumöglichkeiten. Im ausgelieferten Zustand befinden sich an der Vorder- und Oberseite Dämmmatten, die alternativ entweder weggelassen (Decke) oder mit einer mitgelieferten Mesh-Abdeckung ersetzt werden können (Front). Schönes Extra aus vergangenen Tagen: Das Mainboard-Gerüst der Innenkammer lässt sich im Schienensystem aus dem Gehäuse ausbauen, um die Komponenten entweder außerhalb zu montieren oder die gesamte Kammer invertiert auf der anderen Seite aufzubauen.
Im invertierten Modus stehen die Kernkomponenten praktisch auf dem Kopf, der Hecklüfter "rutscht" ergo von oben in Richtung Netzteilkammer. Beide Seitenteile (Glas oder gedämmt mit Luftzugang zur Vorderseite) können beide sowohl links als auch rechts angebracht werden.
Be Quiet Dark Base Pro 901
Die GPU-Halterung kann entweder magnetisch in üblicher Orientierung über dem Netzteil, oder bei Invertierung an einer Extra-Schiene an der Decke ein Durchhängen der Grafikkarte verhindern. Immer seltener: An der Unterseite lässt sich ein 5,25-Zoll-Laufwerk einbauen, sofern Sie auf den HDD-Käfig verzichten. Die zwei 2,5-/3,5-Zoll-Kombi-Rahmen lassen sich alternativ auch zu der Wandhalterung der Innenkammer verschieben. Sowohl die Front- als auch Deckenschiene für Lüfter/Radiatoren sind herausnehmbar. An der Seite kann statt besagter Laufwerkswand eine weitere Lüfterschiene eingebaut werden, die offiziell bis zu 360-mm-Radiatoren unterstützt - genau wie an der Decke. Sollten Sie auf den Festplattenkäfig sowie ein 5,25-Zoll-Laufwerk verzichten, findet ein 420-mm-Radiator an der Front Platz.
Ab Werk sind 2× 140 mm Silent Wings 4 (nicht die Retail-Varianten, sondern mit festem Rahmen) mittig an der Vorderseite platziert. Am Heck findet sich ein weiterer baugleicher Lüfter. Neben den beleuchteten 4× USB Typ-A- (3.2 Gen 1, 5 Gbit/s), 1× USB Typ-C- (3.2 Gen 2, 10 Gbit/s) und den Audioanschlüssen, sind auch zwei Touch-Regler verbaut. Mit dem linken fünfstufigen Fan-Controller können die drei vormontierten Lüfter über zwei verschiedene PWM-Hubs (mit je drei Slots) von 400 bis 1.900 U/min eingestellt werden. Im rechten Touch-Feld lassen sich die ARGB-LEDs des Gehäuses steuern (Strips an der Front/Netzteilkammer).
Mit der "Sync"-Option lassen sich sowohl die Lüftersteuerung als auch die ARGB-Beleuchtung über das Mainboard regeln. Für Smartphones steht ein 15-W-Wireless-Charging-Spot oberhalb bereit, der im Test Smartphones mit ungefähr 5 bis 6 Watt im Alltag laden lässt. Die zugänglicheren Modulumbauoptionen sind insgesamt durchdacht und nicht mehr allzu überladen komplex.
Das Be Quiet Dark Base Pro 901 ist ein erstklassiges Oberklasse-Gehäuse für High-End-Hardware mit teils optionaler Dämmung und 5,25-Zoll-Laufwerksschacht. Ehrennennungen desselben Herstellers: Das Dark Base 701 (auch modular mit Mainboard-Schiene, für ca. 195 Euro) und das Shadow Base 800 FX (Plus-Artikel | Video, ab ca. 170 Euro) können für die Oberklasse günstigere Tower-Alternativen zum Dark Base Pro 901 sein.
Das massive Designer-Stück im X-Stil: Asus Hyperion GR701
Asus will das eigene ROG Strix Helios überbieten und präsentiert mit dem ROG Hyperion GR701 ein wahres Luxus-Monster für ca. 360 Euro in Schwarz, Weiß oder als limitierte Special-Edition.
Um überhaupt alle Frontanschlüsse des wuchtigen Hyperion nativ (ohne Zusatzkarten) nutzen zu können, ist ein Mainboard der gehobenen Preisklasse Voraussetzung, ansonsten können die 2× USB-Typ-C (3.2 Gen 2×2, 20 Gbit/s) und 4× USB Typ-A (3.0/3.2 Gen 1, 5 Gbit/s) nicht vollwertig oder gleichzeitig angeschlossen werden. Die Frontkabel sind je nach Seite beschriftet (links/rechts). Über die USB-C-Anschlüsse ist auch für eine 60-W-Schnelllade-Funktion gesorgt. An der Vorderseite sind sowohl oben als auch unten RGB-Verzierungen im Dreieck-Stil angebracht.
Sowohl die Front-LEDs als auch das innere RGB-Wandpanel lassen sich über den mitgelieferten ARGB-PWM-Hub samt Profilknopf an der Oberseite steuern. Obwohl einige Stellen luftig offen bleiben (etwa an den oberen Ecken der Glasseitenteile), ist beim Lufteinzug für ausreichend Staubfilter gesorgt. Insgesamt sind 4× 140 mm Asus ROG A1425L125 PWM-Lüfter ab Werk verbaut (3× an der Vorderseite, 1× am Heck), die eine maximale Drehzahl von 1.400 U/min erreichen können.
Asus ROG Hyperion GR701 in der Schnellübersicht
Das mitgelieferte Handbuch ist vorbildlich ausführlich und enthält gute Illustrationen, die den Aufbau und die Bedienung des Gehäuses erleichtern. Wer seine Grafikkarte vertikal verbauen möchte, bekommt eine Halterung dafür mitgeliefert - ohne Riser-Kabel. Zu den netten Kleinigkeiten gehören die CPU-EPS-Kabelverlängerungen für ein leichteres Anschließen, ein Frontkabelbündel (statt einzelne Splitter für Power-, Reset-Knopf), ein Schraubenkästchen und Fächer im Gehäuseinnenraum an der Netzteilkammer. An der rechten Seite ist für ein vorbildliches Kabelmanagement gesorgt. Unter dem rechten Glasseitenteil befindet sich eine weitere herausnehmbare, transparente Kunststoff-Abdeckung, die mit zwei Schrauben fixiert wird, sodass wildere Kabelstränge optisch leichter kaschiert werden können. Fingerabdrücke an der Oberfläche des Kunststoffs fallen unter dem getönten Glas nicht auf.
Das Asus Hyperion GR701 bietet, wie es sich für einen Big-Tower dieser Größe auch gehört, ausreichend Platz für übliche Radiatoren, darunter bis zu 420 mm an der Front, 420 mm an der Decke, 360 mm an der Seite und 140 mm am Heck. Für anspruchsvollste High-End-Szenarien dürfte ein modularer Kühlkreislauf mit 2× 420-mm-Radiatoren (mit Front-/Decken-Kombination) eine ausreichende Lösung sein. Die Materialverarbeitung fällt passend hochwertig aus. Der stolze Preis von ca. 325 bis 470 Euro, die notwendige Hardware (für die Frontanschlüsse etwa) sowie die Größe und das Gewicht (ca. 21 kg, mit System ca. 25 bis 30 kg) sollte Interessierten bewusst sein.
Der Brocken mit Wakü-Wahnsinn: Cooler Master HAF 700 Evo
Der "werkzeuglose Goliath mit Display" zielt auf außergewöhnlich viele Radiatoren in einem Designer-Gehäuse ab. Das HAF 700 Evo in dunklerem Grau oder Weiß ist für ca. 400 Euro definitiv kein einfacher Tower.
Wie für die HAF-Serie von Cooler Master typisch, können sowohl an der Vorder- als auch Oberseite je 2× 200-mm-Lüfter angebracht werden. Im ausgelieferten Zustand sind 2× 200 mm Sickleflow-PWM-Propeller der Performance Edition (Non-RGB, höhere maximal U/min) an der Front vormontiert. Am Heck finden nicht wie üblich nur ein Lüfter, sondern gleich zwei 120 mm Sickleflow-PWM-Fans (ARGB) Platz, ein zusätzlicher dritter kann frei bestimmt im Gehäuse positioniert werden. Für ein Air-Cooler-Setup empfiehlt der Hersteller den Einbau unterhalb der Grafikkarte an der demontierbaren Radiator-⁄Lüfterschiene der Unterseite - eine baugleiche zweite Schiene befindet sich an der Front.
Cooler Master HAF 700 Evo
Die besagten Schienen sind stufenlos bis zu 40 Grad anwinkelbar, jedoch nur zum linken Seitenteil hin (siehe Bild 16 in der Galerie oben). Neben den Slots für Laufwerke/Wasserpumpen und Lüfter lässt sich dort auch der rechte seitliche Spiegel anbringen, um etwa die GPU-Unterseite prominent zu präsentieren. Zu den anderen Highlights des HAF 700 Evo gehören die knapp 4 kg schwere ARGB-Glas-Mesh-Front samt ca. 6 cm Statistik-Display (ansteuerbar über Cooler Masters Software, internes USB), die Radiatorkompatibilität (für Standardformate) sowie das simple, aber tatsächlich praktische werkzeuglose Design der Innenkomponenten. Über graue seitliche Griffhebel können Module intuitiv gelöst oder fixiert werden. Auch die stolzen 12× 2,5/3,5-Zoll-Kombi-Rahmen (samt HDD-Käfig hinter dem Mainboard-Tray) können werkzeuglos neu platziert oder befüllt werden. Bei der Grafikkarte und anderen Add-in-Zusätzen muss nicht wie üblich mit kleineren Thumbscrews hantiert werden, stattdessen reicht ein leichtes Auf- und Zuklappen der PCI-E-Slot-Blenden-Halterung völlig aus - schöne Sache!
Cooler Master legt beim HAF 700 Evo nicht nur die GPU-Halterung für den vertikalen Aufbau dazu, sondern auch das notwendige PCI-E-4.0-Riser-Kabel. Für genügend PWM- und ARGB-Anschlüsse ist dank Controller-Hub gesorgt, feinere ARGB-Gen-2-Geräte können zudem über eine zweite Platineneinheit angesteuert werden. Durch die Überbreite von ca. 29,1 cm können entweder 1× 240er- samt 5× 360er-Radiatoren, oder andere Kombinationen wie 1× 480/420//360/240 mm gewählt werden. Sollten Sie keinen modularen Wasserkühlkreislauf für Ihr System beabsichtigen, wären Sie mit anderen Gehäusen besser beraten: Durch den Mehrkammeraufbau, samt stolzer ca. 9,5 cm Breite hinter dem Mainboard-Tray, fallen zu hohe CPU-Luftkühler über 16,6 cm raus. Was die Lautstärke angeht, fallen die Sickle-Flow-Lüfter nicht überragend auf. Bei zu hohen U/min tönen die 200er-Performance-Fans mit einer schiffsdieselartigen Geräuschkulisse. Bei der Leistung schafft es die HAF-Serie dagegen abermals, erstklassige GPU-Temperaturen im Test zu erzielen.
[PLUS] Vier PC-Gehäuse der Luxusklasse im Test - Be Quiet gegen Asus, Cooler Master und Corsair
Show-Gehäuse mit 4K-Touch-Display: Hyte Y70 Touch
Sie suchen ein hochwertig verarbeitetes Show-Gehäuse in Überbreite samt Touchscreen an der Ecke? Das Hyte Y70 Touch (beziehungsweise das Y70 Touch Infinite mit anderem Display) für ca. 400 Euro reiht sich bunt und dekadent in die Luxusklasse ein.
Das Hyte Y70 Touch setzt auf ein auffälliges Aquarium-Design mit überragender Haptik und keinen mitgelieferten Lüftern. Gehäuse-Hersteller Hyte verpasst dem vom Gesamtvolumen her ca. 10 Liter kleineren und 200 Euro günstigeren Y60 ein Premium-Update. Im konzeptionellen Mittelpunkt des Y70 Touch steht der namensgebende 14,1 Zoll große LCD-Touchscreen mit einer stolzen Auflösung von 1.100 × 3.840 (283 PPI, 60 Hz, beim Touch Infinite geringere Auflösung).
Die Kabel des an der Ecke angebrachten Bildschirms sind bereits versteckt vorverlegt. Das Bildsignal wird über ein kurzes mitgeliefertes Kabel und einen Displayport am Heck (siehe Bild) von der Grafikkarte aus durchgereicht. Die Anzeige macht nach Orientierungseinstellung unter Windows optisch tatsächlich viel her und kann entweder als reiner Monitor mit eigenen Inhalten bespielt (etwa mit Rainmeter, AIDA64, Wallpaper Engine, eigenen Browser etc.) oder von der stets mit Updates versorgten Hyte Software mit Widgets und Animationen gefüllt werden.
Hyte Y70 Touch in der Schnellübersicht
Der Gesamtstromverbrauch steigt in unserer Idle-Messung von ca. 61 Watt auf 82 Watt (reine Desktop-Anzeige als Zweitbildschirm), wobei die Hyte Nexus-Software durch noch einmal höhere CPU- und GPU-Belastung den Idle-Wert auf ca. 115 Watt steigen lässt. Ein Riser-4.0-Kabel ist dabei und wird durch den vorgegebenen PCI-E-Blendenaufbau mit sieben halben (!) und vier vollen Slots an der Seite genutzt werden müssen - konventionelle Zusätze wie etwa interne Sound- oder Capture-Karten fallen hier raus. An der Decke und der Seite lassen sich je ein 360er-Radiator montieren. Lüfter an der Unterseite werden vom Boden aus an einer Schiene angebracht. Bei der Grafikkarte werden Längen bis 39 cm und Breiten bis maximal 10,5 cm unterstützt. Wer das in Details überarbeitete Y70 dem Y60 vorzieht und ohne Touchscreen kaufen möchte, kann das für ca. 220 Euro tun.

Woran hättest Du denn da gedacht, Richie?
Ich befürchte, dass es je nach Gehäuse nur schlecht bis gar nicht möglich ist, selbst zu dämmen, oder?
Zudem sind Workstations vermutlich per se teuer, weil es Workstations sind und sie werden wohl
weniger für Recording ausgelegt sein (DPC-Latenzen, Lautstärke).
Auf der Computex 2025 habe ich von Chieftec ein günstiges Workstation-Gehäuse mit 2× 5,25-Zoll-Plätzen gesehen. Innen war es der Zielgruppe entsprechend weniger verspielt, ohne Lackierung und mit einigen verschmerzbaren Schnittkanten. Ich persönlich würde aber wohl tatsächlich erstmal beim alten Gehäuse bleiben und im Zweifel schauen, inwiefern neu auftauchende Bedürfnisse sich durch eigene Erweiterungen im Alltag abgehakt werden können (neue Addin-Cards, Bohrungen an der Front mit Kabeln, Case-Modding generell etc.).
Die Leute haben heutzutage schon einen seltsamen Geschmack.
Dahin die Flexibilität eines PCs …
Einschübe vorne im Gehäuse sind einfach Tod, das baut keiner mehr. Kann man doof finden ist aber so.
Jedoch, 64cm Höhe ist schon ein ziemlicher Klopper, mein altes Fractal Design Gehäuse hat 57cm und das reicht.
Trotz der Größe dann dieser Hinweis zum Nanoxia bzgl. E-ATX: "Hinweis zu E-ATXMainboard- und Gehäusehersteller bezeichnen unterschiedliche Dimensionen als E-ATX. Mainboards mit E-ATX/SSI EEB Abmessungen von 305x330mm bzw. 12"x13" werden möglicherweise nicht unterstützt."
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Hmm, es wird zunehmend nur noch Schrott produziert, äußerst bedauerlich.
Dahin die Flexibilität eines PCs …
Sei es bei solchen Dingen oder beim PCIe Sockel Layout/Erweiterbarkeit. Grafikkarten müssen selbstverständlich 3–4 PCIe Sockelbreiten haben oder man muss ja unbedingt das mainboard mit M.2 Steckplätzen zupflastern, anstatt eine PCIebasierte Trägerplatine zu verwenden …
Dass es im Workstation-Bereich keine Dämmung gibt, ist auch sehr schade.
Woran hättest Du denn da gedacht, Richie?
Ich befürchte, dass es je nach Gehäuse nur schlecht bis gar nicht möglich ist, selbst zu dämmen, oder?
Zudem sind Workstations vermutlich per se teuer, weil es Workstations sind und sie werden wohl
weniger für Recording ausgelegt sein (DPC-Latenzen, Lautstärke).
Könntest Du mir vielleicht einen Tipp geben, welches Gehäuse heutzutage dem Define XL R2 am nächsten käme?
Falls Du eine Idee/Empfehlung hättest, das wäre sehr freundlich.
Neben Gaming betreibe ich noch Home Recording und Videobearbeitung und habe mir einen prima Silent Rechner auf Basis des Fractal Design Define XL R2 zusammengestellt.
Für mich wichtig:
hohes Gehäusevolumen
Dämmung
Staubfilter jeweils an den Lufteinlässen (Front und Unterseite)
Front mit bis zu vier 5 1⁄4 Zoll Einschüben. Das ermöglicht mir, SSDs mit ICY Dock MB324SP-B frontseitig installieren zu können. Dann kann man die internen Festplatten-Käfige für einen idealen Airflow entfernen und die SSDs sind dann auch gut zugänglich. Zudem kann man dann noch 1–2 CD-Rom-Laufwerke oder einen 3.5“ Wechselrahmen einbauen, um z. B. auf alte Festplatten zugreifen oder diese sicher löschen zu können.
Komponentenliste und Bilderstrecke meines Rechners hier im Blog-Artikel, das zeigt meinen Bedarf am besten.