Diese Netzteile lohnen sich wirklich: ATX 3 im Test
Wir präsentieren zehn Netzteile, die wir für einen Kauf empfehlen können.
In diesem Artikel
Unten gelistet sind exemplarische Auszüge unserer Netzteil-Tests. In unseren ausführlicheren PLUS-Vergleichsartikeln können Sie schnell mithilfe der Testtabellen gute Kandidaten für Ihren Fall ausfindig machen (mit Punkten wie Lüfterlautstärke, Kabellängen, Zubehör etc.). Beachten Sie, dass Netzteile unterschiedlicher Wattklassen nur bedingt miteinander verglichen werden können (abweichende Topologien, Kabelausstattung etc.). In unseren internen Tests bleiben Auffälligkeiten und Unterschiede zwischen Herstellern und Serien jedoch grundlegend bestehen, sofern nicht anders angegeben.
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Auswahl an getesteten Netzteilen: 750 bis 850 Watt
Schnelldurchlauf (unten mehr Details)
Das NZXT C850 (ab 2024) überrascht mit hervorragenden Messergebnissen und einem fairen Preis. Dank starker Ausstattung, hoher Effizienz und leisem Betrieb ist das 850-Watt-Netzteil ein klarer Allrounder-Tipp für 2025, gerade für White-Builds.
Das Asrock Steel Legend SL-750G ist ein sehr guter Preis-Leistungs-Tipp neuerer ATX-3.1-Netzteile um die 100 Euro - mit optionalem Lüftermodus mit 0,1 Sone bei 50 % und 0,7 Sone bei Volllast, zehn Jahre Garantie, einen Netzteiltester sowie grün markierte 12+4-Pol-Steckerenden.
Das Be Quiet Power Zone 2 (80 Plus Platinum) überzeugt im Test mit effizientem Betrieb. Trotz fester semi-passiver Lüftersteuerung bietet es eine vorbildlich stabile Lüfterkurve und ist damit ideal für Silent-Liebhaber. Beachten sollte man den um 90 Grad angewinkelten 12+4-Pol-Stecker.
Das Seasonic Focus GX-750 (ab 2024) punktet mit solider Ausstattung, strikter Spannungsregulation und einem praktischen Lieferumfang. Silent-Enthusiasten sollten jedoch die vergleichsweise hohe Lüfterlautstärke unter Last berücksichtigen.
Das Chieftec Vega PPG-850-S ist ein günstiges ATX-3.1-Netzteil mit 850 Watt und 80 Plus Gold für ca. 70 bis 80 Euro. Der Preis hat seinen Grund: Die Kabel sind fest, es gibt einen nur aktiven Lüftermodus und unter Volllast wird es deutlich lauter. Die Ausstattung ist einfach, die Garantie beträgt fünf Jahre.
Ein starker Allrounder-Hit: NZXT C-Series, C850
Würde man so nicht erwarten: NZXT schafft es mit der aktuellen C-Serie, im Test sauber abzuräumen und sich an die Spitze zu katapultieren. Die ausgezeichneten Ergebnisse machen das NZXT C850 zu einer Top-Empfehlung.
Mit der Gesamtnote von 1,13 katapultiert sich das 2024/2025er C850 von NZXT an die ATX-3.1-Testspitze. Der Preis von ca. 120 Euro ist angesichts der Leistung des 850-Watt-Netzteils im Test vollkommen gerechtfertigt. Als Ausstattung stehen lange Kabel und ausreichend Stecker zur Verfügung, dabei unter anderem 12× SATA (bis zu maximal 97,5 cm), 4× Molex (bis zu ca. 93,0 cm) und ein beidseitig gerader, nativer 12V-2×6-Anschluss mit 600-W-Codierung (65,0 cm). Die etwas dickeren Kabel unserer getesteten weißen Variante sind teils ummantelt (etwa beim CPU-, 12+4-Pol- oder ATX-Anschluss) und teils ohne Sleeve ausgestattet (wie SATA). Für klassische PCIe-6+2-Pol-Hardware stehen insgesamt drei Einzelkabel zur Verfügung. Mit seinen 10 Jahren Garantie und üblichen Schutzschaltungen reiht sich das C850 in die üblichen Erwartungen guter Markennetzteile ein.
Quelle: PCGH
NZXT C-Series, C850 (PS-2302, PA-8G2BW-EU). Getestet in der PCGH-Ausgabe 05/2025.
Der über einen Schalter auswählbare optionale semi-passive Modus lässt den 135-mm-Lüfter mit Fluid-Dynamic-Lager in unserem ansteigenden Lastverlaufstest ab ca. 50 Prozent mit stillen 0,1 Sone anlaufen. Unter Volllast von 15 Minuten liefert das C850 mit ruhigen 0,6 Sone einen erstklassigen Wert ab. Dass bei den Topologien in der Tat nicht gespart wurde, lässt sich nicht nur beim Blick hinein bei den üppigen Primärkondensatoren feststellen (Rubycon: MXH mit 420 V 560 μF(M) sowie Nichicon: 420 V 420 μF(M), je 105 °C), sondern auch in den Messungen bei der längsten Hold-up-Time, der niedrigsten Restwelligkeit und der besten Spannungsregulation im Vergleichstest. All das macht das C850 (2024/2025) zum empfehlenswerten Allrounder-Netzteil mit 850 Watt. Und auch in der Klasse mit 1.200 Watt weiß der größere C1200-Bruder als "Goldjunge unter Titanen"
Unser Preis-Leistungs-Tipp: Asrock Steel Legend SL-750G
Ende 2024 steigt der sonst vor allem für Mainboards bekannte Hersteller Asrock ins Netzteil-Segment mit ATX-3.1-Modellen ein. Die Steel-Legend-Reihe ist eine Preis-Leistungs-Empfehlung der 750er-Klasse ab ca. 95 Euro.
Wie auch bei den Platinen unterteilt die taiwanesische Marke die PSU-Serien in verschiedene Klassen: Die Taichi-Serie richtet sich ans kostspieligere High End, Phantom Gaming ist an die Oberklasse orientiert, Steel Legend ist als gute Mittelklasse für die meisten Gaming-PCs gedacht und die Challenger-Serie ist für Budget-Rechner konzipiert. Während die teureren Serien vor allem auf FSP als OEM-Partner setzen, stammen die günstigeren von HEC. Im PSU-Portfolio präsentiert sich das Steel Legend SL-750G mit knapp 105 Euro als empfehlenswertes Netzteil ohne große Schwächen im Test.
Quelle: PCGH
Zu sehen: Asrock Steel Legend SL-750G (SL-750G, 90-UXS075-GFEAAA). Getestet in Ausgabe 09/2025.
Die Kabelausstattung bewegt sich zwar teils auf durchschnittlichem Niveau (mit beispielsweise nur zwei 6+2-Pol-Steckern, ergo vor allem für Grafikkarten mit 12V-2×6-Anschluss designt), dafür wurde aber beim Rest nicht gespart. 10 Jahre Garantie, übliche Schutzsicherungen, eine grüne Markierung der 12+4-Pol-Steckerenden (zwecks leichterer Erkennung von Lücken beim Anschließen), ein Netzteiltester (zum Einschalten auch ohne System) sowie ein semi-optionaler Kühlmodus versüßen das Paket. Im Leistungstest kann uns das SL-750G überzeugen. Die Lüfterkurve ist mit 0,1 Sone bei 50-prozentiger und 0,7 Sone bei Volllast eher auf ruhiges Verhalten getrimmt und eignet sich daher auch für budgetorientiertere Silent-Liebhaber. Die von uns gemessenen Spannungswerte bewegen sich alle schön am Spezifikationsideal. In puncto Effizienz ist unser Testsample eines der besseren (Serienstreuung nie auszuschließen) und übertrifft das 80-Plus-Gold-Ziel. Das SL-750G muss sich nicht hinter den Netzteil-Giganten verstecken und ist technisch sowie preislich ein attraktives Angebot.
Für Silent-Liebhaber: Be Quiet Power Zone 2
Der in Glinde sitzende Hersteller bricht mit dem Power Zone 2 (80 Plus Platinum) mit eigenen Traditionen - zurecht und mit Erfolg im Test.
Semi-passive Single-Rail-Netzteile sind seit Jahren üblicher Standard. Be Quiet setzt bei der neuen Power-Zone-2-Serie erstmals auf beide Ansätze und kann damit auch sehr gut abschneiden als leisestes Netzteil im Test. Das beigelegte Kabelset (Details siehe Testtabelle des vollständigen Artikels) fällt an einer Stelle auf: Der mit 600 W codierte 12V-2×6-Anschluss ist an einer Steckerseite um 90 Grad angewinkelt. Bei nicht passenden Grafikkarten, etwa den Founders Editionen von Nvidia, muss die Kabelseite getauscht werden!
Quelle: PCGH
Be Quiet Power Zone 2 (Z2-750W, BP006EU). Getestet in der PCGH-Ausgabe 05/2025.
Die Effizienzmessungen fallen wie erwartet sehr gut aus. Unter Volllast kommt das Power Zone 2 auf einen Wirkungsgrad von 91,5 Prozent. Anders sieht es dagegen bei der Restwelligkeit der 12-V-Leitung mit 57,8 mV aus, was zwar weit entfernt von der 120-mV-Grenze der Spezifikationen entfernt, aber ungewöhnlich hoch für Premium-Netzteile ist. Der Ripple der Nebenschienen ist dagegen kurioserweise niedrig. In unserem Lastanstiegsverlauf (5 Minuten pro 5 Prozent Last, von 0 bis 100 Prozent) schaltet sich der Pure-Wings-3-Lüfter (140 mm, Gleitlager mit 0,42 A) des Power Zone 2 mit 750 W erst ab ca. 75 Prozent dazu. Unter 80 Prozent Last ergeben sich so ruhige 0,2 Sone vom Lüfter, unter Volllast (15 Minuten) sind es wunderbare 0,5 Sone - schöne Werte für Silent-Liebhaber! Zwar ist der semi-passive Modus nicht optional, dafür sind im Betrieb aber auch keine Unregelmäßigkeiten festzustellen. Die Lüfterkurve ist selbst unter härtesten Stressbedingungen vorbildlich stabil und sinnvoll konfiguriert. Störende On-/Off-Schwankungen werden, im Vergleich zu eher anfälligen Modellen wie der Hydro-Ti-Reihe von FSP (OEM vom Power Zone 2), konsequent vermieden. Für den Preis von ca. 110 Euro für 750 Watt ist das Power Zone 2 eine gute Wahl!
Gewohnte Netzteil-Qualität mit 14 cm: Seasonic Focus GX-750
Mit überarbeitetem Lüftergitter und Topologien verbessert Seasonic die neueste Generation der Focus-GX-Serie.
Für ca. 90 bis 110 Euro bekommt man ein ordentliches 750-Watt-Netzteil mit kürzerer 14-cm-Länge. Die Einzelstrangkabel sind mit einem Muster geprägt. Neben der Kabel- und PSU-Tasche aus Stoff findet sich auch ein Netzteiltester im Lieferumfang. Dieser ist beispielsweise dann hilfreich, wenn SATA-Geräte noch vor dem Zusammenbau mit Strom versorgt werden sollen (etwa bei modularen Wasserkreisläufen die Pumpe). Mit seinen ca. 70,5 cm fällt das 12V-2×6-Kabel mit 600-W-Codierung beim Focus GX am längsten im Vergleich aus. Wie auch allen anderen Modellen liegen neben den 12+4-Pol-Verbindungen drei 6+2-Pol-PCIe-Stecker (mit jeweils 75,5 cm) bei. Für Peripherie oder Laufwerke stehen bis zu drei Molex- und acht SATA-Stecker parat. Die Garantie beträgt für Netzteile dieser Klasse übliche zehn Jahre. Im Leistungstest zeigt sich beim Focus GX-750 eine sehr gute und sehr strikte Spannungsregulation. Bei der Hold-up-Time, die ab ATX 3.1 sowohl unter 80- als auch unter 100‑prozentiger Last von uns gemessen wird, werden die Spezifikationen haargenau eingehalten. Der optional semi-passive Modus lässt den 135-mm-Lüfter mit Fluid-Dynamic-Bearing im Lastanstiegsverlauf ab ca. 30 Prozent recht hörbar anlaufen. Bei 50 Prozent Last kommt der Lüfter bereits auf 0,9 Sone, gefolgt von 1,4 Sone bei 80 Prozent und 1,7 Sone unter Volllast - diesen (durchaus großen) Unterschied zu leiseren PSUs hören Silent-Enthusiasten definitiv, bei Durchschnittsspielern mag die Lautstärke unter Last von der (suboptimal konfigurierten) Kühlung der Grafikkarte und CPU tatsächlich noch überdeckt werden.
Quelle: PCGH
Seasonic Focus GX-750 2024 (SRP-FGX751-A5A32SF). Getestet in der PCGH-Ausgabe 05/2025.
Wenn schon gespart werden muss: Chieftec Vega, PPG-850-S
850 Watt für rund 70 Euro mit ATX 3.1 und 80 Plus Gold sind möglich, wie Chieftec mit dem Vega (Non-M) PPG-850-S beweist.
Der Übermacht modularer Netzteile zum Trotz finden sich gerade im Budget-Bereich noch einige Modelle mit festen Kabeln. Das Chieftec Vega PPG-850-S bewegt sich um die 80 Euro und ist bei Rabattaktionen auch um die 70 Euro schon erhältlich. Für die Summe ist kein High-End-Produkt zu erwarten. Die Lautstärke in unserem Test bewegt sich von 0,3 Sone (Idle) bis 1,4 Sone (bei 80 Prozent Last) und lauten 3,1 Sone (Volllast). Einen semi-passiven Lüftermodus gibt es hier nicht. Die Leistungswerte entsprechen den Erwartungen.
Quelle: PCGH
Zu sehen: Chieftec Vega Series, 850 W (PPG-850-S). Getestet in Ausgabe 09/2025.
Kleinere Schwächen zeigt das PPG-850-S etwa bei der Effizienz im niedrigen/sehr hohen Lastbereich, der Restwelligkeit (im guten, aber etwas erhöhten Feld im Vergleich zur höherpreisigen Konkurrenz) sowie der Hold-Up-Time, die stets unter der Intel-ATX-Vorgabe mündet. Der einsame Primärkondensator von Teapo (mit 420 V 560 μF) schafft die Spezifikation in unserem Test zumindest bei verpflichtender 80-prozentiger Last mit 13,8 ms (statt > 16 ms) nicht. Zum (unfairen) Vergleich: Unsere momentane Testspitze der Wattklasse, das NZXT C850 (ab 2024), setzt auf zwei üppige Kondensatoren mit einem Rubycon 420 V 560 μF und Nichicon 420 V 420 μF, was zu sehr hohen 31,6 ms (80-Prozent-Test) führt. Den üblichen Gamer berühren solche Details im Alltag kaum bis gar nicht, jedoch geben sie auch Auskunft über die restlichen sonst für den Käufer "unsichtbaren" Komponenten des Netzteils. Das Chieftec PPG-850-S ist keine Lösung für die Oberklasse per se, aber wenn schon beim Netzteil gespart werden soll, dann wäre die Vega-Serie eine akzeptable Lösung mit fünf Jahren Garantie (gerade mit Aktionsangeboten, die den Preis noch weiter drücken).
Getestete High-End-Netzteile bis 1.650 W
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Das Seasonic Prime TX-1600 Noctua Edition (80 Plus Titanium) ist der Spitzenreiter im Test: sehr hohe Effizienz, geringe Restwelligkeit und für 1.600 Watt auffallend leise (0,1 Sone bei 50 %, 0,3 Sone bei 80 %, 1,1 Sone Volllast) - trotz hohem Preis um 500 Euro eine starke Empfehlung für Silent-High-End-Setups.
Das FSP Mega TI (1.650 W, 80 Plus Titanium) ist für rund 355 Euro ein exzellentes High-End-Gesamtpaket: sehr gute Hold-up-Time und Spannungsregulation, dazu eine stabile Lüfterkurve mit passivem Betrieb bis 55 % Last (0,6 Sone bei 80 %), aber deutlich lauter unter Volllast (2,8 Sone). Die Restwelligkeit auf 12 Volt könnte niedriger ausfallen (29,4 ms), bleibt aber im grünen Bereich.
Das Be Quiet Dark Power 14 (1.200 W, 80 Plus Titanium) ist für ca. 260 Euro ebenfalls ein leiser Titanium-Vertreter: breiter semi-passiver Bereich (Lüfter bis ~70 % passiv) und eine sehr ruhige, stabile Lüfterkurve ohne Auffälligkeiten (0,1 Sone bei 50 %, 0,2 Sone bei 80 %, 0,5 Sone nach 15 Minuten Volllast). Effizienz ist wie zu erwarten erstklassig und die Restwelligkeit ist vorbildlich niedrig. Neu sind die zwei Schalter für semi-passive Kühlung sowie für Single-/Multi-Rail statt OC-Jumper.
Das Asus ROG Thor Titanium 3 (1.600 W) kostet ca. 680 Euro und ist vor allem für Showcase-Builds gedacht. Es bietet eine magnetisch beidseitig montierbare OLED-Wattanzeige und viel ARGB, aber keine USB-Steuerung. Im Normalbetrieb ist es leise, der Turbo-Modus ist dagegen extrem laut. Das engmaschige Lüftergitter sorgt designbedingt für mehr Lautstärke.
Das Corsair HX1500i Shift (kein 80 Plus) ist für ca. 340 Euro ein starker Oberklasse-Tipp mit mal anderem Anschluss-Layout: Die Microfit-Ports sitzen seitlich und erfordern ein kompatibles Gehäuse mit ungefähr 30-mm-Abstand zum Seitenteil. Dazu gibt's einen integrierten iCUE-Link-Hub mit Auslese-/Konfigurationsoptionen; der Lüfter läuft in unseren Lastverläufen ab rund 60 % aktiv. Bei der Effizienz verzichtet Corsair auf eine 80-Plus-Zertifizierung und landet im Test im durchschnittlichen Platinum/Gold-Bereich.
Der Spitzenreiter: Seasonic Prime TX-1600 Noctua Edition
Die rund 500 Euro bepreiste Noctua-Version des aktuellen Seasonic Prime TX-1600 mit 80 Plus Titanium sichert sich im Test mit 13 High-End-PSUs den ersten Platz.
Die Kooperation zwischen Seasonic und Noctua ergibt, ähnlich wie bei anderen Partnerprodukten dieser Art, durchaus Sinn: Beide Firmen gehören zu den führenden Herstellern ihrer Produktsparten. Im Falle des 21 cm langen Prime TX mit 1.600 Watt (ATX 3.1) ist in der Noctua-Version ein NF-A12-25 (120 mm) in der Highspeed-Variante mit bis zu 2.400 U/min verbaut. Bei 50-prozentiger Last (um die 700 bis 900 Watt) dreht der Lüfter mit 500 U/min und extrem leisen 0,1 Sone. Bei 80 Prozent Last, um die 1.200 bis 1.300 Watt, sind es immer noch ruhige 0,3 Sone, was für die entsprechende Leistung sehr lobenswert ist. Mit 1,1 Sone unter Volllast fällt die Kühlung der Noctua Edition ebenfalls vorbildlich aus - zum Vergleich: Das FSP Mega TI mit 1.650 W kommt da auf deutlich mehr als doppelt so laute 2,8 Sone.
Quelle: PCGH
Zu sehen: Seasonic Prime TX-1600 Noctua Edition (SSR-1600TR2 NE, 80 Plus Titanium). Getestet in Ausgabe 01/2026.
Bei der Ausstattung sind die fein mit Stoff ummantelten Einzeladern der Kabel in abwechselnd klassischem Schwarz und Noctua-Braun gehalten. Für die optisch geordneterere Präsentation der einzelnen Kabelstränge liegen selbst anzubringende, schwarze Kunststoffklammern bei. Wer seinen Mainboard-ATX-Anschluss mit einem 90-Grad-Adapter ausstatten möchte, kann praktischerweise gleich den beigelegten PSU-Tester dafür als Hybrid-Lösung verwenden. Im Chroma-Test zeigen sich unsere getesteten Exemplare sehr stark bei der Restwelligkeit und der Effizienz. Wer für ein Ultra-Silent-High-End-Setup ein passendes Netzteil mit 1.600 W sucht, bekommt dieses hier definitiv auch.
(Auch) so geht High-End-Leistung: FSP Mega TI mit 1.650 W
Die eher als PSU-OEM-Partner berühmte FSP-Marke liefert mit dem ca. 340 Euro Titanium-Modell ein exzellentes Gesamtpaket ab.
Wenn die Antwort auf die Frage "Wie viel Watt sollen es denn in der Titanium-Klasse sein?" "Ja!" lautet die Antwort, aber wenn das Budget nicht geplündert werden soll, dann ist das FSP Mega TI mit 1.650 Watt eine sehr gute Wahl. Die Restwelligkeit könnte, zumindest auf der 12-Volt-Leistung mit 29,4 ms, etwas niedriger ausfallen, bewegt sich aber nichtsdestotrotz im grünen Bereich. Die mit in der Isolierung geprägten Einzelstrangkabel können mit beiliegenden transparenten Klammern auseinandergehalten werden. Zwar ist das Seasonic TX-1600 Noctua Edition stets einen Ticken effizienter, dafür sind aber auch Hold-up-Time und Spannungsregulation beim Mega TI besser. Die drei verbauten Primärkondensatoren von Nippon Chemi-Con (450 V 560 μF (M), je 105 °C) sorgen für sehr gute Überbrückungszeiten (28,6 ms bei 80 Prozent).
Quelle: PCGH
FSP Mega TI mit 1.650 Watt (MEGA-1650TI, 80 Plus Titanium). Getestet in Ausgabe 01/2026.
Die Lüfterkurve ist sehr stabil eingestellt - eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum älteren Hydro Ti Pro von FSP, das noch mit On-off-Lüfterschwankungen je nach Temperatur und Last zu kämpfen hatte. Mit 0,6 Sone bei 80 Prozent Last ist das FSP ein schön ruhiges Netzteil, das erst unter Volllast von knapp 138 Ampere auf laute 2,8 Sone aufdreht. In unserem üblichen steigenden Lastverlauf blieb der 135-mm-Lüfter des Mega TI bis 55-prozentiger Last passiv und blieb in sinkender Richtung mit 0,1 Sone still. Wer hauptsächlich den 800-W-Bereich anpeilt, wird die Kühlung des Titanium-Netzteils praktisch nicht hören - sofern für eine angedachte PSU-Luftzufuhr gesorgt ist.
Der leise Titanium-Tipp mit 1.200 W: Be Quiet Dark Power 14
Die Weiterentwicklung ist gelungen: Das Dark Power 14 für ca. 260 Euro ist der effiziente Silent-Tipp um 1.200 W.
In unserem Test zeigt sich das neue Dark Power 14 als erstklassige, eindeutig verbesserte Revision der Titanium-Reihe mit Silent-Wings-4-Lüftern. Der breite semi-passive Kühlbereich (im ansteigenden Lastverlauf bleibt der Lüfter bis ca. 70 Prozent passiv) sowie die stabile und insgesamt leise eingestellte Lüfterkurve machen das von uns getestete Dark Power 14 mit 1.200 W für Silent-Enthusiasten empfehlenswert. Nach 15 Minuten Volllast kommt der Lüfter im 50-cm-Abstand zur Nabe auf sehr gute 0,5 Sone. Bei 80-prozentiger Last sind es 0,2 Sone, bei 50 Prozent ist der Lüfter mit 0,1 Sone im Ultra-Silent-Bereich - Brummen oder sonstige Probleme konnten wir im Test keine feststellen.
Quelle: PCGH
Be Quiet Dark Power 14 mit 1.200 Watt (BP021EU, P14-1200W, 80 Plus Titanium). Getestet in Ausgabe 01/2026.
Bei der Effizienz hat sich wenig überraschend nichts geändert, die ist und bleibt auf Augenhöhe der direkten Dark-Power-Vorgänger auf Titanium-Niveau. Neben der sehr guten Effizienz ist auch die Restwelligkeit auf einem vorbildlich niedrigen Niveau. Statt eines "OC-Jumpers", wie noch bei den Vorgängern, sind an der Rückseite des Netzteils diesmal zwei Schalter dabei: einer für den semi-passiven Lüfter-Modus, der andere, um zwischen Single-/Multi-Rail-Konzept wechseln zu können - wir würden bei anspruchsvolleren Szenarien wie AI-Berechnungen auf der GPU von vornherein den "OC-"Modus empfehlen. Bei der Spannungsregulation bewegt sich die Konkurrenz näher an den Intel-Vorgaben, bleibt aber insgesamt gut. Einer der größten Vorteile der Dark-Power-14-Serie, ist die Plattform von OEM-Partner CWT, die auch unter 1.000 Watt reicht - erstklassige Titanium-Netzteile mit ATX 3.1 mit 850 Watt sind rar.
RGB-Luxus mit OLED: Asus ROG Thor Titanium 3
Mit seinen satten ca. 700 Euro ist das Thor Titanium 3 der kostspieligste Testkandidat - für wen ist die PSU mit OLED-Wattanzeige gedacht?
Um es vorwegzunehmen: Das ROG Thor Titanium 3 mit 1.600 Watt ist im Grunde ausschließlich für luxuriöse Design-Showcases mit entsprechend einsehbaren Gehäusen gedacht. Wie auch schon beim Vorgänger werden einige Extras geboten. Prominent zu benennen wären unter anderem das magnetisch auf beiden Seiten platzierbare (Fortschritt gegenüber dem Vorgängermodell) OLED-Display sowie die ARGB-Elemente um die verspiegelten Flächen herum. Die LEDs können über das 3-polige ARGB-Kabel vom Mainboard gesteuert und synchronisiert werden. Eine USB-Verbindung zur Einstellung des Bildschirms gibt es nicht. Stattdessen wird dort ausschließlich der Steckdosenverbrauch mit einer Toleranz von 10 bis 80 Watt ausgegeben (je nach Last).
Quelle: PCGH
Asus ROG Thor Titanium mit 1.600 Watt (90YE00V1-B0NA00; 1600T3, 80 Plus Titanium). Getestet in Ausgabe 01/2026.
Das Kabelset besteht aus geprägten Einzeladern mit zum Teil vorangebrachten transparenten Strangklammern. Wie auch TX-1600 und Mega TI bietet das Thor Titanium 3 einen Schalter am Heck, um zwischen semi-passivem und aktivem Lüftermodus wechseln zu können. Den sogenannten "Turbo-Modus" können wir ohne geschlossene Kopfhörer kaum empfehlen: Das Netzteil wird dann unfassbar laut. Zur Einordnung: Im normalen Betrieb kommt der Lüfter des Thor 3 bei 80-prozentiger Last auf sehr gute 0,6 Sone. Im Turbo-Mode sind es absurde 8,1 Sone. Und, anderes Problem, das Lüftergitter ist viel zu engmaschig designt. Unter Volllast hätte das Thor 3 (1,4 Sone) ohne Lüftergitter (0,8 Sone) selbst Seasonic und Noctua unterboten.
Mit seitlichen Microfit-Anschlüssen: Corsair HX1500i Shift
Die HXi-Serie von Corsair ist stets ein starker Tipp der Oberklasse. Mit der Shift-Variante folgt die Evolution mit zur Seite gerichteten Ports.
Mit seinen ca. 270 Euro ist das HX1500i Shift für das Leistungssegment eine ordentliche Wahl. Im Gegensatz zum 1 cm längeren TX-1600 bekommt Corsair, wie von der Serie gewohnt, einen 140- statt nur 120-mm-Lüfter unter (NR140HP mit Fluid-Dynamic-Bearing). Für die (statt vorn) an der Seite angebrachten Buchsen braucht es ein kompatibles Gehäuse mit einem Mindestabstand von 30 mm zwischen Netzteil und Seitenteil. Die Shift-Serie passt unter anderem in Beispiele wie das Be Quiet Pure Base 500 FX, Endorfy Regnum 400 oder Fractal Meshify 2.
Quelle: PCGH
Zu sehen: Corsair HX1500i Shift mit 1.500 Watt (RPS0196, CP-9020269-EU, kein 80 Plus). Getestet in Ausgabe 01/2026.
Nettes Extra für Enthusiasten des Corsair-Ökosystems ist der integrierte iCUE-Link-System-Hub samt zwei entsprechender Kabel. Über eine interne USB-2.0-Verbindung kann das HX1500i über die iCUE-Software zum Teil konfiguriert und auch über Tools wie HWInfo ausgelesen werden. Beim Einstellen der Lüfterkurve weicht der semi-passive Modus einem Minimum von 40 Prozent der möglichen Drehzahl. Spannender als die überschaubar anpassbare Kurvenjustierung sind die auslesbaren, näherungsweisen Verbrauchsdaten. In unseren steigenden Lastverläufen (von 0 auf 100 Prozent Last in 5er-Schritten mit je 5 Minuten) beginnt der Lüfter ab rund 60 Prozent Last sein aktives Werk. Im Vergleich zu den ersten drei Netzteilen verzichtet Corsair beim HX1500i auf eine 80-Plus-Spezifizierung und ordnet sich bei uns im Test in den durchschnittlichen Platinum/Gold-Bereich in puncto Effizienz ein.
Lautheit, mehr Daten und weitere Vergleiche
Netzteil-Tests sind aufwendig: Messtechnik, viele Team-Stunden im Labor und mehrere Vergleichskandidaten kosten Zeit und Geld. Möglich ist das nur mit dem Support unserer Leser! Wer uns unterstützen möchte, bekommt als PLUS-Leser Zugriff auf unsere ausführlichen Vergleichstests mit mehr Kandidaten, Tabellen und Detailwerten. Jeder Support hilft, damit wir auch künftig tiefergehend testen können.
[PLUS] PC-Netzteile mit 750 & 850 Watt im Test: Gold & Platinum
PCGH Plus: Im zweiten Teil unseres Netzteil-Vergleichstests sind nicht nur PSU-Neulinge wie Asrock, sondern auch bekannte Marken wie Chieftec oder FSP dabei. Was bieten günstigere Modelle gegenüber teureren? Der Artikel stammt aus der PC Games Hardware 09/2025.
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[PLUS] ATX 3: 1.000-W-Netzteile mit Titanium, Platin und Gold im Vergleichstest
PCGH Plus: Acht weitere Stromherzen schlagen, ach, in unserem Testlabor. Diesmal dabei: Von Lesern angefragte Netzteile mit 80 Plus Titanium, Platinum und Gold in der exemplarischen 1.000er-Wattklasse. Der Artikel stammt aus der PC Games Hardware 01/2024.
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High-End-Netzteile im Vergleich: Die besten PSUs von 1.200 bis 1.650 Watt
PCGH Plus: Nach Seasonic, FSP, Be Quiet und Co. rücken nun fünf weitere Kandidaten nach. Teil 2 klärt, ob und in welchen Bereichen APNX, Asrock, MSI, NZXT und Thermaltake das Niveau der ersten Testrunde erreichen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 05/2026.
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Sie suchen mehr Erklärungen und Hintergrundinfos abseits unserer PLUS-Artikel? In den folgenden Seiten erklären wir Ihnen alles Wichtige rund um Netzteile. Wie viel Watt benötigt man denn nun wirklich? Wie wichtig ist Effizienz? Und worauf sollte man sonst alles vor dem Kauf achten? Wir beantworten diese und viele weitere Fragen auf den nächsten Seiten!

Eure Empfehlung, das Asrock SL ist ein wirklich hervorragendes Netzteil. Hab mir für mein mobiles Setup eins geholt und bin sehr zufrieden mit dem Gerät. Die 850W Variante hat dann auch 3x PCIEx-Stecker an Board und die weiße Variante hat durchweg weiße Kabel in hochwertiger Ummantelung.
Wenn Ihr mal ein Negativbeispiel testen wollt, besorgt euch mal das Asus Prime 750W. Das Netzteil ist absoluter Kernschrott, sowas schlechtes hab ich lange nicht mehr in der Preisklasse erlebt.
Aber wenn du das glaubst, dann ist das schön für dich, solange dein Glaube an die Großzügigkeit der Unternehmen, dann Berge versetzt
Entweder hatte ich Glück, oder die sind immer so, keine Ahnung. Das Netzteil müsste in den nächsten 7 Jahren einen Defekt bekommen um es zu erfahren.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Die PLUS-Artikel dazu sind natürlich nach wie vor erhältlich und ganz unten auf Seite zwei (bei den weiterführenden Informationen) auch verlinkt. Siehe etwa hier zum MSI MPG A1000G PCIE5.
Ich hatte mir 2023 ein Seasonic Prime PX 1300 für meinen neuen PC gekauft.
Das war durch die Lüfterkurve so unerträglich laut, dass ich Seasonic angeschrieben habe (Zwei Wochen wiederrufsrecht lange vorbei).
Da wurde mir gesagt, dass die Lüfterkurve so gewollt ist, ich aber das Netzteil gerne gegen ein Prime TX 1000 oder 1600 Tauschen kann, ggf. gegen Aufpreis, da beide Netzteile teurer waren als das PX 1300.
Habe mich für das TX 1000 entschieden und auch bekommen. Ohne Aufpreis, oder sonstwas.
Eingeschickt, neues bekommen und fertig, ohne absolut kompliziertes Prozedere.
Wenn der Service ganz am Anfang schon so ist, denke ich, dass es nach ein paar Jahren nicht anders sein wird.
Vor allem war das in meinem Fall absolute Kulanz und ich habe dies niemals so erwartet.
Da bin ich gerne bereit >200€ für ein Netzteil zu Zahlen, anstelle von 130€, oder sonstwas, und mich bei Problemen z.B. mit dem NZXT Support zu herumzuärgern.
Du kannst es nicht rechtlich einfordern, dass nach 5 - 8 Jahren dir ein Hersteller dir ein neues und sogar besseres Netzteil zusendet. Du kannst natürlich hoffen und auf den lieben Gott vertrauen aber die Erfahrung zeigt die Widerspenstigkeit der Hersteller.
Du hast zu Beginn der Garantie gegen einen Aufpreis (wie hoch?) ein neues Netzteil bekommen. Das ist schön für dich aber nichts worauf sich jemand verlassen kann. Hier gibt es auch ganz andere Berichte im Forum. Hardwarefress87 hat selbst bei einem defekten Netzteil von mehreres hundert Euro in der Gewährleistungszeit (wohlgemerkt) noch keinen Cent gesehen. Und der NZXT Fall hier im Forum lief auch ganz wunderbar
Vor allem war das in meinem Fall absolute Kulanz und ich habe dies niemals so erwartet.
Aber wenn du das glaubst, dann ist das schön für dich, solange dein Glaube an die Großzügigkeit der Unternehmen, dann Berge versetzt
Ich hatte mir 2023 ein Seasonic Prime PX 1300 für meinen neuen PC gekauft.
Das war durch die Lüfterkurve so unerträglich laut, dass ich Seasonic angeschrieben habe (Zwei Wochen wiederrufsrecht lange vorbei).
Da wurde mir gesagt, dass die Lüfterkurve so gewollt ist, ich aber das Netzteil gerne gegen ein Prime TX 1000 oder 1600 Tauschen kann, ggf. gegen Aufpreis, da beide Netzteile teurer waren als das PX 1300.
Habe mich für das TX 1000 entschieden und auch bekommen. Ohne Aufpreis, oder sonstwas.
Eingeschickt, neues bekommen und fertig, ohne absolut kompliziertes Prozedere.
Wenn der Service ganz am Anfang schon so ist, denke ich, dass es nach ein paar Jahren nicht anders sein wird.
Vor allem war das in meinem Fall absolute Kulanz und ich habe dies niemals so erwartet.
Da bin ich gerne bereit >200€ für ein Netzteil zu Zahlen, anstelle von 130€, oder sonstwas, und mich bei Problemen z.B. mit dem NZXT Support zu herumzuärgern.