Schnieke Hingucker
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Die hier gelistete, exemplarische Auswahl umreißt eher Design-orientierte Gehäuse. Einen Preis-Leistungs-Schlager der Mittelklasse finden Sie hier, die Leistungsspitze wiederum hier. Sie wünschen sich weitere Gaming-Cases oder exotische Kandidaten im Test? Teilen Sie uns Ihre Wünsche gerne mit. Die vollständigen Ergebnisse, inklusive unserer sehr ausführlichen Testtabellen, finden Sie in den jeweils verlinkten Plus-Artikeln. Wenn Ihnen unsere Inhalte gefallen, können Sie uns auch abseits des Hefts unterstützen.
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Schicke Holzoptik: Fractal North und North XL
Das Fractal North (ab ca. 130 Euro) und das North XL (ab ca. 170 Euro) zielen auf die optisch gehobene Mittel- bis Oberklasse mit Holzfront und verzierten Elementen ab.
In puncto Materialqualität und Details liefert das North ein gutes Gesamtpaket mit kleineren Stabilitätsabzügen. Auf bunte Beleuchtung wird verzichtet, stattdessen setzt Fractal mit dem North/North XL (entweder mit Glasseitenteil oder Meshabdeckung erhältlich) auf bodenständigere Eleganz. Die einzelnen Holzstreben (entweder eher dunkel oder heller, siehe Video) sind an der Kunststofffront sicher verklebt, und an den Füßen sowie der Front-I/O finden sich goldene beziehungsweise silberne Verzierungen. Der abziehbare Deckel bekommt am hinteren Ende eine Kunstlederlasche verpasst.
Vom Konzept her bieten sich vor allem Mittelklassekomponenten an - ansonsten kann es im normalen Fractal North mit gerade mal zwei Aspect 14 PWM-Lüfter entweder kuschlig warm oder merklich lauter werden. Am Heck findet sich kein vorinstallierter Fan, allerdings können Lüfter bis zu 120 mm am Metall-Mesh im vertikalen Langloch-Design nachgerüstet werden. Je nach Setup kann ein an der Stelle herauspustender Lüfter die Temperaturen verbessern. Das North XL bietet mehr Volumen und Leistungsspielraum für anspruchsvollere Hardware, jedoch gilt es beim Zusammenbau etwas mehr aufzupassen: Ohne stützende Komponenten verzieht sich der Grundrahmen sehr leicht.
Drolliger Punkt aus dem ausführlichen Handbuch: An den PCI-E-Slotblenden würde sich ein 80-mm-Lüfter anbringen lassen. Der alternativen Mesh-Gehäusevariante liegt zudem ein Lüfterrahmen für die Seite bei, der allerdings CPU-Kühler- und GPU-Maße je nach Position stark limitieren kann. Mit Grafikkartenlängen bis 35,5 cm und CPU-Kühlerhöhen bis 17,0 cm (Non-XL) ist die Auswahl im Mittelklassesegment üppig. Für anspruchsvollere Nutzer ließe sich ein 360er-Radiator an der Front verbauen - die zwei Fractal-Rotoren könnten in so einem Fall an der Decke montiert werden.
Bei der PC-Zusammenstellung sollten Sie die Maße von 46,9 × 21,5 × 44,7 cm beim Non-XL im Hinterkopf behalten. ATX-Mainboards sind an sich kein Problem, aber beim Einbau ist eine Vorabplanung beim Anschließen der unteren (Frontanschlüsse, Audio) und oberen (CPU-EPS-Stromversorgung) Buchsen ratsam - ansonsten bedarf es im Zweifel etwas mehr Fingergeschick und Geduld.
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Ein drolliges Bastelprojekt: Cooler Master Qube 500 Flatpack
Eins muss man Cooler Master lassen: An kreativen Ideen mangelt es ihnen im Bereich der Gehäuse nicht. Mit modularem Paket weiß das Qube 500 Flatpack ab ca. 80 bis 100 Euro zu überzeugen.
Dem "Flatpack"-Namen entsprechend kommt das Qube 500 nicht zusammengebaut, sondern in Einzelstücken in einem flachen Paket an. Im Auspackprozess wird anhand der Karton- und Faltblatt-Hinweise das Gehäuse Stück für Stück beinahe so modular wie mit Klemmbausteinen zusammengesteckt und zumindest an den inneren Komponenten zur Stabilität verschraubt. Vor dem eigentlichen Aufbau kann sich das Anschauen der offiziellen Video-Anleitungen des Herstellers online lohnen.
Das Qube 500 gibt es ab ca. 80 Euro als weiße, ca. 80 Euro als schwarze oder für ca. 100 Euro bunte Variante mit drei wechselbaren Pastellfarben (als austauschbare Abdeckungen für Front und Decke, nur bei der Macaron-Edition).
Cooler Master Qube 500 Flatpack Macaron in der Schnellübersicht
Das Glasseitenteil sowie die perforierte rechte Seite können sowohl links als auch rechts getauscht angebracht werden. Als Staubschutz für die Front und den Deckel hält ein anzubringendes feines Mesh her, das beim Wechsel auf andere Abdeckungsfarben einfach umgetauscht werden kann. Wasserkühlungen sind mit bis zu 280er-Radiatoren möglich. Beim Griff zu (teureren und lauteren) SFX-Netzteilen kann zudem mehr Platz für etwa Lüfter genutzt werden. Im Standard-Layout wird das Netzteil an der Front befestigt. Am Heck wuchtet der einzig mitgelieferte Lüfter, ein Sickleflow ARGB-PWM mit 120 mm von Cooler Master selbst, entstehende Abwärme ab. Wenig überraschend sorgt das für suboptimale Kühlprozesse in der Innenkammer, die Hardware läuft warm. Je nach eigenem System würden wir Ihnen zumindest einen zweiten oder gleich mehrere Lüfter zum Nachrüsten wärmstens empfehlen. Verarbeitungstechnisch braucht sich Cooler Master nichts vorzuwerfen: Jedes Bauteil fühlt sich haptisch hervorragend sowie sehr stabil an und sitzt in unserem Test genau so, wie man es erwarten würde. Netter Clou sind die Extras für die Abdeckungsperforationen, etwa für Headset-Halterungen oder eigene 3D-Druck-Vorhaben nach Vorlage.
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Dual-Chamber mit optionalem Holz: Corsair 6500X
Das "Aquarium" von Corsair, das 6500X (Glas für ca. 180 Euro) bzw. das 6500D (Mesh-Front für ca. 190 Euro), ist was zum Vorzeigen in der höherpreisigen Sparte. Holzverkleidungen können für ca. 95 Euro als Zusatzpaket erworben und angebracht werden.
Das Corsair 6500X ist als Show-Gehäuse für Wasserkühlungs-Setups oder größere Luftkühler angedacht. Grafikkarten bis zu 40,0 cm sowie CPU-Tower-Kühler bis 19,0 cm finden in der Innenkammer Platz. Im Gegensatz zum 6500D sind beim 6500X keine Lüfter an der Front montierbar. Als zentrale Lufteinlässe stehen die rechte Seite mit perforiertem Seitenteil (mit bis zu 3× 120 mm) sowie die Unterseite (mit 3× 120 oder 3× 140 mm) zur Verfügung. An der Decke können zur Luftabfuhr bis zu drei 140er-Lüfter angebracht werden. Selbst dickere Radiatoren sind weder an der Seite, der Decke noch dem Boden im Corsair 6500X ein Problem. 3× 360er-Radiatoren sind für den speziellen Show-Effekt möglich, 420er-Modelle dagegen nicht.
Corsair 6500X in der Schnellübersicht
Die Kabeldurchführungen und Lücken fallen üppig aus, auf die Kompatibilität neuerer Platinen-Konzepte, bei denen die Anschlüsse auf die Rückseite wandern (wie etwa bei Asus mit der BTF-Reihe), wurde geachtet. Kanten, Abdeckungen und Glasoptik gehen allesamt sauber ineinander über. Haptisch billigen Kunststoff sucht man vergebens. Abzüge gibt es allerdings bei der Stabilität ohne verbaute Komponenten. Empfindlichere Ecken wie etwa die PCI-E-Blenden oder die seitliche Lüfter-/Radiatorschiene lassen sich leicht biegen. Das Corsair 6500X präsentiert sich als optisch gelungene, modulare Alternative zu Show-Gehäusen wie dem Hyte Y70 Touch oder Lian Li O11. Die optionalen, aber teuren Holz-Kits trennen Corsairs Serie von der Konkurrenz, jedoch steigt der Gesamtpreis damit stark an.
Dunkles Creator-Gehäuse mit IR-Staubsensor: Asus Proart PA602
Asus verfolgt mit dieser Proart-Serie eine künstlerische, dunkle Optik mit teils goldenen Akzenten - ohne ARGB-Beleuchtung. Das PA602 ist ein Tower dieser Sparte und schlägt mit stolzen ca. 200 bis 220 Euro zu Buche.
Zwar unterstützt das Proart PA602 E-ATX-Mainboards bis zu einer Breite von 27,7 cm, ausgelegt ist der größere Tower mit einem Gesamtvolumen von ca. 81,4 Liter dennoch eher auf üblichere ATX-Platinen. Mainboards mit versteckten Anschlüssen (hinten, BTF-Serie etwa) werden nicht unterstützt. Ohne System kommt das künstlerisch angehauchte Case auf wuchtige ca. 16 kg. Offiziell unterstützt das Proart PA602 CPU-Kühlerhöhen bis zu 19,0 cm und GPU-Längen bis 45,0 cm. Consumer-Goliaths wie eine Geforce RTX 4090 oder ein Noctua NH-D15 passen ergo ohne Probleme in das Proart PA602.
Asus Proart PA602 in der Schnellübersicht
Netzteile werden mit bis zu 19,0 cm angegeben, sofern die Laufwerkskäfige unterhalb montiert bleiben. Bei Wasserkühlungen muss wiederum ein einzelner 420-mm-Radiatorplatz an der Decke genügen. An der Front sind 2× 200-mm-Proart-Lüfter angebracht, Maße unter 180 mm sind vorn nicht ohne eigene Basteleien kompatibel. Die kleineren Ausstattungsextras reichen von einem Infrarot-Staubsensor samt LED-Licht an der Front, dem bequemen Einrast-/Knopf-System (zum einfachen Öffnen des Gehäuses), zwei Transportrollen am Heck (optional auch vier eigene, vollwertige Büroräder), dem Einbau von Dual-Slot-Grafikkarten ohne Werkzeug (bei ATX-Platinen) bis hin zu einem ansteuerbaren PWM-Lüfter-Hub.
Die Marketing-Features wie eben der Staubsensor oder die eher am Boden schleifenden zwei Transportrollen klingen zwar auf dem Papier interessant, spielen in der Praxis weniger eine Rolle. Attraktiver wären etwa optional beigelegte, vollwertige Rollen sowie eine mehrstufige Umdrehungsauswahl für die Gehäuse-Lüfter, statt nur der Maximalstufe und der Mainboard-Synchronisation. Trotz der recht kunststofflastigen Materialwahl, gerade an der Front, und der wuchtigen Größe wirkt das Proart PA602 so dunkel gehalten und ohne RGB-Beleuchtung dennoch insgesamt edel und schick. Ob das Gesamtkonzept die ca. 200 Euro einem wert sind, hängt letztlich (wie immer bei Gehäusen) vom eigenen Usecase und Geschmack ab.
Ein kompakter Tower-Hingucker: NZXT H5 Flow RGB (2024)
Die 2024er-Version des NZXT H5 Flow RGB beeindruckt in der Mittelklasse mit einem eleganten, sauberen Design und ist für rund 115 Euro erhältlich.
Hauptsächlich für ATX-Mainboards konzipiert, kann es auch E-ATX-Platinen bis zu 27,7 cm Breite aufnehmen. Mit Abmessungen von 46,5 cm Höhe, 22,5 cm Breite und 43,0 cm Tiefe sowie einem Gewicht von nur 7,3 kg gehört es zu den leichteren Modellen seiner Klasse und lässt sich mit Modellen wie dem Fractal North TG oder dem Be Quiet Pure Base 500 FX vergleichen. Das Gehäuse bietet für die Größe guten Platz für CPU-Luftkühler bis zu 17,5 cm Höhe und Grafikkarten bis zu 42,5 cm Länge. An der Front können Radiatoren bis zu 360 mm montiert werden, während an der Oberseite hauptsächlich 240‑mm-Modelle passen (280‑mm-Radiatoren sind möglich, kommen aber mit Einschränkungen wie Low-Profile-RAM oder dem Entfernen der Kabelabdeckung in der Kammer).
NZXT H5 Flow RGB (2024) in der Schnellübersicht
Die RGB-Version kommt mit einem vorinstallierten NZXT F360 RGB Core Lüftertrio an der Front, das in einem Single-Frame-Design verbaut ist und für die ARGB-Beleuchtung sorgt. Die Steuerung erfolgt über Mainboard-Anschlüsse; ein separater Lüfter- oder RGB-Hub ist nicht enthalten. Laufwerksplätze sind begrenzt: In der Netzteilkammer befindet sich ein Festplattenkäfig für eine 3,5‑Zoll-HDD und zwei 2,5‑Zoll-SSDs. Mechanische Festplatten können jedoch, wie in unserem Test am H5 Flow, zu hörbaren Vibrationen führen.
Das Gehäusekonzept richtet sich an Nutzer, die ein aufgeräumtes, perforiertes Midi-Gehäuse mit dezenter Beleuchtung suchen. Es eignet sich besonders für Luftkühlungssysteme (etwa mit einem Arctic Freezer 36 ARGB in Weiß); modulare Wasserkühlungen sind aufgrund der Platzbeschränkungen weniger ideal. Die Materialqualität ist gut bis sehr gut, und die Reinigung gestaltet sich dank schnell abnehmbarer Teile einfach. In unseren Leistungstests zeigt das preislich faire neue H5 Flow RGB eine gute Kühlleistung für seine Größe und stellt insgesamt eine gelungene Weiterentwicklung im Vergleich zu den Vorgängermodellen dar.

Woran hättest Du denn da gedacht, Richie?
Ich befürchte, dass es je nach Gehäuse nur schlecht bis gar nicht möglich ist, selbst zu dämmen, oder?
Zudem sind Workstations vermutlich per se teuer, weil es Workstations sind und sie werden wohl
weniger für Recording ausgelegt sein (DPC-Latenzen, Lautstärke).
Auf der Computex 2025 habe ich von Chieftec ein günstiges Workstation-Gehäuse mit 2× 5,25-Zoll-Plätzen gesehen. Innen war es der Zielgruppe entsprechend weniger verspielt, ohne Lackierung und mit einigen verschmerzbaren Schnittkanten. Ich persönlich würde aber wohl tatsächlich erstmal beim alten Gehäuse bleiben und im Zweifel schauen, inwiefern neu auftauchende Bedürfnisse sich durch eigene Erweiterungen im Alltag abgehakt werden können (neue Addin-Cards, Bohrungen an der Front mit Kabeln, Case-Modding generell etc.).
Die Leute haben heutzutage schon einen seltsamen Geschmack.
Dahin die Flexibilität eines PCs …
Einschübe vorne im Gehäuse sind einfach Tod, das baut keiner mehr. Kann man doof finden ist aber so.
Jedoch, 64cm Höhe ist schon ein ziemlicher Klopper, mein altes Fractal Design Gehäuse hat 57cm und das reicht.
Trotz der Größe dann dieser Hinweis zum Nanoxia bzgl. E-ATX: "Hinweis zu E-ATXMainboard- und Gehäusehersteller bezeichnen unterschiedliche Dimensionen als E-ATX. Mainboards mit E-ATX/SSI EEB Abmessungen von 305x330mm bzw. 12"x13" werden möglicherweise nicht unterstützt."
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Hmm, es wird zunehmend nur noch Schrott produziert, äußerst bedauerlich.
Dahin die Flexibilität eines PCs …
Sei es bei solchen Dingen oder beim PCIe Sockel Layout/Erweiterbarkeit. Grafikkarten müssen selbstverständlich 3–4 PCIe Sockelbreiten haben oder man muss ja unbedingt das mainboard mit M.2 Steckplätzen zupflastern, anstatt eine PCIebasierte Trägerplatine zu verwenden …
Dass es im Workstation-Bereich keine Dämmung gibt, ist auch sehr schade.
Woran hättest Du denn da gedacht, Richie?
Ich befürchte, dass es je nach Gehäuse nur schlecht bis gar nicht möglich ist, selbst zu dämmen, oder?
Zudem sind Workstations vermutlich per se teuer, weil es Workstations sind und sie werden wohl
weniger für Recording ausgelegt sein (DPC-Latenzen, Lautstärke).
Könntest Du mir vielleicht einen Tipp geben, welches Gehäuse heutzutage dem Define XL R2 am nächsten käme?
Falls Du eine Idee/Empfehlung hättest, das wäre sehr freundlich.
Neben Gaming betreibe ich noch Home Recording und Videobearbeitung und habe mir einen prima Silent Rechner auf Basis des Fractal Design Define XL R2 zusammengestellt.
Für mich wichtig:
hohes Gehäusevolumen
Dämmung
Staubfilter jeweils an den Lufteinlässen (Front und Unterseite)
Front mit bis zu vier 5 1⁄4 Zoll Einschüben. Das ermöglicht mir, SSDs mit ICY Dock MB324SP-B frontseitig installieren zu können. Dann kann man die internen Festplatten-Käfige für einen idealen Airflow entfernen und die SSDs sind dann auch gut zugänglich. Zudem kann man dann noch 1–2 CD-Rom-Laufwerke oder einen 3.5“ Wechselrahmen einbauen, um z. B. auf alte Festplatten zugreifen oder diese sicher löschen zu können.
Komponentenliste und Bilderstrecke meines Rechners hier im Blog-Artikel, das zeigt meinen Bedarf am besten.