AMD gegen Intel gegen Nvidia im Jahr 2022: Vorschau und Ausblick ins nächste Jahr

Auch am Ende des Jahres 2021 hält die Pandemie die Welt immer noch im Zaum. Probleme bei den Lieferketten und Chip-Knappheit lassen die Hardware-Preise auf einem unattraktiv hohen Level. Das neue Jahr 2022 steht mit neuen Technikthemen vor der Tür. Was erwartet interessierte Nutzer sowie Spieler und welche Neuerungen sind momentan auszumachen?

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AMD gegen Intel gegen Nvidia im Jahr 2022: Vorschau und Ausblick ins nächste Jahr
Quelle: PC Games Hardware

Eins ist klar: Die aktuelle Situation auf dem Hardware-Markt könnte mehr als nur besser sein. Die noch andauernde GPU-Lage ist ein reiner Albtraum für alle Käufer, die sich oder Angehörigen über Weihnachten ein Upgrade gönnen wollten. Grafikkartenpreise sind immer noch unverschämt hoch und seit Ende November dank des Weihnachtsgeschäfts wieder ordentlich am Steigen. DDR5-Arbeitsspeicher bleibt einfach nirgends lieferbar und mit dem derzeit herrschenden Chip-Mangel gibt es keine Sicht auf schnelle Besserung. Das muss jedoch nicht unbedingt einen hoffnungsvollen Blick in Richtung Zukunft trüben. Um das Interesse unserer Leser fokussierter einfangen zu können, haben wir Sie um Teilnahme an unserer Forum-Umfrage zu den Themen des Jahres 2022 gebeten.

Ergebnisse der Umfrage zum Jahr 2022

Dass sich die Mehrheit der Befragten endlich nach einem Stück alter Preisnormalität auf dem Hardware-Markt sehnt, dürfte keine Überraschung sein. Wer das letzte Jahr über ein GPU-Upgrade anvisierte, konnte über die Preise nur staunen. Die einst fast schon teuer wirkende unverbindliche Preisempfehlung wirkt heutzutage wie ein Traum für Käufer. Von den ursprünglich veranschlagten 700 Euro der RTX 3080 von Nvidia ist man beim aktuellen Blick auf die Angebote mit 1.600 Euro immer noch meilenweit entfernt. Auch bei der Konkurrenz und älteren Karten liegt der Marktwert momentan bei der doppelten oder dreifachen Summe der UVP. Trotz allen Optimismus' bleibt schlicht keine Preisbesserung in Sicht.
Die Zeit rennt und rennt. Das Ende des Jahres 2021 ist da. Quelle: PC Games Hardware Die Zeit rennt und rennt. Das Ende des Jahres 2021 ist da. Durch das trichterartige Zusammenspiel der hohen Nachfrage durch steigenden Unterhaltungsbedarf im eigenen Heim, Hardware-Hunger bei Crypto-Minern und der Knappheit bei Halbleiterherstellern läuft das Trauerspiel für Hardware-Interessierte wohl auch noch 2022 auf den Monitoren weiter. Wer dennoch auf eine günstige Karte auch ohne Wunderwaffe hofft, wird zwangsläufig auf Glück bei UVP-Drops von offiziellen GPU-Ausgaben wie der RTX Founders-Edition bei Händlern wie Notebookbilliger setzen müssen. Bots und Scalper werden das Ergattern von Spiele-Hardware aber so oder so weiterhin erschweren, auch bei Konsolen wie der Playstation 5. Rosiger sieht es hingegen im CPU-Bereich von Intel und AMD aus.

Intel und AMD: CPU-Clash wie schon lange nicht mehr

Aus CPU-Sicht wird 2022 eine vollgepackte und spannende Zeit. AMD konnte es Intel in den letzten Jahren durch immer stärker und attraktiver werdende Ryzen-Prozessoren wirklich ungemütlich machen, nicht zuletzt auch wegen der stagnierenden Evolution der Intel-Chips. Gerade die mächtigeren CPUs der 11. Generation Rocket Lake konnten nur wenig überzeugen - zu ineffizient, zu altbacken und schlicht zu unattraktiv für viele Anwender, während AMD mit Prozessoren wie dem Ryzen 5 5600X und Ryzen 7 5800X immer beliebter und für durchschnittliche Spieler mehr als nur konkurrenzfähig wurde. Der jüngste Intel-Alder-Lake-Launch brachte wieder Leben in den CPU-Markt. Durch neuen DDR5-Arbeitsspeicher, Big-Little-Prinzip und veränderten Sockel- sowie Mainboard-Spezifikationen konnte sich Intel wieder mit ordentlicher Frischluft AMD gegenüberstellen, auch und gerade bei Spielen. Alder Lake ist nicht nur gut verfügbar, sondern liefert einen kleinen Vorblick in die Zukunft. Durch die Performance- und Effizienzkerne im Desktop-Bereich bewegen sich die CPUs in Richtung eines durchdachteren, feineren Betriebs, bei dem Soft- und Hardware durch Priorisierungsalgorithmen und Hardware-Untereinheiten wie dem Intel Thread Director effizienter eingesetzt werden können. Die immer selteneren Probleme durch die Kombination von P- und E-Cores sollten spätestens im Laufe des nächsten Jahres seitens der Spiele- und Anwenderentwickler eingestampft sein, für alle anderen Anwendungen wird es weiterhin die Möglichkeit des Legacy-Game-Compatibility-Modus im UEFI-BIOS geben.

Welche Desktop-CPU-Neuerungen AMD als Antwort auf Alder Lake konkret bereithält, steht zum aktuellen Zeitpunkt des Verfassens noch aus. Genauere Informationen werden bei der CES 2022 erwartet. Gerüchten und Leakern zufolge stehen mindestens einige Zen-3-Refresh-Modelle mit TSMC-Node-6-Herstellung (Warhol) bereit. Für den Server-Bereich werden bereits erste Zen-4-Fortschritte mit 5 nm und DDR5-Support im ersten Quartal 2022 erwartet. Für den Endkonsumenten wird die neue AMD Desktop-Zen-4-Generation (Raphael) mit DDR5 frühestens erst gegen Ende des Jahres erwartet. Big-Little-Konzepte wie bei Intel und mobilen Chips werden bei AMD voraussichtlich erst mit Zen 5 nach 2022 Einzug halten.
CPU-Roadmap auf einen Blick: Welche Generationen und Prozessorarchitekturen sind in welchem Zeitrahmen ungefähr einzuordnen? Quelle: PC Games Hardware CPU-Roadmap auf einen Blick: Welche Generationen und Prozessorarchitekturen sind in welchem Zeitrahmen ungefähr einzuordnen? Den ersten Leaks zufolge wird die nächste Intel-CPU-Desktop-Generation Raptor Lake im vierten Quartal vor allem auf mehr Effizienzkerne setzen und wenn, dann eher eine kleine Evolution werden. Inwieweit der größere Fokus auf die kleineren E-Cores sich gegen AMDs herkömmliche Kerne schlagen wird, bleibt abzuwarten. Auch wenn renommierte Leaker wie Moore's Law is Dead von einem DDR4-Support berichten, ist noch nicht gesichert, ob Raptor Lake wie Alder Lake tatsächlich auf DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher setzen wird oder exklusiv mit dem neuen Standard zum Laufen zu bekommen ist. DDR5-Sticks sind zuletzt wegen fehlenden PMIC-Chips nicht nur knapp, sondern werden auch von Scalpern weiterverkauft. Eine Besserung mit einem reichen Angebot an DDR5-RAM wird frühestens erst im ersten oder zweiten Quartal 2022 zu erwarten sein.

Wem die Alder-Lake-Erstboards Z690 in DDR4- und DDR5-Ausführung zu kostspielig sind, der könnte wohl bereits Anfang des Jahres mit den weniger üppig ausgestatteten H670-, B660- und H610-Mainboards valide Alternativen finden. Die nächste große CPU-Revolution wird seitens Intel recht sicher erst mit Meteor Lake und Intel-Node 4 2023 erscheinen. Ob bis dahin PCI-E-5.0-SSDs für spürbaren Hardware-Fortschritt sorgen, bleibt noch völlig offen, angesichts der momentanen PCI-E-4.0-SSDs ist eine gewisse Skepsis allerdings durchaus nachvollziehbar.

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  1. Seite 1 Leser-Umfrage zum Jahr 2022 und der große CPU-Clash?
  2. Seite 2 Umbruch bei den Grafikkarten und Monitor-Fortschritte
  3. Seite 3 Hardware-Schlusslicht - Tendenzen zu VR, Stromverbrauch und Peripherie
  4. Seite 4 Software für die Komponenten: Fortschritte, Entwicklungen und Ausblicke
    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Joe95 Komplett-PC-Käufer(in)
        na das wird mal ein spannendes jahr!
        vor allem amd drück ich die daumen, hab mit deren aktien gut verdient...
        nvidia mit arm wird interessant, wenn das irgendwie durchgeht geht die post ab, weil weltmarktführer in ki!
        intel gibt auch ordentlich gas und valve prescht voran mit steam deck!
        alles in allem ein tolles jahr!
        ich bete zu jesus, unserem gott für bezahlbare preise und gute verfügbarkeit, weil ich mir das erste mal einen laptop, fürs gaming kaufen nöchte!
        bis 5k ok, darüber muss er schon aus gold sein, ne spaß bei seite, ich steh halt auf schnelle hardware, schon immer...
        meine r9 290, die dd black von xfx ließ sich mannigfaltig übertakten und brannte mir nie ab!
      • Von Joe95 Komplett-PC-Käufer(in)
        na das wird mal ein spannendes jahr!
        vor allem amd drück ich die daumen, hab mit deren aktien gut verdient...
        nvidia mit arm wird interessant, wenn das irgendwie durchgeht geht die post ab, weil weltmarktführer in ki!
        intel gibt auch ordentlich gas und valve prescht voran mit steam deck!
        alles in allem ein tolles jahr!
        ich bete zu jesus, unserem gott für bezahlbare preise und gute verfügbarkeit, weil ich mir das erste mal einen laptop, fürs gaming kaufen nöchte!
        bis 5k ok, darüber muss er schon aus gold sein, ne spaß bei seite, ich steh halt auf schnelle hardware, schon immer...
        meine r9 290, die dd black von xfx ließ sich mannigfaltig übertakten und brannte mir nie ab!
      • Von Blackout27 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Chatstar
        Ne wird spannend, denn AMD wird seit komplettes Lineup erneuern, neben Zen4 kommt auch RDNA3 auf den Markt, World first 8k card, dank MCM Bauweise in nie dagewesene Leistungsregionen vorstoßen.
        Man wird das Zen Momentum mit hinüber in dem GPU Bereich mit nehmen und so der Konkurrenz kräftig an Bein pinkeln können. 2022 wird so im Zeichen von "The Bring up" stehen.
        Als Vorgeschmack kommt in der ersten Jahreshälfte noch der Zen3 Refresh 3D- Cache womit man den Gamern in diesem unserem Lande nochmals mehr Performance für die bewährte AM4 Plattform anbieten wird.
        Das AMD noch einen letzten Aufguss für die AM4 Plattform bringt finde ich super Zum Schluss gönne ich mir da nochmal 12 Kerne ^^

        Auf RDNA3 bin ich sehr gespannt. Das was man bisher so an Gerüchten liest macht Lust auf mehr. Ab 2022 habe ich dann auch einen neuen Monitor der nicht zwingend Nvidia Karten für G-Sync benötigt.

        Ich hätte wirklich mal wieder Lust auf eine AMD Karte im Haupt System. Schon alleine wegen dem Treiber OS wo man Untervolten und übertakten kann ohne Zusatz Software.

        Ich hoffe nur das weder AMD noch Nvidia oder auch Intel es übertreiben bzgl. Stromverbrauch. Mehr wie 250 Watt sollte meine Karte nicht benötigen.

        Was denkst du wie schnell eine "RX7700XT bzw. RX7800" werden könnte ggü der RX6900XT?
      • Von Chatstar BIOS-Overclocker(in)
        Ne wird spannend, denn AMD wird seit komplettes Lineup erneuern, neben Zen4 kommt auch RDNA3 auf den Markt, World first 8k card, dank MCM Bauweise in nie dagewesene Leistungsregionen vorstoßen.
        Man wird das Zen Momentum mit hinüber in dem GPU Bereich mit nehmen und so der Konkurrenz kräftig an Bein pinkeln können. 2022 wird so im Zeichen von "The Bring up" stehen.
        Als Vorgeschmack kommt in der ersten Jahreshälfte noch der Zen3 Refresh 3D- Cache womit man den Gamern in diesem unserem Lande nochmals mehr Performance für die bewährte AM4 Plattform anbieten wird.
      • Von hotfirefox BIOS-Overclocker(in)
        Zitat

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        2022 wird zweifellos spannend.
        Sehr ich vollkommend anders!
        2022 bleibt langweilig wie gehabt Mit den GPU-Preisen steht und fällt alles. CPUs sind Wurst, wenn keine passende, vernünftig bezahlbare GPU zu haben ist. So zieht sich das komplett dich die ganze Hardwarepalette.
      • Von 4thVariety BIOS-Overclocker(in)
        Microsoft und Sony haben unlängst den Investoren bekanntgegeben, dass PS5 und Series X bis in den Handel gebracht werden, ohne dass man draufzahlen muss. Aktuell würde man für so einen PC zwischen 1200€ und 1500€ zahlen, was das massive Preisproblem des PCs zeigt. Es kommt zu wenig Gegenwert beim Kunden an, da ist es auch nicht tröstlich wenn die Konsolen ausverkauft sind und auf Ebay gescalpt werden.

        Das ist aber genau die Stärke von Intel solche Märkte anzugreifen. Denn wenn die Konkurrenz am Gift der gegenwärtig immensen Gewinnspannen klebt, ist die Chance für Intel da. Sie sagen ja, es geht um Marktanteile, das darf man als Drohung verstehen dem Rest die Preise zu ruinieren. Damit kennt sich Intel aus.

        Um AMD würde ich mir dabei sogar weniger Sorgen machen, das wären ja die ersten die Chipdesign in der Schublade hätten, schließlich stellen sie die Konsolen ja her. Dann muss man halt aufhören immer nur mit 8 Vega Cores rumzugeizen, dann dürfen es ruhig 20 RDNA2 Cores sein wie bei der Series S, das würde sicherlich Anklang finden.

        Nvidia schaut da am ehesten in die Röhre, weil die sind dann in der Situation die OEMs überzeugen zu müssen, dass eine CPU von Intel oder AMD gekauft wird und zwar nicht im Bundle mit einer Intel/AMD GPU, damit der OEM dann eine Nvidia verbaut. Intel und AMD werden aber wohl alles tun, dass die CPU/GPU Bundles viel attraktiver sind für die OEMs als sich nur die CPU zu kaufen und dann zu Nvidia zu rennen. Ich rechne nicht damit dass Nvidia OEM PCs schlagartig verschwinden, aber in der Stückzahl werden die vermutlich massiv unterlegen sein und im Zentrum aller Prospekt und Wochenaktionen werden wir viel mehr Intel Produkte samt GPU sehen.

        Was die Spiele am PC an sich angeht ist es eh egal ob AMD oder Intel, sind beide gut genug. Zwischen Ryzen 5000 und Intel 12th Gen kann man in dem Sinn keinen Fehlkauf machen. Man kann schlimmstenfalls bei beiden zu viel Geld für Sachen ausgeben, die man nicht braucht. Bei steigender Verfügbarkeit, wird das den Preisdruck steigern.
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