Halbleiterknappheit: Acer erwartet Entspannung im zweiten Halbjahr
Acer erwartet bei der Halbleiterknappheit eine Entspannung im zweiten Halbjahr. Die Zulieferer hätten bereits Ende letzten Jahres Maßnahmen ergriffen, die sich im zweiten Halbjahr deutlicher bemerkbar machen sollen als noch im ersten Halbjahr.
Bislang waren die Aussichten im Hardware-Segment eher ernüchternd - die meisten Anbieter rechnen mit anhaltenden Engpässen und hohen Preisen für den Verlauf des Jahres. Etwas Licht am Tunnel sieht nun ein Acer-Manager, der mit Linderung im zweiten Halbjahr rechnet. Andrew Hou, President for Pan-Asia Pacific Operations bei Acer, analysiert, dass spätestens seit Ende letzten Jahres Gegenmaßnahmen für die Probleme getroffen worden sind. Diese Gegenmaßnahmen brauchen Zeit, aber die Zulieferer hätten reagiert und man sei bereits auf dem Weg der Besserung, wenngleich die Effekte erst im zweiten Halbjahr deutlicher werden.
Entsprechend sieht Hou für das zweite Halbjahr eine wesentlich bessere Versorgungslage. Auch Acers Chairman und CEO Jason Chen "fühlt den wachsenden Druck" aufgrund der knappen Versorgung mit Bauteilen. Diese Probleme seien zumindest gute Probleme für Acer. Derweil trifft es immer mehr Halbleiterhersteller. Intel bekommt nicht mehr genug Substrat vom Zulieferer, TSMC beeilt sich mit dem Ausbau der Kapazitäten, Realtek ist einer der jüngsten Zugänge, die nun auch im Strudel der Halbleiterkrise stecken.
Ob sich die Lage bis Ende des Jahres wirklich bessert, wird man sehen müssen. Insbesondere bei Grafikkarten ist im Moment wenig Land Sicht, weil hier gleich zahlreiche Faktoren greifen und solange Kryptowährungen Aufwind haben, wird es einen strammen Wettbewerb um die verfügbare Ware geben. Denn eines muss man auch sehen: Die Finanzdaten der Hersteller waren oft durchweg positiv. So hat alleine Acer 23 Prozent mehr Computer ausgeliefert. Ware gibt es also offensichtlich, sie kommt nur oft nicht am Endkundenmarkt an. Grafikkarten beispielsweise versickern in Mining-Farmen. Notebooks und einfache Rechner werden für Home-Office gebraucht. Das wiederum geht auch zulasten von Gaming-Rechnern, weil Chiphersteller die Verträge ihrer Partner wegen möglicher Strafzahlungen bevorzugt bedienen.
Die Kapazitätserweiterungen der Halbleiterindustrie könnte später dann aber auch zurückschlagen. Wenn die Nachfrage nachlässt, steht man Überkapazitäten gegenüber, die i der Regel auf die Preise drücken. Dazu müssen aber erst noch ein paar Weichen gestellt werden.
Quelle: Reuters, NikkeiAsia

Ich habe auch schon auf 2024 gewettet sozusagen aber nur aufgrund von ,, Bauchgefühl''