CPU-Gerüchte: Intel Raptor Lake, AMD AM5 - Ausblick auf 2022

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Ryzen 5000-Die-Shot
Quelle: AMD

Seit AMD wieder konkurrenzfähig ist, hat sich im CPU-Markt viel getan. Beide Konkurrenten bieten mittlerweile auch auf ihren Mittelklasse-Plattformen Prozessoren mit bis zu 16 (AMD) bzw. 12 (Intel) Kernen und neue Architekturen werden eingeführt. Auch im HEDT-Segment gibt es Fortschritte und neue Technologien wie DDR5 und PCI-E 5.0 werden adaptiert. Lesen Sie im Folgenden, welche Neuerungen für 2022 zu erwarten sind.

Aktuell ist im CPU-Bereich vor allem Intels Comeback durch Alder Lake das dominierende Thema. Doch auch AMDs kommende Ryzen-Prozessoren mit 3D V-Cache sind äußerst interessant, stellen sie doch die letzte Iteration von AM4-Prozessoren dar, die vor einem Wechsel der Plattform auf AM5 veröffentlicht werden sollen. Auch AM5 selbst ist nicht mehr fern. Unter dem Codenamen Raphael sollen die Vermeer-Nachfolger ebenfalls im nächsten Jahr veröffentlicht werden.

Die AM5-Plattform soll technologisch zu Alder Lake aufschließen, ebenfalls PCI-E 5.0 bieten und DDR5-Speicher nutzen. Anders als bei Intel scheint AMD aber hier nicht auf eine hybride Plattform mit DDR4 und DDR5 zu setzen, sondern lediglich DDR5 für die neuen Chips anzubieten. Die neuen Chipsätze folgen AMDs Muster der letzten Jahre. Im High-End-Bereich soll der X670 den X570 ablösen. Hier ist zwar noch nicht bekannt, wie er sich von den kleineren Chipsätzen absetzen kann, doch eine einfache Differenzierung durch z. B. die Anzahl der nutzbaren M.2-SSDs wie bisher ist vorstellbar. Kurz nach diesem Release soll die Plattform durch B650 nach unten abgerundet werden. Ob es nach wie vor einen "kastrierten" Einsteigerchipsatz gibt, der auf wichtige Features verzichtet und daher kaum gekauft wird, ist noch nicht bekannt.

Intel möchte im nächsten Jahr die mittlerweile vollkommen veraltete X299-Plattform ersetzen. Der entsprechende Chipsatz dafür wäre W790, der mit dem neuen Sockel LGA 4677 kombiniert wird und ebenfalls DDR5 und PCI-E 5.0 bieten soll. Im dritten Quartal 2022 wird mit Intels 13. Core-Generation, Raptor Lake, gerechnet. Die neuen Chipsätze Z790 und B760 werden ebenfalls veröffentlicht, doch Intel möchte abgesehen von H710 eine Interkompatibilität für Alder Lake und Raptor Lake gewährleisten. Raptor Lake soll im Vergleich zu Alder Lake über optimierten Cache verfügen und mehr Features bieten, die bei Alder Lake deaktiviert sind. Auch diese Plattform soll nach wie vor DDR4-Speicher unterstützen.

Quelle: Chiphell

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Nur weil der AM5 PCI-E-5.0-tauglich ist müssen die Mainboard-Hersteller noch lange nicht verpflichtet sein, vor der Verfügbarkeit von Prozessoren mit PCI-E-5.0-Controller auch 5.0-taugliche Mainboards anzubieten. Beim Sockel 1200 lagen die 4.0-Specs auch von Anfang an auf dem Tisch, es war den Herstellern aber freigestellt, ob sie diese in der 400er-Generation auch berücksichtigen oder nur 3.0 passend zu Comet Lake anbieten. Am Ende haben sich halt alle für ersteres entschieden – nach dem Debakel bei X470 könnte man bei AM5 aber weniger in Zukunftsreserven investieren, wenn AMD tatsächlich noch eine 4.0er-Generation auflegt.

        (Was ich persönlich aber nur für monolithische APUs erwarte. Da wird Technologie aus Rembrandt wird sicher noch eine Weile mitgeschleift werden, während AM5-MCMs ihre Controller von Genoa kopieren sollten. Spannend bleibt aber natürlich die Frage, welche Leistungsklassen AMD monolithisch bedienen wird.)
        Ich habe ja auch nichts Gegenteiliges behauptet. Knackpunkt ist hier, das Nebulus immer wieder zementiert wissen möchte, dass 1st-Gen-AM5 auf die eine oder andere Art und Weise definitiv PCIe5-less sein wird. Davon ist mir jedoch nach wie vor nichts bekannt und wie schon erklärt würde AMD vermutlich einen solchen Faktenstand erst so spät wie möglich zum Besten geben wollen, bspw. wenn man diesen "Malus" dafür dann direkt mit ersten, vielversprechenden Vorab-Benchmarks von Zen4 überspielen könnte, aber sicher nicht schon rund 1 Jahr zuvor während gar möglicherweise Intel noch vor Zen4 deren 2nd-Gen-PCIe5-Plattform auf den Markt bringen wird (und ebenso möglicherweise nVidia's GPU-Update vielleicht auch schon PCIe5 implementieren wird?).

        Bei LGA1200, wie schon mal erklärt, hieß es gemäß einiger Publikationen, dass Comet Lake eigentlich schon PCIe4 hätte haben sollen, man aber mit Signal-Jitter Probleme hatte und sich dann anscheinend dagegen entschied. U. a. hier:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ob das jetzt der Wahrheit letzter Schluss ist, kann ich natürlich auch nicht sagen, da bräuchte man schon eine hochoffizielle Aussage Seitens Intel oder eines Mainboardherstellers.
        Sehe ich mir aber an wie viele MBs "PCIe4-ready" daherkamen (und das macht kostentechnisch sicherlich was, insbesondere, da die Margen hier für die Hersteller grenzwertig sind), würde ich durchaus annehmen, dass ursprünglich schon CML für PCIe4 vorgesehen war und Intel die Planung relativ kurzfristig änderte.

        *) Monolithisch/Leistungsklassen: Wie schon mal von dir/uns spekuliert, wenn auch weiterhin nicht mehr als das, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass AMD vielleicht das Low- bis 8-Kern-Segment ab Ende 2022/in 2023 komplett nur noch mittels APUs abbilden wird und nur noch jenseits der 8 Kerne ein MCM-Design im Consumer-Segment verwenden wird. Mit ihren steigenden Marktanteilen könnte das möglicherweise so langsam für sie wirtschaftlich werden und bei den OEMs haben sie eh das Problem, dass sie mehr APUs liefern müssen, da hier bei den ganzen Office-PCs keiner noch zusätzlich eine dedizierte GPU verbauen will.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Nur weil der AM5 PCI-E-5.0-tauglich ist müssen die Mainboard-Hersteller noch lange nicht verpflichtet sein, vor der Verfügbarkeit von Prozessoren mit PCI-E-5.0-Controller auch 5.0-taugliche Mainboards anzubieten. Beim Sockel 1200 lagen die 4.0-Specs auch von Anfang an auf dem Tisch, es war den Herstellern aber freigestellt, ob sie diese in der 400er-Generation auch berücksichtigen oder nur 3.0 passend zu Comet Lake anbieten. Am Ende haben sich halt alle für ersteres entschieden – nach dem Debakel bei X470 könnte man bei AM5 aber weniger in Zukunftsreserven investieren, wenn AMD tatsächlich noch eine 4.0er-Generation auflegt.

        (Was ich persönlich aber nur für monolithische APUs erwarte. Da wird Technologie aus Rembrandt wird sicher noch eine Weile mitgeschleift werden, während AM5-MCMs ihre Controller von Genoa kopieren sollten. Spannend bleibt aber natürlich die Frage, welche Leistungsklassen AMD monolithisch bedienen wird.)
        Ich habe ja auch nichts Gegenteiliges behauptet. Knackpunkt ist hier, das Nebulus immer wieder zementiert wissen möchte, dass 1st-Gen-AM5 auf die eine oder andere Art und Weise definitiv PCIe5-less sein wird. Davon ist mir jedoch nach wie vor nichts bekannt und wie schon erklärt würde AMD vermutlich einen solchen Faktenstand erst so spät wie möglich zum Besten geben wollen, bspw. wenn man diesen "Malus" dafür dann direkt mit ersten, vielversprechenden Vorab-Benchmarks von Zen4 überspielen könnte, aber sicher nicht schon rund 1 Jahr zuvor während gar möglicherweise Intel noch vor Zen4 deren 2nd-Gen-PCIe5-Plattform auf den Markt bringen wird (und ebenso möglicherweise nVidia's GPU-Update vielleicht auch schon PCIe5 implementieren wird?).

        Bei LGA1200, wie schon mal erklärt, hieß es gemäß einiger Publikationen, dass Comet Lake eigentlich schon PCIe4 hätte haben sollen, man aber mit Signal-Jitter Probleme hatte und sich dann anscheinend dagegen entschied. U. a. hier:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ob das jetzt der Wahrheit letzter Schluss ist, kann ich natürlich auch nicht sagen, da bräuchte man schon eine hochoffizielle Aussage Seitens Intel oder eines Mainboardherstellers.
        Sehe ich mir aber an wie viele MBs "PCIe4-ready" daherkamen (und das macht kostentechnisch sicherlich was, insbesondere, da die Margen hier für die Hersteller grenzwertig sind), würde ich durchaus annehmen, dass ursprünglich schon CML für PCIe4 vorgesehen war und Intel die Planung relativ kurzfristig änderte.

        *) Monolithisch/Leistungsklassen: Wie schon mal von dir/uns spekuliert, wenn auch weiterhin nicht mehr als das, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass AMD vielleicht das Low- bis 8-Kern-Segment ab Ende 2022/in 2023 komplett nur noch mittels APUs abbilden wird und nur noch jenseits der 8 Kerne ein MCM-Design im Consumer-Segment verwenden wird. Mit ihren steigenden Marktanteilen könnte das möglicherweise so langsam für sie wirtschaftlich werden und bei den OEMs haben sie eh das Problem, dass sie mehr APUs liefern müssen, da hier bei den ganzen Office-PCs keiner noch zusätzlich eine dedizierte GPU verbauen will.
      • Von Thomas5010
        Zitat von PCGH_Torsten
        Chiplet ist flexibel, aber Chiplet kostet in der von AMD aktuelle produzierten und auch für Genoa erwarteten Form Leistung und verursacht zusätzlichen Produktionsaufwand. Am Ende muss man einen Kompromiss je nach Chipgröße, Fertigung, Anforderungen des Zielmarktes, Preisklasse und Stückzahlen finden.
        Deshalb macht das Big Little Prinzip Sinn. Die Chiplets werden reduziert. Die stromsparenden Kerne brauchen nicht viel Platz und können mit den Performancekernen auf einem Chiplet Platz finden.

        Übrigens freue ich mich sehr über den niedrigen Verbrauch der Alder Lake CPU unter wenig Last. Ich messe nur ganz wenige Watt. Im Idle sogar häufig einstellig. Da machen die E-Cors wirklich Sinn. Schlicht, die Zukunft.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Chiplet ist flexibel, aber Chiplet kostet in der von AMD aktuelle produzierten und auch für Genoa erwarteten Form Leistung und verursacht zusätzlichen Produktionsaufwand. Am Ende muss man einen Kompromiss je nach Chipgröße, Fertigung, Anforderungen des Zielmarktes, Preisklasse und Stückzahlen finden. Der erste und der letzte Punkt sind dabei sehr wichtig und bei AMD heute komplett anders gelagert als noch zu Beginn der Zen-2-Entwicklung. Von daher könnte auch die Entscheidung für oder gegen MCM anders ausfallen.
      • Von Bl4ckR4v3n Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Nur weil der AM5 PCI-E-5.0-tauglich ist müssen die Mainboard-Hersteller noch lange nicht verpflichtet sein, vor der Verfügbarkeit von Prozessoren mit PCI-E-5.0-Controller auch 5.0-taugliche Mainboards anzubieten. Beim Sockel 1200 lagen die 4.0-Specs auch von Anfang an auf dem Tisch, es war den Herstellern aber freigestellt, ob sie diese in der 400er-Generation auch berücksichtigen oder nur 3.0 passend zu Comet Lake anbieten. Am Ende haben sich halt alle für ersteres entschieden – nach dem Debakel bei X470 könnte man bei AM5 aber weniger in Zukunftsreserven investieren, wenn AMD tatsächlich noch eine 4.0er-Generation auflegt.
        Wenn AMD nicht dem ganzen einen Riegel vorschiebt, wird wohl jeder MB Hersteller PCIe5.0 Support anbieten. Den Shitstorm das nicht zu bieten wird man vermeiden wollen. Wichtiger als das wäre aber wohl eher sicherzustellen, dass AM5 bei entsprechender länge einen guten durchgehenden Support erhält und nicht diesen unübersichtlichen Flickenteppich den man mit AM4 kreiert.
        Zitat von PCGH_Torsten
        (Was ich persönlich aber nur für monolithische APUs erwarte. Da wird Technologie aus Rembrandt sicher noch eine Weile mitgeschleift werden, während AM5-MCMs ihre Controller von Genoa kopieren sollten. Spannend bleibt aber natürlich die Frage, welche Leistungsklassen AMD monolithisch bedienen wird.)
        Ob AMD die Flexibilität des Chipletdesigns aufgeben will wenn es nicht sein muss?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von gerX7a
        Es gibt weiterhin keine offizielle Bestätigung seitens AMD zu PCIe5.0-less auf AM5 und sei es auch nur mit den ersten CPU-Generationen. Da kann man das Gerücht auch noch so oft wiederholen, dadurch wird es nicht "offizieller".
        Darüber hinaus verbietet es sich auch von selbst, dass AMD das in einem so frühen Stadium offiziell bestätigen würde, weil man damit nur der Konkurrenz in die Hände spielen würde. Sollte es so kommen, dann wird das erst irgendwann in 2022 offiziell werden und absehbar erst, nachdem Zen3 mit V-Cache vollumfänglich released worden sein wird.
        Und kostentechnisch wäre es völlig unsinnig, wenn die Boards mit entsprechenden Bausteinen und strammeren Timings der 5.0er-Spec entsprechen müssten, was die Kosten erneut erhöht (während man doch eigentlich mehr Marge einfahren will), aber der Anwender 5.0 gar nicht verwenden kann, weil es in den kommenden 6 - 12 Monaten keine 5.0-fähigen CPUs geben wird? Das erscheint wenig plausibel.
        Und würde die 1st Gen von AM5 gar überhaupt kein PCIe5 unterstützen, könnte das ebenso ein deutlicher Malus gegen diese Plattform sein, aber davon wird man nicht ausgehen müssen, da AMD schon von seiner Seite aus erklärte, dass AM5 die modernsten Features unterstützen soll.

        Das "hybride Plattform mit DDR4 und DDR5" hat nichts mit big.LITTLE zu tun, hier ging es, wie das Zitat auch selbst erklärte, unmittelbar um den Dual-DDR-Support wie bei Intel. Intel hat DDR5 erstmals eingeführt, demnach waren die gut beraten beide Standards zu unterstützen.
        AMD kommt hier erst deutlich später in den Markt und entsprechend ist es durchaus denkbar, dass die sich aus implementationstechnischen Gründen den zusätzlichen Aufwand ersparen, zumal die Sinnhaftigkeit, je später man damit in den Markt eintritt, schwindet, da DDR5-Standardmodule Ende 2022 schon deutlich erschwinglicher sein dürften als heute.
        Nur weil der AM5 PCI-E-5.0-tauglich ist müssen die Mainboard-Hersteller noch lange nicht verpflichtet sein, vor der Verfügbarkeit von Prozessoren mit PCI-E-5.0-Controller auch 5.0-taugliche Mainboards anzubieten. Beim Sockel 1200 lagen die 4.0-Specs auch von Anfang an auf dem Tisch, es war den Herstellern aber freigestellt, ob sie diese in der 400er-Generation auch berücksichtigen oder nur 3.0 passend zu Comet Lake anbieten. Am Ende haben sich halt alle für ersteres entschieden – nach dem Debakel bei X470 könnte man bei AM5 aber weniger in Zukunftsreserven investieren, wenn AMD tatsächlich noch eine 4.0er-Generation auflegt.

        (Was ich persönlich aber nur für monolithische APUs erwarte. Da wird Technologie aus Rembrandt wird sicher noch eine Weile mitgeschleift werden, während AM5-MCMs ihre Controller von Genoa kopieren sollten. Spannend bleibt aber natürlich die Frage, welche Leistungsklassen AMD monolithisch bedienen wird.)
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