Halbleiterhersteller wie Intel und TSMC rechnen mit Problemen bis 2023
Die knappe Versorgungslage mit Computerchips wird sich wohl so schnell nicht auflösen. Manche Halbleiterhersteller sehen die Probleme bis ins Jahr 2023 reichen. Sicher scheint zumindest, dass es dieses Jahr keine Entspannung mehr gibt, sofern sich nicht plötzlich etwas ändert.
Geht es nach der Meinung von Führungskräften großer Halbleiterhersteller, wird sich der Chipmangel die kommenden Jahre bemerkbar machen. Manch einer sieht so gar kein Licht am Ende des Tunnels und rechnet mit Einschränkungen über die kommenden paar Jahre. Ausgerechnet von Intel kommt die negativste Einschätzung der Gesamtlage. CEO Pat Gelsinger glaubt, dass es einige Jahre dauern wird, bis Halbleiterunternehmen wieder Oberwasser haben. Er bezog sich dabei vor allem auf die nun angebotene Auftragsfertigung von Intel, für die man Jahre brauchen wird, um sie so weit auszubauen, dass man die Engpässe auflösen kann.
Bei TSMC sieht man die Lage sehr ähnlich: CEO C.C. Wei hofft, dass man bald mehr Kapazität anbieten kann, um dann 2023 möglicherweise die Nachfrage zu decken. Die Priorität liegt dabei auf dem Heimatmarkt, aber der US-Bundesstaat Arizona scheint hier zu den Gewinnern zu zählen, da Intel hier zwei Fabs bauen möchte und TSMC eine Fabrik.
Nvidia indes sieht für das erste Fiskaljahr 2022 die Möglichkeit, die bestehende Nachfrage bedienen zu können. Aktuell lässt Nvidia seine Chips bei Samsung fertigen. Für das laufende Jahr allerdings dürfte die Nachfrage nach Einschätzung von CFO Colette Kress weiter das Angebot übersteigen.
Grundsätzlich arbeiten derzeit nahezu alle Halbleiterfertiger an der Kapazitätsgrenze, darunter TSMC, UMC, Intel, Samsung, SMIC und weitere. Das führt dazu, dass selbst bei kleinen ICs wie jenen von Realtek die Ware knapp wird, weil die (Auftrags-)fertiger entweder nicht genug produzieren können, weil entweder die Kapazität nicht da ist oder weil Ware aus der Zulieferkette fehlt. Bei Realtek muss man mittlerweile Wartezeiten von über 30 Wochen auf Bestellungen von LAN- und Audio-Chips in Kauf nehmen.
Quellen: Digitimes, The Washington Post, Bloomberg, Nvidia

Dass das auf lange Sicht so ist hat man ja jetzt schön gesehen wo Unternehmen zwar oft schlecht da standen aber noch immer viel besser als die (ohne Einfluss von freien Märkten agierenden) Staatsapparate die Inzidenzzahlen im Jahre 2021 noch per Fax verschicken weil das ja auch immer funktioniert hat. Denn seien wir ehrlich - eine Firma im Konkurrenzkampf des freien Marktes die so ineffizient arbeitet wie unsere (Gesundheits-)ämter 2019 würde nicht lange überleben.
Mein Arbeitgeber war auch ziemliches digitales Neuland vielerorts aber erstens doch schon deutlich über den Status "Fax" hinaus und zweitens wurde die letzten 6 Monate zwangsweise ein Sprung hingelegt für den der Laden ohne Corona wahrscheinlich 10+ Jahre gebraucht hätte (ich hab ne Webcam, Zoomlizenz, stabile Verbindung, Betriebsvereinbarung für mobiles Arbeiten, digitale Workflows per OneNote, what? Das war undenkbar vor 2 Jahren). Wie schnell haben nochmal die Ämter ihre Prozesse angepasst? Das Fax läuft noch. Mehr als 50 pro Woche und 100.000 geht immer noch nicht. Ist ja auch erstn Jahr.
Erst vor ein paar Tagen gelesen, das auf deutschen Ämtern und Verwaltungen es immer noch "normal" ist, zu faxen und anschließend die Informationen per Hand einzugeben...
Toll für uns Europäer, ausgeliefert dem Gesindel der ganzen Welt.