Chip-Knappheit: Wichtiges Trägermaterial noch auf Jahre Mangelware?
Ajinomoto Build-up-Film, kurz ABF, ist ein wichtiger Isolator, der für die Produktion von GPUs und CPUs benötigt wird. Berichten zufolge sei auch im Jahr 2022 nicht mit ausreichend ABF-Substraten zu rechnen. Das befeuert natürlich den Chipmangel, unter dem Hersteller wie Nvidia, Intel und AMD leiden.
Mit Blick auf die Chipkrise signalisierte noch kein Hersteller Entspannung. Intel etwa prognostizierte unlängst, dass die Problematik im Jahr 2022 anhält. Produzenten von Mikrochips sind jedoch nicht die Einzigen, die mit der hohen Nachfrage zu kämpfen haben. Auch ihre Zulieferer stehen Berichten zufolge vor großen Herausforderungen. So berichtet der Branchendienst Digitimes, dass Ajinomoto Build-up-Film (ABF) im kommenden Jahr mindestens 20 Prozent unter Nachfrage produzieren wird.
In Betrieb geht ein Großteil der neuen Fertigungskapazitäten laut Bericht tatsächlich erst im Jahr 2023. Völlig entspannt habe sich die Lage bis dahin allerdings nicht. Unimicron, der größte Hersteller von entsprechenden Träger-Substraten, rechnet damit, dass ein Mangel bis mindestens 2026 anhält. Ähnlich hatte sich auch schon der österreichische Trägerhersteller AT&S geäußert, wie Heise berichtet. Demnach schätzt das Unternehmen, dass im Jahr 2027 etwa zwölf Produktionswerke für ABF fehlen werden.
Chip-Knappheit: ABF betrifft Intel, Nvidia und AMD
Wenn sich mehrere Hersteller auf ein begrenztes Kontingent an Rohstoffen stürzen, sind in der Regel Preissteigerungen die Folge. Tatsächlich lassen sich ABF-Substrate nicht einfach ersetzen, da sie den eigentlichen Siliziumchip mit der Leiterplatte verbinden. Spezielle Lacke, die vor der Nutzung von ABF eingesetzt wurden, hatten schlechtere Materialeigenschaften und mussten aufwendig getrocknet werden. Ursprünglich handelt es sich beim Ajinomoto Build-up-Film (ABF) um ein Nebenprodukt, welches das japanischen Unternehmen Ajinomotodas aus der Geschmacksverstärker-Herstellung gewinnt.
Ebenfalls interessant: Verzögerungen bei TSMC: 3-nm-Fertigung angeblich später und kleiner - Apple und Intel betroffen
Da der Engpass Nvidia, Intel und AMD beziehungsweise ihre Auftragsfertiger gleichermaßen betrifft, dürften schlechte Verfügbarkeit und Mondpreise auch das Jahr 2022 prägen. Weder Intel noch Nvidia äußerten sich diesbezüglich zuversichtlich. Darüber hinaus hat anscheinend auch TSMC mit Rückschlägen beim 3-nm-Prozess zu kämpfen. Hier gelten Intel und Apple als Erstkunden. Sollten sie auf bestehende Fertigungskapazitäten ausweichen müssen, verknappt sich möglicherweise auch dieses Angebot weiter.
Quelle: Digitimes

Das reicht schon, um das delikate Gleichgewicht zu stören.
Daran ist gar nichts merkwürdiges.
Das wäre ohne Corona wohl auch passiert, nur langsamer und verteilter, was es noch eine Weile ermöglicht hätte, es zu kompensieren. Aber diese plötzliche Verwerfung hat der hoch gelobte "Just in Time" Kreislauf nicht vertragen.
Wenn ich schon "Corona-Wahnsinn" höre, weiß ich auch, was die Uhr bei Dir geschlagen hat. Ist alles Wahnsinn, also. Verstehe.
Beispiel, Valve VR Brille wird nicht vertrieben, Teufel Produkte habe ich herausgefunden kommen seit erst ca. 2 Jahren in die Schweiz (ganz EU wurde beliefert). Wollte mal einen Arctic Cooling (scheizer Firma) Lüfter kaufen, wird in der Schweiz nicht vertrieben...
Bei willkürlich RTX3080 anklicken finde ich folgedes bei uns.
Digitec.ch hatte 7 Stück auf morgen
Microspot hat bei praktisch allen Modellen "Verfügbar"
PCOstschweiz hatte 5 auf morgen
Wir zwei haben eine andere Definition von nicht oder schwer Verfügbar.
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Mit der Chipknappheit das sind alles Märchen!
Die Miner bekommen doch auch Millionen Grafikkarten geliefert, da sind dann die Chips plötzlich wieder nicht Mangelware.
Hier gehts nur um eines - ein Wirtschaftskrieg zwischen dem Westen und China. Nix anderes. Und die Inflation kommt dazu, weil der Westen immer mehr verschuldet ist. Da wird dann plötzlich ein Märchen nach dem anderen aufgetischt, um den Leuten die Situation plötzlich anders zu erklären. Cornona hier, Magel da....
Es ist sicher so, dass es Einbusen gab.
Aber wer glaubt man habe nicht wieder aufgeholt und die Zeit genutzt um sich zu verbessern und an zu passen wie wir es in Europa auch gemacht haben der irrt gewaltig.
Grossflächig geimpft, Ursprungsziel der Abflachung der Auslasstung des Gesundheitssystems erreicht. Ohne neue Begründung wird es für eine Regierung (China) die recht wenig auf die Arbeitsbedingung gibt schwierig, das Ventil nicht wieder auf zu drehen.
Erinnert mich an Benzinpreis vs Ölpreis.
Ist der Ölpreis früher gefallen, blieben die Preise beim Benzin gleich: Das in der Zapfsäule sei ja schließlich noch der Altbestand der teuer eingekauft wurde.
Ist der Ölpreis gestiegen, stiegen auch die Preise beim Benzin sofort mit obwohl doch der Altbestand gemäß der alten Ausrede noch zum günstigen Preis eingekauft wurde?
Es besteht zZt Mangel an vielen vielen Gütern, bestimmt auch beim Trägermaterial für Chips, das möchte ich nicht leugnen.
Aber zur Wahrheit gehört auch, dass viele Problemchen künstlich zu Problemen geredet werden damit man den Preis noch weiter hochtreiben kann. Denn schließlich steckt im Wort Krise auch das Wort Chance (zumindest im chinesischen) und diese nutzt man natürlich. Und bei Produktionsketten möchte kein Glied weniger verdienen als das andere und dann kommt eben am Ende eine Inflation raus wo uns die Augen tropfen.
Die Firma hat das Material doch jahrelang entsorgen müssen. Irgendwann kamen die auf die Idee aus dem Abfallprodukt vom "japanischen Maggi" was anders herzustellen, dabei kamen diese Folien heraus. Mittlerweile verdienen die damit mehr, als mit dem Verkauf von "japanischem Maggi".
In den 90er Jahren ist eine Kunstharzfabrik abgebrannt, die leider über 89 Prozent des Weltmarktbedarfs produziert hat. Die Folge davon war, daß alle Platinen exorbitant im Preis gestiegen sind. RAM, Mainboards und Steckkarten sind alle extrem teurer geworden, gleich nach der Meldung. Selbst die Lagerbestände bei den Hardwarehändlern sind über Nacht im Preis explodiert.