Intel Core i9-12900K & Core i5-12600K im Test: Angriff mit 10 nm und Hybrid-Architektur
Mit dem heutigen Tag läutet Intel eine neue Ära ein. Die 12. Core-Generation, Codename Alder Lake, setzt im Desktop erstmalig auf eine Hybrid-Architektur. Gemeinsam mit dem Z690-Chipsatz bringt Alder Lake zudem die Unterstützung für DDR5-Speicher und PCI-Express 5.0 mit sich. PCGH hat den i9-12900K und i5-12600K getestet und liefert Informationen zur Performance, Leistungsaufnahme und dem neuen DDR5-Speicher.
In diesem Artikel
- Seite 1 i9-12900K & i5-12600K: Übersicht
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Seite 2
i9-12900K & i5-12600K: Benchmarks (Spiele)
- 2.1 Die PCGH-CPU-Testmethodik
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2.2
Intel Core i9-12900K & Core i5-12600K im Test: 20 Spiele Benchmarks
- 2.2.1 Doom Eternal - "Thunderstorm"
- 2.2.2 F1 2020 - "Spain"
- 2.2.3 Horizon Zero Dawn - Mother's Heart"
- 2.2.4 Mafia Definitive - "Little Italy"
- 2.2.5 Planet Zoo - "Meilin"
- 2.2.6 Total War: Three Kingdoms - "Xiapi"
- 2.2.7 Anno 1800 - "Bright Sands"
- 2.2.8 Assassin's Creed Valhalla - "Fornberg (CPU)"
- 2.2.9 Watch Dogs: Legion - "Westminster Bridge"
- 2.2.10 Borderlands 3 - "The Droughts"
- 2.2.11 Crysis Remastered - "Rescue (CPU)"
- 2.2.12 Hitman 3 - "Mendoza"
- 2.2.13 Red Dead Redemption 2 - "Saint Denis"
- 2.2.14 Cyperpunk 2077 - "Overdrive"
- 2.2.15 Battlefield 5 - "The Last Tiger"
- 2.2.16 Star War Jedi: Fallen Order - "Kashyyyk"
- 2.2.17 Greedfall - "Serene"
- 2.2.18 Serious Sam 4 - "Bredouille"
- 2.2.19 The Witcher 3 - "Toussaint"
- 2.2.20 Kingdom Come Deliverance - "Rattay Nights"
- 2.3 Intel Core i9-12900K & Core i5-12600K im Test: CPU-Index (Spiele) mit Alder Lake
- Seite 3 i9-12900K & i5-12600K: Benchmarks (Anwendungen)
- Seite 4 i9-12900K & i5-12600K: Effizienz
- Seite 5 i9-12900K & i5-12600K: Kaufberatung/Fazit
- Seite 6 Bildergalerie
Zum Intel Architecture Day am 19. August 2021 hat der Chipriese die Katze aus dem Sack gelassen. Neben der neuen Grafiksparte Arc mit Xe-Grafikeinheit und dem SOC-Gigant Ponte Veccio stand dabei auch Alder Lake im Fokus. Wie der Name des Events vermuten lässt, ging es dabei vor allem um die Technik unter der Haube. Konkret zu Modellen, Windows 11 und dem Thread Director wurde Intel aber erst zum Innovation Event Mitte Oktober 2021. In unserem Test soll es vor allem um die Leistung der neuen Prozessoren gehen, wir sind im Vorfeld schon ausgiebig auf den neuen Sockel 1700 und auf die zugrundeliegende Architektur von Alder Lake zu sprechen gekommen. Neben der reinen Performance beschäftigen wir uns natürlich auch mit der Leistungsaufnahme, dem neuen DDR5-Speicher und geben einen Ausblick auf das, was Sie beim Kauf der neuen Plattform erwarten können. Wie gehabt testen wir Spiele und Anwendungen, bewerten diese aber aus unterschiedlichen Standpunkten.
Quelle: PCGH
Intel Core i9-12900K & Core i5-12600K im Test: Angriff mit 10 nm und Hybrid-Architektur (2)
Die neuen Prozessoren werden in "Intel 7" gefertigt, zuvor als Enhanced Super Fin oder als 10 nm++ bekannt. Der Prozess wird allgemein gleichwertig zu TSMCs "N7" eingeschätzt, den AMD für die CCDs aktueller Ryzen-CPUs nutzt. Bereits seit Längerem ist bekannt, dass Alder Lake auf ein Big-Little-Konzept setzt. Unterschieden wird zwischen Performance-Kernen (P-Cores) und Effizienz-Kernen (E-Cores). Letztere erhöhen insbesondere die Multicore-Performance, während die Performance-Kerne die Singlecore-Leistung vorantreiben. Alder Lake erreicht laut Intel im Schnitt eine um 19 Prozent höhere IPC gegenüber Cypress Cove (Rocket Lake). Damit diese Kombination Früchte trägt, setzt Intel auf einen sogenannten Thread Director, der für die optimale Entfaltung seiner Möglichkeiten Windows 11 voraussetzt. Der Thread Director sorgt dafür, dass die Last bestmöglich auf P- und E-Cores verteilt wird. Ob später auch Windows 10 unterstützt wird, war bis Redaktionsschluss nicht klar. Natürlich können Sie Alder Lake auch unter Windows 10 verwenden, können dann aber im Zweifel nicht auf die optimale Performance zurückgreifen.
Wir bedanken uns bei Intel für die Bereitstellung der Samples des Core i9-12900K und Core i5-12600K. Einen Core i7-12700K vermissen wir leider bis heute. Für den kommenden Print-Test von Alder Lake in der 12/21-Ausgabe erwarten wir jedoch ein Sample, Sie dürfen sich daher bereits auf ein großes Special zur 12. Core-Generation freuen.
Intel Core i9-12900K & Core i5-12600K im Test: Übersicht
Zum Einstieg in die neue Hybrid-Ära gibt es die Crème de la Crème des neuen Sockels 1700. Die Krönung stellt der Core i9-12900K dar. Der 16-Kerner mit 24 Threads vereint acht schnelle Performance-Kerne mit acht kleinen Effizienz-Kernen. Den Velocity Boost gibt es zwar nicht mehr, dennoch erreicht das neue Flaggschiff bis zu 5,2 GHz im Single-Core-Boost. Die E-Cores hingegen rechnen bis maximal 3,9 GHz. Die TDP beträgt auf dem Blatt 125 Watt, aber es ist bereits seit Wochen bekannt, dass Intel fortan zwischen der regulären und der Boost-TDP nicht mehr unterscheidet. Demnach liegt die TDP des i9-12900K bei saftigen 241 Watt. Den i9-12900K gibt es in zwei Ausführungen, einmal mit und einmal ohne IGP, die Preise betragen jeweils 589 USD beziehungsweise 564 USD.
| Bezeichnung | Kerne/Threads | Max. Boost | IGP | RAM | PBP/MTP in Watt | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i9-12900K | 16/24 (8P+8E) | Bis zu 5,2/3,9 GHz | UHD 770 (Xe) | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=241) | $589 |
| Core i9-12900KF | 16/24 (8P+8E) | Bis zu 5,2/3,9 GHz | - | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=241) | $564 |
| Core i7-12700K | 12/20 (8P+4E) | Bis zu 5,0/3,8 GHz | UHD 770 (Xe) | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=190) | $409 |
| Core i7-12700KF | 12/20 (8P+4E) | Bis zu 5,0/3,8 GHz | - | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=190) | $384 |
| Core i5-12600K | 10/16 (6P+4E) | Bis zu 4,9/3,6 GHz | UHD 770 (Xe) | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=150) | $289 |
| Core i5-12600KF | 10/16 (6P+4E) | Bis zu 4,9/3,6 GHz | - | DDR5-4800 (SR) Gear 2/DDR4-3200 Gear1 | 125 (=150) | $264 |
Eine Nummer kleiner und um die Hälfte der Effizienz-Kerne beraubt, erreicht ein Core i7-12700K noch 5,0 GHz (P-Cores) sowie 3,8 GHz (E-Cores) im Single-Core-Boost. Es handelt sich somit um einen 12-Kerner mit 20 Threads. Die TDP ist mit 190 Watt etwas angenehmer als beim Topmodell gestaltet, auch die Preise liegen mit $409 (K) und $384 (KF) fühlbar niedriger. Da sich die E-Cores vor allem auf die Multicore-Performance auswirken, dürfte die 8-Kern-Alternative i7-12700K zum Topmodell eine sehr interessante Wahl für Spieler darstellen.
Fast schon harmlos und als offensichtlicher Preisbrecher rückt schließlich der Core i5-12600K an. Der 10-Kerner mit 16 Threads liefert nur sechs P-Cores und vier E-Cores, erreicht einen Single-Core-Boost von 4,9 beziehungsweise 3,6 GHz und kommt mit einer TDP von maximal 150 Watt aus. Die Preise sind mit $289 und $264 angenehm niedrig und etwa auf dem Niveau des auserwählten Konkurrenten AMD Ryzen 5 5600X. Allen Prozessoren gemeinsam ist die Verwendung der neuen UHD 770 Grafikeinheit, die auf die hauseigene Xe-Architektur setzt. Des Weiteren unterstützen alle bislang erhältlichen Alder-Lake-CPUs sowohl DDR5- als auch DDR4-Speicher. Achten Sie beim Kauf des Mainboards darauf, welcher Speicherstandard verbaut wurde. Die "krumme" Anzahl der Threads ergibt sich, weil nur die P-Cores Hyperthreading verwenden.
DDR5- und DDR4-Unterstützung
| Slots/Sticks | Ranks | Max. Frequenz |
|---|---|---|
| 4/4 | Single | DDR5-4000 Gear 2 |
| 4/4 | Dual | DDR5-3600 Gear 2 |
| 4/2 | Single | DDR5-4400 Gear 2 |
| 4/2 | Dual | DDR5-4400 Gear 2 |
| 2/2 | Single | DDR5-4800 Gear 2 |
| 2/2 | Dual | DDR5-4800 Gear 2 |
| Alle Varianten | Single/Dual | DDR4-3200 Gear 1 |
Abermals verwirrend gestaltet sich die offizielle Speicherunterstützung. Intel unterscheidet jetzt nicht mehr nur zwischen Single- und Dual-Ranked, sondern berücksichtigt auch die Anzahl der DIMM-Slots auf dem Mainboard. Im regulären Fall setzen Mainboards auf vier solcher Slots, entsprechend orientieren Sie sich bitte an den Zeilen 1 bis 4. Beispielsweise trifft in unserem Fall Zeile 3 zu, wir setzen auf ein 32-GiB-Kit mit zwei Sticks mit Single-Ranked-Konfiguration auf einem Mainboard mit vier DIMM-Slots. Darüber hinaus sind bei DDR5 drei Gear-Modi möglich, Gear 1, Gear 2 und Gear 4. Diese verhalten sich ähnlich wie die Gear-Modi, die wir bereits bei Rocket Lake kennengelernt haben. Gear 1 hat die höchste Bandbreite und geringste Latenz und lässt den Speichercontroller (IMC) bei gleicher Geschwindigkeit wie den Arbeitsspeicher laufen. Gear 2 halbiert den Takt des IMC, was Latenz und Bandbreite kostet. Gear 4 schließlich viertelt die Taktfrequenz des IMC, lässt theoretisch also unglaublich hohe Taktfrequenzen seitens des Speichers zu. Glücklicherweise gestaltet sich die Sache bei DDR4 sehr viel einfacher: Core i9-12900K, i7-12700K und i5-12600K unterstützen alle DDR4-3200 im Gear-1-Modus. Während der Tests haben wir festgestellt, dass sowohl Gear 1, als auch Gear 4 bei unserem DDR5-Test-Setup zum Absturz führt. Die Lösung lautet daher, dass alle Tests mit DDR5 bei Gear 2 stattfinden, was sich laut der Beschreibung im UEFI als "Standard-Performance" äußert.

Das Argument des "dann siehst du was mit einer neueren GPU eventuell noch möglich wäre"-Argument macht halt nur Sinn, wenn man die jetzige CPU mit einer solchen kombinieren will. Tauscht man eh jede Gen ist das Argument hinfällig. Das interessiert diese User aber nicht. Das würde ja bedeutet dass sie sich für deine Meinung interessieren müssten um zu kapieren was du ausdrücken möchtest.
die aktuelle GPU durch eine signifikant schnellere CPU erstetzt wird.
man GPU-Settings reduziert.
man einen Upscaler (DLSS/XeSS/FSR) verwendet.
die CPU sehr CPU-lastige Szenen stemmen muss.
Das für mich persönlich ultitmative Beispiel ist der Vergleich R7 3700X vs. i7-10700K. Gerade Youtuber haben mit 1080p und Ultra Settings kaum Unterschiede rausgetestet. Heute liegen je nach GPU und Spiel locker 20% dazwischen. Gute CPU Tests haben das aber schon beim Launch gezeigt.
Zu sagen: ich schaue mir lieber "realistische CPU Tests an", kann sehr sehr kurzsichtig sein.
Natürlich ist die Messmethode mit 720P richtig und das hat auch niemand bestritten.
die aktuelle GPU durch eine signifikant schnellere GPU erstetzt wird.
man GPU-Settings reduziert.
man einen Upscaler (DLSS/XeSS/FSR) verwendet.
die CPU sehr CPU-lastige Szenen stemmen muss.
Das für mich persönlich ultitmative Beispiel ist der Vergleich R7 3700X vs. i7-10700K. Gerade Youtuber haben mit 1080p und Ultra Settings kaum Unterschiede rausgetestet. Heute liegen je nach GPU und Spiel locker 20% dazwischen. Gute CPU Tests haben das aber schon beim Launch gezeigt.
Zu sagen: ich schaue mir lieber "realistische CPU Tests an", kann sehr sehr kurzsichtig sein.
FC6 läuft seit geraumer Zeit deutlich runder in den P1 als noch zu beginn.
Mir ging es daher weniger, ob das Spiel im GPU-Limit läuft, sondern um den Test selbst, was extra mit nur 720P getestet wurde und hier als Leistungsvergleich eingestellt wurde.
Denn es ist ja toll wie solche Tabellen am Ende aussehen, aber was hat das mit dem eigenen PC am Ende zu tun? Klar, mit 720p hätte ich ein Vorteil, Gegner besser erkennen zu können, aber am Ende spiele ich doch lieber mit einer besseren Qualität, was mein Monitor auch hergibt.