Umbruch bei den Grafikkarten und Monitor-Fortschritte
Probleme bei den Lieferketten und Chip-Knappheit lassen die Hardware-Preise insbesondere bei den Grafikkarten unangenehm in die Höhe steigen. Das neue Jahr 2022 steht mit neuen Hardware-Themen vor der Tür. Was erwartet interessierte Anwender und Spieler?
In diesem Artikel
- Seite 1 Leser-Umfrage zum Jahr 2022 und der große CPU-Clash?
- Seite 2 Umbruch bei den Grafikkarten und Monitor-Fortschritte
- Seite 3 Hardware-Schlusslicht - Tendenzen zu VR, Stromverbrauch und Peripherie
- Seite 4 Software für die Komponenten: Fortschritte, Entwicklungen und Ausblicke
- Seite 5 Bildergalerie
GPU-Revolution im Gange? AMD Navi-24, RTX 3050/3090 Ti und Intel Arc Alchemist
Auch der GPU-Bereich erfährt 2022 wohl interessante Neuzugänge. Die Gerüchteküche brodelt und spuckt mit bereits etablierten Leakern wie hongxing2020 und Moores Law is Dead Details zu einer RTX 3050 mit 8 GiB GDDR6-128-Bit-Speicher aus, die noch Ende Januar erscheinen und ungefähr auf dem Performance-Level einer RTX 2060 liegen sollen. Auf Seiten AMDs soll die kleine RDNA2-Karte RX 6500 XT mit gerade mal 4 GiB VRAM und Navi-24-GPU kurz davor erscheinen. Leistungstechnisch dürfte solch eine Low-End-Karte eher für ältere und leichtere Spiele im Full-HD-Bereich reichen.
Quelle: Nvidia
Die neu aufgesetzte Geforce RTX 2060 mit 12 GiB bleibt trotz hoher Preise schlecht verfügbar. Asus plant Ende Dezember mit zwei weiteren Custom-Modellen das Angebot zu erweitern. Der Preis soll bei ca. 500 Euro liegen.
Für anspruchsvollere und sehr gut betuchte Spieler wird es relativ sicher direkt Anfang des Jahres durch den Nvidia-Ampere-Refresh mit der RTX 3090 Ti und 21 Gb/s schnellen Micron-Speicher eine neue GPU-Krone geben. Nicht nur der Preis dürfte saftig werden, auch der Stromverbrauch nähert sich aller Wahrscheinlichkeit einer schmerzhaften Grenze. Eine Grenze, die durch Nvidias nächste GPU-Generation Lovelace noch weiter in problematische 550-Watt-TDP-Höhen getrieben werden könnte. Ein Lovelace-Release 2022 ist nicht in Stein gemeißelt, momentan sollte man frühestens mit dem letzten Quartal rechnen. Während bei der Ampere-Generation die Verhandlungen Nvidia zu Samsung als Chip-Produzenten führten, könnte es mit Lovelace erneut der Halbleiterhersteller TSMC mit 5-nm-Größe werden. Wer nicht so lange warten kann, könnte mit den mit mehr Speicher ausgerüsteten RTX-3080- und 3070-Ti-Varianten Glück haben - nur günstig wird es trotzdem nicht. Nvidia selbst äußert sich übrigens auch eher nüchtern, 2022 wird also garantiert nicht das Jahr des übermäßigen RTX-Milch- und Honig-Landes.
| Artikel | RTX 3070 Ti (8GB) | RTX 3070 Ti (16GB)* | RTX 3080 (10GB) | RTX 3080 (12 GB)* | RTX 3080 Ti | RTX 3090 | RTX 3090 Ti* |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GPU | GA104-400 | GA104-401 | GA102-200 | GA102-220 | GA102-225 | GA102-300 | GA102-350 |
| Cluster | 48 | 48 | 68 | 70 | 80 | 82 | 84 |
| Shader | 6144 | 6144 | 8704 | 8960 | 10240 | 10496 | 10752 |
| Raytracing | 48 | 48 | 68 | 70 | 80 | 82 | 84 |
| Tensor | 192 | 192 | 272 | 280 | 320 | 328 | 336 |
| TMU | 192 | 192 | 272 | 320 | 320 | 328 | 336 |
| ROP | 96 | 96 | 96 | 112 | 112 | 112 | 128 |
| Takt | 1575 MHz | ? | 1440 MHz | ? | 1365 MHz | 1395 MHz | ? |
| Boost | 1770 MHz | ? | 1710 MHz | ? | 1665 MHz | 1695 MHz | ? |
| Interface | 256 Bit | 256 Bit | 320 Bit | 384 Bit | 384 Bit | 384 Bit | 384 Bit |
| Speicher | 8 GiB | 16 GiB | 10 GiB | 12 GiB | 12 GiB | 24 GiB | 24 GiB |
| Typ | GDDR6 | GDDR6 | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6X | GDDR6X |
| Takt | 19 Gb/s | 19 Gb/s | 19 Gb/s | 19 Gb/s | 19 Gb/s | 19,5 Gb/s | 21 Gb/s |
| Bandbreite | 608 GB/s | 608 GB/s | 760 GB/s | 912 GB/s | 912 GB/s | 936 GB/s | 1008 GB/s |
| TDP | 290 Watt | ? | 320 Watt | 350 Watt | 350 Watt | 350 Watt | 450 Watt |
*keine offiziell bestätigen Angaben bei diesen Modellen
Arc-Alchemist-Offensive von Intel?
Intel-CEO Pat Gelsinger kommuniziert dagegen ein Dogma gebetsmühlenartig: Intel hat Ambitionen und will in weitere Marktbereiche expandieren. Für hoffentlich ansehnlichen Trubel dürfte der neue GPU-Mitbewerber mit dem im ersten Quartal erscheinenden Xe-HPG-Arc-Grafikkarten sorgen. Xe steht für die neue skalierbare GPU-Architektur von Intel, HPG schlicht für High Performance Gaming. Arc wird der Marketing-Name der GPU-Reihe. Die erste Iteration erscheint voraussichtlich bereits Ende des ersten Quartals mit der Intel-Arc-Alchemist-Reihe für Mobilgeräte, die Desktop-Varianten sollen kurz danach folgen. Die auf die Folgejahre fallenden verbesserten Xe-HPG-Kerne werden auf die Namen Battlemage, Celestial und Druid hören. Statt auf die eigene Intel-10-nm-Chip-Herstellung setzt die erste Xe-HPG-Version auf TSMCs Node-6-Verfahren. Welches Performance-Level HPG letztlich maximal erreicht, ist noch nicht offiziell verkündet, Raytracing soll aber unterstützt werden. In der Intel-Let's-Play-Präsentation werden zwar keine Benchmark-Ergebnisse gezeigt, allerdings sind unter dem Anschauungsmaterial auch Spiele wie Metro Exodus, Forza Horizon 4 und Crysis Remastered vertreten. Was zweifellos bei schwacher Hardware helfen wird, ist Intels Open-Source-Upscaling Xe Super Sampling, kurz XeSS, das mit den entsprechenden Upscaling-Technologien von AMD und Nvidia mithalten soll.
Quelle: Moore's Law Is Dead
Auch der Low-End-Bereich soll mit der Arc-Reihe von Intel bedient werden. Weniger Leistung, die auch nicht imposant gekühlt werden muss.
Quelle: Moore's Law Is Dead
Leak des Intel Arc-Referenzdesigns der stärkeren 512- oder 384-Executions-Units-Desktop-Variante, die wohl durchaus 200 Watt ziehen sollen.
[PLUS] Intels Gaming-Grafikkarten ab Q1 2022
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Monitor-Trends: IPS, 4K, Mini-LED und Co.
Die Ära der TN-Panels ist vorüber, die Zeit der IPS-Displays ist gekommen. Zumindest zum Teil, denn TN-Panels befinden sich seit Jahren auf dem technologisch absteigenden Ast und auch den momentan zahlreichen und beliebten IPS-Displays droht in einiger Zeit durch neuere Panel-Technologien langsam ein Abebben. Die vor Jahren noch langsameren und teureren IPS-Monitore konnten sich mit der Zeit deutlich von den einst schnelleren TN-Alternativen absetzen. IPS-Vorteile wie Farbtreue und Einsichtwinkel sind heutzutage dank Weiterentwicklungen bei den meisten Gaming-Monitoren auch mit rasanten Reaktionszeiten die Regel, selbst bei 360-Hz-Monitoren für E-Sportler.
Doch der Fortschritt im Bereich der PC-Bildschirme scheint noch nicht den High-Peak erreicht zu haben, weder in Sachen Panel-Technologie, noch Auflösung und Bildwiederholrate. Kleiner, aber feiner werdende Beleuchtungsvarianten wie Mini-LED oder QLED-Panels sollen qualitativ an OLED-Bildschirme anschließen, dabei aber starke Nachteile wie Burn-In und hohe Herstellungskosten wettmachen. Für Ottonormalverbraucher sind die Preise der High-End-Monitore mit 700 bis 4.000 Euro oft deutlich zu hoch, doch 2022 sollten die vor einiger Zeit noch unbezahlbar erscheinenden Displays wie 4K-144-Hz-Gaming-Monitore in angenehmere Preisgefilde sinken - sofern nicht abermals Scalper und ein zu geringes Angebot die Suppe versalzen. Der absehbare Trend neuer Monitore geht eindeutig in die höheraufgelöste Richtung, denn vor allem 4K-144-Monitore mit unterschiedlichen Technologien und Größen um die 27 bis vor allem 32 Zoll stehen häufiger im nächsten Jahr an.
Für Konsolenspieler wird hier auch HDMI 2.1 immer verbreiteter, für PC-Anwender bleibt die Anschlussalternative Displayport 1.4 weiterhin eine Option. Vorsicht ist allerdings beim HDMI-2.1-Label geboten, denn undurchsichtige Lizenzvergaben und Spezifikationen machen es dem Endkonsumenten schwieriger, zwischen den gewünschten Features auf den ersten Blick zu filtern - ein genauerer Blick wird da leider oft notwendig sein. Zu achten ist unter anderem auf die volle 48-Gbit/s-Bandbreite und die Unterstützung von Zusatzfeatures wie Variable Refresh Rate. HDMI 2.0 hat sich als Standard aufgelöst und wird von den Funktionen her als Unterkategorie von HDMI 2.1 klassifiziert.
Quelle: PC Games Hardware
Teure Exoten wie den Asus ROG Swift PG32UQX wird es auch weiterhin geben, allerdings ist mit bezahlbaren, vergleichbaren Panels 2022 durchaus zu rechnen.
Größere Monitor-Experimente, die leichter zu realisieren sind als kleinere Varianten - beispielsweise der OLED-55-Zoll-Gigant MEG-551U von MSI (kein Fernseher, da kein Receiver) - werden weiterhin die technischen Grenzen auch für normale Spieler weiter nach Außen verschieben. Durch Upscaling-Arten wie Nvidias DLSS, AMDs FSR und Intels XeSS lassen sich höhere Auflösungen in Spielen auch mit mehr Frames realisieren, sodass die Balance zwischen flüssigem Spielerlebnis und knackig scharfer Desktop-Arbeit gewahrt bleibt. Als Konsequenz dürften auch WQHD- und Full-HD-Monitore leicht im Preis sinken, vor allem abseits der Premium-Frequenzen wie 240 oder 360 Hz. Wer also schon länger auf ein Upgrade wartet, könnte 2022 mit einem reichen Angebot an neuen sowie günstigen Displays den perfekten Monitor-Kaufmoment erwischen.

vor allem amd drück ich die daumen, hab mit deren aktien gut verdient...
nvidia mit arm wird interessant, wenn das irgendwie durchgeht geht die post ab, weil weltmarktführer in ki!
intel gibt auch ordentlich gas und valve prescht voran mit steam deck!
alles in allem ein tolles jahr!
ich bete zu jesus, unserem gott für bezahlbare preise und gute verfügbarkeit, weil ich mir das erste mal einen laptop, fürs gaming kaufen nöchte!
bis 5k ok, darüber muss er schon aus gold sein, ne spaß bei seite, ich steh halt auf schnelle hardware, schon immer...
meine r9 290, die dd black von xfx ließ sich mannigfaltig übertakten und brannte mir nie ab!
Man wird das Zen Momentum mit hinüber in dem GPU Bereich mit nehmen und so der Konkurrenz kräftig an Bein pinkeln können. 2022 wird so im Zeichen von "The Bring up" stehen.
Als Vorgeschmack kommt in der ersten Jahreshälfte noch der Zen3 Refresh 3D- Cache womit man den Gamern in diesem unserem Lande nochmals mehr Performance für die bewährte AM4 Plattform anbieten wird.
Auf RDNA3 bin ich sehr gespannt. Das was man bisher so an Gerüchten liest macht Lust auf mehr. Ab 2022 habe ich dann auch einen neuen Monitor der nicht zwingend Nvidia Karten für G-Sync benötigt.
Ich hätte wirklich mal wieder Lust auf eine AMD Karte im Haupt System. Schon alleine wegen dem Treiber OS wo man Untervolten und übertakten kann ohne Zusatz Software.
Ich hoffe nur das weder AMD noch Nvidia oder auch Intel es übertreiben bzgl. Stromverbrauch. Mehr wie 250 Watt sollte meine Karte nicht benötigen.
Was denkst du wie schnell eine "RX7700XT bzw. RX7800" werden könnte ggü der RX6900XT?
Man wird das Zen Momentum mit hinüber in dem GPU Bereich mit nehmen und so der Konkurrenz kräftig an Bein pinkeln können. 2022 wird so im Zeichen von "The Bring up" stehen.
Als Vorgeschmack kommt in der ersten Jahreshälfte noch der Zen3 Refresh 3D- Cache womit man den Gamern in diesem unserem Lande nochmals mehr Performance für die bewährte AM4 Plattform anbieten wird.
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2022 wird zweifellos spannend.
2022 bleibt langweilig wie gehabt Mit den GPU-Preisen steht und fällt alles. CPUs sind Wurst, wenn keine passende, vernünftig bezahlbare GPU zu haben ist. So zieht sich das komplett dich die ganze Hardwarepalette.
Das ist aber genau die Stärke von Intel solche Märkte anzugreifen. Denn wenn die Konkurrenz am Gift der gegenwärtig immensen Gewinnspannen klebt, ist die Chance für Intel da. Sie sagen ja, es geht um Marktanteile, das darf man als Drohung verstehen dem Rest die Preise zu ruinieren. Damit kennt sich Intel aus.
Um AMD würde ich mir dabei sogar weniger Sorgen machen, das wären ja die ersten die Chipdesign in der Schublade hätten, schließlich stellen sie die Konsolen ja her. Dann muss man halt aufhören immer nur mit 8 Vega Cores rumzugeizen, dann dürfen es ruhig 20 RDNA2 Cores sein wie bei der Series S, das würde sicherlich Anklang finden.
Nvidia schaut da am ehesten in die Röhre, weil die sind dann in der Situation die OEMs überzeugen zu müssen, dass eine CPU von Intel oder AMD gekauft wird und zwar nicht im Bundle mit einer Intel/AMD GPU, damit der OEM dann eine Nvidia verbaut. Intel und AMD werden aber wohl alles tun, dass die CPU/GPU Bundles viel attraktiver sind für die OEMs als sich nur die CPU zu kaufen und dann zu Nvidia zu rennen. Ich rechne nicht damit dass Nvidia OEM PCs schlagartig verschwinden, aber in der Stückzahl werden die vermutlich massiv unterlegen sein und im Zentrum aller Prospekt und Wochenaktionen werden wir viel mehr Intel Produkte samt GPU sehen.
Was die Spiele am PC an sich angeht ist es eh egal ob AMD oder Intel, sind beide gut genug. Zwischen Ryzen 5000 und Intel 12th Gen kann man in dem Sinn keinen Fehlkauf machen. Man kann schlimmstenfalls bei beiden zu viel Geld für Sachen ausgeben, die man nicht braucht. Bei steigender Verfügbarkeit, wird das den Preisdruck steigern.