Grafikkarten: Bot-Jäger erklären, warum Gamer beim Kauf den Kürzeren ziehen
Der Otto-Normal-Gamer hat aktuell kaum Chancen, eine aktuelle Grafikkarte zu kaufen. Die Gründer von Falcodrin, einem Dienst, der Nutzer informiert, wenn ein Händler Grafikkarten auf Lager hat, erklären, warum das so ist.
Wer im vergangenen Winter gehofft hat, die Lage am Grafikkartenmarkt könnte sich bis zum Weihnachtsgeschäft 2021 entspannt haben, sieht sich aktuell mit einem wüsten Tal der Tränen konfrontiert: Aktuelle GPUs gibt es nirgendwo mehr zu kaufen - und wenn doch, dann gehen sie zu exorbitant hohen Preisen über die Ladetheke oder landen in den Händen von Scalpern. Die Redaktion von The Verge hat sich auf Spurensuche begeben und mit zwei Menschen gesprochen, die es wissen müssen: Larry und Stu, den Gründern von Falcodrin Stock Alerts, einer Webseite, die ihren Besuchern eine Nachricht schickt, wenn ein Händler die Grafikkarte der Wahl auf Lager hat.
Gamer befinden sich im Kreuzfeuer eines "Bot-Krieges"
Die Falcodrin-Gründer verdienen mittlerweile jeweils fast 100.000 US-Dollar über Affiliate-Programme mit ihrer Dienstleistung. Ihr Fazit: Die Warteschlangen-Systeme der Händler sind Teil des Problems und entfachen einen regelrechten Bot-Krieg. Stu sagt dazu gegenüber The Verge:
"[...] die Systeme, die sie eingerichtet haben, um die hohe Belastung [der Server] zu verhindern, behindern einfach nur die normalen Nutzer, die Nutzer, die nur ein Produkt kaufen wollen, und sie sorgen dafür, dass Bots und Softwares nur noch mehr gewinnen.
Die Bots gehen direkt zum Checkout. Sie haben herausgefunden, wie sie zum Checkout kommen, ohne überhaupt die Webseite zu besuchen. Indem [die Händler] diese Warteschlangensysteme implementiert haben, blockieren sie zwar die Masse an Netzwerkverkehr, aber die Bots gehen einfach durch die Hintertür und kaufen alles leer - während die Kunden immer noch auf dem Parkplatz stehen. [...] Am Ende des Tages treiben die Bots und Scalper den Preis dieser Waren nach oben und sorgen für größere Gewinne. Einige Händler freuen sich vielleicht sogar darüber, weil sie die Waren in großer Menge auf einmal verschicken können und dadurch jede Menge Versandkosten sparen. [...] Wir befinden uns an einem Punkt, an dem wir selber Bots entwickeln, weil viele der Händler so schlimm sind, so sehr mit Bots verseucht, dass wir Auto-Checkout-Tools entwickeln müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben - einfach nur, um an den anderen Bots vorbeizukommen. Es ist ein Bot-Krieg."
Auf die Frage, wie Gamer aktuell am besten an Grafikkarten kommen können und wie sie dabei vorgehen sollten, raten Larry und Stu, dass wir uns von dem Wunsch verabschieden sollten, GPUs zum Retail-Preis zu kaufen. Wer viele Stunden Zeit investiere, nur um hundert Dollar zu sparen, mache einen Fehler. Beide raten dazu, ein paar Stunden nach einer Karte zu suchen. Außerdem sollten Gamer weiterhin einen langen Atem haben und es immer wieder versuchen, beispielsweise auf Amazon die Hardware ihrer Wahl zu bekommen.
Quelle: TheVerge

Es liegt meines Erachtens kein Grund vor einen Preisaufschlag von mehr
als 30% auf den UVP vorzunehmen, da der Einkaufspreis unter dem UVP liegt.
Vorgehen nicht unterbinden kann, wenn es denn sein muss auch über
die zuständige Staatsanwaltschaft.
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