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Games World
  • Rückblick 2015: Die Aufreger - Von beschnittenen Grafikkarten, Datensammel-Wut in Windows 10 und mehr

    Auch dieses Jahr blicken wir zurück und erinnern uns an die größten Aufreger 2015, die wir in diesem, leicht satirisch angehauchten Artikel zusammenfassen wollen. Mit dabei: Nvidias GTX 970, bei der die Speicheranbindung segmentiert wurde, aber seitens des Herstellers "vergessen" wurde, diesen Umstand zu kommunizieren, Intels mürbe Skylake-CPUs, AMDs fiepende Fiji-Grafikkarten und Microsofts aufdringliches Betriebssystem Windows 10.

    Auch dieses Jahr gab es so einige Aufreger in der digitalen Welt, über die wir in diesem Artikel mit einem leichten Augenzwinkern und vielleicht einem kleinen kecken Lächeln in satirisch angehauchter Form berichten wollen. Da wäre eine mangels Konkurrenz ziemlich lethargisch wirkende Firma Intel, deren Broadwell-Prozessoren stark verspätet auf den Markt kamen und so quasi direkt auf den schlecht lieferbaren, trotz niedrigem Listenpreis faktisch überteuerten und zudem tendenziell labil konstruierten Nachfolger Skylake auffuhren. Und im Falle von Broadwell daraufhin praktisch sofort wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwanden. Oder Nvidia, die mit der außerordentlich diskreten Beschneidung des Speicherinterfaces der GTX 970 und der Entscheidung, Treiber bald nur noch registrierungspflichtig über Geforce Experience anzubieten, für gleich zwei massive Aufreger sorgten. Oder AMD, die zwar endlich mal wieder technisch interessante High-End-GPUs auf den Markt brachten, die allerdings mit zu wenig Speicher für extrem hohe Auflösungen ausgestattet sind und die entweder durch nerviges Spulenfiepen (R9 Nano) oder jaulende Wasserpumpen (R9 Fury X) negativ auffielen.

    Microsoft dagegen verärgerte derweil viele User mit ihrer sehr aggressiven Vermarktungspolitik für Windows 10, welches im Übrigen ebenfalls fleißig Nutzerdaten sammelt, unter anderem um "der angezeigten Werbung mehr Relevanz zu verleihen" - was natürlich ein ganz tolles und unverzichtbares Feature für Windows-Nutzer darstellt, deren private Daten derweil an dubiose Dritte weiter verhökert werden. Aber mit der Datenkleptomanie befindet man sich ja in guter Gesellschaft, immerhin hat unsere Regierung die Vorratsdatenspeicherung wieder eingeführt, die nun außerdem ganz sicher nicht nur Meta-Daten sammelt.

    09:04
    PC-Umsetzungen, Vorbesteller-Wahn ... - Skandale & Aufreger 2015 - Video

    Aufreger 2015 - Die Grafikkarten

    Natürlich müssen wir hier auf Nvidias GTX 970 zu sprechen kommen, denn diese löste Anfang des Jahres einen großen Trubel aus, nachdem aufmerksame Spieler ein seltsames Verhalten der Grafikkarte bei hoher Speicherbelegung feststellten: Offenbar sträubte sich die mit 4 GiByte bestückte Grafikkarte, deren mehr als 3,5 GiByte zu belegen, was erfahrene PC-Nerds naturgemäß für etwas merkwürdig befanden. Wurde die Speicherbelegung gewaltsam erhöht, etwa durch exzessives Downsampling, brach die Leistung der beliebten High-End-Grafikkarte in einigen Situationen kurzfristig und sehr stark ein, während eine konzeptionell in Sachen Speicher eigentlich identisch scheinende GTX 980 dieses Phänomen nicht zeigte. Nachdem die Presse auf die entsprechenden Foreneinträge aufmerksam wurde und auch PCGH daraufhin bei Nvidia um Aufklärung bat, kam nach einigen Wochen Herumgedruckse seitens des Herstellers heraus, dass die Nvidia GTX 970 nur 3,5 GiByte ihres Speichers mit voller Geschwindigkeit nutzen konnte, denn die letzten 0,5 GiByte Grafikspeicher waren langsam angebunden, was diese praktisch nutzlos und im schlimmsten Falls gar zur Bremse werden ließ. Zudem wurden Teile des Speichercontrollers deaktiviert. Dabei wurde auf irgendeine Weise, die wir zwar nicht wirklich nachvollziehen können, aber gerne einmal genauer erklärt bekommen würden, "durch einen internen Kommunikationsfehler vergessen", diesen Umstand jenem Team mitzuteilen, das die Launch-Unterlagen für die GTX 970 vorbereitete - so jedenfalls die Erklärung seitens Nvidia. Dem Anschein nach kam aber auch niemand auf die Idee, sich einmal über Details der zu erledigenden Arbeit zu erkundigen und so zauberte sich dieses Team also demnach in Ermangelung von tatsächlicher Ahnung irgendwelche Werte herbei, die sich dann im Nachhinein seltsamer Weise als falsch herausstellten - das alles klingt schon nach einem kuriosen Lapsus, wenn wir das einmal so anmerken dürfen.

    In der Praxis stellte sich die Problematik allerdings bislang als relativ unauffällig dar, auch wenn es in einigen Spielen jenseits von 1080p oder mit hohen Kantenglättungsfaktoren zu Performance-Einbrüchen kam oder gegenüber dem Schwestermodell GTX 980 weniger hoch aufgelösten Texturen angezeigt wurden - oft aber erst dann, wenn die Bildraten schon zu niedrig für flüssiges Spielen ausfielen. Dennoch und trotz - vielleicht aber auch gerade wegen - der hohen Beliebtheit der Grafikkarte war die Speichermisere der GTX 970 ein schwungvoller Tritt ins Fettnäpfchen seitens des Herstellers, der sicher dem einen oder anderen auch noch nach 2015 im Gedächtnis bleiben wird, die phrasenhafte Erklärung Nvidias dürfte jedenfalls nur wenige Nutzer zufriedengestellt haben.

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    GTX 970 VRAM-Problem im Video - Wie schlimm ist es wirklich?

    Doch nicht nur Nvidia erlaubte sich einen nennenswerten Fauxpas, auch AMD enttäuschte etwas beim Design der wasserumspülten Radeon R9 Fury X. Die prinzipiell technisch interessante Grafikkarte setzte erstmals auf den flinken HBM-Speicher, knauserte dabei allerdings bei der Menge: Nur 4 GiByte sind für manch heutiges Spiel und eine Top-End-GPU tatsächlich schon etwas knapp. Ganz besonders, wenn in höheren Auflösungen gespielt werden soll, in denen AMDs Flaggschiff überhaupt erst die Leistung vernünftig entfalten kann - dort aber eventuell bereits wieder von ihrer geringen Speichermenge ausgebremst wird. Ein weiterer Design-Makel der ersten Revision an Karten betraf die Pumpe der Wasserkühlung. Diese induzierte in zumindest einigen Fällen (darunter befinden sich auch sämtliche bislang von PCGH genutzten Testmuster) ein hochfrequentes Jaulen, das uns entgegen den Angaben von AMD selbst in einem geschlossenen und gedämmten Gehäuse noch als lästig auffiel und an unseren Nerven zerrte.

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    AMD Radeon R9 Fury X in Aktion: Lautstärketest im schallarmen Raum

    Erschwerend kam außerdem hinzu, dass selbst AMDs modernstes GPU-Design einen recht ordentlichen Stromdurst entwickelte, sobald hohe Grafiklast anlag. Dieser Umstand wurde zwar etwas von der kleinen luftgekühlten Fiji-GPU Radeon R9 Nano abgefedert, die deutlich weniger Strom benötigte, sich aufgrund des niedrigen Powerlimits allerdings trotz Fiji-Vollausbau unterhalb der R9 Fury X platzierte. Während die Nano dafür aber ebenso teuer war, genau so wenig Speicher besaß und zudem im Test mit deutlich hörbarem Spulenfiepen nervte. In den Monaten nach dem Launch waren sämtliche Fiji-GPUs zudem sehr schlecht lieferbar, was wahrscheinlich der eher weniger beeindruckenden Verbreitung der aktuell schnellsten und modernsten Radeons nicht sonderlich zuträglich war. Ebenfalls 2015 neu erschienen ist AMDs Tonga-Vollausbau R9 380X, der aber ebenfalls etwas hinter den Erwartungen zurückblieb.

    Aufreger 2015 - Die CPUs

    Während wir bei den Jahresrückblick für AMD-CPUs schnell zusammenfassen können, glänzten doch neue Produkte im High-End-Desktop-Bereich mit vollständiger Abwesenheit, müssen wir bei Intel-CPUs ein wenig weiter ausholen: So brachte der Hersteller gleich zwei neue CPU-Generationen heraus. Dabei gab es allerdings ein paar Problemchen mit der neuen 14-nm-Architektur, die soweit ausuferten, dass Intels Tick-Tock-Strategie gehörig aus dem Takt geriet: Broadwell verspätete sich soweit, dass der Release beinahe mit der moderneren Skylake-Architektur zusammenfiel. Der Enthusiasmus unserer Community für Broadwell hielt sich daher in engen Grenzen, was durchaus verständlich ist. Denn wer würde schon ein Quasi-Vorjahresmodell kaufen, wenn zwei Monate später der Nachfolger bereit steht? Wobei letzterer Umstand nicht ganz zutraf, denn lange Zeit waren Skylake-CPUs nur schlecht lieferbar und wenn, dann für einen deutlich höheren Preis als eigentlich aufgerufen. Mittlerweile hat sich das etwas revidiert, dennoch ist die Situation noch immer unbefriedigend. Abgesehen davon handelte es sich bei dem für Spieler interessanten Topmodell, dem i7-6700K, noch immer um einen Vierkerner mit rund 4 GHz Takt, eine wirklich eindrückliche Leistungssteigerung gegenüber dem letzten Tock (Haswell) blieb aus, genauso mangelt es an bezahlbaren Sechs- oder Achtkernprozessoren. Intel wirkte damit zuletzt recht lethargisch, was Fortschritte angeht. Mangels starker Konkurrenzprodukte erscheint dies allerdings auch nicht weiter verwunderlich, warum auch groß anstrengen und sinnlos Ressourcen verschwenden - AMDs Zen-Architektur lässt schließlich weiterhin auf sich warten.

    Und noch etwas gab es zu bemängeln: Mit den Skylake-Prozessoren verringerte Intel die Dicke des Substrats, auf dem die CPUs verlötet wurden - aus welchen Gründen auch immer. Damit wurde die Empfindlichkeit der Skylake-CPUs gegenüber Kühlern erhöht, ein zu hoher Anpressdruck kann das PCB verformen und so irreparable Schäden anrichten. Dieser Umstand ist nicht nur ärgerlich, sondern auch schwer verständlich: Wenn schon der Anpressdruck eines Kühlers Schäden verursachen kann, wie sieht es bei Kühlern mit hohem Schwerpunkt auf vertikal montierten Boards aus? Schließlich könnten bei Erschütterungen wegen des Hebelgesetzes punktuell starke Kräfte auf das PCB wirken und es aufgrund der geringen Dicke beschädigen. Bei einem Test mit einem entsprechenden Kühler stellten wir dann auch Schäden fest, wobei wir den Skylake-Test-PC schon sehr unsachgemäß behandelten:

    06:42
    PCGH in Gefahr Video: High-End-Kühler ein Problem für Skylake-CPUs?

    Aufreger 2015 - Die Spiele

    Allzu viele, heftige Fehltritte gab es 2015 im Bereich Spiele glücklicherweise nicht, zu meckern fand sich aber natürlich trotzdem reichlich: Ein nicht ganz unwichtiger Faktor ist hierbei die Leistung der aktuellen Konsolengeneration, die offenbar von vielen Entwicklern fälschlich deutlich höher eingeschätzt wurde. Denn auch dieses Jahr stolperte man in vielen Foren über das wenig schöne Wörtchen Downgrade, was nichts anderes bedeutet, dass Spielestudios die grafische Güte ihrer Titel aufgrund von Performance-Problemen reduzieren mussten. Dies betraf beispielsweise The Witcher 3, wo noch in später Entwicklungsphase die Beleuchtung des Spiels verändert werden musste, was für einige Empörung besonders seitens der PC-Community sorgte. Zumindest, bis das Spiel schlussendlich erschien, denn die meisten Spieler waren von der Optik zumindest recht angetan. Wer noch immer unzufrieden ist, kann die ursprüngliche Beleuchtung im Übrigen per Mod wiederherstellen. Trotzdem ist es natürlich ärgerlich, wenn Spiele grafisch nicht halten, was sie vormals versprachen. Ein ähnlicher Eingriff geschah in Metal Gear Solid - The Phantom Pain, wobei sich in diesem Fall der Shitstorm allerdings in Grenzen hielt. Eventuell traten nach monatelangen Downgrade-Diskussionen selbst bei den am rechtschaffensten Empörten aber auch einfach erste Ermüdungserscheinungen auf. Oder man hat sich einfach auf Quiet konzentriert.

    Ein anderes Beispiel ist das diesjährige Assassin's Creed: Sorgte Unity letztes Jahr noch durch dichte Menschenmassen in Paris während der Französischen Revolution für Staunen, falls man sich nicht gerade über Abstürze, Bugs oder andere Fehler ärgerte, wurde der Detailgrad für Syndicate deutlich zurückgefahren. Auch auf größere Ansammlungen von virtuellem Fußvolk traf man hier nur noch selten. Doch dieser Umstand erlaubte den Konsolen, in anspruchsvollen Szenarien zumindest halbwegs flüssige Bildraten um 30 Fps abzubilden, während in Unity die Framerate im Gedränge auch mal auf rund 20 Fps abfiel. Gegenüber den Konsolen hatte der PC in Unity dank seiner Hardware-Power daher deutliche technische Vorteile, in Syndicate fielen die Unterschiede zu PS4 und Xbox One dagegen relativ gering aus. Da halfen auch optionale Effekte aus Nvidias Gameworks-Programm nur bedingt, selbst wenn man für diese beim Wählen der höchsten Stufe gut die Hälfte der vormals erzielten Fps auf der Strecke lassen musste. Allerdings lief das noch immer hübsche Syndicate besser, stabiler und fehlerärmer als der Vorgänger zum Release-Zeitpunkt, weshalb wir es für richtig befanden, uns mit Kritik bezüglich der Technik größtenteils zurückzuhalten.

    01:56
    Assassin's Creed Syndicate - Schauplätze im London Horizons-Trailer
    Spielecover zu Assassin's Creed Syndicate
    Assassin's Creed Syndicate
    02:05
    Assassin's Creed Unity: Das virtuelle Paris im Launch-Trailer
    Spielecover zu Assassin's Creed: Unity
    Assassin's Creed: Unity

    Neben Downgrade-Diskussionen erhitzte auch der Zustand von Batman: Arkham Knight die Gemüter der Spieler. Auf den Konsolen als Top-Titel gefeiert, zerfetzten Spieler wie Kritiker die PC-Version ob ihrer Unfertigkeit, einem auf dem PC seit geraumer Zeit nicht mehr tragbaren 30-Fps-Limit, extremen Hardware-Anforderungen, brutalem Speicherhunger, Streaming-Problemen sowie gegenüber den Konsolen fehlenden Effekten. Publisher Warner sah sich schließlich gar dazu gezwungen, den Verkauf des ziemlich flügellahmen Flattermanns über Steam einzustellen. Wir indes mussten unseren Technik-Artikel nach vielen Stunden Herumärgerns mit Bugs und miserabler Performance abbrechen und ausdrücklich vor einem sofortigen Kauf warnen. Immerhin konnten wir bei Nachtests mit späteren Versionen zuerst eine minimale, dann schließlich eine deutlichere Verbesserung feststellen, obwohl der spielerisch gelungene Titel ein heftiger Hardwarefresser blieb, der nur auf hochgezüchteten Gamer-PCs mit vollen Details wirklich zufriedenstellend lief. Offenbar gab es aber auch eine beinahe positive Seite an dem Debakel, nicht wenige Entwickler beziehungsweise Publisher haben wohl Konsequenzen gezogen: Verspätungen aufgrund einer zusätzlichen Qualitätssicherung häufen sich, zwei aktuelle Beispiele wären Need for Speed und Deus Ex: Mankind Devided.

    06:34
    Batman Arkham Knight: Nachtest der PC-Version - Besser spielbar dank Patch?
    Spielecover zu Batman: Arkham Knight
    Batman: Arkham Knight

    Aufreger 2015 - Windows 10 und die große Gier nach Daten

    Natürlich darf in diesem Artikel auch Microsoft und deren penetrante Vermarktungsstrategie bezüglich Windows 10 nicht fehlen. Schließlich gehen die Redmonder all jenen Windows-Nutzern mit wahrscheinlich eher weniger liebenswürdigen weil ständig aufpoppenden Upgrade-Hinweisen gehörig auf den Geist, die bislang noch nicht auf das für Umsteiger natürlich total selbstlos kostenfrei angebotene Windows 10 gewechselt sind. Wer nicht aufpasste, dem lud eine frühere Windows-Version das Upgrade auch schon mal selbstständig herunter - was gar dem einen oder anderen wenig amüsierten PCGH-Redakteur die monatlich beschränkte Bandbreite zusätzlich kastrierte. Das ungefragte Herunterladen des Upgrades gibt es aber bestimmt auch nur deshalb, damit völlig unbedarfte User nicht sich mit der Entscheidung überfordert fühlen, ob sie denn nun tatsächlich zu Win 10 wechseln möchten. Und nicht etwa, um sie mit einem offenbar wichtigem Update zu überrumpeln oder gar durch beständige Belästigung zu einem Upgrade zu nötigen, denn das wäre ja unfein. Seltsamerweise ist die Verbraucherschutzzentrale Baden-Württemberg in dieser Hinsicht offenbar anderer Meinung und zerrt Microsoft deshalb vor Gericht.

    Ein bisschen verärgert sind allerdings auch einige Personen, die bereits Windows 10 nutzen. Denn das neue OS hält nicht sonderlich viel von Datenschutz. Erst recht nicht, wenn Sie der großen Datenspionage nicht vorsorglich einen Riegel vorschieben - bestenfalls direkt bei der Installation, denn standardmäßig sind alle Schnüffel-Tools aktiviert: Legen Sie etwa Bilder im Cloud-Speicher Onedrive ab, werden diese gescannt und nach illegalen Inhalten durchsucht. Ist das Tool Cortana aktiv, hört Ihnen die digitale Assistentin beständig zu und lauscht nach entsprechenden Befehlen oder erwartet eine Eingabe via Tastatur. Außerdem weiß sie über Ihre eventuell vorhandenen Freunde, Ihre Browser-History und Ihre Position Bescheid, denn Windows 10 sammelt auch Telemetrie-Daten. Nebenbei zählen zu den erhobenen Daten außerdem: Name und Kontaktdaten, Anmeldedaten, demographische Daten, Zahlungsdaten, Nutzungsdaten, Kontakte und Beziehungen zu anderen Nutzern und weitere. Genaueres können Sie direkt bei Microsoft erfahren, Sie stellen sich aber besser auf eine längere Lektüre ein.

    Überhaupt hat die Sammelwut von persönlichen Daten solch Ausmaß erreicht, dass wir uns dazu berufen fühlen, diesen Umstand gleich mit in diesen Artikel aufzunehmen. So langsam erscheint uns die Datengier nämlich leicht besorgniserregend und dies betrifft nicht nur den PC, sondern beispielsweise auch die Apple Watch. Richtig, das ist jene unfassbar nützliche und smarte Uhr, die mit ihren rund 17 Stunden Akkulaufzeit eine gewisse atavistische Veranlagung demonstriert, da sie einmal vollgeladen etwa genauso lang die Uhrzeit anzeigen kann, wie eine steinzeitliche Sonnenuhr während eines deutschen Sommers. So bieten etwa mehrere Krankenkassen Besitzern der Apple-Watch Vergünstigungen an, wenn diese regelmäßig ihre Gesundheitsdaten übermitteln - die wiederum eigentlich als ganz besonders schützenswert und sensibel eingestuft sind. Vielleicht sind wir an dieser Stelle etwas zu zynisch und das Ganze wird von den Krankenkassen aus total philanthropischen Gründen angeboten. Wir fragen uns jedoch, ob man sich nicht eventuell nach Feststellung beispielsweise von leichten Herzrhythmusstörungen nach dem Genuss von zwei Gläschen Wodka zu viel dank solch eines feinen Tools plötzlich in der Risiko-Gruppe "Katastrophal" oder vielleicht "Halbtot" wiederfinden könnte. Auch Nvidia möchte gern etwas vom großen Datenkuchen abhaben und plant dazu, "Game-Ready"-Treiber in Zukunft nur noch registrierten Nutzern der Geforce Experience anzubieten und dabei sich selbst einräumt, gescheffelte Daten ausdrücklich an Dritte weiterzugeben (Paragraph 21) - aber das beinhaltet natürlich keine "benutzerbezogenen Daten". Wenngleich dieser Begriff interessanterweise von der im sowieso schon etwas schwammig formulierten Datenschutzrecht verankerten Bezeichnung der personenbezogenen Daten divergiert und auf der Seite leider nicht wirklich aussagekräftig definiert wird.

    Aber bei dem Thema "Datensicherung" geht ja schon unsere Regierung mit gutem Beispiel voran und hat flugs die Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung durchgewunken. Also genau der Vorratsdatenspeicherung, die das Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft hatte und deren europäische Grundlage 2014 vom Europäischen Gerichtshof als unzulässig eingestuft wurde. Aber das stand so schließlich auch im Koalitionsvertrag und der ist natürlich viel wichtiger als eine Verfassung. Und selbstverständlich dient es nur unserem Schutz, dass nun auch noch die Inhalte von Kurznachrichten und Skype-Gesprächen aufgezeichnet werden und außerdem sind die Daten bei unserer Regierung ja völlig sicher - vielleicht sogar noch sicherer als die gesammelten LKW-Mautdaten, die momentan zwar wie versprochen anonymisiert sind, demnächst aber an Dritte weiterverkauft werden sollen. Auch Österreich plant übrigens eine Neueinführung der Vorratsdatenspeicherung, nachdem sie auch dort im Jahre 2014 gekippt wurde.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    PC-Spiele 2016: Games-Liste mit Release-Terminen
      • Von majinvegeta20 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von KrHome
        Die 970 krankt an Mikrorucklern. Keines deiner Videos ist in der Lage Mikroruckler darzustellen.

        Erst dann, wenn die Mikroruckler zu Makrorucklern werden, kann man sie außerhalb einer Frametime Messung darstellen - so wie in Shadows of Mordor, wo die 970 im Ergebnis auch bei den avg. fps stark einbricht.
        Es ging dabei darum, ob diese Mikroruckler angeblich dafür sorgen, das ein Spiel unerträglich bzw. gar unspielbar wäre.

        Wie es ja von einigen hier gerne mal behauptet wird.

        Die Prophezeihung, das im Spieljahr 2015 Spiele kommen werden, die die Karte aufgrund ihres "RAM Bugs" nicht mehr ordentlich verarbeiten kann, ist genauso wenig eingetroffen.
        Eher gab es gar Beispiele das bestimmte AMD Karten in bestimmten Titeln trotz ihres vollen 4gb Speichers höhere Mikroruckler aufweisen als die betagte GTX 970. ^^

        Das die Karte an sich eine Schwäche besitzt, ich glaube darüber braucht man sich nicht streiten.
        Führt aber diese Schwäche zur schlecht bzw. Unspielbarkeit eines Titels muss ich einfach sagen nein.

        Doch genau das wird hier desöfteren von so manchen verlautet UND nur DEM widerspreche ich. Nicht mehr.

        Ansonsten wurde doch der Preisplatz mit der R9 390 8gb gut bestückt, so dass man eine mehr als ordentliche Alternative hat. Wir müssen das Thema ja jetzt nicht schon wieder erneut aufrollen.
      • Von KrHome BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von majinvegeta20
        (Shadow of Mordor war inkl. HD Texturen, aber wo waren da jetzt in meinem verlinkten Video die von den Meisten verschrieenen unspielbaren bzw. unzumutbaren fps Raten? )
        Die 970 krankt an Mikrorucklern. Keines deiner Videos ist in der Lage Mikroruckler darzustellen.

        Erst dann, wenn der VRam Verbrauch extrem hoch wird und die Mikroruckler zu Makrorucklern werden, kann man sie außerhalb einer Frametime Messung darstellen - so wie in Shadows of Mordor, wo die 970 im Ergebnis auch bei den leichter zu veranschaulichen avg. fps stark einbricht.
      • Von PCGH_Phil Audiophil
        Zitat von Qwerr23
        Was mich ziemlich nervt, dass der Artikel 0 Selbstkritik enthält. Ihr kriegt doch alle die Karten kostenlos. Diese dann ordentlich zu testen sollte doch möglich sein. Das emulierte Async Compute Feature wird bestimmt bald auch noch ins Gewicht fallen.

        Ich mein ist zwar blöd, dass Nvidia dies macht aber noch lächerlicher ist es, dass es die User selbst aufdecken anstatt, dass es die Fachpresse macht die doch eigentlich die Mittel dazu haben sollte um alles möglich zu testen. Dies zeigt doch Nvidia, dass sie damit locker durchkommen. Wenn sie bald alles noch ein bisschen mehr verstecken ist es wie die fehlenden Features schwer nachweisbar, da die Treiber ja nur von wenigen RE'd werden und in der Usa ist dies ja glaub ich nicht mal erlaubt.
        Hast du mal die Links gelesen, die ich da mit dem Text verbunden hab? Die sind nicht nur einfach so zum Spaß da. Du kannst auch das Video ansehen, wenn du magst.... Da hab ich extra ein paar Tage Arbeit reingesteckt, die ich nur deshalb wieder rausholen hab können, weil ich freiwillig dafür meine Freizeit aufgegeben habe. Wir waren in der Hinsicht schon sehr selbstkritisch, wenn ich das denn mal so anmerken darf. Glaubst du etwa, es wäre uns nicht gegen den Strich gegangen und tut das noch immer, dass wir Empfehlungen Aufgrund falscher Annahmen gemacht hätten? Ich habe die Grafikkarte genauso meinen besten Freunden empfohlen, wie ich es hier in der Community getan habe, und da bin ich in der Redaktion ganz sicher nicht der Einzige. Wenn du dieser Annahme wärst, dann würde ich noch einmal genaueres Nachdenken empfehlen. Dann wärst du nämlich dreimal falsch gewickelt.., Das ist nämlich für uns als Redakteure, die wir mit unserer Meinung in aller Öffentlichkeit mit unserem Wort für etwas einstehen, ganz besonders ärgerlich. Das kannst du mir genau so glauben, wie den Umstand, dass ich jetzt ganz besonders kritisch hinsehe...

        Gruß,
        Phil
      • Von majinvegeta20 Lötkolbengott/-göttin
        Genauso auch von der anderen Seite der Partei. Aber du hast recht...da gab es ja nu wirklich mehr als genug Diskussionen darüber.
        Das müssen wir nu wirklich nicht noch einmal anfangen.
      • Von Klinge Xtream Freizeitschrauber(in)
        Die Spiele muss ich nicht nennen, da gibt es eh schon zig Diskussionen drüber.
        Einer merkt Ruckler, ein anderer nicht. Alles sehr von der Person abhängig.
        Darum sind Diskussionen eher sinnlos. Es kann aber niemand leugnen, dass NVIDIA da was falsch gemacht hat.
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Rückblick 2015: Die Aufreger - Von beschnittenen Grafikkarten, Datensammel-Wut in Windows 10 und mehr
Auch dieses Jahr blicken wir zurück und erinnern uns an die größten Aufreger 2015, die wir in diesem, leicht satirisch angehauchten Artikel zusammenfassen wollen. Mit dabei: Nvidias GTX 970, bei der die Speicheranbindung segmentiert wurde, aber seitens des Herstellers "vergessen" wurde, diesen Umstand zu kommunizieren, Intels mürbe Skylake-CPUs, AMDs fiepende Fiji-Grafikkarten und Microsofts aufdringliches Betriebssystem Windows 10.
http://www.pcgameshardware.de/Spiele-Thema-239104/Specials/Rueckblick-2015-Aufreger-1181548/
25.12.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/12/05_Skylake_Falltest-pcgh_b2teaser_169.jpg
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