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    Quelle: AMD

    AMD Zen ab 2017: Alles zu Release-Termin, CPU-Sockel, technische Daten [Update]

    AMD will mit der von Grund auf neu entwickelten Zen-CPU-Mikroarchitektur das Bulldozer-Fiasko ausbügeln. Ab Ende 2016 will man damit auch wieder den High-End-Markt für CPUs bedienen. PC Games Hardware versucht sich an einer Übersicht zu den vorliegenden Informationen.

    Aktuelle Änderungen hervorheben

    AMD selbst gibt zu, dass das komplette Bulldozer-Projekt ein Flop war. Nichtsdestotrotz muss man sich mit Verbesserungen (zuletzt Steamroller und Excavator) über Wasser halten und das Beste aus der Situation machen - eine neue Mikroarchitektur stampft man eben nicht mal so aus dem Boden. Im Herbst 2011 stellte AMD seine ersten Bulldozer-CPUs offiziell vor. 2012 kehrte Jim Keller, der früher schon am K7 (Athlon XP) und K8 (Athlon 64) beteiligt war, von Apple zu AMD zurück und fing dann mit einem Team an den Arbeiten an einer neuen Mikroarchitektur an. Im September 2014 fiel dann erstmals der Name Zen von offizieller Seite. Inzwischen befindet sich die Entwicklung der ersten Zen-CPUs im Endspurt und sollte in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

    04:29
    Computex: AMD-Chefin zeigt erstmals Zen

    Zen: SMT statt CMT und FinFET-Fertigung (Update)

          

    Mit Zen wird AMD den CMT-Ansatz (Core-Multithreading) aufgeben. Alle Kerne erhalten wieder ihre eigenen Ressourcen und müssen sich (abseits des L3-Caches) keine mehr mit anderen in Modulbauweise teilen. Stattdessen wird künftig auf SMT gesetzt, wie es bei Intels Core i7 unter dem Markennamen "Hyperthreading" zum Einsatz kommt. Jeder Kern wird also jeweils zwei Threads verarbeiten können.

    Statt Module gibt es jetzt "CPU Complexes" (CCX) bestehend aus vier Kernen, die für größere Prozessoren über einen Data Fabric, analog zu Intels Ring Bus, zusammengeschaltet werden können. Ebendieser Data Fabric soll auch dazu dienen, die CPU mit einer GPU zu verschmelzen (Stichwort Raven-Ridge-APUs). Den Anfang wird der "Zeppelin"-Die machen, der als Achtkerner unter dem Codenamen Summit Ridge für den Sockel AM4 erscheinen wird - voraussichtliche Vorstellung: Januar 2017, vielleicht zur CES. Für Server vereint AMD bis zu vier Zeppelin-Dies innerhalb eines Multi-Chip-Moduls. Ein solcher 4er-MCM soll unter dem Codenamen Naples erscheinen.

    Zen Architektur-AufbauZen Architektur-AufbauQuelle: AMD

    Zen: +40% IPC gegenüber Excavator

          

    Zen IPC-RoadmapZen IPC-RoadmapQuelle: AMDDie größte Schwäche von AMDs CMT-Ansatz ist die Single-Core-Leistung, wenn eine Anwendung oder ein Spiel nicht alle Integer-Kerne auslasten kann. Das will AMD mit Zen ändern, eine grobe Leistungsprognose nennt AMD immer wieder: 40 Prozent mehr Instructions per Clock, kurz IPC, wollen die Texaner gegenüber der Excavator-Ausbaustufe von Bulldozer drauflegen. Das ist ein stolzer Schritt. Hier muss man aber auch ehrlich sein; ein solcher Wert ist in Kombination mit Taktraten weit über 3,0 GHz bitter nötig, um gegen Intel konkurrieren zu können. Immerhin wird es Summit Ridge mit Intels Kaby Lake aufnehmen müssen, der dank ausgereiftem 14+-Prozess jenseits der 4,0 GHz takten kann. Die IPC-Erwartungen von Zen liegen in etwa auf Haswell-Niveau, was mit acht Kernen durchaus ordentlich wäre. Lediglich beim Takt müsste AMD noch abliefern.

    Zen: AM4 als gemeinsame Basis für CPUs und APUs (Update)

          

    Mit Zen wird der Sockel AM4 an den Start gehen, der sowohl für reine FX-CPUs als auch für APUs dienen wird. Letztere werden zunächst noch auf Excavator basieren (Bristol Ridge), sollen dann aber gegen 2018 durch Zen-basierte Nachfolger abgelöst werden (Raven Ridge). Mit von der Partie sind DDR4 und eine ansonsten runderneuerte Plattform. Gerüchten zufolge soll Raven Ridge mit zwei Vierkern-Dies erscheinen - einer davon mit HBM2-DDR4-Kombi-Interface, dessen 1.024 Shader nicht mehr durch zu langsamen Speicher ausgebremst würden, und einer ausschließlich mit DDR4 und 768 Shadern.

    Mittlerweile steht quasi fest, dass AM4 ein PGA-Sockel mit den typischen, goldenen Pins, 1.331 an der Zahl, an der CPU-Unterseite wird. Es handle sich bei AM4 genauer um einen µOPGA-Sockel (Organic Pin Grid Array), wie sie AMD bereits zu Athlon-XP- und -64-Zeiten nutzte. AM3+ ist ein PGA-ZIF, ein sogenannter Nullkraft-Sockel (Zero Insertion Force), bei dem man die CPU ohne Druck in den Sockel legen kann. Für AM4 ist das ZIF-Prinzip ebenfalls denkbar. Einen weiteren Beleg für den PGA-Sockel gab es auf der Computex-Pressekonferenz. AMD-CEO Lisa Su hielt eine Zen-basierte Summit-Ridge-CPU in die Luft, von der auch die Rückseite fotografiert werden konnte. Das PGA-Design ist eindeutig zu erkennen.

    Für den Sockel AM4 wird es die drei Chipsätze X370, B350 und A320 geben. Der B350 wird mit einer OC-Unterstützung aller AM4-Prozessoren per Multiplikator und allen gängigen Anschlüssen wohl die gängigste Variante darstellen. X370-Mainboards werden zusätzlich PCI-Express-Switches verlötet haben, um für SLI beziehungsweise Crossfire 32 PCI-Express-3.0-Lanes von der CPU bereitstellen zu können. Der A320 wird die CPU-internen I/O-Fähigkeiten nur um einen RAID-Controller erweitern.
    AMD Summit Ridge (Zen): Noctua zeigt neues AM4-Halterungssystem (5)AMD Summit Ridge (Zen): Noctua zeigt neues AM4-Halterungssystem (5)Quelle: PC Games Hardware

    Auf der Computex 2016 zeigte Kühlerhersteller Noctua auch das erste AM4-Halterungssystem. Nachdem es zwischenzeitlich Verwirrung zum Thema gab, ist nun klar, dass es für Summit-Ridge-CPUs auf Basis von Zen und die Bristol-Ridge-APUs neue Halterungssysteme brauchen wird. AMD bleibt den nicht-quadratischen, rechteckigen Lochabständen treu, nutzt nun aber andere Maße als noch bei AM3(+). Alte Kühler ohne neues Halterungssystem wird man folglich nicht weiternutzen können. Da die Lochabstände nicht quadratisch sind, wird man Kühler auch auf dem Sockel AM4 nicht einfach drehen können. Noctua liefert dazu noch ein zweites, kürzeres Paar an Querstreben mit, um die Kühler nach oben und nicht nur nach hinten blasend ausrichten zu können. Wie schon bei den letzten Generationen beliefert Noctua (und vermutlich auch andere Kühlerhersteller) seine bisherigen Kunden auf Wunsch kostenlos (abseits der Versandkosten) mit einem neuen Retention-Kit.

    Zen: Wann findet der Release statt? (Update)

          

    Klar ist, dass Summit Ridge als erste Zen-Plattform Anfang 2017 erscheinen wird. Ein guter Tipp ist die CES 2017 Anfang Januar. dort sollte es mindestens eine Vorstellung mit später folgender Veröffentlichung geben. Wir erwarten dort jedenfalls erste Informationen zu konkreten Summit-Ridge-Produkten und AM4-Mainboards.

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    Doom auf Summit Ridge (Zen): Einblick in das AMD-Labor
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AMD Zen ab 2017: Alles zu Release-Termin, CPU-Sockel, technische Daten [Update]
AMD will mit der von Grund auf neu entwickelten Zen-CPU-Mikroarchitektur das Bulldozer-Fiasko ausbügeln. Ab Ende 2016 will man damit auch wieder den High-End-Markt für CPUs bedienen. PC Games Hardware versucht sich an einer Übersicht zu den vorliegenden Informationen.
http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Specials/AMD-Zen-CPU-Release-Sockel-1158359/
24.11.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/05/AMD_Zen_Features-pcgh_b2teaser_169.png
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