Geforce GTX 680 im Test: Turbo, Fps-Limiter und Overclocking
Nvidias Geforce GTX 680 auf Basis der Kepler-Architektur im PC-Games-Hardware-Test: Kann sich die GK104-Karte gegen AMDs Radeon HD 7970 behaupten? PC Games Hardware prüft Leistung, Stromverbrauch, Geräuschkulisse, Overclocking-Potenzial und vieles mehr.
Geforce GTX 680 im Test: Turbo und TDP
Des Keplers Turbo-Modus und das eng damit verzahnte TDP-Budget sorgen dafür, dass das Übertakten einer Geforce GTX 680 nicht ganz so trivial ist wie bei älteren Grafikkarten. Der Turbo ist immer aktiv, es existiert (derzeit) keine Option, um ihn abzuschalten. Strenggenommen übertaktet sich die GTX 680 ständig selbst - warum also selbst Hand anlegen? Ganz einfach: Der Turbo agiert innerhalb des festgelegten Maximalverbrauchs von 195 Watt (= TDP 100 %). Die Grafikkarte hat mit Hilfe von Stromverbrauchsmessungen auf der Grafikkarten-Platine stets einen Blick auf ihre eigenen Vitalfunktionen: Hitze und Belastung der Power-Rails bestimmen, wie stark sich der Grafikchip - und nur der - selbst Beine macht. Der Speicher bleibt stets bei 3.004 MHz - mehr wäre außerhalb der Spezifikation der 3-GHz-Bausteine.
Quelle: PC Games Hardware
GPU-z Sensoren Geforce GTX 680 unter Spielelast (max. Takte)
Ein Beispiel: Sie lenken eine Massenschlacht in Starcraft 2 ohne forderndes Anti-Aliasing - die CPU hechelt, die Grafikkarte schiebt Wartezyklen ein. Der Turbo strebt in diesem Fall keineswegs an, die GPU zwecks Stromsparens zu bremsen, sondern legt nochmals eine Taktstufe obendrauf. In unserer Benchmarkszene äußert sich dies laut Taktprotokoll in bis zu 1.124 MHz Chiptakt; steigt die Pixellast, sind es 1.097 MHz - mit der Baseclock von 1.006 MHz arbeitete der GK104 während unseres Praxistests in Spielen nie. Anders sieht das in Applikationen wie dem Furmark respektive PCGH VGA Tool aus, hier wird die Leistungsaufnahme zuverlässig auf das niedrigere Niveau fixiert. Sie wähnen womöglich einen den Haken der Funktion: Der Turbo übertaktet die GPU nur dann ordentlich, wenn sie nicht ausgelastet wird - in fordernden Szenarien, wo das Taktplus eigentlich erwünscht wäre, hilft erst manuelle Übertaktung (mit Überschreitung der TDP-Grenze) gegen Ruckler? Das ist nur zum Teil korrekt, da GPU-Auslastung nicht immer mit höherem Stromverbrauch einhergeht - die Einheiten können auf verschiedene Weise ausgelastet werden. Richtig ist hingegen, dass die Übertaktung mit steigender GPU-Temperatur und damit steigendem Stromverbrauch geringer wird - in schlecht belüfteten Gehäuse also womöglich nach längerer Spielzeit.
Geforce GTX 680 im Test: Frame Rate Targets
Eine weitere Funktion, welche über Evga Precision zugänglich war, ist die Einstellung eines Frame-Rate-Targets im Bereich von 25 bis 100 Fps. Die (funktioinierende!) Idee dahinter: Ihnen genügen für ein bestimmte Spiel 40 Fps (oder ein anderer Wert), Sie stellen ihn ein und die Karte taktet sich so weit herunter, dass dieser Wert gehalten werden kann. Das Resultat: Überschüssige Fps - vierstellige Zahlen in so manchem Spielemenü - werden vermieden, die Leistungsaufnahme sinkt drastisch.
Quelle: PC Games Hardware
Evga Precision X mit Geforce GTX 680 Referenzkarte (2)
Geforce GTX 680 im Test: Overclocking
Eine neue Version von Evgas Precision-Tool erlaubt es, die Eigenheiten der Kepler-Grafikkarte anzusprechen. Precision X ist nicht nur in der Lage, die Base-Clock via Offset zu übertakten, sondern auch, die Kernspannung und das TDP-Limit zu verändern. Der Standard bei unserer Geforce GTX 680 lautet 100 % TDP bei 0,987 Volt. Was auf den ersten Blick deutlich weniger Spannung als bei AMDs 28-nm-Grafikchips ist, stellt lediglich den Minimalwert dar: Greift der Turbo, hebt die GTX 680 ihre Spannung auf bis zu 1,15 Volt an; jede Taktstufe geht mit mehr Volt einher. All das lässt sich im Protokoll des Programms nachlesen. Auch zeigt das Tool prozentual an, inwiefern die TDP-Grenze von 100 Prozent erreicht wird.
Bei unserem Overclocking-Test zeigte sich wenig überraschend, dass der Takt relativ schnell an die TDP-Wand fährt. Bleibt der TDP-Wert auf 100 Prozent, was 195 Watt entspricht, wird das Limit vereinzelt erreicht und der Turbo geht nicht so hoch, wie er könnte. Für die nachfolgend abgebildeten OC-Werte haben wir die TDP auf 120 Prozent gesetzt (maximal möglich sind 132 Prozent). Damit darf die Geforce GTX 680 rechnerisch bis zu 234 Watt aus dem Netzteil ziehen - das genügt unserem Muster, um an die Taktgrenzen der Hardware vorzustoßen. Beachten Sie bei den Werten stets, dass gilt: Baseclock + OC-Offset + Turbo = Realtakt. Mit 1.150 MHz via Tool (+144 MHz auf die Basis) rechnet unser Sample der GTX 680 konstant mit 1.241 MHz Chiptakt. 1.180(1.299) MHz, ein beachtlicher Wert, lief erst mit manuell aufgezogener Lüfterstärke und einer TDP von 132 Prozent, aber instabil. Hierbei "peakte" der Wert laut Precision-Log bei bis zu 122 Prozent, also einer errechneten Leistungsaufnahme von 238 Watt. Die Kernspannung wurde mit bis zu 1,175 Volt angegeben - manuell ist zurzeit bei 1,15 Volt Schluss.
Quelle: PC Games Hardware
Evga Precision X mit Geforce GTX 680 Referenzkarte
Geforce GTX 680 im Test: OC-Resultate
Gut zu sehen: Sowohl RAM- als auch GPU-OC schlagen kräftig durch. Da Kepler/GK104 in Relation zu seiner Rechenkraft über weniger Speichertransferrate verfügt als die GTX 580 oder AMDs Radeon HD 7970/7950, bringt ein Taktplus hier entsprechend höhere Fps-Gewinne. Bei der Geforce GTX 680 lohnt es sich folglich, alles ans Limit zu treiben.
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce GTX 680 im Test: Architektur und Spezifikationen
- Seite 2 Geforce GTX 680 im Test: Weitere Architekturdetails
- Seite 3 Geforce GTX 680 im Test: Lautheit und Leistungsaufnahme
- Seite 4 Geforce GTX 680 im Test: Testsystem, Benchmarks und Treiber
- Seite 5 Geforce GTX 680 im Test: Bad Company 2 (DX11)
- Seite 6 Geforce GTX 680 im Test: Battlefield 3 (DX11)
- Seite 7 Geforce GTX 680 im Test: Crysis Warhead (DX10)
- Seite 8 Geforce GTX 680 im Test: Crysis 2 (DX11 + Hi-Res-Textures)
- Seite 9 Geforce GTX 680 im Test: Dirt 3 (DX11)
- Seite 10 Geforce GTX 680 im Test: Dragon Age 2 (DX11)
- Seite 11 Geforce GTX 680 im Test: Mass Effect 2 (DX9 + SGSSAA)
- Seite 12 Geforce GTX 680 im Test: Metro 2033 (DX11)
- Seite 13 Geforce GTX 680 im Test: Serious Sam 3 (DX9)
- Seite 14 Geforce GTX 680 im Test: Starcraft 2 (DX9)
- Seite 15 Geforce GTX 680 im Test: The Elder Scrolls 5 Skyrim (DX9 + Hi-Res-Textures)
- Seite 16 Geforce GTX 680 im Test: Extrem-Benchmarks - mit 2 GiByte VRAM zum Sieg?
- Seite 17 Geforce GTX 680 im Test: Compute-Leistung (Luxmark) und Tessellation (Unigine Heaven)
- Seite 18 Geforce GTX 680 im Test: Turbo, Fps-Limiter und Overclocking
- Seite 19 Geforce GTX 680 im Test: Fps pro Watt in 9 Spielen (Energie-Effizienz)
- Seite 20 Geforce GTX 680 im Test: Zusammenfassung und Fazit
- Seite 21 Bildergalerie
- Seite 1 Geforce GTX 680 im Test: Architektur und Spezifikationen
- Seite 2 Geforce GTX 680 im Test: Weitere Architekturdetails
- Seite 3 Geforce GTX 680 im Test: Lautheit und Leistungsaufnahme
- Seite 4 Geforce GTX 680 im Test: Testsystem, Benchmarks und Treiber
- Seite 5 Geforce GTX 680 im Test: Bad Company 2 (DX11)
- Seite 6 Geforce GTX 680 im Test: Battlefield 3 (DX11)
- Seite 7 Geforce GTX 680 im Test: Crysis Warhead (DX10)
- Seite 8 Geforce GTX 680 im Test: Crysis 2 (DX11 + Hi-Res-Textures)
- Seite 9 Geforce GTX 680 im Test: Dirt 3 (DX11)
- Seite 10 Geforce GTX 680 im Test: Dragon Age 2 (DX11)
- Seite 11 Geforce GTX 680 im Test: Mass Effect 2 (DX9 + SGSSAA)
- Seite 12 Geforce GTX 680 im Test: Metro 2033 (DX11)
- Seite 13 Geforce GTX 680 im Test: Serious Sam 3 (DX9)
- Seite 14 Geforce GTX 680 im Test: Starcraft 2 (DX9)
- Seite 15 Geforce GTX 680 im Test: The Elder Scrolls 5 Skyrim (DX9 + Hi-Res-Textures)
- Seite 16 Geforce GTX 680 im Test: Extrem-Benchmarks - mit 2 GiByte VRAM zum Sieg?
- Seite 17 Geforce GTX 680 im Test: Compute-Leistung (Luxmark) und Tessellation (Unigine Heaven)
- Seite 18 Geforce GTX 680 im Test: Turbo, Fps-Limiter und Overclocking
- Seite 19 Geforce GTX 680 im Test: Fps pro Watt in 9 Spielen (Energie-Effizienz)
- Seite 20 Geforce GTX 680 im Test: Zusammenfassung und Fazit

Im Moment gibt es eh nichts weiteres zu diskutieren!
Sieht mir eher nach Trolling aus
Ok...
Wann kommt der Treiber der die 7970 wieder um 15-20% schneller macht.Nom Nom 680GTX^^
Er hat gewürfelt, was sonst...
Könnte sich am Ende aber dennoch bewahrheiten, auch wenn ich nicht davon aus gehe, dass das der Fall sein wird. Eher im Bereich 30-35%.
Mehr als 50% sollte man aber auf keinen Fall erwarten. Dazu hat GK104 einfach zu viele GPGPU Maken, die man erst mal ausbügeln muss, und sich eben auf die Perf/W negativ nieder schlägt. GK104 wird dieses Jahr wohl der Effizienteste Gamer-Chip bleiben, es sei denn es kommt noch ein Refresh von Tahiti bzw. GK104 wegen besserer Produktion (Stichwort VCore/Taktraten).