Intel zeigt XESS mit Hitman 3 und The Riftbreaker
Intel hat im Rahmen der Innovation Keynote nicht nur Alder Lake gezeigt, sondern auch XESS mit Hitman 3 und The Riftbreaker.
Wer heute auf den Grafikkartenmarkt startet, braucht nicht nur leistungsfähige Hardware, sondern auch ein Ökosystem. Dabei hat sich KI-gestütztes Sampling zu einem Aspekt gemausert, der heute über eine Kaufentscheidung ausschlaggebend kann. Entsprechend hat auch Intel eine Technik im Programm, die man XESS getauft hat - Xe Super Sampling, quasi das Gegenstück zu DLSS (Deep Learniung Super Sampling) bzw FSR (FidelityFX Super Resolution).
Im Umfeld des Alder-Lake-Events hat Intel die Technik anhand von Praxisbeispielen gezeigt, einmal mit Hitman 3 und einmal mit The Riftbreaker. Vorweg sollte klar sein, dass es sich um Marketing-Material handelt und die Ergebnisse damit natürlich handverlesen sind. Die Demo kann im Video begutachtet werden, durch das Roger Chandler (Vice President & General Manager Client Graphics Products/ Solutions) führt. Der Inhalt richtet sich eigentlich an Entwickler, denen XESS gezeigt werden soll.
"Die erste Generation der neuen Intel Arc Hochleistungs-GPUs (Codename "Alchemist") ist für den Einsatz in Spielen konzipiert und bietet Xe Super Sampling (XeSS) - eine neuartige Upscaling-Technologie für Spieleentwickler:innen. XeSS nutzt maschinelles Lernen und XMX KI-Beschleuniger für eine leistungsstarke und realitätsnahe Grafik. Die Technologie sichert eine breite Verfügbarkeit in vielen Spielen und auf unterschiedlicher Hardware zu, da sie unter Verwendung offener Standards implementiert wird. Darüber hinaus wird Alchemist die Deep Link-Technologie auf Intel-Plattformen unterstützen: mit neuen Rechenfunktionen wie Hyper Encode, die die gleichzeitige Beschleunigung der Transkodierung einer einzelnen Videodatei über integrierte und diskrete Grafik-Engines ermöglicht."
Gezeigt wird zum einen Hitman 3 auf Basis der Glacier Engine des Entwicklers IO Interactive. Die Engine soll zwar auch Raytracing bekommen, doch dieses Feature ist bislang nicht implementiert und auch DLSS und FSR fehlen bislang im Release-Build, obwohl zumindest AMDs CAS (Contrast-Adaptive Sharpening) unterstützt wird. Vermutlich werden die Features veröffentlicht, wenn Arc Alchemist gestartet ist, denn XESS läuft grundlegend auch auf den Karten der Mitbewerber, insofern die die Technik beim Treiber berücksichtigen. Das andere Spiel war The Riftbreaker, das von Lisa Pearce (Vice President Architecture, Graphics, Software) vorgestellt wurde und das Baby der Exor Studios in Polen ist. Hier wurde jüngst FSR implementiert.
Leider gilt für beide Videos, dass die Qualität nicht sonderlich gut ist. Intel wurde auf das Thema angesprochen und gelobt Besserung. Vielleicht findet man dann auch mehr Entwickler, die am nun offenen Early Access des Dev Mesh Program teilnehmen. Zu den Grafikchips gab es heuer keine neuen Informationen.



Die Hersteller wollen die Preise der letzten 1,5 Jahre und wahrscheinlich auch die des nächsten Jahres, eher "verfestigen", weil dieses Preisniveau über eine so langen Zeitraum funktioniert hat, und die Kunden sich somit quasi schon an die Preise gewöhnt haben.
Gewisse Mechanismen sorgen derzeit für völlig überhöhte Preise bei diesen Produkten und sobald diese wieder zu schwinden und sich die Situation zu normalisieren beginnt, werden natürlichweise auch die Preise wieder auf ein "normales" Niveau fallen (zumal die derzeit zu bezahlenden Mehrkosten auf Endkundenseite ja nicht einmal in überwiegendem Maße in die Taschen der GPU-Hersteller fließen).
Letzten Endes könnte man bzgl. derartiger Theorien nur Preisabsprachen unterstellen, jedoch mit nun drei relevanten Playern im Markt wird derartiges noch einmal schwieriger zu verargumentieren sein und selbst wenn es diesen dreien gelingen könnte derartiges zuwege zu bringen, könnte ein langfristig übermäßig hohes Preisniveau dann schnell auch weitere Konkurrenten aus anderen Lagern anlocken, die nicht gewillt wäre sich an derartige Absprachen zu halten.
Darüber hinaus wäre es auch arg offensichtlich, wenn bspw. nVidia's Gross Margin nach einer Normalisierungsphase im Markt plötzlich "unerklärlicherweise" regelrecht explorieren würde, weil sich deren GPU-Preise nicht anpassen würden.
Bezüglich des Pricings bei Intel wird man einfach abwarten müssen, was ihre konkrete Zielsetzung ist. Wenn sie sich schnell und mit dem Gewinn signifikanter Marktanteile im GPU-Markt etablieren wollen, werden sie es wie jeder Neueinsteiger/Underdog halten: Mehr Leistung/Funktionalität zum bestenfalls gleichen Preis oder gar ein signifikant niedriger Preis.
So oder so wird deren Eintieg ein Win-Win für den gesamten GPU-Markt sein, denn AMD gelang es nicht nVidia in den letzten Jahren nennenswert unter Druck zu setzen und jetzt wo sie eine brauchbare Architektur haben, fertigen sie nur eine geringe Stückzahl, sodass die potentiellen markttechnischen Effekte nicht nur wirkungslos verpuffen, sondern sich gar noch ins Negative verkehren, denn nVidia gewinnt immer mehr Marktanteile im GPU-Markt.
Nvidia musste sich währenddessen darauf verlassen, dass die FPS-Balken/-Anzeigen Aussage genug sind, damit die Kunden den Qualitätsverlust hinnehmen.
Könnte mir durchaus vorstellen (bzgl. Zeitpunkt), dass INTEL genau deswegen just im GPU Geschäft mitmischen will,
da jetzt richtiger Reibach möglich ist. Zu den Zeiten, als z.B. eine RX 590 (8 GB/OC) für 189 € über den virtuellen Tresen gewandert ist, für INTEL der Markt unlukrativ war. Und die "großen" wissen laaaange vor uns (Mob/Pöbel) wo die Reise hingeht. Anders kann ich´s mir mit meiner zur Verfügung stehenden beschränkten Logik NICHT erklären ...
Aluhutgelaber Ende.
MfG Föhn.
Wenn überhaupt wird sich Intel ärgern, dass sie erst jetzt in den Desktop-Grafikkartenmarkt einsteigen können, wo sich Nvidia und AMD seit Ampere bzw. RDNA2 gegenseitig zu hohen Leistungssprüngen treiben. Eine Generation früher wäre es viel einfacher für sie geworden.
Ich kenne viele, denen der Wahnsinn bei den Preisen nicht egal ist und die darauf hoffen, dass sich irgendwann mal die Normalität einstellt und die Preistreiberei nicht mitmachen.
Wenn die Preise so bleiben sollten wie sie jetzt sind, werden einen nicht unerhebliche Menge an Leuten aus dem PC-Gaming aussteigen. Nicht alle sind bereit 1.000€ oder mehr dafür auszugeben, sich bewegende Pixel schöner darzustellen. Wenn die Midrange-Karten sich nicht wieder in Bereiche unter 500€ einpendeln, wird das auch letztlich die Spieleindustrie merken. Entweder die Verkaufszahlen der PC-Spiele gehen runter oder die neuen Spiele werden so designed, dass sie auch auf älterer Hardware noch einigermasen vernünftig laufen. Der Fortschritt in der Bildqualität wird dann darunter leiden.
Und wer nicht ganz doof ist und auf die UVPs sieht, stellt fest, dass die Hersteller auch die Karten zu dem Preis mit Gewinn verkaufen könn(t)en.
Jeder, wirklich jeder, der nicht notgedrungen die Grafikkarte braucht und trotzdem zu den überteuerten Preis einkauft, hat einen gewichtigen Anteil an der Preistreiberei.
Cunhell