So spannend wird 2016: Broadwell-E, Zen und neue Geforces/Radeons
2016 dürfte nach längerer Zeit mal wieder eines der spannenderen Jahre in der Hardware-Welt werden. Nach Jahren des CPU-Stillstands bringt AMD die runderneuerte Zen-Architektur, Intel soll mit Broadwell-E klotzen und nicht kleckern. Zudem stehen neue Grafikkarten im 14/16-nm-Prozess an, womit mal wieder eine große Leistungssteigerung ermöglicht wird. PC Games Hardware wagt einen Ausblick.
So spannend wird 2016: CPUs
2016 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder interessanter bei den Prozessoren. Zunächst wird Intel vermutlich zur Computex im Juni hin seine Broadwell-E-Generation veröffentlichen, die im Gegensatz zu Ivy Bridge-E und Haswell-E mit vier statt drei Modellen daherkommen soll. Das Topmodell soll erstmals zehn Kerne in den Desktop-Markt bringen, das allerdings, wenn überhaupt, zu hohen Preisen im vierstelligen Euro-Bereich. Interessanter könnte es beim Achtkerner werden, sofern er sich näher bei den 500 als bei den 1.000 Euro positioniert. Abseits von Broadwell-E ist bei Intel Flaute angesagt. Vor Cannonlake wird erst noch ein Skylake-Refresh in Form von Kaby Lake erscheinen, der für den Desktop-Bereich gar erst 2017 flächendeckend verfügbar sein könnte. Immerhin sollen noch Desktop-Modelle mit eDRAM erscheinen - schon Broadwell hat gezeigt, dass der CPU-seitig als L4-Cache viel bringen kann.
AMD wird voraussichtlich im Frühling 2016 seine AM4-Plattform ins Leben rufen, das allerdings nur mit Bristol-Ridge-APUs. Die werden auf Carrizo basieren und mit maximal zwei Excavator-Modulen sowie 512 Shadereinheiten daherkommen. Beim RAM dürfte der Speichercontroller erstmals für DDR4-Speicher freigeschaltet werden, wodurch sich zusammen mit der Delta-Colour Compression (DCC) ein nettes Leistungsplus durch die Bandbreite ergeben sollte. Gleichzeitig wäre Bristol-Ridge dann der Testlauf für die Plattform, bis dann gegen Ende 2016 die ersten Zen-basierten CPUs erscheinen - da wird sich zeigen müssen, ob AMD seine Hausaufgaben gemacht hat und wieder mit Intel konkurrieren können wird. AMD selbst zeigt sich jedenfalls selbstbewusst.
So spannend wird 2016: GPUs
Quelle: PC Games Hardware (Screenshot)
Ausblick 2016: Neben ganz neuen GPUs steht auch noch AMDs "Fiji Gemini" an
Ebenfalls zur Sache gehen wird es vermutlich bei den Grafikkarten. Seit vier Jahren sitzen AMD und Nvidia inzwischen auf TSMCs 28-nm-Prozess, mit 14 (Globalfoundries, Samsung) beziehungsweise 16 nm (TSMC) steht ein großer Sprung bei der Fertigungstechnologie an, inklusive Sprung von Planar- auf FinFET-Technik. Gerüchteweise soll AMD seine Grafikchips bei Samsung und Globalfoundries fertigen lassen, Nvidia nannte bereits offiziell TSMC als weiteren Hauptpartner - damit würden erstmals nicht nur Architektur, sondern auch Fertigungsunterschiede in die Tests einfließen. Vor Mitte 2016 sollte man allerdings nicht mit neuen GPUs rechnen, wie die Gerüchteküche durchblicken ließ.
Sowohl AMD als auch Nvidia werden auf HBM2 als Speicher setzen, wodurch bis zu 16 GiByte im Desktop-Bereich realistisch erscheinen. Während Pascal eine verbesserte Maxwell-Architektur darstelle, sollen bei AMDs Graphics Core Next tiefergehende Eingriffe anstehen. Die Effizienz gegenüber aktuellen Grafikkarten, hoffentlich verglichen mit der R9 Nano, soll verdoppelt werden.
So spannend wird 2016: DirectX 12 und Vulkan
Im nächsten Jahr könnten Low-Level-APIs auf dem PC erstmals durchstarten. DirectX 12 ist bereits finalisiert und soll 2016 bei den ersten Titeln zum Einsatz kommen. Ursprünglich sollte es schon 2015 so weit sein, sämtliche für da angesetzte DX12-Spiele wurden allerdings verschoben. Als offene Alternative steht Vulkan in den Startlöchern, das 2016 fertiggestellt werden soll. Die nötigen Treiber vorausgesetzt könnte das auch auf Windows- nebst Linux-Betriebssystemen laufen, wobei vor allem Valve ein Rückstärker von Vulkan werden dürfte.
Potenziell werden DirectX 12 und Vulkan vor allem die CPU-Auslastung verbessern, daneben stehen aber auch neue Effekte und Render-Techniken an, mit denen die Leistung im GPU-Limit verbessert werden kann. AMD wirbt dahingehend vor allem mit Asynchronous Compute, womit Compute- und 3D-Aufgaben parallel von der GPU abgehandelt werden - die Shader werden dadurch besser gefüttert.
So spannend wird 2016: Virtual Reality (jetzt wirklich wirklich)
Letztes Jahr titelten wir mit "Oculus Rift (jetzt wirklich)". Daraus ist dann doch nicht mehr geworden. Hoffentlich 2016 wird es die VR-Brille geben - dann wirklich, wirklich. Daneben steht HTCs zusammen mit Valve entwickelte Vive neben diversen kleineren VR-Brillen in den Startlöchern. Für die Virtual Reality wird 2016 also ein spannendes Jahr, wobei wir vor allem auf die Verbreitung des ursprünglichen Nischenmarkts gespannt sind.
Quelle: Oculus VR
Ausblick 2016: Mit der Oculus Rift und HTC vive stehen die zwei am teuersten produzierten VR-Brillen für PC-Nutzer an

Von Natur aus ist der 14nm Chip wesentlich Effizienter.
Bedeutet potenziell in grober Näherung doppelt so viel Leistung auf einem gleich großen Chip bei gleichem Takt. Bei Anwendungen die gut parallelisierbar sind und da gehört die Grafikberechnung bekanntlich dazu.
100% mehr Dichte in 100% mehr Leistung umzuwandeln wird nicht funktionieren.