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  • Intel Broadwell-DT - ein Sommermärchen? Effizienz-Betrachtung eines Core i5-5675C - User-Artikel von ZobRombie

    Intel Core i5-5675C - Core-Prozessor der 5. Generation, jetzt auch gesockelt (1) Quelle: ZobRombie

    Während Broadwell-Y und Broadwell-U seit Ende letzten Jahres zweifellos für Schlagzeilen gesorgt haben, hat Intel seinem jüngsten Spross der Broadwell-Familie nur eine kurze Zeit im Rampenlicht eingeräumt. Ich möchte mir einmal ansehen, ob Broadwell-DT diese auszunutzen weiß.

    Hinweis der Redaktion: Der folgende Artikel wurde von einem PCGHX-User, und nicht von der Redaktion geschrieben. Wenn Sie selbst Interesse haben, einen Userartikel zu verfassen, dann empfehlen wir Ihnen unsere Anleitung: So werden Sie Autor auf PCGH.de.

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    Am 2. Juni 2015 wurden im Zuge der Broadwell-H Veröffentlichung auch fünf Prozessoren für den Desktopbetrieb veröffentlicht. Hiervon sind zwei Vertreter der nun insgesamt 39 verfügbaren Broadwell-Prozessoren, der Core i7-5775C und der Core i5-5675C, als Broadwell-DT erstmals auch gesockelt ausgeführt.
    Intel Core i5-5675C - Core-Prozessor der 5. Generation, jetzt auch gesockelt (1) Intel Core i5-5675C - Core-Prozessor der 5. Generation, jetzt auch gesockelt (1) Quelle: ZobRombie Nach der langen Verzögerung und darauf zusätzlich folgender, anfänglicher Lieferschwierigkeiten und dem erwarteten Skylake-Release im August, wurde beiden Prozessoren nur ein geringes Interesse entgegengebracht. In diesem Artikel möchte ich nun den Core i5-5675C näher betrachten und erforschen, ob Broadwell-DT mehr als nur ein kurzes Sommermärchen ist.

    Technischer Überblick

    Unter dem Mikroarchitektur-Codenamen "Broadwell" veröffentlicht Intel seit dem September 2014 erste Prozessoren mit 14 nm Strukturbreite. Broadwell stellt hierbei den "Tick" zu Haswell dar, welcher die Haswell-Mikroarchitektur aus der alten 22nm-Strukturbreite in den neuen Fabrikationsprozess überführt.

    Anders als Haswell zuvor, mit seinem breiten Desktop-Angebot, ist Broadwell primär auf den mobilen Sektor ausgerichtet und bedient mit den SoCs der Broadwell-Y- und U-Modelle sparsame Tablets, Convertibles und Ultrabooks. Erst mit den im Juni erschienenen Broadwell-H Modellen, welche sich üblicherweise für leistungsfähigere Notebooks und All-in-One-Geräte anbieten, hat Intel den Sprung der Core-Prozessoren der fünften Generation auf den Desktop vollführt.

    Aufgrund dessen, dass Broadwell vordergründig nur einen Shrink des Fertigungsprozesses repräsentiert und eine große Gemeinsamkeit mit der Haswell-Architektur aufweist, sollen folgend lediglich die wesentlichen und für diesen Artikel relevanten Veränderungen skizziert werden:

    • Mit seinen Wurzeln im Mobil-Segment und der für einen Desktop-Prozessor niedrigen TDP, erscheint der Core i5-5675C als besonders geeignet für ein leistungsfähiges, aber stromsparendes System.
    • Der integrierte Grafik-Koprozessor basiert nun auf der achten Generation der Intel HD Graphics (Gen8). Wie auch Gen7.5 zuvor, ist die achte Generation des Grafik-Koprozessors modular aufgebaut und ermöglicht Intel eine Vielzahl verschiedener Konfigurationen. Die Broadwell-DT-Modelle verfügen hierbei mit einer GT3e alias "Iris Pro 6200" über die höchste Ausbaustufe. Durch Optimierungen im Aufbau und der Zusammensetzung auf der Slice- und Subslice-Ebene, konnte Intel u. a. die Shader-Anzahl um 20 Prozent, von 40 Execution Units (EU) auf 48 EU, erhöhen, den lokalen Cache vergrößern und gleichzeitig den Overhead reduzieren. Die Iris Pro 6200 verfügt bei maximal 1,15 GHz Boost-Takt nun über eine theoretische Maximalleistung in Höhe von 887,8 GFLOPS. Die Iris Pro 5200 erreichte bei maximal 1,3 GHz Boost-Takt 832 GFLOPS. Wie schon bei der Iris Pro 5200 zuvor, deutet der Zusatz "e" der GT3e auf die Verwendung von Intels Chrystal-Well-Technologie hin. Hierbei wird zusätzlich eDRAM mit 128 Mbyte Größe als Die auf das gemeinsame Package mit der CPU aufgesetzt. Dieser fungiert fortan als Level-4-Cache und dient dem Level-3-Cache zur Verringerung der Latenz als Victim-Buffer.
    • Im Gegensatz zu Haswell unterstützt der Memory-Controller nun neben DDR3/DDR3L-1333 und -1600 Speicher auch -1866 DIMMs. Dies führt zu einer theoretischen Steigerung der maximalen Speicherbandbreite von ehemals 25,6 GB/s auf nun 29,8 GB/s und sollte einen messbaren Einfluss auf die Wirkung als Videospeicher haben, welcher weiterhin als Teil des Hauptspeichers zugewiesen wird.

    Ungeachtet weiterer Detail-Verbesserungen der Broadwell-Architektur, möchte sich dieser Artikel nachstehend primär der Leistungsmessung des Core i5-5675C in Verbindung mit seiner Intel Iris Pro 6200 verschreiben. Den Abschluss des technischen Überblicks bildet eine tabellarische Zusammenfassung unter Berücksichtigung der Core-i5-Familie.
    Intel Core i5 Vergleichstabelle Intel Core i5 Vergleichstabelle Quelle: ZobRombie

    Performance-Überblick

    Vorbemerkung

    Anhand eines Direktvergleichs zu einem i3-4350T wurde die IPC-Leistung zwischen Broadwell und Haswell gemessen. Es erfolgte die Reduktion auf zwei Kerne ohne HT und Turbo Boost. In einem zweiten Vergleich mit einem i5-4570R ist das Leistungsverhältnis von Iris Pro 6200 zu Iris Pro 5200 ermittelt worden, unter Berücksichtigung und Nivellierung der Taktraten.
    Intel Core i5-5675C - Architekturvergleich BroadwellHaswell und Iris Pro 6200  Iris Pro 5200 Intel Core i5-5675C - Architekturvergleich BroadwellHaswell und Iris Pro 6200 Iris Pro 5200 Quelle: ZobRombie Die Mikroarchitekturvergleich-Tabelle bescheinigt dem Core i5-5675C hierbei einen gemittelten IPC-Vorsprung in Höhe von drei Prozent. Zusätzlich durchgeführte Tests deuten eine Verringerung des Mittelwertes auf etwa 2,4 Prozent an. Obwohl auf eine größtmögliche Vereinheitlichung der Plattformen geachtet wurde und es eine Tendenz zugunsten des Broadwell gibt, kann bei einem so geringen Prozentsatz das simple Vorliegen von Messungenauigkeiten jedoch nicht ausgeschlossen werden.

    Der Intel Processor Graphics Vergleich zwischen Iris Pro 6200 und 5200 fällt seinerseits deutlicher aus. So kann sich die Iris Pro 6200 mit einem Leistungsunterschied von 19 Prozent vor die Iris Pro 5200 setzen. Zusätzlich durchgeführte Tests verschieben den Mittelwert sogar auf etwa 25 Prozent, so dass zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, dass sich die Shader-Differenz in einem mindestens ebensolchen Leistungsplus auswirkt.

    Gleichzeitig zeigen diese Ergebnisse aber auch, dass ein weiterführender Direktvergleich zu anderen Core-i5-Prozessoren vorhersagbar und somit unspektakulär wäre. Für diesen Artikel habe ich daher einen anderen Ansatz gewählt. Intel bewirbt die Grafikleistung der Broadwell-DT-CPUs als "high performance graphics" und wähnt Parallelen zu dedizierten Einsteiger-Grafikkarten. Dies kann vordergründig lediglich für diejenigen potentiellen Kunden von Interesse sein, die selbige iGPU-Performance auch ausnutzen wollen, etwa um ein sparsames System aufzubauen, mit dem sich z. B. auch anspruchsvollere Spiele flüssig darstellen lassen.

    Als Testreferenz tritt daher eine Kombination aus einem i3-4350T und einer Geforce GTX 750Ti an. Der i3 und die 750Ti sind für ihre Effizienz und Sparsamkeit bekannt und liegen zusammen preislich auf dem Niveau eines einzelnen i5-5675C. Sie sind zudem, bis zu einer möglichen Ablösung durch eine i3-Skylake-Variante oder eine erwartete GTX 950 im August, die derzeit aktuellsten Einzelkomponenten-Vertreter ihrer Klasse für den Desktop-Betrieb.

    Die Frage wird und soll daher sein, ob der Core i5-5675C mit seinen vier Kernen und der Iris Pro 6200 dem Gespann aus i3-4350T und dediziertem Grafikprozessor an Leistung überlegen ist oder ob er zumindest die höhere Effizienz aufweisen kann.

    Testsetup

    • Intel Core i5-5675C, in Tabellen Grün dargestellt
    • Intel Core i3-4350T, in Tabellen Blau dargestellt; zusätzlich in Kombination mit MSI N750TI-2GD5/OC in Tabellen Rot dargestellt
    • MSI H97M ECO
    • Kingston HX318C10FWK2/8 HyperX Fury DDR3-1866 CL10 2x 4GB DIMM RAM Kit @ 1866 MHz (i5-5675C) / @ 1600 MHz (i3-4350T)
    • Kingston KE-S32240-W HyperX 3K Limited Edition 240GB SSD
    • MSI N750TI -2GD5/OC - Geforce GTX 750 Ti mit 2GByte GDDR5-Speicher
    • Enermax EMG600AWT-01 80Plus Gold ATX large 600 Watt PSU
    • Auf Dimastech Bench Table Nano mit BitFenix 120mm Spectre PWM FAN
    • Betriebssystem: Windows 8.1 64-bit
    • Intel HD Graphics Driver 10.18.14.4251
    • Nvidia Geforce-Treiber 353.49
    • iGPU hat 512 MB shared Memory im BIOS zugewiesen bekommen

    Testablauf

    Der Core i5-5675C wird in verschiedenen Tests, Benchmarks und Messungen geprüft, um seine Eignung als sparsames, doch leistungsfähiges Herz eines modernen und effizienten Heimcomputers darstellen zu können.

    Alle Tests und Benchmarks erfolgen drei Mal mit Angabe der daraus ermittelten Durchschnittswerte. Es werden nur ganzzahlige Ergebnisse genannt und es wird ab N,5 aufwärts gerundet.

    Die Spiele-Benchmarks sollen hier, in Hinblick auf die Artikellänge und Vergleichbarkeit über den Artikel hinaus, lediglich in 1080p-Auflösung und unter hohen Details bewertet werden. Die jeweilige Einstellung "Hoch" oder ein Äquivalent bezeichnet gleichlautende Voreinstellungsmöglichkeiten in den Spiele-Grafik-Menüs und stellt nicht zwangsläufig die höchstmögliche Detailstufe dar. Sofern nicht Bestandteil der Voreinstellungen, wurden AA, AF und VSync deaktiviert. Die Fps-Messung wird mit Fraps durchgeführt und die Tabelle listet minimale (MIN) und durchschnittliche (AVG) Bildrate.

    Anwendungs-Performance

    Der Leistungstest beginnt mit synthetischen Benchmarks und einem Multimedia-Test, welcher mittels kostenloser Programme einen Real-World-Leistungsüberblick geben soll.
    Intel Core i5-5675C - Synthetics und Multimedia Intel Core i5-5675C - Synthetics und Multimedia Quelle: ZobRombie Wenn der i5 seine zwei zusätzlichen Kerne gegenüber dem i3 ausspielen kann, wie etwa im Handbrake-Test oder bei Cinebench, dann wird ein deutlicher Unterschied sichtbar. Ansonsten schafft es der i5-5675C jedoch nicht, sich über seinen Boost-Vorsprung hinaus vom i3 abzusetzen.

    Dass der i5 den Vergleich mit einer dedizierten Grafikkarte nicht scheuen braucht, zeigt die 3DMark-Tabelle eindrucksvoll. Die Iris Pro 6200 kann im Ice-Storm-Extreme-Benchmark und im Cloud-Gate-Benchmark sogar eine höhere Punktzahl als die Kombination mit GTX 750 Ti erzielen. Zu beachten ist jedoch, dass diese Benchmarks nicht nur die Grafikleistung ermitteln, sondern auch eine Physikleistung bewerten, die beim i5 höher als beim i3 ausfällt.

    Spätestens ab den Feature-Level-11-Benchmarks Sky Diver und Fire Strike fällt die Iris Pro 6200 jedoch zurück. Die weiteren Tests mit LuxMark und Cinebench bestätigen diese Tendenz, sodass die Iris Pro 6200 in OpenCL- und OpenGL-Leistung den Anschluss zur GTX 750 Ti verliert.

    Spiele-Performance

    Mithilfe einer Auswahl von Computerspielen soll dieses eher theoretische Ergebnis in Praxisnähe nun weiter überprüft werden. Unter den Tabellen zur minimalen und durchschnittlichen Anzahl der erreichten Bilder pro Sekunde (FPS) finden sich Effizienz-Tabellen, die diese Fps im Verhältnis zum Stromverbrauch darstellen. Angegeben werden hierbei die Quotientenwerte von Stromverbrauch zu Anzahl durchschnittlicher Bilder pro Sekunde.
    Intel Core i5-5675C - Spiee-Benchmarks und Stromverbrauch pro AVG/FPS - 1 Intel Core i5-5675C - Spiee-Benchmarks und Stromverbrauch pro AVG/FPS - 1 Quelle: ZobRombie Intel Core i5-5675C - Spiele-Benchmarks und Stromverbrauch pro AVG/FPS - 2 Intel Core i5-5675C - Spiele-Benchmarks und Stromverbrauch pro AVG/FPS - 2 Quelle: ZobRombie Die Tabellen zeichnen ein eindeutiges Bild: Der i5 mit seiner Iris Pro 6200 schafft es zu keiner Zeit, der Kombination aus i3 und GTX 750Ti nahezukommen, geschweige denn gefährlich zu werden. Nicht nur erreicht der i5-5675C erheblich niedrigere Fps-Werte, sondern er verbraucht im Schnitt genauso viel Strom wie i3-4350T und GTX 750Ti zusammen, was ihn regelmäßig zum Verlierer in den Effizienz-Tabellen macht.

    Etwaige Vorbedenken, dass ein Vergleich von integrierter Grafikeinheit zu dedizierter Grafikkarte unfair sein könnte, werden mit den Effizienz-Tabellen zugleich zurückgewiesen.

    Einfluss Taktraten

    Ein nun folgender Test soll zeigen, inwieweit sich die iGPU-Leistung durch Overclocking und unterschiedliche DRAM-Taktraten beeinflussen lässt. Die Ergebnisse werden anhand der zwei Spiele Grid Autosport und Tomb Raider dargestellt, da diese Spiele gezeigt haben, dass ihre integrierten Benchmarks bei unterschiedlichen Durchläufen und ohne sonstige Veränderungen jeweils identische Resultate ausgeben. Sie eignen sich somit, auch kleinste Differenzen zu erfassen. Wie zuvor erfolgen jeweils drei Durchläufe mit Angabe des Mittelwertes.
    Intel Core i5-5675C - Takt/Ram-Einfluss Intel Core i5-5675C - Takt/Ram-Einfluss Quelle: ZobRombie Die Tabelle zeigt, dass geringe Verbesserungen durch eine Erhöhung des iGPU-Chip-Takt möglich sind. Wie es zu erwarten war, hat jedoch auch die DRAM-Taktung einen Effekt auf das Ergebnis, wobei die Wahl der Spiele zeigt, dass sich der Einfluss von Chip-Takt und DRAM-Takt unterschiedlich auswirken kann. Während das Übertakten des iGPU-Chips schnell an Grenzen stößt, sollte es auf entsprechenden Boards mit Unterstützung von schnellerem Speicher möglich sein, zusätzliche Leistungsreserven hervorzubringen.

    Temperatur und Stromverbrauch

    Den Abschluss der Messungen soll die Darstellung von Stromverbrauch und Temperaturermittlung anhand verschiedener Einsatz-Szenarien bilden.

    Für die Stromverbrauchsmessung kommt ein Brennstuhl-Primera-Line-Energiemessgerät zum Einsatz und die Temperaturentwicklung wurde mit HWMonitor kontrolliert und mit einem Infrarot-Thermometer abgeglichen. Die nachstehenden Tabellen zeigen für das jeweilige Szenario die CPU-Package-Temperaturmessung und den zugehörigen Stromverbrauch. Die Temperaturangabe stellt hierbei den ΔT-Wert zur Raumtemperatur in Grad Celsius (°C) dar. Der Stromverbrauch ist für das Gesamtsystem und in Watt (W) angegeben.
    Intel Core i5-5675C - Stromverbrauch Allgemein und Temperaturentwicklung Intel Core i5-5675C - Stromverbrauch Allgemein und Temperaturentwicklung Quelle: ZobRombie Bei dem Studium der Temperaturwerte ist zwingend zu beachten, dass hier CPU-Package Werte dargestellt wurden und so beim i3 die Abwärme der iGPU wegfällt. Gleichwohl sind die Werte in der Folge so niedrig, dass der i3 auch passiv gekühlt werden könnte.

    Die Stromverbrauch-Tabelle zeigt den Gesamtverbrauch aus der Steckdose und beachtet somit beim i3 auch die GTX samt aktivem Grafikkartenkühler als Verbraucher. Es zeigt sich deutlich, dass die Kombination aus i3-4350T und GTX 750Ti im Durchschnitt sparsamer agiert und wenn die vorherigen Tabellen einfließen, dann zeigt sich die Kombination hierbei zudem erheblich performanter als der i5-5675C.

    Die Antwort auf die Eingangsfrage zum Performance-Überblick lautet somit, dass der i5-5675C im Vergleich nicht nur weniger leistungsstark ist, sondern, bei gleichem Preis wohlbemerkt, zusätzlich auch eine geringere Effizienz als der i3 mit der GTX 750 Ti aufweist.

    Abschluss

    Einzeln für sich betrachtet ist der Intel-"Broadwell"-Core-i5-5675C-Prozessor mit Chrystal-Well-Technologie ein kräftiger Prozessor. Im Vergleich zu seinen i5-Vorgängern zeigt er mehr Leistung, welche sich besonders in Form der Iris Pro 6200 ausdrückt und für Intel-Prozessoren einen Meilenstein in der eigenen iGPU-Historie darstellt. Wer auf kleinsten Raum angewiesen ist, der findet in den Broadwell-DT Prozessoren einen sehr potenten Partner.

    Dies wurde in diesem Artikel jedoch zu keiner Zeit bezweifelt. In Anbetracht von Preis, Stromverbrauch und Intels eigenem Anspruch, zwang sich allerdings ein Vergleich mit einer dedizierten Einstiegs-Grafikkarte auf. Wie mit den vorherigen Benchmarks anschaulich gezeigt werden konnte, kann der i5 abseits reiner CPU-Performance nicht an die Effizienz und Leistung einer Kombination aus i3-4350T und GTX 750Ti heranreichen.

    Abseits von All-in-One-Geräten und Small-Footprint-Systemen bietet dieses Sommermärchen somit leider kein glückliches Ende. Es weckt jedoch Interesse an den Möglichkeiten kommender CPU-Generationen.

    Vielen Dank für das Interesse! Anmerkungen, Fragen und Kritik sind gern gesehen.

    PS: Ich würde mich auch über einen Kommentar zur Artikellänge freuen. Ist euch das viel zu lang und schreckt ab oder besteht grundsätzlich schon das Interesse für ausführlichere Texte?

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Zen ab 2017: Alles zu Release-Termin, CPU-Sockel, technische Daten [Update]
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    Es gibt 12 Kommentare zum Artikel
    Von ZobRombie
    Hi,das stimmt. War kurz am überlegen, "das stimmt leider" zu schreiben, aber viel Spielraum für OC besteht eh nicht,…
    Von 100001
    Mal ausgraben,die OC Differenz der IGP von 20% ergibt laut der Tabelle ja mal überhaupt keine effektive…
    Von ZobRombie
    Danke und ja, ich würde gern noch mehr schreiben. Ich versuche mich eher auf Mainstream-Produkte zu konzentrieren und…
    Von Gentlem4n
    Schicker Test. Planst du noch mehr Tests zu schreiben?
    Von ZobRombie
    Dankeschön! Danke auch für deinen Einwand und du hast recht, ich habe leider tatsächlich keine AMD APU zur Hand und…
      • Von ZobRombie F@H-Team-Member (m/w)
        Hi,

        das stimmt. War kurz am überlegen, "das stimmt leider" zu schreiben, aber viel Spielraum für OC besteht eh nicht, da er sehr empfindlich auf iGPU-Takt Veränderungen reagiert. Das ist aber auch bei anderen Intel CPUs so. Habe gerade einen anderen Broadwell, einen Broadwell-U i5-5250 im Betrieb und der schafft immerhin 150MHz mehr und ein Haswell Refresh i3-4360T wieder nur 100MHz. Der Leistungsgewinn ist immer lächerlich, da vermutlich am Speicherlimit gearbeitet wird.

        Beim Broadwell-DT, also dem hier getesteten i5-5675C oder seiner großen Schwester dem i7-5775C bringt es im Verhältnis angeblich am meisten etwas, wenn direkt der eDRAM-Teiler angefasst wird, um die 128MB schneller zu machen. Ich hatte damit aber wenig Erfolg.

        Wenn mir ein Z97-Board-Schnäppchen begegnet, wollte ich mir das Thema OC noch einmal genauer angucken. Vor allem interessiert mich, inwiefern deutlich höherer RAM-Takt etwas bewirkt. Ich konnte ja nur bis DDR3-1866 testen. Aber auch Spannung-Spielereien, um womöglich doch noch mehr an eDRAM und iGPU zu drehen. Aber das sind halt wirklich alles nur Spielereien.

        Wenn der Broadwell dich interessiert, hast du ja vielleicht die derzeitige Preisentwicklung beim i5-5675C bemerkt. Ich bin sehr mit ihm zufrieden. Und wenn dich die iGPU interessiert, so ist sie nach wie vor ungeschlagen.
        Falls du gern irgendwelche Werte oder Benchmarks hättest, sag Bescheid.

        Grüße!
      • Von 100001 Freizeitschrauber(in)
        Mal ausgraben,
        die OC Differenz der IGP von 20% ergibt laut der Tabelle ja mal überhaupt keine effektive Leistungssteigerung
      • Von ZobRombie F@H-Team-Member (m/w)
        Danke und ja, ich würde gern noch mehr schreiben. Ich versuche mich eher auf Mainstream-Produkte zu konzentrieren und möchte dabei auch immer die Effizienz (Preis/Leistung/Verbrauch) mit einbeziehen.

        Ich habe noch ein Update zu meinem "Familien-PC-System für 100 Euro" in Arbeit, bei dem ich einen Braswell-Celeron N3150 gegen einen Kabini A4-5000 teste.
        Auch als Vorbereitung, weil ich noch stark auf einen AMD-SoC-Nachfolger für den Desktop baue. Neueste Gerüchte besagen allerdings, dass AMD sich in diesem Markt neu positioniert und die Produktion von Jaguar- und Puma-Produkten beenden könnte, was dann in Folge auch hieße, dass ein idealer Nachfolger in Form von Carrizo-L (Puma+) unwahrscheinlich wird. Allerdings gibt es so vielleicht für den Abverkauf noch Beema-Konstruktionen.
        Ansonsten bliebe "nur" der Athlon 5350 auf AM1 als höher getaktete Version des A4-5000. Mit einer TDP von 25 Watt wäre ein Vergleich zum Braswell-N3150 aber schon an der Grenze zum Konstruierten.

        Für die angesprochenen APU-Tests müsste ich mir allerdings zuerst die Basis besorgen, aber ich habe auch noch ein paar andere Ideen.
      • Von Gentlem4n Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Schicker Test. Planst du noch mehr Tests zu schreiben?
      • Von ZobRombie F@H-Team-Member (m/w)
        Dankeschön!

        Danke auch für deinen Einwand und du hast recht, ich habe leider tatsächlich keine AMD APU zur Hand und ich würde selbst auch gern einen Vergleich anstellen. Ist ja schließlich zur Paradedisziplin von AMD geworden.

        Ich bin mir nur, für den Fall, noch nicht ganz sicher, mit welcher APU ich vergleichen wollte - aufgrund der Aktualität wäre natürlich die A10-7870K interessanter, allerdings bietet die A10-7850K noch den cTDP-Modus, um sie auf 65 oder gar 45 Watt abzustufen und so könnte ich dann einen direkten 65 Watt-Vergleich machen. Die A10-7800 hingegen gilt als bester Strom-Effizienz-Wurf mit ihren 65/45 Watt, ist aber gelockt.
        Ich tendiere zum A10-7800 und werde einmal versuchen, ob ich irgendwie/-wo ein Exemplar auftreiben kann.

        Grüße
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CPU
Intel Broadwell-DT - ein Sommermärchen? Effizienz-Betrachtung eines Core i5-5675C - User-Artikel von ZobRombie
Während Broadwell-Y und Broadwell-U seit Ende letzten Jahres zweifellos für Schlagzeilen gesorgt haben, hat Intel seinem jüngsten Spross der Broadwell-Familie nur eine kurze Zeit im Rampenlicht eingeräumt. Ich möchte mir einmal ansehen, ob Broadwell-DT diese auszunutzen weiß.
http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Lesertests/Intel-Broadwell-DT-ein-Sommermaerchen-Effizienz-Betrachtung-eines-Core-i5-5675C-User-Artikel-von-ZobRombie-1166658/
04.08.2015
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