Intel Mainstream (Archiv: LGA1700)
Intels Schwerpunkt lag auf dem Sockel 1700.
In diesem Artikel
- Seite 1 Alle Sockel von AMD und Intel im direkten Vergleich
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Intel - Einsteiger bis High End, gestern: Sockel 1700
Der Sockel 1200 hatte nur ein kurzes Gastspiel; nach 1,5 Jahren und ebenso vielen CPU-Generationen schickte Intel die letzte 14-nm-Plattform in Rente. Es war allerdings schon zum Launch bekannt, dass der technisch veraltete Comet Lake und der verbrauchslimitierte Rocket Lake nur Übergangslösungen zu Alder Lake sein würden. Selbiger bringt mit viel, viel Verspätung die 10-nm-Fertigung in den Desktop und zusätzlich gleich zwei neue CPU-Architekturen. Das Ergebnis katapultierte sich zielgenau an die Spitze des High-End-Segmentes und überraschenderweise konnte die 2022er Raptor-Lake-Generation noch einmal nachlegen, obwohl sie zunächst nach einem simplen Refresh aussah. Dies gilt zumindest aus Gamer-Sicht, in Anwendungen verhindert dagegen die Beschränkung auf 8 + 16 Kerne trotz 250-Watt-Brechstange einen Sieg gegen AMDs Sockel-AM5-Spitzenmodelle.
Quelle: PC Games Hardware
Nicht quadratisch, aber genauso praktisch wie bislang und mehr als nur gut: Der Sockel 1700 bietet mit die schnellsten Schnittstellen und in Kombination mit dem Z790 auch die meisten innerhalb des Desktop-Mainstreams.
In Sachen Schnittstellenausstattung liefern sich die beiden Plattformen ein knapperes Kopf-an-Kopf-Rennen. Nachdem B660- und H670 (nicht aber der kaputt gesparte H610) neue Maßstäbe in der Mittel- und Oberklasse setzten, während Alderlake-CPUs und der Z690-I/O-Hub den High-End-Bereich revolutionierten, legte die Raptor-Lake-700er-Generation noch einmal ein paar PCI-Express-4.0-Lanes nach. Das leider nicht zusätzlich, sondern anstelle von 3.0ern, und wider Erwarten blieb es auch bei 16 PCIe-5.0-Lanes von der CPU. Aber das reicht, um auf Augenhöhe mit AMD zu kämpfen - im Sockel 1700 gibt es mehr PCIe-Lanes insgesamt und alternativ auch günstigere Mittelklasseangebote, dafür aber eben keine Option auf PCI-Express-5.0-SSDs, wenn man die Grafikkartenanbindung nicht beeinträchtigen möchte.
Ansonsten ist Intel auf der Höhe der Zeit und zudem flexibler. Das Speicherinterface arbeitet beispielsweise auch mit zwei 64-Bit-Kanälen gemäß DDR4-3200, wenn Abwärtskompatibilität gewünscht ist. Leistungsfähiger ist aber die Bestückung mit "Quad"-Channel DDR5-5600. An der idealen Modulanzahl "zwei" ändert das nichts, denn DDR5 arbeitet mit nur 32 Bit breiten Sub-Kanälen und jedes Modul hat zwei davon - die effektive Mehrleistung resultiert aus den bereits zum LGA1700-Start 50 Prozent höheren Takt- und damit Transferraten (damals: DDR4-4800). Noch stärker, nämlich sogar um 100 Prozent wurde das Grafikkarten-Interface mit den bereits erwähnten PCI-Express-5.0-Lanes beschleunigt. Nachdem AMD nicht nur gleichgezogen, sondern sogar überholt hat, ist der Marketing-Wert dieses Features aber nur noch bei günstigeren Mainboards gegeben (AMD: Nur 4.0-Angebote) und in der Praxis fehlt es bis auf Weiteres an Grafikbeschleunigern, die PCI-Express 5.0 auch nur unterstützen, geschweige denn benötigen würden.
Zusätzlich bieten LGA1700-CPUs noch einen 4.0-×4-Link für die primäre M.2-SSD, den Löwenanteil dieser Ressourcen stellen jedoch die I/O-Hubs bereit. Der Z790 ist hierzu seinerseits mit einem 4.0-×8-Link an den Hauptprozessor angebunden, um Flaschenhälse zu vermeiden, und bietet im Downstream 20 PCIe-4.0-Lanes und zusätzlich noch einmal 8 3.0-Datenleitungen, was für LAN-Controller & Co mehr als schnell genug ist. Je vier der Ports lassen sich alternativ als SATA-Anschluss nutzen. Zehn getrennte HSIOs dienen als USB-3.X-Verbindung. Entweder jeweils einzeln als 10-Gbit-s-USB-3.1-Port oder gebündelt zu bis zu fünf nativen USB-3.2-Anschlüssen mit je 20 Gbit/s. Letzteres ist rekordverdächtig, wird aufgrund der dann insgesamt eher niedrigen Anzahl an Anschlüssen aber nicht praktiziert. Selbst High-End-Z790-Platinen beschränken sich auf dreimal USB 3.2, was immer noch einmal mehr ist, als mit AMDs X670(E) überhaupt machbar wäre.

Ich bin wirklich gespannt auf die neuen Threadripper. Zwar habe ich persönlich kein wirkliches Anwendungsgebiet dafür (habe von der Arbeit bereits eine Workstation), aber der Basteldrang ist einfach sehr groß.
Ich möchte wissen wie sich die Plattform verhält, ob man die Wärme gebändigt bekommt und wie die Leistung in synthetischen benchmarks ausfällt.
Zu Zeiten von intels X79 hatte ich gern nur ein System zum arbeiten und spielen. Irgendwie ist das danach eingeschlafen, einfach weil mich die vermeintlichen Nachfolger gar nicht angesprochen haben.
Auch freue ich mich schon auf mögliche Boards, wobei ich wirklich hoffe, dass die Preise nicht deutlich höher getrieben werden. Die aktuelle Gen, auch mit Blick auf Komplexität, hat das ganz schon bunt getrieben.
- In der Zen 3 Generation gibt es Threadripper nur als Pro 5000
- Threadripper Pro sind für den WRX8
- Der ist eine reine Workstation-Plattform
- Wir erwarten deshalb, dass das Desktop-Portfolio auch in Zukunft mit der größten AM5-CPU endet
- Also dass es oberhalb des AM5 nur noch professionelle Hardware geben wird.
- Genau das war auch bis Herbst 2008 üblich.
Klar, das alles in einen Satz zu packen macht den etwas länger (nur nicht annähernd so lang wie sechs einzelne Sätze), aber es ist nicht einmal einer meiner gefürchteten Schachtelsätze, sondern eine recht klare Aneinanderreihung verknüpfter Aussagen. Was würdest du vorschlagen, wie man die verständlicher verbinden könnte?
Damit bediente der Sockel AM4 neben High-End- erstmals seit Ende des Sockel 775 auch wieder Enthusiast-Ansprüche innerhalb der gleichen Plattform.
Nachdem AMD die Zen-3-Generation nur noch als Threadripper Pro 5000 für die reine Workstation-Plattform WRX8 veröffentlicht hat, erwarten wird, dass das Desktop-Portfolio auch in Zukunft mit der größten AM5-CPU endet und darüber nur noch professionelle Hardware angeboten wird, so wie dies bis Herbst 2008 üblich war.