Intel Mainstream
Intels Schwerpunkt ist vom Sockel 1700 auf den 1851 gewandert, während sich der 1954 ankündigt.
In diesem Artikel
- Seite 1 Alle Sockel von AMD und Intel im direkten Vergleich
- Seite 2 AMD Mainstream
- Seite 3 Intel Mainstream
- Seite 4 AMD Enthusiast
- Seite 5 Archiv-Startseite
- Seite 6 Intel Mainstream (Archiv: LGA1700)
- Seite 7 Intel Ex-Enthusiast (Archiv: LGA2066)
- Seite 8 AMD Ex-Mainstream (Archiv: AM4)
- Seite 9 Bildergalerie
Intel - Mainstream bis High End heute: Sockel 1851
Der Sockel 1700 blieb drei Jahre lang das Rückgrat von Intels Mainstream-Portfolio, im Einsteigerbereich geht die Plattform 2026 mit alternden Core-i3- und im Preis gefallenen-i5-CPUs sogar schon in ihr fünftes Jahr. Diese unerwartete Langlebigkeit war vermutlich nicht vorgesehen, aber die geplanten Intel-4-Nachfolger-CPUs (Meteor Lake) blieben auf Mobile und Embedded beschränkt. Für den amtierenden Mainstream-Desktop musste Intel direkt von Intel-7- auf TSMC-N3-Chips in Form von Arrow Lake alias Core Ultra 200S springen. Dementsprechend ändert sich auch nahezu alles andere, inklusive des Sockels. Der LGA1851 hat nicht nur ein paar Pins mehr und beschleunigt einzelne Schnittstellen, sondern er verschiebt auch Intels Plattform-Paradigma: Erstmals sitzt, wie im AMD-Desktop schon seit dem AM4, ein USB-Controller direkt im Prozessor. Aber nicht irgendeiner, sondern eine native Thunderbolt-4-Lösung (ohne Lizenzierung zumindest USB4) mit zwei Ports. Letzteres klingt erst einmal nach wenig, aber mit bis zu fünf USB-3.2-Ports (in je zwei 3.1er aufteilbar) war Intel beim nächst langsameren Standard ohnehin führend und der begleitende Z890 erbt diese Ausstattung 1:1 vom Z790.
Quelle: PCGH
Auf den ersten Blick sieht der Sockel 1851 aus wie sein Vorgänger. Tatsächlich waren einige LGA1700-ILMs mit "17XX/18XX" beschriftet; Intel hat also schon 2021 die Funktionserweiterung geplant.
Das gleiche "etwas mehr in der CPU, I/O-Hub wie bisher"-Konzept wird auch im Bereich PCI-Express angewandt. Hier bietet Arrow Lake zwanzig 5.0-Lanes und vier 4.0er, statt 16 + 4 im Sockel 1700. Gegenüber den vierundzwanzig 5.0-Lanes der ersten AM5-Generation wirkt das nicht sensationell, aber da AMDs 800er-Mainboards ihrerseits vier PCIe-Leitungen für eine externe USB4-Lösung verbrauchen, erzielt Intel einen Gleichstand bei den 40-Gbit/s-Schnittstellen - und hat noch viermal 20 Gbit/s extra in petto. Bis zu 24 weitere (bei vollständigem Verzicht auf SATA) steuert der Z890 bei und liegt damit nicht nur ebenfalls quantitativ vier Ports vor der Konkurrenz (X870E, X670: 20), sondern auch qualitativ (Intel: durchgängig 4.0, AMD: 12× 4.0 + 8× 3.0).
Letzteres gilt auch allgemein für das Speicher-Interface, das zwar weiterhin auf zweimal 64 Bit DDR5 setzt, aber bei Nutzung von zwei CU-DIMMs garantiert bis -6400 taktet. Das "C" in "CU" steht dabei für das Taktsignal, welches auf dem Modul selbst verstärkt und korrigiert werden kann, während bei herkömmlichen U-DIMMs alle Kontakte der Chips direkt vom Speicher-Controller angesprochen werden - mit entsprechenden Herausforderungen durch die Leiterbahnlänge. In der Praxis liegt die Grenze des Möglichen freilich deutlich höher, wie Intel im Rahmen des "200S"-Turbo-Modus mit bis zu DDR5-8000 (auch ohne "CU") offiziell eingesteht: Dieser zählt zwar als Übertaktung der Plattform - Stabilität muss der Anwender also selbst sicherstellen -, aber die Produktgarantie gegen Schäden bleibt erhalten.
Intel - Einsteiger bis High End (über-)morgen: Sockel 1954
Der Sockel 1851 bietet weiterhin die beste Ausstattung am Markt, aber seine Tage waren schon ab Launch gezählt. Wie eingangs geschildert, zählt Arrow Lake bereits als zweite Core-Ultra-Generation, und dass die erste, Meteor Lake, nie in den LGA1851-Desktop kam, ändert nichts an den Nachfolgerplanungen: Anfang 2026 starte mit Core Ultra 300 alias Panther Lake eine weitere mobile-only-Runde, Ende 2026 möchte Intel Nova Lake vorstellen. Dass diese Core-Ultra-400-Chips vor 2027 tatsächlich in den Regalen stehen, gilt als nahezu ausgeschlossen, für die CES 2027 werden aber neue Mainboards mit neuem Sockel passend zur neuen Technik erwartet. Die LGA1954-Plattform wird dabei weiterhin auf DDR5 setzen, voraussichtlich aber mit bis zu 8.000 MT/s innerhalb der Spezifikationen - Intel-typisch gilt die offizielle Maximalfreigabe aber sicherlich nur für Mainboards mit zwei RAM-Slots und bei Nutzung von CU-DIMMs.
Schnittstellenseitig sprechen Leaker von einer unveränderten USB- und quantitativen PCIe-Ausstattung. Qualitativ gilt PCI-Express 5.0 für alle CPU-Lanes als gesichert, zusätzlich sollen auch die neuen PCHs teilweise 40 Gbit/s unterstützen. Für den Z990 werden acht PCIe-5.0-Lanes und entsprechend weniger 4.0er gegenüber Z890 erwartet. Das eigentliche Highlight könnte aber der "Z970" werden: Erstmals seit Sockel-775-Zeiten scheint Intel einen zweiten PCH mit voller OC-Freigabe zu planen. Die Ausstattung soll dem ebenfalls erwarteten B960 entsprechen, also durchaus gutes B860-Niveau mit Bonus-PCIe-5.0, aber eben ohne die künstlichen CPU-Beschränkungen, welche "B"-Mainboards seit über einem Jahrzehnt unattraktiv für Tuner machen.

Ich bin wirklich gespannt auf die neuen Threadripper. Zwar habe ich persönlich kein wirkliches Anwendungsgebiet dafür (habe von der Arbeit bereits eine Workstation), aber der Basteldrang ist einfach sehr groß.
Ich möchte wissen wie sich die Plattform verhält, ob man die Wärme gebändigt bekommt und wie die Leistung in synthetischen benchmarks ausfällt.
Zu Zeiten von intels X79 hatte ich gern nur ein System zum arbeiten und spielen. Irgendwie ist das danach eingeschlafen, einfach weil mich die vermeintlichen Nachfolger gar nicht angesprochen haben.
Auch freue ich mich schon auf mögliche Boards, wobei ich wirklich hoffe, dass die Preise nicht deutlich höher getrieben werden. Die aktuelle Gen, auch mit Blick auf Komplexität, hat das ganz schon bunt getrieben.
- In der Zen 3 Generation gibt es Threadripper nur als Pro 5000
- Threadripper Pro sind für den WRX8
- Der ist eine reine Workstation-Plattform
- Wir erwarten deshalb, dass das Desktop-Portfolio auch in Zukunft mit der größten AM5-CPU endet
- Also dass es oberhalb des AM5 nur noch professionelle Hardware geben wird.
- Genau das war auch bis Herbst 2008 üblich.
Klar, das alles in einen Satz zu packen macht den etwas länger (nur nicht annähernd so lang wie sechs einzelne Sätze), aber es ist nicht einmal einer meiner gefürchteten Schachtelsätze, sondern eine recht klare Aneinanderreihung verknüpfter Aussagen. Was würdest du vorschlagen, wie man die verständlicher verbinden könnte?
Damit bediente der Sockel AM4 neben High-End- erstmals seit Ende des Sockel 775 auch wieder Enthusiast-Ansprüche innerhalb der gleichen Plattform.
Nachdem AMD die Zen-3-Generation nur noch als Threadripper Pro 5000 für die reine Workstation-Plattform WRX8 veröffentlicht hat, erwarten wird, dass das Desktop-Portfolio auch in Zukunft mit der größten AM5-CPU endet und darüber nur noch professionelle Hardware angeboten wird, so wie dies bis Herbst 2008 üblich war.