Intel Ex-Enthusiast (Archiv: LGA2066)
Der Sockel 2066 rundete Intels Portfolio nach oben ab, erhielt aber nicht die nötige Pflege und sein Nachfolger ist Workstation-only.
In diesem Artikel
- Seite 1 Alle Sockel von AMD und Intel im direkten Vergleich
- Seite 2 AMD Mainstream
- Seite 3 Intel Mainstream
- Seite 4 AMD Enthusiast
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- Seite 7 Intel Ex-Enthusiast (Archiv: LGA2066)
- Seite 8 AMD Ex-Mainstream (Archiv: AM4)
- Seite 9 Bildergalerie
Intel - "Enthusiast" war gestern: Sockel 2066
Intels Basin Falls getaufte Luxus-Plattform hatte eine lange, eher unrühmliche Marktpräsenz. 2017 gestartet, erfolgte die offizielle Einstellung erst 2023. Bereits der Start war aber holprig, Kaby-Lake-X-Modelle mit maximal vier Kernen und Dual-Channel-RAM boten aber quasi keine Vorteile ihren Sockel-1151-Geschwistern gegenüber und zu wenig Ressourcen, um alle Funktionen von Sockel-2066-Mainboards zu betreiben. Die 7000er Skylake-X-Modelle darüber wurden erst in der Ausstattung fragmentiert und dann kurzfristig mit mehr Kernen und etwas weniger hohen Takten ausgestattet, um AMDs Threadripper 1000 zu kontern. Über Skylake X Refresh (Core i-9000) sowie den technisch kaum veränderten Nachfolger Cascade Lake sanken die Preise weiter und die beschnittenen Varianten wurden zugunsten von Core-i9-Modellen in Mainstream-Sockeln eingestellt, sodass schließlich bis 48 PCIe-3.0-Lanes zu vertretbaren Preisen angeboten wurden. Allerdings war AMDs Desktop da längst mit 4.0-Geschwindigkeit unterwegs und die alten, der 14-nm-Skylake-Generation zugehörigen Kerne verloren klar gegen die Ryzen in Multi-Thread-Anwendungen; in Spielen waren die großen CPUs aufgrund niedrigerer Taktraten und höherer Latenzen nie erste Wahl gewesen.
Quelle: benchlife.info
Basin Falls: Der X299-PCH stellt den Vollausbau von Union Point (Z270, H270, B250, B365, H310A, B460, H410) dar, Skylake X bietet ähnliche Eckdaten wie Broadwell E (LGA 2011-v3), aber eine neue Architektur. Mit Cascade Lake X kamen 2019 noch einmal vier PCIe-3.0-Lanes dazu.
Auch die restliche Ausstattung stagnierte; der aus der Z270-begründeten Union-Point-Familie stammende X299 wurde nie ersetzt. Mit seinen weiteren 3.0-Lanes und acht SATA-Ports, aber ohne moderne USB-Standards, lebte die Plattform zum Schluss mehr schlecht als Recht von der Möglichkeit, zahlreiche moderne, aber kostspielige Zusatzcontroller zu integrieren.
Intel - Enthusiast morgen: Keine Erwartungen
Ersetzt wurde Cascade Lake schließlich Anfang 2023 offiziell durch Sapphire Rapids im Sockel 4677 - für Workstations. Hier gibt es eine High-End-Variante mit DDR5-Octa-Channel-Interface als Xeon W-3400 sowie kleinere Quad-Chanel-Xeon-W2400-Modelle. Wobei klein relativ ist - doppelt so viele Speicher-Kanäle wie Alder Lake und 24 (P-)Kerne auf einem Technologiestand mittig zwischen ADL und RPL bieten reichlich Potenzial für Mehrkernanwendungen. Spieler leiden aber, wie so oft, eher an den Multi-Core-Optimierungen bei Turbo-Verwaltung und On-Chip-Kommunikation - da helfen auch keine 64 PCI-Express-5.0-Lanes nebst einem I/O-Hub auf Z790-Niveau, selbst bei der kleineren Ausbaustufe. Ähnlich wie AMDs jüngerer TR5 stellt der Sockel 4677 somit keine HEDT-Plattform dar. Tatsächlich vermarktet ihn Intel auch offiziell nur als Workstation-Produkte und stellte Endkunden-Magazinen lange Zeit nicht einmal Testmuster zur Verfügung.

Ich bin wirklich gespannt auf die neuen Threadripper. Zwar habe ich persönlich kein wirkliches Anwendungsgebiet dafür (habe von der Arbeit bereits eine Workstation), aber der Basteldrang ist einfach sehr groß.
Ich möchte wissen wie sich die Plattform verhält, ob man die Wärme gebändigt bekommt und wie die Leistung in synthetischen benchmarks ausfällt.
Zu Zeiten von intels X79 hatte ich gern nur ein System zum arbeiten und spielen. Irgendwie ist das danach eingeschlafen, einfach weil mich die vermeintlichen Nachfolger gar nicht angesprochen haben.
Auch freue ich mich schon auf mögliche Boards, wobei ich wirklich hoffe, dass die Preise nicht deutlich höher getrieben werden. Die aktuelle Gen, auch mit Blick auf Komplexität, hat das ganz schon bunt getrieben.
- In der Zen 3 Generation gibt es Threadripper nur als Pro 5000
- Threadripper Pro sind für den WRX8
- Der ist eine reine Workstation-Plattform
- Wir erwarten deshalb, dass das Desktop-Portfolio auch in Zukunft mit der größten AM5-CPU endet
- Also dass es oberhalb des AM5 nur noch professionelle Hardware geben wird.
- Genau das war auch bis Herbst 2008 üblich.
Klar, das alles in einen Satz zu packen macht den etwas länger (nur nicht annähernd so lang wie sechs einzelne Sätze), aber es ist nicht einmal einer meiner gefürchteten Schachtelsätze, sondern eine recht klare Aneinanderreihung verknüpfter Aussagen. Was würdest du vorschlagen, wie man die verständlicher verbinden könnte?
Damit bediente der Sockel AM4 neben High-End- erstmals seit Ende des Sockel 775 auch wieder Enthusiast-Ansprüche innerhalb der gleichen Plattform.
Nachdem AMD die Zen-3-Generation nur noch als Threadripper Pro 5000 für die reine Workstation-Plattform WRX8 veröffentlicht hat, erwarten wird, dass das Desktop-Portfolio auch in Zukunft mit der größten AM5-CPU endet und darüber nur noch professionelle Hardware angeboten wird, so wie dies bis Herbst 2008 üblich war.