AMD Mainstream
AMDs AM5 führt den langen Erfolg des Sockels AM4 weiter.
In diesem Artikel
- Seite 1 Alle Sockel von AMD und Intel im direkten Vergleich
- Seite 2 AMD Mainstream
- Seite 3 Intel Mainstream
- Seite 4 AMD Enthusiast
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- Seite 6 Intel Mainstream (Archiv: LGA1700)
- Seite 7 Intel Ex-Enthusiast (Archiv: LGA2066)
- Seite 8 AMD Ex-Mainstream (Archiv: AM4)
- Seite 9 Bildergalerie
AMD - Oberklasse und High End heute: Sockel AM5
"Raphael" ist nicht etwa der oberste PCGH-Grafikkartentester, sondern AMDs 2022er-Angriff auf Intel. Als Ryzen 7000 wies er die Alder-Lake-Generation in die Schranken, seit 2024 triumphiert Granite Ridge alias Ryzen 9000 - nicht zuletzt dank der zugehörigen AM5-Plattform. Diese unterstützt einerseits flotten DDR5-5600-Speicher (2× 64-Bit = vier "Sub"-Kanäle) und andererseits CPUs mit 170 W TDP und 230 W PPT. Beides bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber dem Sockel-AM4-Vorgänger (DDR4-3200, 142 W PPT), welche AMD gerade in Spielen eigentlich nicht nötig hätte - "X3D"-Chips, die ihre Leistung vor allem aus einem großen Bonus-Cache ziehen, markieren auch im AM5 die Spitze der Spiele-Leistung. In Anwendungen erleichtern die geweiteten Limits den Konkurrenzkampf mit Intel aber deutlich, schließlich ist man dort Vorreiter bei neuen Speicherstandards und nimmt teils wenig Rücksicht auf hohe Stromverbräuche.
Quelle: PC Games Hardware
Für den Sockel AM5 (links) setzt AMD auf die von Intel-Desktop-Plattformen bekannte LGA-Bauweise mit einem Halterahmen, der die CPU von oben auf Kontakte im Sockel drückt. Der AM4 (rechts) war somit der letzte PGA-Sockel mit einer Verschiebe-Klemm-Arretierung.
Aber der Sockel AM5 möchte nicht nur nacheifern, er möchte in Führung gehen. Die CPUs nutzen hierfür TSMCs N5-Fertigung, die Mainboards Prozessor-eigene Controller und N6-Promontory-21-Silizium. Dieses wird entweder als Dual-Chip-Chipsatz (X870E, X670E, X670 verkauft, als Single-Vollausbau (X870, B850, B650E, B650) oder teilweise beschnitten (A620). Je Chip stehen dabei bis zu acht PCIe-4.0-Lanes zur Verfügung (die Chipsätze brauchen 4 für ihre interne Verbindung, bieten in der Summe netto 12), vier SATA-Ports, die alternativ als zusätzliche 3.0-Lanes arbeiten, sowie vier USB-3.1- und einen USB-3.2-Port (alternativ: weitere zwei 3.1er). Qualitativ wesentlich magerer, aber quantitativ ähnlich ist der B840 aufgestellt, der schlicht einen umbenannten B550 darstellt. Am anderen Ende der Palette garantiert AMD bei X870E und X870 zusätzlich zwei USB4-Ports, für die aber ein weiterer Chip in Form eines Zusatzcontrollers auf die Platinen muss, was PCIe-Lanes vom Prozessor kostet.
Die CPUs sind dabei das Ausstattungs-Sahneschnittchen der Plattform: Vier weitere USB-3.1-Ports und vor allem 24 PCI-Express-5.0-Lanes (ohne USB4) überbieten die Konkurrenz deutlich. Wo der Mainboard-Hersteller die Datenleitungen in voller Qualität routet, sind auf 600er-Mainboards sowie beim B850 (USB4-bedingt bei X870 und X870E nur mit Tricks) sowohl eine ×16-GPU als auch zwei ×4-M.2-SSDs mit maximaler Geschwindigkeit möglich. Bei günstigeren Platinen wird meist eine schnelle SSD unterstützt und teils 5.0 für die Grafikkarte geboten. Vorsicht aber im Einsteigerbereich: A620 und B840 dürfen die CPU-Lanes maximal mit 4.0-Geschwindigkeit betreiben. APUs können erst gar nicht mehr und schnüren das Grafikkarten-Interface zusätzlich auf acht oder sogar nur vier Lanes ein - zusammen mit weiteren Beschränkungen für SSDs bei den kleinsten Ryzen-APUs, deren Gesamttransferrate nicht einmal einem Viertel der CPU-Spitzenmodelle entspricht.
AMD - Einsteiger bis High End morgen: Es bleibt beim AM5
Gut drei Jahre nach Launch sowie der Einführung mehrerer kleinerer Modelle hat der Sockel AM5 den AM4 im gesamten AMD-Portfolio ersetzt. Sein eigener Nachfolger steht derweil noch in den Sternen. AMD hat eine Unterstützung des Sockels bis mindestens 2027 zugesichert, was zunächst einmal wenig aussagt - der Hersteller beansprucht auch eine laufende Unterstützung des Sockels AM4 für sich, obwohl dieser seit 2020 nicht mehr mit neuer Technik versorgt wird und Kompatibilitätshürden teils seit 2018, insbesondere aber 2019 bestehen. Zu einem AM5-Nachfolger gibt es bislang aber nicht einmal Leaks, sondern ausschließlich Fan-Spekulationen, und selbst diese erwarten den "AM6" frühestens 2028. Zuvor wird, vermutlich Anfang 2027, noch eine dritte Prozessorgeneration mit deutlichen Verbesserungen für den Sockel AM5 erscheinen.

Ich bin wirklich gespannt auf die neuen Threadripper. Zwar habe ich persönlich kein wirkliches Anwendungsgebiet dafür (habe von der Arbeit bereits eine Workstation), aber der Basteldrang ist einfach sehr groß.
Ich möchte wissen wie sich die Plattform verhält, ob man die Wärme gebändigt bekommt und wie die Leistung in synthetischen benchmarks ausfällt.
Zu Zeiten von intels X79 hatte ich gern nur ein System zum arbeiten und spielen. Irgendwie ist das danach eingeschlafen, einfach weil mich die vermeintlichen Nachfolger gar nicht angesprochen haben.
Auch freue ich mich schon auf mögliche Boards, wobei ich wirklich hoffe, dass die Preise nicht deutlich höher getrieben werden. Die aktuelle Gen, auch mit Blick auf Komplexität, hat das ganz schon bunt getrieben.
- In der Zen 3 Generation gibt es Threadripper nur als Pro 5000
- Threadripper Pro sind für den WRX8
- Der ist eine reine Workstation-Plattform
- Wir erwarten deshalb, dass das Desktop-Portfolio auch in Zukunft mit der größten AM5-CPU endet
- Also dass es oberhalb des AM5 nur noch professionelle Hardware geben wird.
- Genau das war auch bis Herbst 2008 üblich.
Klar, das alles in einen Satz zu packen macht den etwas länger (nur nicht annähernd so lang wie sechs einzelne Sätze), aber es ist nicht einmal einer meiner gefürchteten Schachtelsätze, sondern eine recht klare Aneinanderreihung verknüpfter Aussagen. Was würdest du vorschlagen, wie man die verständlicher verbinden könnte?
Damit bediente der Sockel AM4 neben High-End- erstmals seit Ende des Sockel 775 auch wieder Enthusiast-Ansprüche innerhalb der gleichen Plattform.
Nachdem AMD die Zen-3-Generation nur noch als Threadripper Pro 5000 für die reine Workstation-Plattform WRX8 veröffentlicht hat, erwarten wird, dass das Desktop-Portfolio auch in Zukunft mit der größten AM5-CPU endet und darüber nur noch professionelle Hardware angeboten wird, so wie dies bis Herbst 2008 üblich war.