Die besten CPUs des Jahres 2012 für Spieler - Der ultimative Rückblick
AMD und Intel veröffentlichten 2012 nicht nur allerhand interessante CPUs, sondern lockten den Kunden auch durch neue Features und Preissenkungen. PC Games Hardware fasst zusammen und zeigt die besten CPUs des Jahres 2012.
In diesem Artikel blicken wir zurück auf das CPU-Jahr 2012 und erläutern, wann welche Prozessoren erschienen, was den Markt aufhorchen ließ, welche Modelle interessant sind und welche Preissenkungen von Belang waren. Abgerundet wird diese Zusammenfassung von Preisentwicklungen, Benchmarks sowie Empfehlungen und wir liefern Ihnen eine kurze Zusammenfassung dessen, was Sie 2013 im CPU-Markt erwarten dürfen.
Die besten CPUs des Jahres 2012: Januar bis März
Das Jahr beginnt, wie es aufgehört hat - AMDs Prozessoren der FX-Reihe konnten seit seit Oktober 2011 nicht durchweg überzeugen, insbesondere die Spiele-Leistung und der hohe Stromverbrauch unter Last gaben Anlass zu Kritik. Ende Februar erweiterte AMD das Portfolio, sodass wir im März schließlich alle Bulldozer-CPUs im Test hatten. Die Konkurrenz hieß zu diesem Zeitpunkt noch Sandy Bridge DT, der beliebte Core i5-2500K etwa war unsere Empfehlungen für Spieler, der FX-8120 mit 95 Watt TDP (ein zeitweise für Endkunden verfügbares OEM-Modell) hingegen die aufseiten AMDs. Um gegen die kommenden Ivy-Bridge-Generation gewappnet zu sein, senkten die Athlon-Macher im Februar die Preise einiger FX. Gegen die Sandy Bridge EP, also den Core i7-3960X, den Core i7-3930K und den Core i7-3820, hatten die Bulldozer-Chips ohnehin keine Chance. Für besonders gut betuchte Spieler oder professionelle Anwender sind die Anfang März veröffentlichten Xeon E5 wie der 2678W interessant, den wir gleich im Doppelpack testen.
Die besten CPUs des Jahres 2012: April bis Juni
Anfang des zweiten Quartals schickt Intel im Desktop-Segment die Ivy Bridge DT ins Rennen, allerdings vorerst nur die Core-i7- und i5-Modelle wie den 3770K, den 3570K oder den 3540. Die integrierte Grafikeinheit bietet erstmals DX11 und eine deutlich verbesserte anisotrope Filterung, der CPU-Teil aber wird pro Takt nur ein paar Prozent schneller. Dafür sinkt die TDP und auch die reale Leistungsaufnahme deutlich, sodass ein 3770K teils die gleiche Performance wie ein FX-8150 bei halbem Stromverbrauch abliefert. AMD senkt erneut die Preise um noch konkurrieren zu können; die Kosten der Sandy Bridges stagnieren bis auf kurze Ausreißer.
Im Mai gibt AMD den Startschuss für die zweite APU-Generation, Codename Trinity. Da sich die Llano-Vorgänger im Desktop-Markt nicht sonderlich gut verkauften, beliefert AMD zuerst das mobile Segment. Die integrierte Grafikeinheit der größeren Trinitys (35 Watt) ist den mobile Ivy Bridges überlegen, im ULV-Bereich mit 17 Watt TDP herrscht Gleichstand - Intels Prozessoren aber liefern die höhere CPU-Leistung, sind jedoch teurer. Ende Mai erscheinen die Xeon E3 v2, wir holen uns den E3-1230 v2 zum Test und bescheinigen ihm i7-Leistung für 100 Euro weniger.
Die besten CPUs des Jahres 2012: Juli bis September
Das Sommerloch über hält AMDs höchst erfolgreiche Brazos-2.0-Plattform die Stellung, während sich die Desktop-Varianten von Trinity immer weiter nach hinten verschieben. Ende August erscheint mit dem FX-4130 ein typischer Speedbump, zugleich der letzte seiner Art (Zambezi). Intel füllt die Lücken des Desktop-Portfolios derweil mit Modellen wie dem Core i5-3350P, Mitte September erscheinen endlich die Zweikerner. Die Core i3 und der Pentium G2120 zeigen im Test eine anständige Leistung, gerade der 3220 ist preislich attraktiv.
Die besten CPUs des Jahres 2012: Oktober bis Dezember
Anfang Oktober gehen endlich AMDs Desktop-Trinitys an den Start, wir testen den A10-5800K und den A8-5600K. Wie schon bei den Vorgängern gefällt vor allem die sehr schnelle integrierte Grafikeinheit, der CPU-Teil ist im Mittel auf Augenhöhe mit den Core i3 und den Pentiums, der höhere Stromverbrauch unter CPU-Last aber trübt das Bild - AMD senkt bei den kleineren Modellen schon bald die Preise. Ende Oktober folgt die zweite FX-Generation, im Test des FX-8350 sowie im Test des FX-8320, FX-6300 und FX-4300 kristalliert sich heraus, dass AMD sowohl die Geschwindigkeit als auch die Effizienz mit der C-Revision steigern kann - stellenweise sogar drastisch. Unter Windows 8 laufen die Vishera-FX zudem ein kleines Bisschen flotter. Den abschließenden Paukenschlag liefert Intel, wobei dieser ziemlich ungehört verhallt, denn der Core i7-3970X ist nur 100 bis 200 MHz schneller als der 3960X und kostet über 900 Euro.
Die besten CPUs des Jahres 2012: Aktuelle Empfehlungen
Für unter 100 Euro und bei Office-sowie HTPC-Einsatz raten wir zu einem Celeron G540 (unter 40 Euro) oder dem A4-5300 (gut 40 Euro). Spieler sollten sich den Athlon II X4 750K Black Edition (knapp 70 Euro) ansehen, der Core i3-3220 (110 Euro) ist zwar zumeist schneller - aber eben auch klar teurer. Für den Sockel AM3+ ist der FX-6300 (etwas unter 120 Euro) die CPU der Stunde, Dauervideoumwandler mti knappen Budget riskieren einen Blick auf den FX-8320 (rund 150 Euro). Zocker ohne Overclocking-Ambitionen greifen zum sehr flotten und sparsamen Core i5-3350P (gut 145 Euro), OC-Freunde hingegen zum Core i5-3570K (190 Euro). Wer auf eine sehr hohe Multithreading-Leistung angewiesen ist, der entscheidet sich für den Core i7-3930K (500 Euro), zumal auch hier die Effizienz stimmt.
Die besten CPUs des Jahres 2012: Ausblick auf 2013
AMD wird im Rahmen der Cosumer Electronics Show (CES) seine Zukunftspläne offenlegen, im ersten Halbjahr soll Kabini erscheinen - Kaveri wird durch Richland ersetzt, welcher im Prinzip ein Trinity ist (aber im 28- statt 32-nm-Verfahren gefertigt wird). Für den Sockel AM3+ soll es Vishera 2.0 richten (mit leichten Verbeserungen laut AMD), wohingegen Intels mit Haswell DT für den neuen Sockel 1150 antreten wird. Die Spezifikationen wirken ernüchternd, der CPU-Teil wird jedoch kräftig aufgebohrt und die Grafikeinheit ebenfalls. Im Herbst 2013 erscheint Ivy Bridge EP für den Sockel 2011, die Core i7 werden aber vermutlich nur sechs Rechenherzen bieten - wie bisher. Die dicken Zwölfkerner sind den Xeon E5-2600 v2 vorbehalten.

@Toxoplasma:
Schön wäre mal die Quelle für das Zitat.
Relativ ist die Differenz bei Teil-Last idR ähnlich hoch wie bei Voll-Last (im Mittel etwas geringer).
Gehört zwar nicht unbedingt zum Theam aber zum Verbrauch. Wie ich finde endlich mal eine qualifizierte Aussage von einen der wirklich Ahnung hat. Ich kopiere seine Aussage mal hier rein, in der Hoffnung das er nix dagegen hat.
Zitat: Die Hersteller geben aus gutem Grund nicht die tatsächliche Leistungsaufnahme an, da diese, je nach Anwendungsfall, massiv variiert. Die TDP sagt nur aus, wie lt. Hersteller das Kühlsystem dimensioniert werden muss, damit es den Prozessor unter allen Umständen in angemessenen Temperaturbereichen halten kann - nicht mehr und nicht weniger. Oft kann man zwar anhand der TDP die maximale Leistungsaufnahme unter extremer Volllast abschätzen, aber auch dies gilt nur äußerst eingeschränkt (zumindest im Desktopbereich), da es eben nur TDP-Klassen gibt und nicht jeder Prozessor anhand seiner Parameter (Spannungen, Leckströme etc.) einzeln bewertet wird. Die TDP-Klasse wird so gewählt, dass eine annehmbare Zahl aller produzierten Chips verkauft werden kann, bzw. die erforderlichen Spezifikationen (Taktfrequenz) für einen angepeilten Markt erreicht.
Festzuhalten bleibt, dass man niemals von der TDP auf die verursachten Stromkosten schließen darf (z.B. sind auch die FX-4300 in der 95W TDP Klasse, nehme aber idR wegen der weniger vorhandenen Recheneinheiten auch weniger Leistung auf) und auch niemals von der Leistungsaufnahme unter Maximallast (d.h. produziert durch diverse Tools, die den Prozessor maximal auslasten, also höher, als es reale Anwendungsfälle jeglicher Art tun) auf die real produzierten Stromkosten schließen darf, da es keinen Rechner gibt, der dauerhaft mit solch einer Last betrieben wird. Man kann nur die gemessene Leistungsaufnahme in realen Szearien (z.B. die Leistungsaufnahme unter Spielelast) heranziehen kombiniert mit seinem eigenen Nutzungsverhalten (idR ist bei jedem Privat-PC ein äußerst hoher niedrig-Last Anteil einzurechnen), um objektiv beurteilen zu können, welche Stromkosten der PC verursacht.
Richtig ist also u.A. nur, dass der FX-6300 unter Maximallast mehr Leistung aufnimmt, als der i5-2500k, aber für die Idle-Leistungsaufnahme gilt dies schon nicht mehr (hier herrscht Gleichstand). Und wie die Leistungsaufnahme in diversen realen Lastszearien aussieht, muss man von Fall zu Fall betrachten (wobei meist der i5 Vorteile für sich verbuchen wird können - doch wie viel ist die andere Frage und kann nicht anhand der TDP oder der Leistungsaufnahme unter Maximallast abgeschätzt werden). Erst dann dürfte man von dem unsauberen Begriff "Verbrauch" anfangen zu reden. Leider wird diese Thematik kaum in den diversen Tests brauchbar angegangen...
Dem ist nix hinzuzufügen, außer Hut ab!
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen außer das der Energiebedarf unter Last wirklich niedriger sein sollte