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    FX-8320, FX-6300 und FX-4300 im Test: Die kleinen Vishera-Modelle treten an

    Neben dem Topmodell FX-8350 schickt AMD auch kleinere Vishera-Modelle in den Handel. Im Test müssen der FX-8320, der FX-6300 und der FX-4300 zeigen, was sie in Spielen, Anwendungen sowie der Leistungaufnahme zu bieten haben - Preistipp inklusive.

    FX-8320, FX-6300 und FX-4300 im Test: Die kleinen Vishera-Modelle treten anFX-8320, FX-6300 und FX-4300 im Test: Die kleinen Vishera-Modelle treten anQuelle: PC Games HardwareNachdem PC Games Hardware bereits am Dienstmorgen im Test den FX-8350 genauer unter die Lupe genommen hat, widmen wir uns heute den drei kleinen FX-Geschwistern. Das Sample des FX-8320 befindet sich zwar noch auf dem Weg zu uns, der FX-6300 und der FX-4300 aber trafen am Mittwochmorgen ein - einen Tag vor der Heftabgabe. In der PC Games Hardware 12/2012, welche ab dem 07. November im Handel steht, erfahren Sie daher auf zehn Seiten ausführlich, wie sich die vier FX-Modelle schlagen - neben vielen Benchmarks zur IPC, der Leistungsaufnahme, der Energie-Effizienz, dem Overclocking-Potenzial und dem Turbo 3.0 beschäftigen wir uns mit der Architektur sowie Spezialfällen.

    Heute aber stehen der FX-8320, der FX-6300 und der FX-4300 im Fokus. Schon nach wenigen Tagen haben sich die Preise eingependelt, weswegen sich hier interessante Alternativen zu Intels Portfolio offenbaren.

    FX-8320, FX-6300 und FX-4300 im Test: Modellpalette und Spezifikationen

    Alle Vishera getauften Prozessoren basieren auf dem Orochi-Chip, AMD fertigt beispielsweise den FX-4300 auf einem teildefekten Die statt eine eigene, teure Maske zu fahren. Der kleinste Vishera kostet etwa 110 Euro und konkurriert mit Intel Core i3-3220. Nur zwei Module und ein auf vier MiByte halbierter L3-Cache lassen ein Leistungsniveau erwarten, welches dem Preissegment angemessen ist und im Bereich des A10-5800K liegt. Deutlich spannender ist da schon der FX-6300 mit drei Modulen respektive nach AMD-Zählung sechs Kernen, vollem L3-Cache sowie einem Turbo von 3,8 GHz auf allen Recheneinheiten - ein ausbalanciertes Paket für gerade einnmal 120 Euro. Darüber positioniert sich der achterkernige FX-8320, welcher gegenüber dem FX-8350 nur bei den Taktraten zurückstecken muss - für 155 Euro der Gegner des Core i5-3330 oder Core i5-3470.

    Alle FX verfügen über einen offenen Multiplikator, was das Übertakten des Kerns sowie der CPU-Northbridge erleichtert, gerade die CPU-NB bremst in Spielen häufig - 2,6 statt 2,0 oder 2,2 GHz sorgen für einen guten Leistungszuwachs.

    ModellModuleBasistaktTurbo / max. TurboL2-CacheL3-CacheNB-TaktRAMTDP aktueller Preis
    FX-835044,0 GHz4,1 GHz / 4,2 GHz8 MiByte8 MiByte2,2 GHzDDR3-1866125 WattPCGH-Preisvergleich
    FX-832043,5 GHz3,7 GHz / 4,0 GHz8 MiByte8 MiByte2,2 GHzDDR3-1866125 WattPCGH-Preisvergleich
    FX-630033,5 GHz3,8 GHz / 4,1 GHz6 MiByte8 MiByte2,0 GHzDDR3-186695 WattPCGH-Preisvergleich
    FX-430023,8 GHz3,9 GHz / 4,0 GHz4 MiByte4 MiByte2,0 GHzDDR3-186695 WattPCGH-Preisvergleich

    FX-8320, FX-6300 und FX-4300 im Test: Spieleleistung im Überblick

    Als Basis unserer Spiele-Benchmarks dient der bekannte Test-Parcours, den wir unter anderem auf Basis einer Umfrage im PCGHX-Forum gestalteten. So kommen Anno 2070, Battlefield 3, Dirt 3, Shogun 2, Starcraft 2 und The Elder Scrolls 5 Skyrim zum Einsatz. Als Grafikkarte dient eine auf 900/1.800/2.300 MHz übertaktete Asus Geforce GTX 580 DCII, die Auflösung beträgt die mittlerweile üblichen 1.920 x 1.080 Pixel (Full-HD) ohne Kantenglättung oder anisotrope Filterung. Weitere Details zum Testaufbau finden Sie auf der zweiten Seite dieses Artikels. Falls Sie Ihr System benchen möchten, werfen Sie einen Blick auf die Benchmark-FAQs: So testet PCGH CPUs und Grafikkarten mit Spielen.

    Wie schon die Spezifikationen vermuten ließen, liegen der FX-4300 und der A10-5800K in etwa gleich auf - der FX ist dank höherem Turbo auf einem Modul sowie dem zusätzlich vorhandenen L3-Cache etwas flotter. Die Spieleleistung des FX-4300 wie auch des A10-5800K ist damit mit der des 90 Euro teuren Pentium G2120 vergleichbar, in Dirt 3 bekommt Intels Zweikerner allerdings von den beiden AMD-Chips ziemlich eingeschenkt - greifen Sie besser zu einem Core i3-3220.

    Dieser ist ähnlich flott wie der FX-6300, der fast an die Spieleleistung des deutlich teureren FX-8350-Flaggschiffs heranreicht. Für 120 Euro erhalten Sie hier eine gute Alternative zum Core i3-3220, im Zweifel ist der Intel-Dualcore aber flotter. Der FX-8320 ist zwar mit seinen vier Modulen stark in die Breite gebaut, dafür sind die Taktfrequenzen nicht die höchsten. Das reicht um die alte Speerspitze FX-8150 zu überholen, gegen einen ähnlich teuren Core i5 hat der FX-8320 in Spielen aber keine Chance.

    FX-8320, FX-6300 und FX-4300 im Test: Anwendungsleistung im Überblick

    Als Basis unserer bekannter Parcours, bestehend aus dem FPU-lastigen Cinebench R11.5 (1- sowie X-CPU-Test), der Bildbearbeitung Paint.Net, die Verschlüsselungs-Software Truecrypt inklusive AES (welches die FX in Hardware beschleunigen können) sowie der Integer-lastigen Videokonvertierung via x264 HD.

    Im Anwendungsbereich muss der Core i3-3220 Staub schlucken, gerade der nicht viel teurere FX-6300 ist dem Intel-Chip bei Multithreading drastisch überlegen; Singlethread-workloads hingegen schmecken allen FX nicht. Das 4300er-Modell kann seinen Cache-Vorteil gegenüber dem A10-5800K nicht ausspielen und liegt gleichauf, der Core i3-3220 ist bei Multithreading ein bisschen langsamer. Der FX-8320 lässt in parallelisierten Anwendungen seine Modul-Muskeln spielen und knackt locker den 45 Euro teureren Core i5-3570K und damit auf dem Level des älteren Core i7-2700K. Aus Preisleistungssicht ein starkes Angebot!

    CPU-ModellAnwendungen (norm.)Cinebench R11.5 x64 (X- / 1-CPU)Paint.NetTruecryptx264 HD
    Core i7-3960X99,0 Prozent 11,10 / 1,58 Punkte8,4 Sekunden318 MB/s57,7 Fps
    Core i7-3930K96,7 Prozent 10,79/ 1,57 Punkte8,6 Sekunden308 MB/s56,1 Fps
    Core i7-990X83,7 Prozent9,05 / 1,26 Punkte9,7 Sekunden288 MB/s48,3 Fps
    Core i7-3770K76,7 Prozent7,52 / 1,66 Punkte11,5 Sekunden227 MB/s41,2 Fps
    Core i7-382074,4 Prozent7,51 / 1,56 Punkte11,4 Sekunden216 MB/s39,7 Fps
    Xeon E3-1230 v2 72,4 Prozent 7,09 / 1,56 Punkte 12,1 Sekunden 214 MB/s 38,9 Fps
    Core i7-2700K70,6 Prozent7,05 / 1,56 Punkte12,4 Sekunden200 MB/s37,3 Fps
    FX-835070,4 Prozent6,86 / 1,10 Punkte12,0 Sekunden254 MB/s42,8 Fps
    FX-832064,7 Prozent6,19 / 1,05 Punkte13,0 Sekunden231 MB/s38,9 Fps
    Core i5-3570K64,6 Prozent6,01 / 1,60 Punkte13,9 Sekunden170 MB/s33,7 Fps
    FX-815061,4 Prozent5,95 / 1,02 Punkte14,4 Sekunden221 MB/s36,9 Fps
    Core i5-347060,8 Prozent5,65 / 1,51 Punkte14,8 Sekunden151 MB/s31,7 Fps
    Core i5-2500K57,3 Prozent5,37 / 1,50 Punkte15,7 Sekunden141 MB/s28,9 Fps
    Ph. II X6 1100T55,8 Prozent5,82 / 1,11 Punkte17,1 Sekunden173 MB/s32,5 Fps
    FX-812053,1 Prozent5,05 / 0,96 Punkte16,8 Sekunden184 MB/s31,4 Fps
    FX-630052,0 Prozent4,52 / 1,07 Punkte16,8 Sekunden170 MB/s29,5 Fps
    Core i7-86049,6 Prozent4,99 / 1,13 Punkte17,1 Sekunden122 MB/s27,5 Fps
    FX-620049,8 Prozent4,64 / 1,00 Punkte19,8 Sekunden169 MB/s29,7 Fps
    Ph. II X6 1055T48,3 Prozent4,94 / 0,99 Punkte19,8 Sekunden147 MB/s28,0 Fps
    Core i7-92046,7 Prozent4,76 / 0,99 Punkte17,3 Sekunden117 MB/s26,2 Fps
    Ph. II X4 980 BE45,4 Prozent4,32 / 1,11 Punkte22,1 Sekunden129 MB/s24,7 Fps
    Core i5-76042,1 Prozent3,87 / 1,10 Punkte21,0 Sekunden96 MB/s22,6 Fps
    Core i3-3240 42,1 Prozent 3,38 / 1,40 Punkte 23,3 Sekunden 84 MB/s 19,3 Fps
    FX-417041,6 Prozent3,42 / 1,03 Punkte23,3 Sekunden126 MB/s22,8 Fps
    FX-430041,2 Prozent3,28 / 1,03 Punkte22,0 Sekunden124 MB/s21,6 Fps
    A10-5800K41,2 Prozent3,29 / 1,03 Punkte22,3 Sekunden125 MB/s21,5 Fps
    Ph. II X4 960T BE38,4 Prozent3,51 / 1,01 Punkte26,8 Sekunden105 MB/s20,3 Fps
    A8-3870K38,3 Prozent3,56 / 0,92 Punkte24,3 Sekunden107 MB/s20,7 Fps
    Core i3-210036,9 Prozent2,98 / 1,25 Punkte26,5 Sekunden70 MB/s16,4 Fps
    C2Q Q955036,9 Prozent3,43 / 0,87 Punkte22,4 Sekunden95 MB/s19,5 Fps
    Pent. G2120 34,4 Prozent 2,52 / 1,30 Punkte 31,1 Sekunden 60 MB/s 14,4 Fps
    C2D E840025,2 Prozent1,79 / 0,92 Punkte40,6 Sekunden50 MB/s10,4 Fps

    FX-8320, FX-6300 und FX-4300 im Test: Stromverbrauch im Leerlauf und unter Last

    Das Testsystem vertraut auf eine Asus Geforce GT 430, welche die komplette Leistungsaufnahme aller Plattformen um nur 7 Watt erhöht. Um möglichst gute Werte zu erzielen, kombinieren wir jede CPU-Generation mit dem laut unseren Tests sparsamsten ATX-Board für den jeweiligen Sockel; selbstverständlich mit aktuellem BIOS und aktivierten Stromsparmodi. Welche Platinen wir genau einsetzen, erfahren Sie auf der zweiten Seite.

    Geht es um den Stromverbrauch im Leerlauf, so entsprechen alle FX den Erwartungen: Der Energiekonsum des kompletten Systems liegt bei sehr guten 43 Watt - noch weniger erreichen Sie in der Regel nur mit einer iGPU oder speziellen Boards. Unter Last sind alle FX jedoch ziemliche Energie-hungrig, der 4300er wie der 6300er schlucken samt restlicher Plattform das Doppelte eines Core-i3-3220-Systems. Den FX-8320 haben wir wie eingangs erwähnt simuliert und können daher keine Messwerte aufzeigen - es ist jedoch zu erwarten, dass der Chip im Bereich von 170 bis 180 Watt landen wird.

    Achtung: Im Test des A10-5800K gab es einen UEFI-Bug beim MSI-Board, mit aktuellem UEFI ist der Stromverbrauch im Leerlauf deutlich geringer, unter Last jedoch rund zehn Watt höher!

    IVB DT Dualcores Power Consumption

    FX-8320, FX-6300 und FX-4300 im Test: Zusammenfassung und Fazit

    Der 110 Euro teure FX-4300 ist angesichts des A10-5800K und des nur 10 Euro teureren FX-6300 kein attraktives Angebot, zumal alle Phenom II X4 mit deutlich mehr als drei Gigahertz so schnell sind wie der neue FX (wenngleich bei höherem Stromverbrauch) - allerdings liefert er die Leistung des FX-4170 bei rund 40 Watt weniger. Der FX-8320 bietet für 155 Euro eine enorm hohe Anwendungsleistung bei Multithreading und deklassiert hier jegliche preisliche Intel-Konkurrenz, das Manko ist der FX-typische hohe Stromverbrauch unter Voll- wie Teillast. Hier sei jedoch explizit darauf hingewiesen, dass dieser nur im 24/7-Betrieb ins Geld geht - die Kühlung muss aber stärker sein als bei den Intel-Pendants.

    Der Star dieses Tests ist unserer Ansicht nach der FX-6300: Zwar ist auch hier die Leistungsaufnahme in Relation unschön, dafür rechnet der Chip in Spielen nur zehn Prozent langsamer als der FX-8350 und ist damit der zweitschnellste Spiele-Prozessor in AMDs Aufgebot (auf Höhe eines Core i3-3220). Höchstleistungen sollten Sie im Gaming-Bereich somit nicht erwarten, hier ist ein Intel-Chip die bessere Wahl. Für nur 120 Euro liefert der FX-6300 jedoch eine herausragende Performance in parallelisierten Anwendungen und ist damit als Gesamtpaket nicht nur unserer Preisleistungstipp, sondern auch der Geheimtipp unter den Vishera-Prozessoren.

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FX 8320
FX-8320, FX-6300 und FX-4300 im Test: Die kleinen Vishera-Modelle treten an
Neben dem Topmodell FX-8350 schickt AMD auch kleinere Vishera-Modelle in den Handel. Im Test müssen der FX-8320, der FX-6300 und der FX-4300 zeigen, was sie in Spielen, Anwendungen sowie der Leistungaufnahme zu bieten haben - Preistipp inklusive.
http://www.pcgameshardware.de/FX-8320-CPU-256470/Tests/Test-FX-8320-FX-6300-FX-4300-Vishera-1032556/
27.10.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2012/10/AMD-Vishera-FX-43001.jpg
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