Intel Haswell: GT3-Grafik mit DirectX 11.1, 40 Ausführungseinheiten, bis zu 128 MiByte RAM und stromsparender
Intels integrierte GT3-Grafikeinheit, das schnellste Modell der kommenden Haswell-Prozessor-Generation, soll dank vielen Ausführungseinheiten sowie einem flotten On-Chip-Speicher besonders schnell und dank neuen Stromsparmodi zudem sehr effizient werden.
Wie seit einigen Monaten bekannt ist, wird Intel bei der kommenden Haswell-Prozessor-Generation eine GT1-, eine GT2- und eine GT3-Grafikeinheit bieten (letztere nur im mobilen Segment), die aktuellen Ivy-Bridge-Chips (IVB) nutzen bisher nur GT1 (HD Graphics 2500) und GT2 (HD Graphics 4000). Zum Flaggschiff, der GT3, äußerte sich Intel nun im Rahmen einer IDF-Präsentation ausführlicher und gab auch viele allgemeine Informationen zu den Grafikeinheiten bekannt.
Das vielleicht Spannendste vorab dürfte die Anzahl der Ausführungseinheiten (Executions Units, EUs) sein: Die Haswell-GT1 wird mit zehn ausgestattet und die GT2 bringt es auf gleich 20 Stück, was vier mehr sind als bei einer HD Graphics 4000. Die GT3 stattet Intel mit doppelten Menge, also gleich 40 EUs, aus - die Caches etc wachsen entsprechend mit. Als ob dies noch nicht genug wäre, packt Intel neben der CPU samt der GT3 Speicherchips auf dem Träger ("stacked"). Die Crystalwell getaufte Technik respektive der eingesetzte DDR3-RAM fasst bis zu 128 MiByte und wird mittels eines Interposers und 512 Bit breitem Speicherbus angebunden. Damit erreicht die GT3 Datentransfer-Raten, die sonst nur dedizierte Grafikkarten erreichen. Die Leistung ist damit so hoch, dass The Elder Scrolls 5 Skyrim in 1080p mit hohen Details flüssig läuft.
Was die unterstützten Schnittstellen anbelangt, ist Intel dank DX11.1, OpenGL 4.0 und OpenCL 1.2 endlich auf Augenhöhe mit AMD und Nvidia. Die Unterstützung für drei Displays (davon eines per Displayport) ist schon seit Ivy Bridge Standard, dafür packt die Haswell-Grafikeinheit nun sogar das Abspielen von 4Kx2K-Videos (bis zu 4.096 x 2.304 Pixel bei 24 Hz). Der Media-Teil wurde zudem so erweitert, dass die HD Graphics nun auch MPEG2 sowie SVC (Scalable Video Coding) beschleunigt. Die bekannte Quicksync-Technik wird ebenfalls schneller, wie flott genau, wollte Intel aber nicht verraten.
Da Effizienz König ist, hat Intel den Haswell-Grafikeinheiten zudem die Decoder-Engine auf geringen Stromverbrauch optimiert und das Power Gating (C6) sowie das Clock Gating verbessert. Hinzu kommt die bekannte 22-Nanometer-Fertigung und im Falle der ULT-Chips (Ultra Light & Thin) mit unter 10 Watt respektive 15 Watt für Ultrabooks wandert der Chipsatz (PCH) zum Prozessor auf den Träger - auch das spart Strom. Obendrein können die CPU-Kerne, der Ringbus samt dem L3-Cache und die Grafikeinheit unabhängig voneinander abgeschaltet werden.

HSA macht leider nur wenig Aussagen über die Hardware und potentielle Spieletauglichkeit. Vom derzeitigen Punkt ausgehend wäre HSA via Treiber schon ein großer Schritt nach vorne.
512 Kerne sind eher eine Ansage - kommt mir aber extrem viel vor. Wenn man das mit Cape Verde abgleicht, kommt eine Transistorzahl raus, die in etwa so groß ist, wie die gesamte Trinity APU. Ich glaube nicht, dass AMD soviel allein den Grafikteil investieren kann. (auf alle Fälle sollten sie es nicht tun, wenn man bedenkt, wieviel Vorsprung sie da schon haben und wieviel sie beim CPU-Teil aufholen müssen)
Die Desktopausgabe zeichnet sich ja eher durch (für APUs nutzlose) HPC-Verbesserungen aus, ist so aber pro mm² (und fertigungsbereinigt) kaum/gar nicht besser, als VLIW4. Wenn AMD bei Steamroller wieder Platz für eine vollständige Decoderphalanx benötigt, werden die Kerne aber im Vergleich zu Trinity anwachsen und sie können die GPU-Leistung auch nicht durch GPU-Vergrößerung steigern (bzw. nur zu lasten von Gesamtgröße, Gesamtpreis und Gesamtstromverbrauch).
Offiziell hält sich AMD mit technischen Daten natürlich diskret.
Mir sind nur Richtungspunkte bekannt.
So sieht die HSA-Roadmap aus:
http://www.pctreiber.net/...
AMD spricht bei Kaveri, als erste HSA nahe Plattform und will mit der Lösung ungefähr 1.000 GFLOPs erreichen.
http://media.bestofmicro....
Beim Dokument steht, dass beim Test mit Kaveri 512 GCN-Cores zum Einsatz gekommen sind und diese werden wohl auch in der finalen Version zu finden sein.
Bei Kaveri und Sea Islands spricht AMD ja ebenfalls von neuen HSA-Features, da man laut Roadmap ja auch HSA kompatible GPUs anstrebt.
http://www.3dcenter.org/d...
Damals hat AMD noch diese nebulöse Roadmap gezeigt.
http://images.anandtech.c...
Und es gibt afaik nur 5-6 IvyBridge ULV CPUs die sich dann auch nur marginal unterscheiden (+- ein paar Mhz). Dann gäbe es halt nur noch 2 verschiedene...
Diese werden mit 2, 4, 6, 8 und 16 GB RAM angeboten. Um in Zukunft die gleiche Flexibilität anzubieten müssten Intel also !5! mal mehr CPUs anbieten und vor allem müssten die Händler !5! mal soviele Versionen vertreiben (d.h. z.B. auch auf Lager haben und zugucken, wie die Preise verfallen, weil diese Variante diesen Monat nicht gefragt ist, etc.). Das ist eine massive Aufwandssteigerung, der muss auch massiver Nutzen gegenüber stehen. Und SO groß sind die Platinen in Ultrabooks dann doch nicht, dass sich das lohnt. (Zumal ein Interposer für so viele DRAM-Chips auch alles andere als billig werden dürfte. Ggf. sogar teurer, als Sockel+Module, da die Stückzahlen geringer ausfallen)
Wenn man eine Architektur gezielt darauf optimiert, so das man auch massiv Leistung gewinnt, dann könnte sich sowas vielleicht schon heute lohnen. Aber das geht halt nicht, wenn es nur eine Variante von CPUs aus einer ganzen Familie betrifft.
Er hängt am Grafikpart, ja.
Wobei das eine interessante Frage ist: Kann Intel bei größeren Modellen auch nur den Speichercontroller der Grafikeinheit verbauen? Und auch von anderen Einheiten nutzen lassen? Und so Haswell E Varianten mit z.B. 256 MiB L4 Cache auf den Markt bringen?
Die Desktopausgabe zeichnet sich ja eher durch (für APUs nutzlose) HPC-Verbesserungen aus, ist so aber pro mm² (und fertigungsbereinigt) kaum/gar nicht besser, als VLIW4. Wenn AMD bei Steamroller wieder Platz für eine vollständige Decoderphalanx benötigt, werden die Kerne aber im Vergleich zu Trinity anwachsen und sie können die GPU-Leistung auch nicht durch GPU-Vergrößerung steigern (bzw. nur zu lasten von Gesamtgröße, Gesamtpreis und Gesamtstromverbrauch).
Ich denke eher nicht, da die APUs ja mittlerweile auch für Server vermarktet werden, und die könnten die HPC Verbesserungen durchaus brauchen. Die Zero Core Technologie wird aber bestimmt angepasst für den Dual Graphics betrieb.
Ich gehe eher davon aus, dass diese 128MiB als reiner Grafikspeicher dienen soll, etwa als VRAM Ersatz. Und der ist ja generell auch von der Grafikkarte vorgegeben, oder? Eventuell könnte Intel sogar so weit gehen, die Prozessoren anstatt nur mit verschiedenen taktraten auch mit verschiedenen Speicherausstattungen zu verkaufen
Klar, in Slot Bauweise mit einem Kühler jeweils vorne und hinten am Chip. So dürfte dies durchaus sogar machbar sein
Und es gibt afaik nur 5-6 IvyBridge ULV CPUs die sich dann auch nur marginal unterscheiden (+- ein paar Mhz). Dann gäbe es halt nur noch 2 verschiedene...