Grafik-Kracher 2024 - Flight Sim 2024
In diesem Artikel
Mit hohen Anforderungen wartet auch unser letzter Kandidat auf - der Flight Sim 2024 macht allerdings mit etwas ungewöhnlichen Voraussetzungen von sich hören: Der Flugsimulator benötigt für ein möglichst reibungsloses, ruckelarmes und fehlerfreies Streaming eine sehr flotte Internetverbindung. Während die offiziellen Systemanforderungen bei den "Idealvoraussetzungen" 100 Mbps listen, haben die Kollegen bei Tom's Hardware bei Testmessungen mit der Alpha-Test-Version Datenübertragungen von bis zu 180 MiByte pro Sekunde, respektive rund 81 GiByte pro Stunde gemessen. Dabei kommt es natürlich auf die Umgebungen an: Eine mittels Drohnenaufnahmen und Fotogrammetrie umgesetzte, dichte Stadtumgebung wie New York, London, Paris, Frankfurt oder auch Nürnberg/Fürth stellen weitaus höhere Anforderungen an die Internet-Bandbreite als beispielsweise der offene Ozean oder die weite Leere der Sahara.
Dazu legte der Flight Sim 2024 zum Release einen kräftigen Fehlstart hin. Da zwar die Installationsgröße relativ und im Vergleich zum Vorgänger beträchtlich kleiner ausfällt (jedenfalls, wenn Sie wie standardmäßig eingestellt einen Großteil der Daten aus der Cloud beziehen), ist eine stabile, schnelle Internetverbindung umso bedeutsamer. Dabei kommt es allerdings auch auf eine hohe Serverstabilität und Verbindungssicherheit zu den Daten in der Cloud an. Ausgerechnet bei dieser "Power of the Cloud" hat Microsoft beim Launch eine Bruchlandung hingelegt, schnell war der Flight Sim 2024 als "Download-Simulator" verschrien.
Und selbst, wenn die Flugsimulation einmal erfolgreich installiert war und die Internetverbindung schnell, so kam es doch immer wieder zu Verbindungsaussetzern und damit Streaming-Problemen. Teile der Weltdarstellung, Gebäude und Texturen wurden nicht geladen, durch hässliche Platzhalter ersetzt oder fehlten ganz. Zum Glück hat sich dieser Umstand mittlerweile deutlich gebessert und zumindest mit zügigen Verbindungen treten Verbindungsprobleme oder Streaming-Aussetzer beim Datenfischen aus der Cloud nun deutlich seltener auf.
Dabei stellt der Flight Sim 2024 allerdings auch zum heutigen Zeitpunkt hohe Anforderungen an die Bandbreite - und auch die restliche Hardware kommt nicht zu kurz. Auch die Grafikkarte wird ordentlich geknechtet, die Anforderungen an RAM und Grafikspeicher sind ebenfalls (sehr) hoch. In dicht bebauten Umgebungen, etwa Manhattan, wo obendrein auf Fotogrammetrie gesetzt wird, wird außerdem der Prozessor stramm geknechtet. Und wenn Sie mit Ihrem Fluggerät im Tiefflug geschwind über die Dächer dicht bebauter Städte düsen, ist in hohen Auflösungen und Details selbst aktuelle High-End-Hardware überfordert. Auf der Habenseite sieht der Flight Sim 2024 teilweise deutlich besser aus als der Vorgänger, wirkt gerade in Umgebungen mit vielen Details, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten weitaus detaillierter.
Doch selbst in eher abgeschiedenen Gebieten, dort, wo nur relativ wenige Gebäude zu begutachten sind und auch wenn die genutzten Satellitendaten etwas gröber ausfallen, lässt der Flight Sim 2024 die grafischen Muskeln spielen. Die Landschafts- und Vegetationsdarstellung wurde deutlich sichtbar ausgebaut, die Beleuchtung verfeinert. Bekannte Umgebungen wie der Grand Canyon sind obendrein weitaus detaillierter und wirken in ihrer virtuellen Version verglichen mit dem Vorgänger weitaus realistischer, werden dem realen Vorbild wesentlich gerechter. Selbst wenn der Flight Sim auch in Version 2024 merklich gern einige Bäume extra pflanzt. Dazu können Sie Ihr Fluggerät verlassen, an jedem Ort der Welt landen, aussteigen und die virtuelle Welt auf Schusters Rappen bewundern.
Dabei kommt unter anderem eine neue Grasdarstellung zum Einsatz, die Bodentexturen sind nun mit feiner Tessellation veredelt und zeigen Details bis zum kleinsten Kieselstein. Allerlei Getier treibt sich im Dickicht des Waldes oder in weiten Graslandschaften herum. Die bereits im Vorgänger fabelhafte Wolkendarstellung türmt sich dramatisch auf. Wenn er läuft, oder vielleicht besser: von Internet-Speed und Cloud-Connection ungebremst fliegt, ist der Flight Simulator 2024 ein grafischer Augenschmaus. Wer die entsprechende Hardware mitbringt, sollte zumindest einmal einen Blick riskieren. Eine realistischere Grafik, einen glaubhafteren Flug über die Welt, in der wir leben, bietet aktuell wohl nur ein tatsächlicher Flug - mit allen damit verbundenen Lästigkeiten.
Grafik-Kracher 2024 - Fazit
Damit wollen wir zum Ende kommen, das Jahr 2025 sowie neue Grafik- und Technik-Errungenschaften begrüßen. Natürlich gab es 2024 eine ganze Reihe weiterer Titel, die ebenfalls grafisch Eindruck hinterließen. Da wäre etwa das Rollenspiel-Spektakel Final Fantasy 16, das eine sehr lebendige, oft farbenfrohe Grafik präsentiert. Einige Sony-Titel, die 2024 auch für den PC erschienen, konnten ebenfalls grafisch starke Akzente setzen, darunter Horizon Forbidden West, das ebenfalls 2024 veröffentlichte Remaster des ersten Teils sowie God of War Ragnarök. EAs Dragon Age: The Veilguard ist ebenfalls grafisch stark, auch wenn sich an Stil und Spiel die Geister scheiden. Und auch Ubisoft konnte mit Star Wars Outlaws und der neuen Snowdrop grafisch Eindruck machen.
Wir haben uns indes entschlossen, uns im Groben auf drei unserer Top-Kandidaten zu beschränken, dabei die populäre, in der Verbreitung stark zulegende Unreal Engine 5 nicht überzugewichten. Dennoch, und müssten wir uns auf einen einzelnen Titel beschränken, so wäre wohl Hellblade 2 und damit die UE5 unsere erste Wahl. Was war Ihr grafisches Highlight 2024 und auf welchen Grafik-Kracher freuen Sie sich im Jahr 2025?

Evtl spielst du sonst auch immer mit TAA und hast dich möglicherweise an die Blurryness gewöhnt xD Kann auch vorteile haben 😁🤝
Hier wird das Problem mit den unscharfen UE5 spielen mal etwas aufgearbeitet
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Aktuell wohl das beste Negativbeispiel für unschärfe. Grundlage dafür ist ja das die UE5 intern stark auf TAA aufbaut, was jagged lines gut minimiert aber auch schärfe stark einbüsst.
Bei Hellblade 2 ist mir das auch relativ deutlich aufgefallen.
Und ingame oder in der .inf von taa dlaa etc umstellen bringt auch nix, die ue5 nutzt das wohl als nicht abschaltbaren grundlayer.
Da haben Digital Foundry und PlasmaTvForGaming auch schon relativ breit drüber berichtet.
Unschärfe ist mir bei Wukong nicht aufgefallen. Ganz im Gegenteil sogar. Das Spiel hat von Haus aus einen Schärfefilter, der eine Überschärfe einbringt, die mich gestört hat. Durch ne Ini-Datei hab ich das gelöst bekommen und das Bild war erträglich, ohne Details zu verlieren.
Bei Hellblade 2 hab ich die Unschärfe auch auf ein erträgliches Niveau bekommen.
Indiana Jones hat darüber hinaus Probleme mit dem LoD, vor allem im vorletzten Kapitel. Das wirkt sich scheinbar auch auf die FullRT-Darstellung aus. Die ploppt da auch gern mal auf. In allen anderen Kapiteln war das nicht so problematisch, bzw. so gut wie nicht bemerkbar.
Aktuell wohl das beste Negativbeispiel für unschärfe. Grundlage dafür ist ja das die UE5 intern stark auf TAA aufbaut, was jagged lines gut minimiert aber auch schärfe stark einbüsst.
Bei Hellblade 2 ist mir das auch relativ deutlich aufgefallen.
Und ingame oder in der .inf von taa dlaa etc umstellen bringt auch nix, die ue5 nutzt das wohl als nicht abschaltbaren grundlayer.
Da haben Digital Foundry und PlasmaTvForGaming auch schon relativ breit drüber berichtet.
IndieJonas hab ich aber bisher keine Infos drüber
Aber der Unterschied zwischen PC vs. Konsole schwindet immer weiter. Klar sind Detailunterschiede & Tiefenschärfe noch sichbar, wenn wir genau hinschauen:
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@Topic
Indiana Jones sieht an vielen Stellen wirklich grandios gut aus. Gerade die Dungeons sehen unfassbar stimmig und richtig gut detailliert aus. Dann hat man aber auch wieder Stellen, die nicht ansatzweise so gut aussehen. Die Grafikqualität schwankt somit immer mal ein wenig. Aber das Spiel als solches hat mich positiv überrascht und gefällt mir ausgesprochen gut. Neben Black Myth: Wukong mein persönlicher Überraschungshit des Jahres 2024.