Grafik-Kracher 2024 - Hellblade 2
In diesem Artikel
Doch bevor wir uns mit dem Kommenden beschäftigen, über neue Grafik-Errungenschaften und vermutlich anstehende Pixel-Schubser berichten, schauen wir ein letztes Mal zurück. Was hat das Jahr 2024 an besonderen Eindrücken in der PCGH-Redaktion hinterlassen, welche Spiele haben uns mit grafischer Pracht, mit technischen Spitzfindigkeiten beeindrucken können? Während 2024 insbesondere für große Studios und "Triple-" bis Quadruple-A"-Titel ein eher durchwachsenes Jahr gewesen ist - man erinnere sich etwa an Ubisofts Piraten-Flop Skull and Bones zu Beginn des Jahres 2024 oder Sonys Quasi-Todgeburt Concord -, war das Spiele-Jahr 2024 beileibe kein schlechtes. Auch optisch gab es einige besondere Leckerbissen. Zu diesen zählt etwa Hellblade 2, grafisch und technisch ein klarer Höhepunkt des Jahres, wennschon kein allzu großer Verkaufserfolg für das Entwicklerstudio Ninja Theory und Publisher Microsoft.
Das auf der Unreal Engine 5.3.2 basierende, am 21. Mai 2024 veröffentlichte Action-Adventure Senua's Saga: Hellblade 2 ist ein audiovisuelles Meisterstück, eine technische wie artistische Glanzleistung, ein Erlebnis, das unter die Haut geht. Zu den absoluten grafischen Highlights zählt abermals die fantastische Darstellung der Protagonistin Senua. Wie schon im ersten Hellblade wird die von inneren Dämonen getriebene Heldin von Melina Jürgens gespielt, die abermals mit viel Verve und Einsatz überzeugend in ihre Rolle schlüpft. Für die nahezu lebensechte Gesichtsdarstellung nutzen die Entwickler das Metahuman-Framework der Unreal Engine 5. Viel Aufmerksamkeit kam obendrein den Motion-Capture-Aufnahmen zugute, Ninja Theory richtete spezifisch für diese ein neues Studio ein. Unterstützung erhielten die Entwickler durch die Epic-Tochter 3Lateral.
Für die von nordischer Mythologie durchzogene, im 9. Jahrhundert angesiedelte Welt von Senua's Saga fungierte Island als Vorlage. Die Entwickler nutzten Fotogrammetrie sowie Satelliten-Daten, um das frühmittelalterliche Szenario so realistisch wie möglich zu gestalten. Auch für die Kleidung und Accessoires der Figuren, Haare und Gegenstände kamen authentische Requisiten zum Einsatz, die mittels Fotogrammetrie und Scans digitalisiert und ins Spiel integriert wurden.
Hellblade 2
Die realistische Umgebung und die glaubwürdigen Animationen sowie die aufwendige Gesichtsdarstellung bilden dabei einen Kontrast zu Senua's Psychosen, ihren Wahnvorstellungen, von denen sie heimgesucht wird - und abermals flüstern ihr geisterhafte Stimmen, die Furien, ein. Wie im ersten Teil wurden diese mittels einer Kunstkopfaufnahme binaural aufgezeichnet. Aufgrund der hervorragenden Ortbarkeit der Binaural-Surround-Aufnahmen wirken diese besonders glaubwürdig, persönlich, direkt und authentisch. Die optischen wie akustischen Halluzinationen lassen Sie beim Spielen zweifeln, was real ist und was nicht - wie Ihre Protagonistin selbst. Die psychotischen Wahnvorstellungen Senuas stehen in einem Kontrast zur realistischen Darstellung, wie auch die Elemente Feuer und Eis, die Island verkörpert.
Kurz: Senua's Saga: Hellblade 2 ist ein Spektakel, das sich Technik-Nerds und Fans feiner Grafik definitiv einmal ansehen sollten. Wie unser Technik-Test zeigt, ist das fabelhafte Abenteuer zwar anspruchsvoll, doch stellt Senua's Saga angesichts der Grafikpracht samt Lumen-Raytracing keine abnormen Anforderungen an die Grafikkarte. Auch mit einer Mittelkasse-GPU lässt sich Hellblade 2 ordentlich spielen, spätestens beim Einsatz eines Upsamplings sowie - für Besitzer einer entsprechenden Nvidia-GPU auf Wunsch - DLSS-Frame-Generation.

Evtl spielst du sonst auch immer mit TAA und hast dich möglicherweise an die Blurryness gewöhnt xD Kann auch vorteile haben 😁🤝
Hier wird das Problem mit den unscharfen UE5 spielen mal etwas aufgearbeitet
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Aktuell wohl das beste Negativbeispiel für unschärfe. Grundlage dafür ist ja das die UE5 intern stark auf TAA aufbaut, was jagged lines gut minimiert aber auch schärfe stark einbüsst.
Bei Hellblade 2 ist mir das auch relativ deutlich aufgefallen.
Und ingame oder in der .inf von taa dlaa etc umstellen bringt auch nix, die ue5 nutzt das wohl als nicht abschaltbaren grundlayer.
Da haben Digital Foundry und PlasmaTvForGaming auch schon relativ breit drüber berichtet.
Unschärfe ist mir bei Wukong nicht aufgefallen. Ganz im Gegenteil sogar. Das Spiel hat von Haus aus einen Schärfefilter, der eine Überschärfe einbringt, die mich gestört hat. Durch ne Ini-Datei hab ich das gelöst bekommen und das Bild war erträglich, ohne Details zu verlieren.
Bei Hellblade 2 hab ich die Unschärfe auch auf ein erträgliches Niveau bekommen.
Indiana Jones hat darüber hinaus Probleme mit dem LoD, vor allem im vorletzten Kapitel. Das wirkt sich scheinbar auch auf die FullRT-Darstellung aus. Die ploppt da auch gern mal auf. In allen anderen Kapiteln war das nicht so problematisch, bzw. so gut wie nicht bemerkbar.
Aktuell wohl das beste Negativbeispiel für unschärfe. Grundlage dafür ist ja das die UE5 intern stark auf TAA aufbaut, was jagged lines gut minimiert aber auch schärfe stark einbüsst.
Bei Hellblade 2 ist mir das auch relativ deutlich aufgefallen.
Und ingame oder in der .inf von taa dlaa etc umstellen bringt auch nix, die ue5 nutzt das wohl als nicht abschaltbaren grundlayer.
Da haben Digital Foundry und PlasmaTvForGaming auch schon relativ breit drüber berichtet.
IndieJonas hab ich aber bisher keine Infos drüber
Aber der Unterschied zwischen PC vs. Konsole schwindet immer weiter. Klar sind Detailunterschiede & Tiefenschärfe noch sichbar, wenn wir genau hinschauen:
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@Topic
Indiana Jones sieht an vielen Stellen wirklich grandios gut aus. Gerade die Dungeons sehen unfassbar stimmig und richtig gut detailliert aus. Dann hat man aber auch wieder Stellen, die nicht ansatzweise so gut aussehen. Die Grafikqualität schwankt somit immer mal ein wenig. Aber das Spiel als solches hat mich positiv überrascht und gefällt mir ausgesprochen gut. Neben Black Myth: Wukong mein persönlicher Überraschungshit des Jahres 2024.