Radeon RX 7600 im Test: Benchmarks in 4 Auflösungen
AMDs Radeon RX 7600 im Spieletest mit zahlreichen Benchmarks und Platzierung in der Bestenliste.
In diesem Artikel
- Seite 1 Radeon RX 7600 im Test: Spezifikation
- Seite 2 Radeon RX 7600 im Test: Benchmarks in 4 Auflösungen
- Seite 3 Radeon RX 7600 im Test: Raytracing-Benchmarks
- Seite 4 Radeon RX 7600 im Test: Verbrauch, Lautheit & Effizienz
- Seite 5 Radeon RX 7600 im Test: Fazit und Preis-Leistungs-Check
- Seite 6 Bildergalerie
Wie schlägt sich AMDs Radeon RX 7600 in traditionellen Spielen und bei modernen Raytracing-Krachern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Oberklasse-Grafikkarte durch zahlreiche Benchmarks gescheucht. Da immer wieder Fragen aufkommen, wie aktuell die von uns gezeigten Daten sind: vollständig aktuell. Wir vermischen grundsätzlich keine veralteten mit neuen Daten. Ständige Nachmessungen stellen sicher, dass die Ergebnisse aktuell und korrekt sind. Der Zeitaufwand für die Wartung der Werte ist größer denn je, daher kann es vorkommen, dass das eine oder andere Modell im Benchmark fehlt - aber besser durchweg aktuelle, als invalide Vergleichswerte.Wir haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Nachtests durchgeführt und weitere Grafikkarten durch den PCGH-Leistungsindex gescheucht, darunter die Radeon RX 6750 XT, RX 6650 XT sowie Geforce RTX 2060.
Dieser Artikel schließt an die vorherigen PCGH-Tests und -Analysen des noch jungen Jahres an. Neben dem Test der Geforce RTX 3060 8GB und Test der Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X liefert der Intel Arc-Nachtest weitere Informationen. Besonderes Augenmerk liegt bei beiden Betrachtungen auf der Frage, inwieweit 8 GiByte VRAM im Jahr 2023 noch genügen. Mit Resident Evil 4 (Remake) und The Last of Us Part I erschienen just weitere Spiele, die Wenn Arc mit 8 GiByte die Grundlinie darstellt, entspricht eine Radeon einer 8,5-GiByte-Grafikkarte und Nvidia einem 9-GiByte-Modell.
8-GiByte-Grafikkarten gnadenlos ihre Grenzen aufzeigen. Wir gehen die damit verbundenen Nebenwirkungen nicht in der gleichen Tiefe erneut durch, sondern legen Ihnen die verlinkten Artikel und unser neues Video ans Herz. Die wichtigste Information beim Thema VRAM lautet: Nvidia-Grafikkarten weisen die beste Speicherverwaltung auf, Mangelsymptome werden so gut es geht hinausgezögert. Diese Tatsache ist unumstößlich und zeigt sich in jeder VRAM-fokussierten Messreihe aufs Neue. Wenn Arc mit 8 GiByte die Grundlinie darstellt, entspricht eine Radeon einer 8,5-GiByte-Grafikkarte und Nvidia einem 9-GiByte-Modell. Das bedeutet, dass Nvidia zwar das Beste aus der gegebenen Kapazität holt, das Unvermeidliche aber nur hinauszögern kann. 8-GiByte-Grafikkarten jeder Art sind nicht mehr in der Lage, moderne Spiele mit maximalen Details darzustellen, ohne Probleme zu bekommen.
Beginnen wir mit den theoretischen Durchsatzwerten anhand des AIDA64 General Purpose Benchmark, welcher eine erste Einordnung der praktischen Leistung ermöglicht. Hier zeigen sich potenzielle Flaschenhälse - bei der Radeon RX 7600 beispielsweise die halbierte Transferrate auf der PCI-Express-Datenbahn:
Quelle: PC Games Hardware
AIDA64 GPGPU Benchmark: RX 7600 vs. RX 6700 vs. RTX 3060 8GB vs. A750
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Grafikkarten-Benchmarks 2022/2023
Wie gehabt sichert ein händisch von uns optimierter Core i9-12900K die Entfaltung selbst der schnellsten Grafikkarten. Zwecks maximaler Spieleleistung deaktivieren wir die Effizienzkerne und investieren die freigewordene Energie in die Performance-Cores. Letztere takten konstant mit 5,2 GHz bei 16 Threads via SMT, während der Uncore-Bereich (Cache) mit 4,9 GHz arbeitet. Damit nicht genug, auch der Arbeitsspeicher ist angemessen rasant; wir setzen auf das G.Skill-Kit Trident Z5 RGB F5-6400J3239G16GX2-TZ5RK. Selbstverständlich schärfen wir dessen Timings manuell. Damit all das stabil läuft, verpflanzen wir die Hardware auf ein potentes Asus ROG Maximus Z690 Apex und kühlen die CPU mithilfe einer modularen Alphacool-Wasserkühlung. Damit auch Next-Gen-Games reibungslos laufen, liegen die Spiele auf einer PCI-Express-4.0-SSD im M.2-Format (NVMe 1.3 ×4). Wie gehabt ist auf kompatiblen (Geforce-)Grafikkarten Hardware Accelerated Scheduling (HAGS) zur effizienteren Speichernutzung aktiv.
Bewährte Methodik
Was wir auch testen, jede veröffentlichte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung, Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte für den regulären Leistungsindex. Da die GPU-Taktrate ein und derselben Karte während der Tests stark unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 2.700 und 2.800 MHz, führt das zur Angabe von "~2,75 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der Limitfaktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung.
Resizable BAR (rBAR) alias SAM ist mittlerweile breitflächig sowohl auf AMD- als auch Intel-Plattformen verfügbar, weshalb wir seit zwei Jahren Grafikkarten standardmäßig mit SAM/rBAR testen. Bei den Grafikkarten-Benchmarks 2023 machen wir selbstverständlich keine Ausnahme, das Effizienz-Feature bleibt aktiv. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von SAM auf Radeon-Grafikkarten und rBAR auf Geforce-Grafikkarten entnehmen Sie den verlinkten Artikeln.
Radeon RX 7600: Spiele-Benchmarks
Für den Test der Radeon RX 7600 präsentieren wir Ihnen alle Messwerte in unseren vier Standard-Auflösungen: Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD. Sie können wie gehabt in jedem der 20 Spiele vier verschiedene Auflösungen links im grauen Drop-down-Menü auswählen. Standardmäßig eingeblendet ist Full HD (1.920 × 1.080 Pixel), welches AMD als primäres Einsatzgebiet für die RX 7600 bewirbt. Kommen wir direkt zur Sache:
Beachten Sie, dass Sie in jedem Benchmark zusätzliche Grafikkarten dazu klicken können, welche wir zugunsten der Übersicht ausgeblendet haben. Die Leistung der Radeon RX 7600 lässt sich klar verorten: In den meisten Spielen rangiert sie zwischen der Radeon RX 6650 XT und der RX 6700. Letztere hat gegenüber ihren 60er-Schwestern gleich drei Asse im Ärmel: 2,5× so viel L3-Cache, 25 Prozent mehr Grafikspeicher und eine volle PCI-Express-Anbindung. Damit steckt die Radeon RX 6700 Hochlastszenarien stets besser weg als die RX 7600 und RX 6650 XT, wenngleich diese in Full HD noch selten auftreten. Nvidias Geforce RTX 3060 ist in beiden Versionen meist langsamer als die Radeon RX 7600, ebenso Intels Arc A770 in der preislich naheliegenden 8-GiByte-Variante.
Radeon RX 7600 im Leistungsindex
Wo landet die Radeon RX 7600 im Grafikkarten-Vergleich? Diese Frage beantworten wir anhand von fünf Indizes: dem Gesamtwert sowie den Einzel-Indizes der vier Auflösungen. Der Gesamtwert (Overall) ist bekannt als PCGH-Leistungsindex und verrechnet die vier Test-Auflösungen zu je 25 Prozent; es findet keine Gewichtung statt - wohl aber eine vorherige Normierung der Fps-Werte, damit große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks oben. Wir beginnen traditionell mit dem Rasterizing:
Die Radeon RX 7600 erreicht eine Gaming-Leistung auf dem Niveau einer Radeon RX 6700 und zieht damit der Arc A770 8GB knapp und den RTX-3060-Karten deutlich davon. Diese Zahlen unterstreichen, dass Radeon RX 7600 und Geforce RTX 4060 Ti keineswegs konkurrieren - immerhin steht es 299 zu 439 Euro. Die RX 7600 wird sich im Juli vielmehr gegen die RTX 4060 (Non-Ti) beweisen müssen - und hat dafür Stand jetzt gute Karten. Wie dieses Duell ausgeht, klären wir, wenn es so weit ist. Bis dahin: Was sich an den Verhältnissen ändert, wenn man die vier Auflösungen separiert, zeigt der folgende Vergleich:
Die Anzahl der Pixel und somit die Größe der Bildpuffer spielt eine wichtige Rolle für die relative Leistung. Die neuen Architekturen von AMD (RDNA 3) und Nvidia (Ada Lovelace) sind im Falle der Radeon RX 7600 und Geforce RTX 4060 Ti auf Full HD getrimmt, was nicht bloß Theorie ist, sondern von den Zahlen unterstrichen wird. Hohe Auflösungen führen öfter zu einem Überlauf des Caches und somit zu vielen Speicher-Zugriffen. Letztere gehen bei den genannten Grafikkarten mit ihren überschaubaren 288 GByte/s Speichertransferrate langsam vonstatten, was zur abgebildeten Skalierung führt. Somit fühlt sich auch die Radeon RX 7600 in geringen Auflösungen am wohlsten - dazu zählt auch die Nutzung von Upsampling wie FSR. Intels Arc fällt aus dem Rahmen, da der Treiber die GPU in niedrigen Auflösungen nicht auslasten kann, sodass die Leistung mit steigender Pixelmenge schwächer einbricht. Ob das Gesagte auch beim Raytracing gilt, erfahren Sie auf der folgenden Seite.
RX 7600 im Vergleich mit 45 Grafikkarten
Das Problem an einer ordentlichen Grafikkarten-Rangliste ist, dass die Datenerhebung sehr zeitaufwendig ist. Updates der Spiele und Grafikkarten-Treiber führen ständig dazu, dass die Daten veralten und nachgetestet werden muss. Deswegen fehlt der Blick auf das große Ganze, niemals sind alle Grafikkarten im Vergleich zu sehen - aber den hätten wir alle gerne. Wir behelfen uns daher für diesen Artikel eines Kniffs. Für die Rangliste von 45 Grafikkarten integrieren wir die aktuellen Leistungsdaten in einen älteren Leistungsindex. Dort sind Modelle bis ins Jahr 2016 enthalten, sodass spannende Direktvergleiche möglich sind. Obwohl wir ausschließlich PCGH-Messungen miteinander verrechnen respektive projizieren, gehören diese Daten nicht auf die Goldwaage! Eine Abweichung um wenige Prozente ist nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich - und dennoch ist die XXL-Rangliste stimmig und somit hilfreich. Vorhang auf:


Also man kann schon verstehen, dass es diverse Aufrüst-Konstellationen gibt, man kann auch mit einer günstigen Karte gut zocken, wie immer von den eigenen Ansprüchen und Titeln abhängig.
Und je mehr ich darüber nachdenke @Topic, die 7600 finde ich wirklich nicht schlecht für FullHD im unteren Preis-Segment. Trotz der nur 8 GB.
Als Fabelwesen zocke ich grad abwechselnd Tomb Raider GotY-Edition auf dem PC (in dem Fall natürlich alles auf rechts weil alt, äh... älter) und Batman Arkham Origins auf der Wii U und denke: Schaut doch gut aus.
Übrigens beide zum ersten Mal und gerade von Tomb Raider wider Erwarten angenehm überrascht.
Ich kam von einer R9 270X mit 2 GB VRAM! Also war es tatsächlich eine Verbesserung.
Auf der 270X hab ich noch Witcher 3 (ansehnlich) und Cyberpunk – ja, 2077, auf 2 GB VRAM – (aber weniger ansehnlich) gezockt, aber sie pfiff aus allen Löchern. Aber da ich immer nur auf doppelte Speichermenge aufgerüstet habe, kam mir die 6500 XT gerade recht, trotz der schlechten Testberichte.