Radeon RX 7600 im Test: Verbrauch, Lautheit & Effizienz
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Radeon RX 7600 im Test: Verbrauch, Lautheit & Effizienz

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Die Leistungsaufnahme und Lautheit der Radeon RX 7600 geprüft: Wie viel Strom benötigt die Karte, wie laut wird sie und wie steht es um die Effizienz?

Die Radeon RX 7600 wird sowohl als MBA-Referenzkarte ("Made by AMD") als auch in Gestalt zahlreicher Partnerdesigns ab dem 24. Mai im Handel liegen. An dieser Stelle dreht sich zunächst alles um die Referenzkarte, mit der wir alle Messungen zur Bewertung durchgeführt haben.

Lautheit und Temperaturen

Seit der Radeon VII verwenden AMD-Referenzkarten kein Direct-Heat-Exhaust-Kühldesign (DHE) mehr, das die Abwärme mithilfe eines Radiallüfters aus dem Gehäuse befördert. Stattdessen kommt - wie bei Nvidia-Grafikkarten seit 2018 - ein Kühlsystem mit Axiallüftern zum Einsatz. Dieses setzt seit dem im Mai 2022 erschienenen RX-6000-Refresh auf eine schwarze Farbgebung, das von den aktuellen RX-7000-Grafikkarten aufgegriffen wird. Die Radeon RX 7600 "MBA" ist für eine moderne Grafikkarte erstaunlich kompakt, allerdings müssen hier auch nur 165 Watt (Boardpower) gebändigt werden. Die Dual-Slot-Grafikkarte verfügt über eine einzelne 8-polige Strombuchse, welche zusammen mit der geringen Kartenlänge für eine sehr hohe Kompatibilität zu verbreiteten Netzteilen und Gehäusen sorgt.

AMD Radeon RX 7600 im Test (10) Quelle: PC Games Hardware AMD Radeon RX 7600 im Test (10) Im Leerlauf stehen die synchron angesteuerten Lüfter der Radeon RX 7600 still. Wird Last angesetzt, beginnen die Propeller ab rund 51 °C mit ihrer Arbeit. Sehen wir uns an, welche Lautheit die neueste AMD-Grafikkarte erreicht:

Lautheit RX 7600 RX 6700 XT RX 5700 RTX 4060 Ti 8GB RTX 2060 Super RTX 2060
Leerlauf (Desktop) 0,0 Sone 0,0 Sone 0,2 Sone 0,0 Sone 0,8 Sone 0,4 Sone
2 LCDs (UHD + FHD) 0,0 Sone 0,0 Sone 0,3 Sone 0,0 Sone 0,8 Sone 0,4 Sone
UHD-Youtube-Video 0,0 Sone 0,0 Sone 0,3 Sone 0,0 Sone 0,8 Sone 0,4 Sone
Gaming (MAXIMUM) 1,6 Sone 2,4 Sone 3,7 Sone 1,4 Sone 2,0 Sone 1,4 Sone
100 % Fan Speed (manuell) 6,4 Sone 9,6 Sone
Coil Whine (Fiepen allein) ~1,4 Sone (!) ~1,0 Sone ~0,4 Sone

Messung der Lautheit im schallarmen Raum aus 50 Zentimeter Entfernung lotrecht zur Lüfternabe mittels Neutrik Cortex NC10. Störgeräusche wie Spulenfiepen fließen in das Messergebnis mit ein. Referenzkarten unter sich.

Mit einer maximalen Lautheit von 1,6 Sone (~1.700 U/min) ist die AMD Radeon RX 7600 kaum aus einem typischen Gaming-PC herauszuhören - eigentlich! Problematisch ist die Fiep-Neigung der Spulen: Unser Muster schreit geradezu, wenn es vierstellige Bildraten, etwa im Witcher-3-Hauptmenü, darstellt. Bei typischen Bildraten im zwei- und dreistelligen Bereich ist hingegen ein Rattern bis Zischen zu vernehmen, das in den oben abgebildete Lautheit einfließt. Das Spulenrattern wird erst bei annähernd 2.000 U/min übertönt - wir empfehlen Undervolting.

Leistungsaufnahme

PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool (PCAT), um Feinheiten optimal zu erfassen. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Radeon RX 7600 im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads:

Leistungsaufnahme RX 7600 RX 6700 RX 6700 XT RX 5700 RTX 3060 12GB RTX 2060 Super
Leerlauf (Desktop) 5,5 - 29 Watt** 8 Watt 7 Watt 10 Watt 11,5 Watt 10,5 Watt
Dual-Display (UHD + FHD) 22,5 - 30 Watt** 30 Watt 33 Watt 38 Watt 18,5 Watt 15 Watt
UHD-Youtube-Video 10 - 28 Watt** 16 Watt 32 Watt 15 Watt 17,5 Watt 16 Watt
Gaming (MAXIMUM) 164 Watt 190 Watt 218 Watt 183 Watt 171 Watt 182 Watt
Anno 1800 (Full HD) 160 Watt 189 Watt 216 Watt 183 Watt 170 Watt 180 Watt
Control (WQHD + RT) 158 Watt 188 Watt 210 Watt - 170 Watt -
Full-HD-Gaming @ 60 Fps* 56 Watt 67 Watt 85 Watt - 69 Watt -
CSGO (Full HD, FXAA) 157 Watt - - - - -
CP2077 (Full HD, FSR/DLSS) 160 Watt - - - - -
Doom Eternal (Full HD, 8× TSSAA) 160 Watt - - - - -
Metro Exodus Enhanced Ed. (Full HD) 161 Watt - - - - -

*Moderne Grafikkarten unter Psychonauts 2 gemessen, die älteren noch mit Wolfenstein Youngblood. Werte daher nicht 1:1 vergleichbar; nur zu Vergleichszwecken, um die Leistungsaufnahme bei Teillast zu zeigen. RX 6700 und RTX 3060 12GB sind Custom-Designs ohne OC; übrige Karten Referenzmodelle. **Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate (geringster Verbrauch mit 60 Hz).

Die Radeon RX 7600 startet bei einer Boardpower (gesamte Karte) von 165 Watt und rangiert damit auf einem erfreulich sparsamen Niveau, das kein Problem für die meisten Netzteile ist. Falls Sie etwa Ihre altgediente Geforce GTX 1060/1070 oder Radeon RX 470/570 in Rente schicken möchten, haben Sie bereits einen passenden Stromspender im PC. Wie bereits die großen Geschwister, weiß sich auch die RX 7600 auszureizen - die Boardpower wird in nahezu allen Fällen ausgereizt, um möglichst hohe GPU-Taktraten zu erzielen. Angesichts der moderaten Leistungsaufnahme, die kein Netzteil der letzten Jahre schocken dürfte, sei ihr das gestattet.

Unschön ist hingegen, dass die Radeon RX 7600 eine langjährige Radeon-Marotte übernimmt. RDNA 3 hat in den bisher veröffentlichten Grafikkarten zu wenige Low-Power-Modi für eine angemessen sparsame Ansteuerung moderner Monitore beim Arbeiten. Wer ein Display mit hoher Bildwiederholrate verwendet - gemeint ist alles jenseits von 60 Hertz -, läuft Gefahr, dass die Grafikkarte einen deutlich größeren Stromdurst entwickelt als bei 60 Hertz. Wir thematisieren dieses Verhalten im Duell der Radeon RX 7900 XT mit der Geforce RTX 4070 Ti ausführlich und haben selbstverständlich auch die Radeon RX 7600 auf ihr Verhalten abgeklopft. Um es kurz zu machen: Sie verhält sich genauso wie ihre großen Geschwister, allerdings führt die sparsamere Hardware zu deutlich besseren (aber nicht guten) Leistungsaufnahmewerten:

Radeon RX 7600 MBA: Refresh Rate & Multi-Display
AMD Radeon RX 7600 Idle Power 4K60
AMD Radeon RX 7600 Idle Power 4K60 AMD Radeon RX 7600 Idle Power 4K120 AMD Radeon RX 7600 Idle Power 4K144 AMD Radeon RX 7600 Idle Power 4K60+2K60 AMD Radeon RX 7600 Idle Power 4K60+2K120 AMD Radeon RX 7600 Idle Power 4K144+2K120

Wir haben AMD zum Start der Radeon RX 7900 XT(X) um ein Statement zur Leerlauf-Leistungsaufnahme gebeten und die folgende, immer noch geltende Stellungnahme erhalten:

The AMD RDNA3 architecture is optimized to ensure responsive performance with the highest refresh rates. The newest high-resolution and refresh monitors require significant memory bandwidth and initial launch on RX 7900 series cards gaming cards have been tuned to ensure optimal display performance. This may result in higher idle power and fan speeds with certain displays. We're looking into further optimizing the product going forward.

Mit anderen Worten: Möglicherweise liefert AMD irgendwann effizientere Power-States via Treiber nach, bis dahin handelt es sich jedoch um ein gewolltes Verhalten, um moderne Displays möglichst schnell anzusteuern. Damit verliert der Vorteil von RDNA 3, mittels Displayport 2.1 selbst kommende High-End-Monitore ausfahren zu können, sehr viel von seinem Reiz.

Radeon RX 7600: Energie-Effizienz

Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energie-Effizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen brandneuen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex in Relation zur Leistungsaufnahme setzt. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die Radeon RX 7600 im Vergleich abschneidet:

RDNA 3 schlägt RDNA 2: Zwar ist der Effizienzgewinn nicht gigantisch und außerdem produktabhängig, die Radeon RX 7600 weist beim Rasterizing - ihrem primären Einsatzgebiet jedoch klare Effizienzgewinne gegenüber ihren Vorgängern auf. Bis die Geforce RTX 4060 erscheint, welche Nvidia mit lediglich 115 Watt Boardpower angekündigt hat, führt die Radeon RX 7600 in der Mittelklasse. Beim Raytracing dominiert Nvidia schon heute, hier hilft die bessere relative Leistung, während Intels Arc in puncto Effizienz chancenlos ist.

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  1. Seite 1 Radeon RX 7600 im Test: Spezifikation
  2. Seite 2 Radeon RX 7600 im Test: Benchmarks in 4 Auflösungen
  3. Seite 3 Radeon RX 7600 im Test: Raytracing-Benchmarks
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    • Kommentare (162)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Maexen Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Tomb Raider (2013) zockte ich Ende 2016/Anfang 2017 auf meiner GTX 560Ti, die damals geräuschmäßig auch aus dem letzten Loch pfiff... War für mich damals Grund auf eine preiswerte 1050Ti zu gehen. Ich fand das Spiel auch klasse.

        Also man kann schon verstehen, dass es diverse Aufrüst-Konstellationen gibt, man kann auch mit einer günstigen Karte gut zocken, wie immer von den eigenen Ansprüchen und Titeln abhängig.

        Und je mehr ich darüber nachdenke @Topic, die 7600 finde ich wirklich nicht schlecht für FullHD im unteren Preis-Segment. Trotz der nur 8 GB.
      • Von Maexen Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Tomb Raider (2013) zockte ich Ende 2016/Anfang 2017 auf meiner GTX 560Ti, die damals geräuschmäßig auch aus dem letzten Loch pfiff... War für mich damals Grund auf eine preiswerte 1050Ti zu gehen. Ich fand das Spiel auch klasse.

        Also man kann schon verstehen, dass es diverse Aufrüst-Konstellationen gibt, man kann auch mit einer günstigen Karte gut zocken, wie immer von den eigenen Ansprüchen und Titeln abhängig.

        Und je mehr ich darüber nachdenke @Topic, die 7600 finde ich wirklich nicht schlecht für FullHD im unteren Preis-Segment. Trotz der nur 8 GB.
      • Von BeeBlink Komplett-PC-Käufer(in)
        Gelassen und in sich ruhend

        Als Fabelwesen zocke ich grad abwechselnd Tomb Raider GotY-Edition auf dem PC (in dem Fall natürlich alles auf rechts weil alt, äh... älter) und Batman Arkham Origins auf der Wii U und denke: Schaut doch gut aus.

        Übrigens beide zum ersten Mal und gerade von Tomb Raider wider Erwarten angenehm überrascht.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BeeBlink
        Ich kam von einer R9 270X mit 2 GB VRAM! Also war es tatsächlich eine Verbesserung.
        Du bist halt die Zielgruppe, die es angeblich nicht gibt. Wie fühlt man sich so als Fabelwesen?
      • Von BeeBlink Komplett-PC-Käufer(in)
        Und ich war nüchtern

        Ich kam von einer R9 270X mit 2 GB VRAM! Also war es tatsächlich eine Verbesserung.

        Auf der 270X hab ich noch Witcher 3 (ansehnlich) und Cyberpunk – ja, 2077, auf 2 GB VRAM – (aber weniger ansehnlich) gezockt, aber sie pfiff aus allen Löchern. Aber da ich immer nur auf doppelte Speichermenge aufgerüstet habe, kam mir die 6500 XT gerade recht, trotz der schlechten Testberichte.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BeeBlink
        ...es wurde dann eine RX 6500 XT.
        Ach du warst das! Ich hab mich schon gefragt ob die wirklich jemand erworben hat.
      Direkt zum Diskussionsende
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