RTX 3060 8GB vs. RTX 3060 12GB: Benchmarks
Die Benchmarks: Was leistet eine Geforce RTX 3060 8GB gegenüber einer RTX 3060 12GB? Rasterizing und Raytracing inklusive Leistungsindizes.
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RTX 3060 8GB vs. RTX 3060 12GB: Leistungstest
Dieser Artikel schließt nahtlos an unseren Arc-Nachtest an, bei dem wir bereits ausführlich der Frage nachgingen, inwieweit 8 GiByte VRAM im Jahr 2023 noch genügen. Beim Vergleich der Geforce RTX 3060 8GB mit der RTX 3060 12GB greifen wir auf dieses Wissen zurück und reichern es mit weiteren Daten an. Die wichtigste Information vorweg: Nvidia-Grafikkarten weisen die beste Speicherverwaltung auf, Mangelsymptome werden so gut es geht hinausgezögert. Diese Tatsache ist unumstößlich und zeigt sich in jeder VRAM-fokussierten Messreihe aufs Neue. Unser bei Arc aufgestellter Vergleich wird somit unterstrichen: Wenn Arc mit 8 GiByte die Grundlinie darstellt, entspricht eine Radeon einer 8,5-GiByte-Grafikkarte und Nvidia einem 9-GiByte-Modell. Doch der Reihe nach.
Quelle: PC Games Hardware
Nvidia Geforce RTX 3060 8GB Review: Unser Testvehikel ist eine KFA2 Geforce RTX 3060 8GB 1-Click OC.
Als Test-Vehikel dient uns, wie eingangs erwähnt, eine KFA2 Geforce RTX 3060 8GB 1-Click OC. Dabei handelt es sich um ein Basis-Modell ohne werkseitige Übertaktung, mit dem Referenz-Powerlimit von 170 Watt sowie angemessener Dual-Slot- und Dual-Axiallüfter-Kühlung. Sie war zum Testzeitpunkt ab 320 Euro verfügbar und repräsentiert damit in den PCGH-Leistungsindizes die Geforce RTX 3060 8GB. Die wichtigsten Vergleichswerte stammen von unserer bewährten Zotac Geforce RTX 3060 12GB Twin Edge, welche ebenfalls ohne Übertaktung und mit 170 Watt Boardpower seit zwei Jahren als Referenzkarte herangezogen wird. Wir haben dieses Modell, zusammen mit weiteren Mittelklasse-Grafikkarten, frisch durch rund 40 Rasterizing- und Raytracing-Benchmarks gescheucht.
Benchmarks ohne Raytracing
Spiele ohne Raytracing, im Volksmund als die "normalen Spiele" bezeichnet, bilden selbst im Jahr 2023 die große Mehrheit, wenngleich Raytracing auf dem Vormarsch ist. Der PCGH-Leistungsindex vereint 20 Rasterizing-Spiele unterschiedlichster Ansprüche und Schnittstellen, um einen realistischen Querschnitt zu ziehen. Wie immer dürfen Sie im folgenden Benchmark die Ergebnisse in vier populären Auflösungen - Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD - begutachten. Im Kontext der getesteten Grafikkarten sind Full HD und WQHD praxisrelevant. 20 Grafikkarten haben den Parcours bereits mit aktuellen Treibern absolviert, zwecks Übersicht haben wir jedoch nur 12 davon eingeblendet. Falls Sie dem Vergleich weitere Grafikkarten hinzufügen möchten, können Sie das oben im Drop-down-Menü tun. Unser Testobjekt, die Geforce RTX 3060 8GB, ist farblich hinterlegt.
Geforce RTX 3060, Radeon RX 6600 und Arc A750, diese Grafikkarten bilden die aktuelle Mittelklasse und rangieren stets auf einem vergleichbaren Leistungsniveau - je nach Spiel mit anderen Platzierungen. Dabei gilt die folgende Faustregel: Full HD liegt Radeon-GPUs, in WQHD machen Arc und Geforce Boden gut. Noch höhere Auflösungen überfordern die GPU-Mittelklasse. Selbstverständlich lassen sich auch UWQHD und Ultra HD damit befeuern, aber nicht flüssig mit maximalen Details. Upsampling wie DLSS, FSR und XeSS helfen dabei enorm, allerdings muss dabei eines bedacht werden: Ein hoher Upsampling-Faktor entspricht intern einer geringen Auflösung. Wer etwa Ultra HD mit DLSS Performance nutzen möchte, erzeugt damit eine vergleichbare Last wie bei Full HD mit nativ angewendeten Temporal-AA. Die entsprechenden Benchmark-Ergebnisse lassen sich weitestgehend übertragen.
Doch zurück zur Geforce RTX 3060 8GB als solche. In den meisten Benchmarks schneidet sie besser ab, als man angesichts der um 33 Prozent reduzierten Speicherleistung erwarten würde. Gegenüber der RTX 3060 12GB bricht die Leistung in den meisten Spielen um 8 bis 15 Prozent ein. Daneben gibt es Fälle, bei denen größere Unterschiede vorliegen. So wird der Speichertransferrate in Dying Light 2 offenbar eine besonders wichtige Rolle zuteil, hier ist die RTX 3060 12GB in WQHD um 27 Prozent schneller als ihre kleine Schwester. Im Gegensatz dazu steht beispielsweise Uncharted 4, bei dem die RTX 3060 8GB bis auf wenige Prozent an die RTX 3060 12GB heranreicht. Spätestens an dieser Stelle ist ein Blick auf die Taktraten und somit effektive GPU-Leistung notwendig. Wie Sie den Balken entnehmen, arbeitet unser Sample der Geforce RTX 3060 8GB über alle Tests mit rund 1,92 GHz, wohingegen die RTX 3060 12GB nur 1,88 GHz erreicht. Dieses gut zweiprozentige Plus hilft dabei, die Differenz zu verkleinern und kann bei anderen Custom-Designs größer oder kleiner ausfallen - das grundsätzliche Leistungsniveau bleibt jedoch gleich. Sehen wir uns an, welcher Leistungsindex sich daraus ergibt:
Beachten Sie bitte, dass Sie fünf Indizes auswählen können: Gesamt, Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD! Wie immer schlägt das Pendel je nach Auflösung mal Richtung AMD, mal Richtung Intel und Nvidia aus. Die Geforce RTX 3060 8GB ist, was die praktisch erreichten Bildraten angeht, entweder eine Grafikkarte für Full HD mit hohen bis maximalen Details oder eine WQHD-Grafikkarte mit weiter reduzierten Details - abhängig von den Ansprüchen an die Bildrate. Insgesamt fällt die Geforce RTX 3060 8GB um elf Prozent hinter die RTX 3060 12GB zurück, rein auf Full High Definition bezogen sind es gar nur neun Prozent. Diese Differenz lässt sich durch eine beherzte Übertaktung weitestgehend ausgleichen - 2,0 bis 2,1 GHz stecken erfahrungsgemäß in jeder Geforce RTX 3060, ohne dass das Powerlimit den Spaß stark einschränkt.
Benchmarks mit Raytracing
Raytracing hat in der Grafikkarten-Mittelklasse einen geringeren Stellen- und Nutzwert als bei High-End-Boliden. Die Strahlenverfolgung hält jedoch in immer mehr Spielen Einzug, sodass gerade ein neu angeschaffter Pixelschubser darauf vorbereitet sein sollte. Geforce-Grafikkarten liegt das Raytracing erfahrungsgemäß, doch die erweiterten Berechnungen benötigen auch mehr Grafikspeicher. Welche Auswirkungen das auf die Geforce RTX 3060 8GB hat, sehen wir im folgenden Benchmark. Darin stecken 29 Grafikkarten, zwecks Übersicht haben wir jedoch nur 19 standardmäßig eingeblendet.
Beim Raytracing trennt sich in der Regel die Spreu vom Weizen, Flaschenhälse kommen zum Vorschein. So geschehen bei der Intel Arc A770 8GB, welche unseren Rasterizing-Parcours ohne Blessuren durchlaufen konnte, beim Raytracing aber in einigen Fällen an unzureichendem Speicher krankt. Die Geforce RTX 3060 8GB wirkt im Vergleich agiler, ernsthafter Speichermangel liegt nicht vor - zumindest nicht in Full HD und WQHD. Far Cry 6, das in den höchsten Auflösungen zusammenbricht, sowie Doom Eternal und Ghostwire Tokyo, die mit 8 GiByte VRAM nicht die höchsten Einstellungen für den Texture-Pool erlauben, sind unterdessen Vorboten für zu erwartende Probleme. Sehen wir uns an, welche Indizes sich daraus ergeben:
Beim Raytracing wächst der Abstand der Geforce RTX 3060 12GB gegenüber der RTX 3060 8GB von 11 auf 13 Prozent an. Beide erlauben in Kombination mit Upscaling/Upsampling Ausflüge in die Strahlenwelt. Gegenüber der direkten Konkurrenz mit ebenfalls 8 GiByte liegt die Geforce RTX 3060 8GB im Mittelfeld. Sie ist deutlich stärker als eine Radeon RX 66x0 XT, aber der Arc A750 8GB klar unterlegen.
Spezialtests: 8 vs. 12 GiByte
Wir wären nicht die PCGH, wenn wir nicht wieder einige Bonustests für Sie hätten. Dass 8 GiByte VRAM in immer mehr Fällen knapp werden, wissen treue Leser längst. Mit Hogwarts Legacy hat das Thema Speichermangel etwas größere Wellen geschlagen und auch andere Publikationen erreicht. Das wahre Ausmaß wird jedoch unzureichend thematisiert, daher möchten wir mit weiteren Grenzfällen nachlegen. Dabei ist es wichtig, zu wissen, wie moderne PC-Spiele mit dem Speicher haushalten. Lange, bevor die Bildrate ins Bodenlose fällt, werden dynamisch Oberflächendetails eingespart, um die Bildrate zu retten. Tatsächlich funktioniert das zumindest in Grenzsituationen, bei denen die Kapazität des Grafikspeichers nur knapp überschritten wird, ziemlich gut. Der Nutzer bekommt wenig von den Problemen mit, und das ist auch gut so. Je anspruchsvoller ein Spiel an das Speichersubsystem ist, desto eher sind die Nebenwirkungen zu sehen: Texturbrei hier und da, sichtbar einladende Oberflächendetails und nicht zuletzt eine stark fluktuierende Bildrate sind Anzeichen für große Kapazitätsprobleme. Ein paar aktuelle Beispiele:
Viele Spiele informieren den Nutzer darüber, wie viel Speicher die installierte Grafikkarte bietet und wie viel davon belegt wird. Diese Angaben werden gerne belächelt und wirken wenig akkurat, sind aber ein erster Wink mit dem Zaunpfahl. Warum sollte dort gewarnt werden, wenn in Wahrheit alles im grünen Bereich liegt? Überschreitet man mit eigenen Settings die Grenzen, beginnt die Mangelwirtschaft durch das Daten-Streaming. Wann eine 8-GiByte-Grafikkarte wie die Geforce RTX 3060 8GB, Arc A770 8GB und Radeon RX 66x0 (XT) von streamingbedingtem Texturbrei oder Ruckeln betroffen ist, schwankt von Spiel zu Spiel, den Einstellungen, der Spielzeit und hängt auch von Dingen wie Auflösungswechseln dazwischen ab. Einige Spiele verfahren anders, hier dürfen Sie mit 8 GiByte nicht alle Optionen auf den Maximalwert stellen - Verbot anstelle von Streaming-Stunts.
Weiteres Anschauungsmaterial liefern die frischen Benchmark-Proben anlässlich dieses Artikels. Im Folgenden sehen Sie die Bildberechnungszeiten (Frametimes) einer Geforce RTX 3060 12GB und Geforce RTX 3060 8GB in einigen der speicherlastigsten Spiele, die uns bekannt sind. Dabei setzen wir konsequent auf Full HD, maximale Details und DLSS-Upsampling im Quality-Modus. Der Kerntakt beider Grafikkarten beträgt rund 1,92 GHz, für die Unterschiede ist ausschließlich das Speicher-Subsystem (Kapazität und Durchsatz) verantwortlich. Zur Erinnerung: Bei Frametimes gilt "weniger ist besser"!
Jeder Ausschlag im Verlauf entspricht langen Bildberechnungszeiten. Diese manifestieren sich entweder in einigen prägnanten Rucklern oder in Form einer konstant geringen Bildrate. Die Verläufe sprechen zwar für sich, eines möchten wir jedoch ergänzen: So gut Nvidias Speicherverwaltung auch ist, hiermit ist der Beweis erbracht, dass diese Kapazität selbst in Full HD nicht mehr ausreichend ist. Die Beispiele gehen über den oben erläuterten, optischen Aspekt hinaus und zeigen fühlbare Unterschiede bei der Bildrate und Frame-Verteilung. Damit leiten wir über zur Preis-Leistungs-Betrachtung und dem Fazit.

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Nach dem Fazit und den Benches würde ich Nvidia empfehlen, die Karte umbenennen..
in RTX 3060 NFNF (NichtFisch-NichtFleisch) - Edition.
Nunja..irgendwie wird auch diese Karte seinen Weg zu den Dum...ähm...MediaMarkt oder Saturn - Kunden finden, soviel ist sicher.
RX 6600 oder Arc A750 bei einem Budget bis allerbestenfalls 300 Euro (Spartipps).
Nach Gusto RX 6700, 6700 XT, RTX 3060 12GB oder A770 16GB bei bis zu 400 Euro Budget.
MfG
Raff