Mini-Gehäuse
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Mini-Gehäuse kaufen, worauf gilt es zu achten?

Midi-Tower mögen vielleicht einen simplen Aufbau mit viel Platz haben, jedoch gilt das nicht immer auch für Mini-ITX-Ableger. Wenn Sie einen kleinen Rechner bauen möchten, sollten Sie sich zunächst für den passenden Formfaktor entscheiden. M-ATX-Gehäuse sind den noch kleineren ITX-Cases gegenüber meist etwas voluminöser und bieten häufiger Gehäuselüfter zur besseren Luftzirkulation an, der Hardware-Alltag ist dementsprechend oft kühler. Aber auch bei Mini-ITX-Gehäusen kann es gravierende Größenunterschiede von den Rahmenmaßen her geben. So fällt etwa das Lian Li Dan A4-H2O mit 11,14 Litern deutlich kleiner als das exemplarische Asus ROG Z11 mit 39,7 Litern - beide bleiben jedoch ITX-Gehäuse und lassen kein M-ATX-Mainboard zu.

GPU-Länge/-Breite, CPU-Kühlerhöhe, Radiatorplätze

Die Maße der Kernhardware müssen stimmen. Wie auch schon bei Midi-Gehäusen gilt es, sich zunächst den eigenen Spielraum und die Bedürfnisse abzuwägen. Im Falle einer vollwertigen Grafikkarte, wie etwa unserer Referenz Asus TUF Gaming RTX 3080 12 GiB, müssen Sie mindestens auf die maximale Länge innerhalb des Gehäuses achten. Aber auch die Breite kann eine Rolle spielen. Bei manchen ITX-Gehäusen schreiben Hersteller Kompatibilitätslisten aus, bei denen bereits wenige Millimeter einen wichtigen Unterschied machen können. Bei Kompaktwasserkühlern empfiehlt sich ohne konkretes Kühlszenario häufig eine 240er-Ausführung, bei welcher der Radiator im Slim-Format (unter 35 mm) nicht zu viel Platz im Gehäuse wegnimmt.

Dünne und flexible Schläuche sind deutlich leichter in einem Mini-ITX-Gehäuse zu organisieren als breite und kaum bewegliche. Bei einer ungünstigen Radiator/GPU-Konfiguration kann es ansonsten vorkommen, dass die Schläuche den Einbau der Grafikkarte unmöglich machen oder stark erschweren. CPU-Low-Profile-Kühler können als Alternative zu Radiatoren verwendet werden, jedoch leidet hier auch die Kühlung und damit die Netto-Leistung unter Last. Quelle: PCGH Dünne und flexible Schläuche sind deutlich leichter in einem Mini-ITX-Gehäuse zu organisieren als breite und kaum bewegliche. Bei einer ungünstigen Radiator/GPU-Konfiguration kann es ansonsten vorkommen, dass die Schläuche den Einbau der Grafikkarte unmöglich machen oder stark erschweren. CPU-Low-Profile-Kühler können als Alternative zu Radiatoren verwendet werden, jedoch leidet hier auch die Kühlung und damit die Netto-Leistung unter Last. Sollten Sie ein bestimmtes Gehäuse bereits im Auge haben, lohnt sich oft auch ein Blick in die Online-Anleitung (als PDF) vor dem Kauf, um so den Einbau mit bestimmten Tücken vorab abschätzen zu können. Der richtige Einbau in ein Mini-ITX-Gehäuse Midi-Tower mögen vielleicht einen simplen Aufbau mit viel Platz haben, jedoch gilt das nicht immer auch für Mini-ITX-Ableger.

Tipp 01: Vorbereitung ist alles

Den größten Stress ersparen Sie sich, indem Sie wie vorab erwähnt vor dem Kauf der Hardware einen Blick in die Anleitung werfen. Überlegen Sie genau, welche Komponenten Sie intern verbaut haben möchten. SATA-SSDs und -HDDs sind nicht nur wegen ihrer Größe ein potenzielles Problem, sondern auch wegen der notwendigen Kabelführung. Im besten Falle verwenden Sie nur die internen M.2-SSD-Plätze an Ihrem Mainboard. Hier ist nämlich vergleichsweise keine komplizierte Planung erforderlich (erst recht nicht, wenn kein Kühlkörper gebraucht wird).

Tipp 02: Geduld ist eine Tugend

Solange Sie sich nach dem Hersteller-Handbuch richten, dürfte wenig schiefgehen. Überspringen Sie nach Möglichkeit keine optionalen Schritte wie das Kabelmanagement und achten Sie darauf, nichts unnötig zu quetschen. Oftmals gelingen mit ein paar Kniffen die vermeintlich unmöglichen Einbauversuche am Ende doch noch. Achten Sie darauf, dass keine freiliegenden Kabel, Schläuche oder Kabelbinder einfach so in Ihren CPU-/GPU-Kühler hineinragen, andernfalls droht ein lautes Erwachen beim Start. Schlimmstenfalls müssen Sie den gesamten Außenrahmen erneut entfernen.

Tipp 03: Starten Sie den fertig gebauten Rechner zunächst im offenen Gehäuse

Gehen Sie Netzteil, CPU-Kühler und Grafikkarte durch. Verhakt sich ein Objekt? Laufen alle Lüfter wie zu erwarten (unter Last, ohne Semi-Passivität)? Mit vorsichtigen Schritten können Sie versuchen, das Gehäuse im eingeschalteten Status wieder zu schließen, um bei einem Problem sofort reagieren zu können, statt beim nächsten Boot alles wieder auseinandernehmen und blind suchen zu müssen.

Tipp 04: Passen Sie sämtliche Lüfterkurven an Ihre eigene Hardware und Situation an

Über Maiboard-Software-Suites, GPU-Tools wie dem MSI Afterburner oder Open-Source-Programmen wie Fan Control können Sie abseits des Netzteils die Lüfter unter Last genauer regulieren. Sollten die Temperaturen es hergeben, können Sie im Eintausch ein ruhigeres Erlebnis anstreben. Ein Power-Limit samt Undervolting (Stichwort: Strom und damit Abwärme sparen) kann Ihnen helfen, performante Chips dennoch kühl und leise für Ihr gewünschtes ITX-Gehäuse zu bekommen.


Elegantes Gehäuse mit schicker Alu-Optik: Jonsplus i100 Pro

Für knapp 100 Euro zeigt sich Jonsbo mit der Untermarke Jonsplus mit einem im Innern modularen Premium-Gehäuse.

Das Jonsplus i100 Pro Mini-ITX sieht nicht nur von außen gut verarbeitet aus, sondern kann durch die leicht größeren Maße auch mit Vorteilen wie einem 360er-Radiatorplatz aufwarten, der an der Oberseite mit einer abmontierbaren (Teil-)Schiene auch noch leicht verbaut werden kann. Das ist für ein ITX-Gehäuse mit einem Volumen von 25,9 Liter ein starker Pluspunkt. Zur hervorragenden Ausstattung gehören hochwertige, erweiterbare Standfüße, ein Schraubenkästchen, optionale Rahmen für Alternativaufbauten (wie einer vertikalen Grafikkarte) und eine sehr ausführliche, mehrsprachige Heftanleitung mit guten Illustrationen, sodass die verschiedenen Konfigurationsoptionen schnell verständlich sind.

Beim Jonsplus i100 Pro von Jonsbo sind neben den kleinen SFX- respektive den minimal wuchtigeren SFX-L-Netzteilen auch herkömmliche ATX-Stromspender montierbar. Je nach GPU-Länge und PSU-Kabellayout kann es jedoch beim Zusammenbau deutlich enger werden. Wer ein sehr gutes SFX-Netzteil sein Eigen nennt, wird beim Einbau die Vorteile des schmaleren SFX-Formfaktors nutzen können, ansonsten bleiben qualitativere ATX-Netzteile tendenziell attraktiver (und ruhiger, je nach Lastszenario). Quelle: PCGH Beim Jonsplus i100 Pro von Jonsbo sind neben den kleinen SFX- respektive den minimal wuchtigeren SFX-L-Netzteilen auch herkömmliche ATX-Stromspender montierbar. Je nach GPU-Länge und PSU-Kabellayout kann es jedoch beim Zusammenbau deutlich enger werden. Wer ein sehr gutes SFX-Netzteil sein Eigen nennt, wird beim Einbau die Vorteile des schmaleren SFX-Formfaktors nutzen können, ansonsten bleiben qualitativere ATX-Netzteile tendenziell attraktiver (und ruhiger, je nach Lastszenario). Ein PCI-E-3.0-Riser-Kabel ist zwar wie beim Cooler Master NR200P beigelegt, jedoch wäre ein PCI-E-4.0-Kabel auch hier deutlich attraktiver gewesen. In unseren Messungen zeigt sich Jonsplus in keinem schlechten Licht für ein ITX-Gehäuse. Für kühlere Luft können je nach Dicke der GPU schmale Lüfter an der Unterseite sorgen.

[PLUS] Kaufberatung: 8 Mini-ITX-Gehäuse im Vergleich mit brandneuer Testmethode


Einmal zum Mitnehmen, bitte: Hyte Revolt 3

Das Revolt 3 von Hyte, einer Hardware-Marke von iBuypower, zeigt ITX-Cases von einer praktischen, unkomplizierten Seite ab ca. 110 Euro.

Das Gehäuse gibt es in zwei Varianten zu kaufen: einmal ab ca. 120-130 Euro (in Schwarz oder Weiß) und einmal für 250 Euro mit einem zusätzlichen 700 Watt Gold-Netzteil (iBuypower, SFXL-A700GD-IBP, Gold), das bereits im Gehäuse samt Kabeln vormontiert ist. Wir können eine klare Empfehlung für die Basisvariante geben. Mit unserem Referenz-SFX-Netzteil (Seasonic Focus SGX-750) schlägt sich das Revolt deutlich ruhiger im Test. Die teurere Variante im Sondertest hinterlässt dagegen eher einen bitteren Nachgeschmack - der vormontierte SFX-L-Spannungswandler ist schlicht zu laut. Auch lässt sich durch eigenes Kabelmanagement noch die ein oder andere Luftkühlung verbessern.

Hyte Revolt 3 Quelle: PCGH Hyte Revolt 3 Quelle: PCGH

Der Zusammenbau im Revolt 3 ist im Vergleich zu anderen Gehäusen wie dem Asus ROG Z11 kinderleicht und dank netten Details wie der Radiatortür, an der bis zu 280er-Radiatoren fixierbar sind, durchweg angenehm im Alltag für ein Mini-ITX-Case. Die Seitenteile und das Heck lassen sich leicht einklippen. Die Vorder- und Oberseite müssten abgeschraubt werden, wofür es im Alltag aber keinen nennenswerten Bedarf gibt. Durch den ebenfalls mit Klipp-System ausgestatteten Tragegriff lässt sich das Gehäuse beim Einbau des Rechners schnell und bequem drehen. Die beidseitige Headset-/Universalhalterung ist zudem ein nettes Feature für den Tischalltag. Wie auch bei anderen besonders schmalen ITX-Gehäusen sollten Sie die Kabel und Radiatorschläuche nach Möglichkeit weg von den Lüftern fixieren, um so einem stillschweigenden (oder sehr lauten) Blockieren der Lüfter vorzubeugen. Durch die rundum hochwertige Verarbeitung und den praktischen Features konnte das Aluminium-Gehäuse im Test überzeugen.

[PLUS] Kaufberatung: 8 Mini-ITX-Gehäuse im Vergleich mit brandneuer Testmethode


Der Kleine unter den Minis: Lian Li Dan A4-H2O A4

Sie suchen keine klobigen ITX-Gehäuse im beinahe Midi-Format, sondern eine winzige Box für Ihren PC? Dann ist das Lian Li Dan A4-H2O A4 einen Blick wert. Die PCI-E-4.0-Variante (mit Riser-Kabel) schlägt mit ca. 160 Euro zu Buche.

Auch wenn das Lian Li Dan das deutlich kleinste und wohl süßeste Gehäuse mit einem Volumen von gerade mal 11,14 Liter im Vergleichstest sein mag, wird an der Oberseite ein 240er-Radiator unterstützt. Jedoch sollten Sie bei der Wakü-Gesamtdicke Vorsicht walten lassen, denn je nach All-in-One-Kompaktwasserkühlung und Kabelführung sind oft nur bis zu ca. maximal 50 mm insgesamt realistisch. Das Aluminium und sonstige Grundgerüst ist sehr sauber verarbeitet und schick. Im Gegensatz zu anderen Mini-ITX-Gehäusen wie dem Cooler Master NR200P fällt das Lian Li Dan A4-H2O A4 nicht mit knalligen Farben oder Größe auf, sondern erinnert Stück weit an Konsolen oder hochwertige Arbeitsrechner. Durch die Größe sind Effizienz-Tunings sehr zu empfehlen, um die Abwärme zu verringern und bei der Kühlung weniger aufdrehen zu müssen (ergo leiser im Betrieb).

Lian Li Dan A4-H2O A4: Je flexibler und dünner die Schläuche, umso leichter lässt sich auch die Grafikkarte einbauen. Beim Quetschen der Schläuche sind Schäden beim Einbau nicht auszuschließen, walten Sie daher mit Geduld beim Aluminium-/Stahl-Winzling. Quelle: PCGH Lian Li Dan A4-H2O A4: Je flexibler und dünner die Schläuche, umso leichter lässt sich auch die Grafikkarte einbauen. Beim Quetschen der Schläuche sind Schäden beim Einbau nicht auszuschließen, walten Sie daher mit Geduld beim Aluminium-/Stahl-Winzling. Zum einfacheren Verbinden der GPU kann ein Abschrauben des Riser-Slots zur besseren Erreichbarkeit eine Hilfe sein, jedoch sollten Sie anschließend die GPU und das Riser-Kabel entsprechend fixieren, da die Grafikkarte ansonsten droht, auf den Kopf zu fallen. Das A4-H2O kann zwar starke Kompakt-Hardware fassen, jedoch ist eine Lüfterkurven-/Effizienzanpassung im Zweifel je nach eigener Geräuschempfindlichkeit sehr ratsam, ansonsten kann das eigene System unter schwerster Last zu laut werden (wie im Grunde jedes Mini-ITX-System ohne die richtigen Einstellungen).

[PLUS] Kaufberatung: 8 Mini-ITX-Gehäuse im Vergleich mit brandneuer Testmethode


Knallige Farben im Mini-Format: Cooler Master NR200P

Durch eine üppige Ausstattung und wichtigen Perforationen schafft es das NR200P ab rund 110 bis 150 Euro zur ITX-Spitze, hat jedoch aktuell mit Verfügbarkeitsschwierigkeiten zu kämpfen.

Wer die besonders knallige Farbe unseres Testmusters nicht mag (Sunset Orange), kann auch zu klassischeren Varianten wie Schwarz, Weiß oder alternativ Türkis, Lila und Pink greifen. Die Anleitung, ein einfaches graues Faltblatt, hätte etwas hochwertiger ausfallen dürfen, allerdings fällt der Zusammenbau samt Kabelmanagement durch Auflistung aller wichtigen Schritte leicht genug. Dem NR200P liegen zwei 120-mm-Lüfter bei (CM Sickleflow PWM, Non-RGB), die sich sehr angenehm und leicht am Deckel werkzeuglos einklippen lassen.

Cooler Master NR200P (Sunset Orange)

An der linken Seite befindet sich eine abschraubbare Schiene, die entweder bis zu 280er-Radiatoren oder alternativ eine HDD fassen kann. Je nach Auswahl der Grafikkarten-Orientierung verschließen sich allerdings bestimmte Aufbau-Möglichkeiten, so würde sich die maximale CPU-Kühlerhöhe von für ITX sehr soliden 15,5 cm auf gerade mal 7,6 cm verringern. Zubehör für eine vertikale GPU liegt in Form eines älteren PCI-E-3.0-Riser-Kabels bei, das Sie im Zweifel wegen des möglichen Performance-Verlusts eher ignorieren sollten. Sollten Sie dennoch auf die prominente Präsentation Ihrer Hardware bestehen, liegt im Lieferumfang zusätzlich ein getöntes Glasseitenteil bei, das Sie wie die perforierten Seiten sehr einfach durch Einrasten anbringen können.

Das Netzteil mit bis zu SFX-L-Formfaktor wird an der rechten Seite des Gehäuses oberhalb montiert. Zur einfacheren Kabelführung liegen auch Klettbinder um den Netzteilrahmen bei. Im Leistungstest konnte das optimal verarbeitete Gehäuse die Bestnote im Vergleichstest ergattern und blieb mit 3,0 Sone ohne angepasstes Alltagsszenario noch vergleichsweise erduldbar (im Gegensatz zu viel zu lauten 5,0 Sone). Dass das Konzept des NR200P aufgeht, zeigt nicht zuletzt auch die Gehäuseinnentemperatur im Test.

[PLUS] Kaufberatung: 8 Mini-ITX-Gehäuse im Vergleich mit brandneuer Testmethode

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  4. Seite 4 Schnieke Hingucker
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  7. Seite 7 FAQ zu Gehäusen
  8. Seite 8 Kauf-Checkliste
    • Kommentare (107)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Richie Freizeitschrauber(in)
        Zitat von bitsbytes
        Dass es im Workstation-Bereich keine Dämmung gibt, ist auch sehr schade.
        Woran hättest Du denn da gedacht, Richie?
        Ich befürchte, dass es je nach Gehäuse nur schlecht bis gar nicht möglich ist, selbst zu dämmen, oder?
        Zudem sind Workstations vermutlich per se teuer, weil es Workstations sind und sie werden wohl
        weniger für Recording ausgelegt sein (DPC-Latenzen, Lautstärke).
        Dämmungen sollten mit einem bestimmten Zweck eingesetzt werden. Etwa bei unvermeidbarem Spulenfiepen (wenn die Grafikkarte eben nicht undervolted oder sonst limitiert werden soll oder bestimmte mechanische Geräusche von allen Seiten gesondert gedämmt werden sollen etc.). Ansonsten lässt sich auf eine Dämmung (sehr oft und gut) verzichten, auch in Bezug auf das Temperatur-Kühlungs-Verhältnis.

        Auf der Computex 2025 habe ich von Chieftec ein günstiges Workstation-Gehäuse mit 2× 5,25-Zoll-Plätzen gesehen. Innen war es der Zielgruppe entsprechend weniger verspielt, ohne Lackierung und mit einigen verschmerzbaren Schnittkanten. Ich persönlich würde aber wohl tatsächlich erstmal beim alten Gehäuse bleiben und im Zweifel schauen, inwiefern neu auftauchende Bedürfnisse sich durch eigene Erweiterungen im Alltag abgehakt werden können (neue Addin-Cards, Bohrungen an der Front mit Kabeln, Case-Modding generell etc.).
      • Von PCGH_Richie Freizeitschrauber(in)
        Zitat von bitsbytes
        Dass es im Workstation-Bereich keine Dämmung gibt, ist auch sehr schade.
        Woran hättest Du denn da gedacht, Richie?
        Ich befürchte, dass es je nach Gehäuse nur schlecht bis gar nicht möglich ist, selbst zu dämmen, oder?
        Zudem sind Workstations vermutlich per se teuer, weil es Workstations sind und sie werden wohl
        weniger für Recording ausgelegt sein (DPC-Latenzen, Lautstärke).
        Dämmungen sollten mit einem bestimmten Zweck eingesetzt werden. Etwa bei unvermeidbarem Spulenfiepen (wenn die Grafikkarte eben nicht undervolted oder sonst limitiert werden soll oder bestimmte mechanische Geräusche von allen Seiten gesondert gedämmt werden sollen etc.). Ansonsten lässt sich auf eine Dämmung (sehr oft und gut) verzichten, auch in Bezug auf das Temperatur-Kühlungs-Verhältnis.

        Auf der Computex 2025 habe ich von Chieftec ein günstiges Workstation-Gehäuse mit 2× 5,25-Zoll-Plätzen gesehen. Innen war es der Zielgruppe entsprechend weniger verspielt, ohne Lackierung und mit einigen verschmerzbaren Schnittkanten. Ich persönlich würde aber wohl tatsächlich erstmal beim alten Gehäuse bleiben und im Zweifel schauen, inwiefern neu auftauchende Bedürfnisse sich durch eigene Erweiterungen im Alltag abgehakt werden können (neue Addin-Cards, Bohrungen an der Front mit Kabeln, Case-Modding generell etc.).
      • Von tokenrider Freizeitschrauber(in)
        Zitat von DOcean
        und was hält dich davon ab bei dem "altem" Gehäuse zu bleiben?
        Es ist halt mit 11 Jahren schon etwas in die Jahre gekommen. Ich werde das System vermutlich noch 1-2 Jahre weiter betreiben, schaue mich aber jetzt schon nach Komponenten um.

        Zitat von DOcean
        Einschübe vorne im Gehäuse sind einfach Tod, das baut keiner mehr. Kann man doof finden ist aber so.
        Ja, ich finde es in der Tat ungünstig, das raubt dem PC seine Flexibilität.
        Die Leute haben heutzutage schon einen seltsamen Geschmack.
      • Von DOcean BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von bitsbytes
        Hmm, es wird zunehmend nur noch Schrott produziert, äußerst bedauerlich.
        Dahin die Flexibilität eines PCs …
        und was hält dich davon ab bei dem "altem" Gehäuse zu bleiben?

        Einschübe vorne im Gehäuse sind einfach Tod, das baut keiner mehr. Kann man doof finden ist aber so.
      • Von tokenrider Freizeitschrauber(in)
        Da hast Du ja noch zumindest 2 gefunden, die gerade noch so gingen, dann wohl eher das nanoxia.
        Jedoch, 64cm Höhe ist schon ein ziemlicher Klopper, mein altes Fractal Design Gehäuse hat 57cm und das reicht.

        Trotz der Größe dann dieser Hinweis zum Nanoxia bzgl. E-ATX: "Hinweis zu E-ATXMainboard- und Gehäusehersteller bezeichnen unterschiedliche Dimensionen als E-ATX. Mainboards mit E-ATX/SSI EEB Abmessungen von 305x330mm bzw. 12"x13" werden möglicherweise nicht unterstützt."

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
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        Hmm, es wird zunehmend nur noch Schrott produziert, äußerst bedauerlich.
        Dahin die Flexibilität eines PCs …

        Sei es bei solchen Dingen oder beim PCIe Sockel Layout/Erweiterbarkeit. Grafikkarten müssen selbstverständlich 3–4 PCIe Sockelbreiten haben oder man muss ja unbedingt das mainboard mit M.2 Steckplätzen zupflastern, anstatt eine PCIebasierte Trägerplatine zu verwenden …

        Dass es im Workstation-Bereich keine Dämmung gibt, ist auch sehr schade.
        Woran hättest Du denn da gedacht, Richie?
        Ich befürchte, dass es je nach Gehäuse nur schlecht bis gar nicht möglich ist, selbst zu dämmen, oder?
        Zudem sind Workstations vermutlich per se teuer, weil es Workstations sind und sie werden wohl
        weniger für Recording ausgelegt sein (DPC-Latenzen, Lautstärke).
      • Von PCGH_Richie Freizeitschrauber(in)
        Zitat von bitsbytes
        Hi Richie, danke für Deinen Artikel und den Kommentar zu den aktuellen Fractal Design Gehäusen. Es ist für mich sehr bedauerlich, zu hören, dass die neuen Fractal Design Gehäuse nicht mehr so gut sind wie die älteren.

        Könntest Du mir vielleicht einen Tipp geben, welches Gehäuse heutzutage dem Define XL R2 am nächsten käme?
        Falls Du eine Idee/Empfehlung hättest, das wäre sehr freundlich.

        Neben Gaming betreibe ich noch Home Recording und Videobearbeitung und habe mir einen prima Silent Rechner auf Basis des Fractal Design Define XL R2 zusammengestellt.

        Für mich wichtig:

        hohes Gehäusevolumen
        Dämmung
        Staubfilter jeweils an den Lufteinlässen (Front und Unterseite)
        Front mit bis zu vier 5 1⁄4 Zoll Einschüben. Das ermöglicht mir, SSDs mit ICY Dock MB324SP-B frontseitig installieren zu können. Dann kann man die internen Festplatten-Käfige für einen idealen Airflow entfernen und die SSDs sind dann auch gut zugänglich. Zudem kann man dann noch 1–2 CD-Rom-Laufwerke oder einen 3.5“ Wechselrahmen einbauen, um z. B. auf alte Festplatten zugreifen oder diese sicher löschen zu können.

        Komponentenliste und Bilderstrecke meines Rechners hier im Blog-Artikel, das zeigt meinen Bedarf am besten.
        Im Mainstream gibt es da wenig Neues, was passen würde. 5,25-Zoll-Plätze sind bei den meisten Gaming-Gehäusen fast komplett ausgestorben (bis auf wenige Ausnahmen wie vielleicht das Fractal Pop oder Be Quiet 901 mit 1–2 optionalen Plätzen). Im Workstation-Bereich gibt es noch einige Optionen, hier scheitert es aber an den Details wie Dämmung, vier 5,25-Zoll-Slots oder Staubfiltern. Bei älteren Modellen gibt es vielleicht noch passende Optionen. Ansonsten wird es bei Neuen Kompromisse geben müssen (bei der Fractal Pop-Serie und Define 7 XL etwa nur 2× 5,25-Zoll-Plätze). Kompromisse bei älteren Gehäusen gäbe es etwa bei den USB-C-Anschlüssen, wie etwa beim Nanoxia Deep Silence 6.
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