Preis-Leistung (Rasterizing & Raytracing) & PCGH-Fazit
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Preis-Leistung (Rasterizing & Raytracing) & PCGH-Fazit

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Intel Arc B580: Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachdem die Leistung der Intel Arc B580 sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing dargestellt wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die aktuellen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 13. Dezember 2024) gesetzt. Für die Arc B580 Limited Edition werden am Launch-Tag mindestens 289 Euro fällig (Notebooksbilliger), Caseking listet sie ab 299 Euro.

Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing:

Eindeutiger geht es kaum: Intel liefert erneut den klaren Preis-Leistungs-Sieger nach Zahlen (wobei die A580 und A750 noch fehlen). Die beim Rasterizing gleich schnelle Radeon RX 7600 XT wird um 28 Prozent distanziert. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart:

Beim Raytracing erzielen alle Arc- und Geforce-Grafikkarten eine deutlich bessere PLV-Bilanz als beim Rasterizing, da hier bei gleichen Preisen eine bessere relative Leistung gegenüber AMD erzielt wird. Aus diesem Grund spielt die Radeon RX 7600 XT keine Rolle mehr (+48 Prozent für die Arc B580), nur die Geforce RTX 3060 12GB erreicht Schlagdistanz.

Intel Arc B580 vs. 62 andere Grafikkarten

Abschließend möchten wir Ihnen noch den Blick auf das große Ganze gewähren - den Spezial-Leistungsindex, welcher alte und neue PCGH-Indizes verrechnet. So sieht die Rangliste inklusive der Arc B580 aus:

Intel Arc B580: Fazit

Irgendwann kommt der Punkt, bei dem man als GPU-Tester fälschlicherweise meinen könnte, alles gesehen zu haben - und dann passieren Großereignisse wie der Wiedereintritt Intels in den Markt der Grafikkarten. Heute, mit dem Start der Arc B580, werden erneut geistige Mauern eingerissen. Intels neueste Grafikkarte mag nur ein Mittelklasse-Modell sein, doch die Ergebnisse überraschen auf mehreren Ebenen, in den meisten Fällen positiv. Vor etwas mehr als einer Woche zweifelten wir noch daran, dass Intels Aussagen dem Test auf breiter Ebene standhalten würden, obwohl die Angaben erfreulich geerdet wirkten. Insgesamt 4.000 Benchmarks später, knapp 500 davon mit der Arc B580, wissen wir, dass die Angaben korrekt waren. Battlemage ist als BMG-G21 zwar klein, aber dennoch ein großer Wurf.

Intel besetzt hier eine Preis- und Leistungsnische, welche von AMD und Nvidia nicht mit dem nötigen Enthusiasmus bedient wird, um Kaufinteresse zu wecken. Sehen wir uns an, was Käufer für die 289 Euro bekommen, welche Intel für die Arc B580 Limited Edition aufruft: 12 GiByte Speicher, die neuesten Features hinsichtlich Media/Capturing, Display-Ausgänge sowie eine Raytracing-Leistung, die tatsächliche Nutzbarkeit gewährleistet. Vor allem der Speicher sollte zum Jahreswechsel 2024/2025 nicht unterschätzt werden - die glorreiche Zeit der 8-GiByte-Grafikkarten ist längst vorüber, die Spiele-Welt hat sich weitergedreht. Intels Entscheidung, 192 Bit und 12 GiByte unter 300 Euro zu platzieren, verdient Applaus und wird hoffentlich Nachahmer finden. Hier ist AMD der schärfste Konkurrent Intels, denn die Radeon RX 7600 XT bietet mit 16 GiByte sogar eine zweifellos zukunftssichere Kapazität - kostet allerdings 350 Euro. Fiele diese Grafikkarte um 50 Euro, hätten Interessenten gleich zwei Grafikkarten mit "PCGH approved"-Siegel.

Bildergalerie

Sie ahnen es: Wo Licht ist, da fällt auch Schatten. Zwar hat uns die Leistung der Arc B580 in vielen Fällen ins Staunen versetzt - der Kampfmagier lässt den Alchemisten gerade pro Rechenwerk richtig alt aussehen -, bei der B-Note ist aber alles beim Alten. Während des Testzeitraums stellte Intel mehrere Treiber-Updates bereit, die sich den gemeldeten Problemen annahmen. Diese betrafen diverse Bereiche und lassen sich unter "Kinderkrankheiten" zusammenfassen. Neben gar nicht funktionierenden Spielen (Dragon Age: The Veilguard), über Grafikfehler (Unreal Engine 4), Stotterprobleme (F1 24), bis hin zu den unvermeidlichen Problemen mit der neuen Treibersteuerung "Intel Graphics Software" war alles Erdenkliche dabei. Auch die Leistungsaufnahme im Leerlauf bleibt ein Sorgenkind bei Intel - dass nur Arc-Grafikkarten auf spezielle Optionen angewiesen sind, um herunterzutakten, verhagelt die tolle Effizienz-Bilanz unter Last. Insofern können wir uns nur wiederholen: Wer sich auf das Abenteuer Intel einlässt, bekommt hier einen tollen Spielplatz und reichlich Hardware fürs Geld, muss sich jedoch auf Reibung einstellen, die bei einer AMD Radeon oder Nvidia Geforce nicht auftritt.

Apropos - was ist mit Nvidia? Der Marktführer überlässt die 300-Euro-Nische der Konkurrenz. Die Geforce RTX 4060 erleidet das gleiche Schicksal wie die Radeon RX 7600: Beide Grafikkarten sind eigentlich nicht schlecht, nur ihr Preisschild passt nicht zum kompromissbehafteten Alltag. Detailverzicht und die ständige Angst, dass der Speicher nicht ausreicht, trotz des Preises von annähernd 300 Euro? DLSS ist zwar ein starkes Argument für die Geforce RTX 4060, allerdings lässt sich damit weder jedes Problem erschlagen, noch nennenswert die Speicherbelegung reduzieren. Insofern können wir uns auch hier nur wiederholen: Einzig die RTX 4060 Ti 16GB ist optimal ausgestattet und allen bisher genannten Modellen überlegen, mit Startpreisen um 450 Euro jedoch wesentlich teurer. Eine "RTX 4060 16GB" um 350 Euro wäre der perfekte Konter und hätte das Potenzial zur PCGH-Empfehlung.

Die Arc B580 startet offiziell erst morgen, bei diversen Shops ist sie jedoch längst bestellbar und sogar schon in den Händen von Nutzern. Intels Board-Partner haben bereits Eigendesigns am Start, welche ab dem 13. Dezember getestet und gekauft werden können. Was halten Sie von der Arc B580? Top oder Flop? Diskutieren Sie mit! Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

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    • Kommentare (163)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Ich kann auch noch etwas Positives berichten: Mit meiner RTX 3060 (im Zweit-PC im Wohnzimmer) und meiner ehemaligen RX 7600 hatte ich mehr oder weniger selten Abstürze in Red Dead Redemption 2.

        Hier habe ich über einen längeren Zeitraum diverse Treiberversionen (Grafik-, Chipsatz- und Audiotreiber), RAM- und BIOS-Einstellungen, Windows-Updates, GPU- und VRAM-Taktraten und Schnittstellen (Vulkan, DirectX 12) ohne Erfolg getestet.

        Seit der B580 habe ich einmal mit DDU bereinigt, aktuellen Grafiktreiber von Intel installiert und nun läuft es absturzfrei auf maximalen Einstellungen.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Ich kann auch noch etwas Positives berichten: Mit meiner RTX 3060 (im Zweit-PC im Wohnzimmer) und meiner ehemaligen RX 7600 hatte ich mehr oder weniger selten Abstürze in Red Dead Redemption 2.

        Hier habe ich über einen längeren Zeitraum diverse Treiberversionen (Grafik-, Chipsatz- und Audiotreiber), RAM- und BIOS-Einstellungen, Windows-Updates, GPU- und VRAM-Taktraten und Schnittstellen (Vulkan, DirectX 12) ohne Erfolg getestet.

        Seit der B580 habe ich einmal mit DDU bereinigt, aktuellen Grafiktreiber von Intel installiert und nun läuft es absturzfrei auf maximalen Einstellungen.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von belle
        Ich bin schwach geworden und habe mir eine Acer B580 Nitro OC gegönnt.

        Der Verbrauch ist bei mir im Idle mit dem Modell, aktuellen Treibern und empfohlenen BIOS-Einstellungen erfreulich niedrig.
        (System siehe Profil - 7500F, Gigabyte B650, Idle ohne Mausbewegungen - mit sind es bis zu 20W mehr ähnlich meiner RX 7600).
        Mess das Ding doch mal munter Dauerlast. Monitoringwerte wären ja mal interessant zu dem Modell. Im Laberthread sicher gerne gesehen.
      • Von PKD-NeXuS PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von belle
        Ich bin schwach geworden und habe mir eine Acer B580 Nitro OC gegönnt.

        Der Verbrauch ist bei mir im Idle mit dem Modell, aktuellen Treibern und empfohlenen BIOS-Einstellungen erfreulich niedrig.
        (System siehe Profil - 7500F, Gigabyte B650, Idle ohne Mausbewegungen - mit sind es bis zu 20W mehr ähnlich meiner RX 7600).
        Die Acer finde ich richtig schick.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Ich bin schwach geworden und habe mir eine Acer B580 Nitro OC gegönnt.

        Der Verbrauch ist bei mir im Idle mit dem Modell, aktuellen Treibern und empfohlenen BIOS-Einstellungen erfreulich niedrig
        (System siehe Profil - 7500F, Gigabyte B650; Idle ohne Mausbewegungen - mit sind es bis zu 20W mehr, ähnlich meiner RX 7600).
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Zitat von Gurdi
        Ja und Karten wie die 480/580 sind heute noch was Wert, im Gegensatz zu deren damaligen Pendants.
        ach ja ist das so:
        RX 480 eigentlich gegner der 1060
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ich sehe da nun keinen wirklich unterschied.
        Ca 80-90€ je nach Modell mit ausreier nach unten und oben.

        Zur 3070:
        diese finde ich für ca 300€
        eine 6800 im bereichen der 400€
        also hier kann man sagen AMD for the Win.
        Auch wenn die 6800 50€ Teurer war in der UVP.
        Aber das die 3070 nicht gut altert war schon damals bekannt.
      Direkt zum Diskussionsende
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