Lautheit, Leistungsaufnahme & Effizienz
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Lautheit, Leistungsaufnahme & Effizienz

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Die Arc B580 wird sowohl als Referenzkarte - von Intel "Limited Edition" genannt - als auch in Gestalt von Partnerdesigns ab dem 13. Dezember 2024 im Handel liegen. An dieser Stelle dreht sich zunächst alles um die Limited Edition, mit der wir alle Messungen zur Bewertung durchgeführt haben. Intel gab auf unsere Nachfrage zu Protokoll, dass die Limited Edition tatsächlich "limited" sei, folglich nicht dauerhaft produziert werde. Wie lange Intel den Nachschub aufrechterhalten wird, war zum Testzeitpunkt unklar. Diverse Board-Partner, darunter die auch hierzulande anzutreffenden Hersteller Acer, Asrock und Sparkle, haben jedoch bereits Eigendesigns angekündigt. Die Asrock Arc B580 Steel Legend dreht bereits seit einigen Tagen ihre Runden im PCGH-Testlabor und erweist sich als wahres Overclocking-Wunder - dazu morgen mehr.

Arc B580: Diese Board-Partner haben bereits Battlemage-Designs bestätigt. Quelle: PCGH Arc B580: Diese Board-Partner haben bereits Battlemage-Designs bestätigt.

Kühlung, Lautheit, Temperaturen

Vergleicht man die Limited Editions der Arc A770 und A750 mit der B580, zeigt sich eine grundlegend gleiche Designsprache, allerdings gibt es Unterschiede im Detail. Freunde auffälliger RGB-Beleuchtung haben Grund zur Trauer, denn die Arc B580 Limited Edition wurde gegenüber der A770 LE diesbezüglich stark abgespeckt. Die sehenswerte, bunt wandernde LED-Umrandung der Karte und der Belüftung ist fort, lediglich ein kaltweiß leuchtendes Arc-Logo an der Kartenoberseite wird geboten - Nvidias Founders-Editionen lassen nicht nur hier grüßen.

Arc B580 - Metro Exodus EE Hwinfo Sensors @ RTSS Overlay Quelle: PCGH Arc B580 - Metro Exodus EE Hwinfo Sensors @ RTSS Overlay Der Dual-Slot-Kühler der Intel Arc B580 Limited Edition weist eine matte Kunststoffoberfläche auf und verfügt über zwei Axiallüfter, welche in Sachen Schwingenform und Anzahl deutlich von der A-Serie abweichen - diese und weitere Details thematisieren wir im Testvideo genauer. Interessant und doch vertraut ist, wie PCB und Kühlung zusammenarbeiten: Die Platine ist auffallend kurz - kaum länger als die PCI-Express-Kontaktleiste - und der Lamellenkörper sowie hintere Lüfter überragen diese. Dadurch wird die Luft im eingebauten Zustand effektiv nach oben befördert. Sehen wir uns an, welche Lautheit die neueste Intel-Grafikkarte erreicht:

Lautheit B580 RX 7600 RX 6700 XT RX 5700 RTX 4060 Ti 8GB RTX 2060 Super RTX 2060
Leerlauf (Desktop) 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,2 Sone 0,0 Sone 0,8 Sone 0,4 Sone
2 LCDs (UHD + FHD) 0,0 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,3 Sone 0,0 Sone 0,8 Sone 0,4 Sone
UHD-Youtube-Video 0,1 Sone 0,0 Sone 0,0 Sone 0,3 Sone 0,0 Sone 0,8 Sone 0,4 Sone
Gaming (MAXIMUM) 1,5 Sone 1,6 Sone 2,4 Sone 3,7 Sone 1,4 Sone 2,0 Sone 1,4 Sone
100 % Fan Speed (manuell) 7,4 Sone 6,4 Sone 9,6 Sone
Coil Whine (Fiepen allein) ~0,4 Sone ~1,4 Sone (!) ~1,0 Sone ~0,4 Sone

Messung der Lautheit im schallarmen Raum aus 50 Zentimeter Entfernung lotrecht zur Lüfternabe mittels Neutrik Cortex NC10. Störgeräusche wie Spulenfiepen fließen in das Messergebnis ein. Referenzkarten unter sich.

Im Leerlauf stehen die synchron angesteuerten Lüfter der Intel Arc B580 Limited Edition still. Wird Last angesetzt, beginnen die Propeller mit ihrer Arbeit. Mit einer typischen Lautheit von 1,0 Sone (~1.300 U/min) und einem Maximalwert von 1,5 Sone (~1.600 U/min) unter Gaming-Volllast ist die Arc B580 LE eine angenehme Spielpartnerin, die niemals störend laut wird. Die Temperaturen bewegen sich dabei im 70-°C-Bereich (siehe Bild oben), sodass zweifelsfrei Potenzial für Overclocking oder einen flüsterleisen Betrieb mittels Undervolting besteht. Das Übertakten ist hier besonders reizvoll (ja, wirklich!), denn beim Tuning-Test mit der Asrock Arc B580 Steel Legend knackten wir die 3,3-GHz-Marke - mehr dazu morgen, wenn wir dürfen.

Intel Arc B580 im Test: Ein konventioneller 8-Pol-Stromstecker genügt. Quelle: PCGH Intel Arc B580 im Test: Ein konventioneller 8-Pol-Stromstecker genügt.

Leistungsaufnahme

PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool (PCAT). Wie immer bildet die folgende Tabelle die Ergebnisse der Grafikkarten ohne Limits ab. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Intel Arc B580 Limited Edition im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads.

  B580 A770 16GB A580 RX 7600 XT RX 7600 RTX 4060 RTX 3060 12GB
Leerlauf (UHD-Desktop) 35 - 37 Watt** 42 - 47 Watt** 42 - 45 Watt** 6,5 - 19 Watt 5,5 - 29 Watt 11,5 - 13 Watt 11,5 Watt*
Dual-Display (UHD + FHD) 35 - 37 Watt** 43 - 49 Watt** 43 - 45 Watt** 24 - 32 Watt 22,5 - 30 Watt 16 - 20 Watt 18,5 Watt*
UHD-Youtube-Video 37 - 40 Watt** 47 - 55 Watt** 45 - 49 Watt** 21 - 35 Watt 10 - 28 Watt 14 - 16 Watt 17,5 Watt*
Gaming (MAXIMUM) 197 Watt 230 Watt 199 Watt 189 Watt 164 Watt 131 Watt 171 Watt
Anno 1800 (Full HD) 175 Watt 224 Watt 195 Watt 186 Watt 160 Watt 125 Watt 170 Watt
Control (WQHD) 185 Watt 226 Watt 196 Watt 187 Watt 158 Watt 126 Watt 170 Watt
Full-HD-Gaming @ 60 Fps 62 Watt 123 Watt 123 Watt 105 Watt 56 Watt 55 Watt 69 Watt
CP2077 (Full HD, FSR/DLSS) 147 Watt 224 Watt 197 Watt 185 Watt 160 Watt 125 Watt
Metro Exodus EE (WQHD) 196 Watt 227 Watt 196 Watt 188 Watt 161 Watt 127 Watt

Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate (angegeben ist die Spanne von 60 bis 144 Hertz). *Ausschließlich mit 4K60 (Ultra HD mit 60 Hz) gemessen. **Je nach Mainboard und explizit gesetztem ASPM-Status niedriger.

Bislang hinterließ die Arc B580 einen guten bis hervorragenden Eindruck, doch dieser Durchmarsch ist nun zu Ende. Ursächlich ist die Leistungsaufnahme im Leerlauf, welche unter den gleichen Problemen leidet wie bei der A-Serie. Damit eine Arc-Grafikkarte im Leerlauf ihren Low-Power-State anstrebt, sind spezielle Einstellungen im UEFI der Hauptplatine sowie unter Windows notwendig: Das Active State Power Management (ASPM) muss explizit auf "L1" gestellt werden, gefolgt von der Option "Maximale Energieeinsparung" bei den PCI-Express-Einstellungen unter Windows. Dieser Eingriff ist bei Radeon und Geforce nicht notwendig, diese Grafikkarten takten sich davon unabhängig herunter.

Das Problem: Uns gelang es an zwei grundverschiedenen Rechnern nicht, die Intel Arc B580 zum Low-Power-Modus zu überreden. An unserem primären GPU-Testsystem mit Asrock X870E Taichi sind zwar die geforderten ASPM-Modi einstellbar, das Heruntertakten bleibt jedoch aus. System #2, basierend auf einem Gigabyte Z790 Aorus Master, erlaubt nur das globale Setzen von ASPM auf an/aus/auto - mit dem gleichen Ergebnis. Ob dabei ein 4K60- oder 4K144-Bildschirm verwendet wird, ändert an der Sachlage wenig, der Verbrauch wandert im 3-Watt-Rahmen. Diese Bilanz fuchst uns, weshalb wir so lange verschiedene Rechner testen werden, bis wir einmal den Optimalzustand zu Gesicht bekommen. Bis dahin gilt, was Sie oben sehen (weitere Details und Anschauungsmaterial im Testvideo).

Idle Power Arc B580 vs. A750 Quelle: Intel (Screenshot: PCGH) Idle Power Arc B580 vs. A750

Intel Arc B580: Energie-Effizienz (Gaming)

Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energie-Effizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen brandneuen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex in Relation zur Leistungsaufnahme setzt. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die Arc B580 im Rasterizing-Vergleich abschneidet:

Angesichts dieser Zahlen ist das kuriose Verhalten im Leerlauf zwar nicht vergessen, allerdings macht es die Sache erträglicher. Falls Sie sich wundern, weshalb wir die offiziell mit 190 Watt spezifizierte Intel-Grafikkarte hier mit 160 Watt führen: weil dies den tatsächlichen Durchschnittsverbrauch darstellt. Die maximale GPU-Power von 140 Watt wird in den meisten Spielen nicht ansatzweise ausgefüllt, Zahlen zwischen 110 (meistens) und 130 Watt (selten) sind die Regel, woraus sich etwas mehr als 160 Watt ergeben.

Intel katapultiert sich vom klaren Schlusslicht (Arc A) auf Platz 2 bei der Energie-Effizienz - mit deutlichem Abstand gegenüber AMD, aber auch gegenüber Nvidia. Vergleicht man die Arc B580 und Radeon RX 7600 XT, welche beim Rasterizing gleich schnell sind, erzielt Intel ein Effizienzplus von 22 Prozent. Die Geforce RTX 4060, leistungsmäßig beiden Karten unterlegen, bleibt in Sachen Effizienz konkurrenzlos. Wir werden mit dem nächsten Schwung Benchmarks die Geforce RTX 4060 Ti 16GB integrieren und sind auf die Ergebnisse gespannt. Sehen wir uns bis dahin an, wie es beim Raytracing aussieht:

Das birgt reichlich Augenreib-Potenzial: Die Arc B580 belegt Rang 2 und kann den Abstand zur RTX 4060 reduzieren, da eine bessere relative Leistung erreicht wird. Die AMD-Grafikkarten, beim Rasterizing relativ effizient, fallen aufgrund ihrer Raytracing-Schwäche zurück und müssen sich sogar unserem ehemaligen Mittelklasse-Tipp, der Geforce RTX 3060 12GB, geschlagen geben.

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  1. Seite 1 Übersicht und technische Daten
  2. Seite 2 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
  3. Seite 3 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
  4. Seite 4 Lautheit, Leistungsaufnahme & Effizienz
  5. Seite 5 Preis-Leistung (Rasterizing & Raytracing) & PCGH-Fazit
    • Kommentare (163)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Ich kann auch noch etwas Positives berichten: Mit meiner RTX 3060 (im Zweit-PC im Wohnzimmer) und meiner ehemaligen RX 7600 hatte ich mehr oder weniger selten Abstürze in Red Dead Redemption 2.

        Hier habe ich über einen längeren Zeitraum diverse Treiberversionen (Grafik-, Chipsatz- und Audiotreiber), RAM- und BIOS-Einstellungen, Windows-Updates, GPU- und VRAM-Taktraten und Schnittstellen (Vulkan, DirectX 12) ohne Erfolg getestet.

        Seit der B580 habe ich einmal mit DDU bereinigt, aktuellen Grafiktreiber von Intel installiert und nun läuft es absturzfrei auf maximalen Einstellungen.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Ich kann auch noch etwas Positives berichten: Mit meiner RTX 3060 (im Zweit-PC im Wohnzimmer) und meiner ehemaligen RX 7600 hatte ich mehr oder weniger selten Abstürze in Red Dead Redemption 2.

        Hier habe ich über einen längeren Zeitraum diverse Treiberversionen (Grafik-, Chipsatz- und Audiotreiber), RAM- und BIOS-Einstellungen, Windows-Updates, GPU- und VRAM-Taktraten und Schnittstellen (Vulkan, DirectX 12) ohne Erfolg getestet.

        Seit der B580 habe ich einmal mit DDU bereinigt, aktuellen Grafiktreiber von Intel installiert und nun läuft es absturzfrei auf maximalen Einstellungen.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von belle
        Ich bin schwach geworden und habe mir eine Acer B580 Nitro OC gegönnt.

        Der Verbrauch ist bei mir im Idle mit dem Modell, aktuellen Treibern und empfohlenen BIOS-Einstellungen erfreulich niedrig.
        (System siehe Profil - 7500F, Gigabyte B650, Idle ohne Mausbewegungen - mit sind es bis zu 20W mehr ähnlich meiner RX 7600).
        Mess das Ding doch mal munter Dauerlast. Monitoringwerte wären ja mal interessant zu dem Modell. Im Laberthread sicher gerne gesehen.
      • Von PKD-NeXuS PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von belle
        Ich bin schwach geworden und habe mir eine Acer B580 Nitro OC gegönnt.

        Der Verbrauch ist bei mir im Idle mit dem Modell, aktuellen Treibern und empfohlenen BIOS-Einstellungen erfreulich niedrig.
        (System siehe Profil - 7500F, Gigabyte B650, Idle ohne Mausbewegungen - mit sind es bis zu 20W mehr ähnlich meiner RX 7600).
        Die Acer finde ich richtig schick.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Ich bin schwach geworden und habe mir eine Acer B580 Nitro OC gegönnt.

        Der Verbrauch ist bei mir im Idle mit dem Modell, aktuellen Treibern und empfohlenen BIOS-Einstellungen erfreulich niedrig
        (System siehe Profil - 7500F, Gigabyte B650; Idle ohne Mausbewegungen - mit sind es bis zu 20W mehr, ähnlich meiner RX 7600).
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Zitat von Gurdi
        Ja und Karten wie die 480/580 sind heute noch was Wert, im Gegensatz zu deren damaligen Pendants.
        ach ja ist das so:
        RX 480 eigentlich gegner der 1060
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Ich sehe da nun keinen wirklich unterschied.
        Ca 80-90€ je nach Modell mit ausreier nach unten und oben.

        Zur 3070:
        diese finde ich für ca 300€
        eine 6800 im bereichen der 400€
        also hier kann man sagen AMD for the Win.
        Auch wenn die 6800 50€ Teurer war in der UVP.
        Aber das die 3070 nicht gut altert war schon damals bekannt.
      Direkt zum Diskussionsende
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