Preis-Leistung (Rasterizing & Raytracing) & PCGH-Fazit
In diesem Artikel
Nach den ganzen Raytracing- und Raster-Benchmarks wird es höchste Zeit für ein Fazit. Ist die Intel Arc B570 ein gutes Produkt in ihrer Leistungsklasse?
Intel Arc B570: Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachdem die Leistung der Intel Arc B570 sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing dargestellt wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die aktuellen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 16. Januar 2025) gesetzt und nehmen dabei eine UVP von 259 Euro an.
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing:
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Es ist ungewöhnlich knapp, dennoch kann sich die Arc B570 bei einem angenommenen Preis von 260 Euro an die Spitze der Preis-Leistungs-Rangliste setzen. AMDs Radeon RX 7600, nur minimal teurer und vergleichbar schnell, ist ihr dicht auf den Fersen und selbst die Geforce RTX 4060, derzeit ab 300 Euro zu haben, liegt in Reichweite. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart:
Sie kennen das mittlerweile: Beim Raytracing wandern alle AMD-Grafikkarten nach unten, da sie eine schwächere RT-Leistung aufweisen - wir werden in einigen Wochen sehen, ob das auch für die Radeon RX 9060 (XT) gilt. Die Arc-Grafikkarten können ihren Abstand gegenüber den Geforce-Modellen hingegen vergrößern, wobei die Arc B580 insgesamt die beste Figur macht.
Intel Arc B570 vs. 63 andere Grafikkarten
Abschließend möchten wir Ihnen noch den Blick auf das große Ganze gewähren - den Spezial-Leistungsindex, welcher alte und neue PCGH-Indizes verrechnet. Auf diese Weise können Sie optimal abschätzen, ob sich das Aufrüsten der Grafikkarte lohnt. Die aktuelle Rangliste inklusive der Arc B570:
Intel Arc B570: Fazit
Mit der Arc B580 gelang Intel im vergangenen Dezember ein kleines Wunder: Die 300-Euro-Grafikkarte war tatsächlich schneller und effizienter als erwartet, der Architektursprung machte sich bezahlt. Während Gamer nach mehr lechzen - die Gerüchteküche berichtet von einer "Arc B770" für die zweite Jahreshälfte -, schaltet Intel zunächst einen Gang herunter. Die Arc B570 bietet im Kern alles, was die B580 attraktiv macht, nur eine Nummer kleiner. Dabei werden alle Erwartungen erfüllt - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Fangen wir vorn an, beim Rasterizing. Hier kann die Arc B570 der Radeon RX 7600 das Wasser reichen, während sich beide Modelle der Geforce RTX 4060 geschlagen geben müssen. Damit gewinnt Intels 260-Euro-Grafikkarte das Preis-Leistungs-Ranking, allerdings so knapp, dass von einem disruptiven Effekt keine Rede sein kann. Wiegt man die Leistung mit unterstützenden Features auf - DLSS bei Nvidia, AFMF bei AMD -, bleibt von Intels Vorsprung nichts mehr übrig, die Positionen wechseln. Allerdings weist die Arc B570, wie schon die B580, eine starke Energie-Effizienz auf, welche jeder Radeon überlegen ist, nur Nvidia schneidet noch besser ab.
Arc B570: Impressionen aus dem Test und der Karte
Wirklich interessant ist, wie sich die Menge des Grafikspeichers in modernen Spielen auswirkt. Unsere VRAM-Beratung 2025 (Teil 1) liefert reichlich Anschauungsmaterial und ergänzt die hier getätigten Aussagen. Dennoch ist die Sachlage komplexer, als man annehmen könnte. Es zeigt sich erneut, dass es nicht nur auf die Größe (Kapazität), sondern auch auf die Technik (Verwaltung) ankommt. Nvidia tut sich in jeder Messreihe positiv hervor, es ist erstaunlich, wie viel eine Geforce aus 8 GiByte Speicher "herauspressen" kann. Das ist auch bitter nötig, denn die günstigste Geforce mit einer größeren Speicherkapazität, die RTX 4060 Ti 16GB, kostet derzeit mindestens 480 Euro. Intel liefert bei der Arc B570 immerhin 10 GiByte aus (wie AMD mit der Radeon RX 6700) und sitzt dabei zwischen den Stühlen. Theoretisch ist die Sache eindeutig, 10 ist 25 Prozent mehr als 8. Vergleicht man Arc und Radeon, geht diese Rechnung auf, "10 Intel-GiByte" sind besser als "8 AMD-GiByte" - die erläuterten Fälle, bei denen der Intel-Treiber hemmend wirkt, ausgenommen. Nimmt man jedoch Nvidia mit in die Betrachtung, wird es interessant: Die Geforce RTX 4060 erzielt fast immer vergleichbare, teils bessere Ergebnisse als die Arc B570. Erst der Arc B580 gelingt dank 12 GiByte ein Durchmarsch, hier besteht kein Zweifel daran, dass diese Grafikkarte schneller und speicherseitig besser bestückt ist.
All diese Beobachtungen machen es schwer, ein klares Fazit mit Kaufempfehlungen zu formulieren. Ist die Arc B570 eine gute Grafikkarte? Zweifellos, sie ist im Rahmen ihrer Gewichtsklasse schnell und effizient. Bietet sie alle modernen Features? Hinsichtlich Video-Capturing, Display-Anschlüssen und Raytracing-Nutzbarkeit, ja. Daneben bietet Intel mit XeSS das derzeit zweitbeste Upsampling-Verfahren nach DLSS (FSR 4 muss sich noch beweisen) und auch die Leistung bei KI- und Produktiv-Workloads kann sich sehen lassen. Auf der anderen Seite stehen die Treiber-Probleme, welche das Potenzial der Arc B570 und B580 noch nicht ausschöpfen. Es ist seit Monaten offensichtlich, dass Intel massiv in Geschwindigkeit und Features investiert, dennoch treten auf einer Arc immer noch mehr Probleme auf als mit einer Geforce oder Radeon. Daher formulieren wir es für den Moment so: Für 200 Euro wäre die Arc B570 der oft zitierte "No-Brainer", ein fantastisches Angebot. Für etwas über 250 Euro muss jeder Interessent jedoch selbst das Für und Wider abwägen und dann entscheiden. Unsere Tipps für tolle Allrounder-Grafikkarten lauten nach wie vor Arc B580 (ca. 310 Euro), Radeon RX 7600 XT (ca. 330 Euro) oder Geforce RTX 4060 Ti 16GB (ca. 480 Euro).
Was halten Sie von der Arc B570? Top oder Flop? Diskutieren Sie mit! Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.


Viele kaufen einen ca. 600,- Euro teuren Amd X3D mit teurem AM5 Board samt teurem Ram um ihn dann bsw. mit einer lahmen Rx 7600 zu betreiben , in der Hoffnung das die Fps bei 720p mehr werden oder irgendwann mal das Geld für ne Oberklasse Grafikarte da ist
Nur der Umstand hat doch erhebliche Auswirkungen auf die Leistung der Graka
Ändert aber nichts an der grundsätzlichen Testmethode die zwecks Vergleichbarkeit nun mal so erfolgen muss. Ich vermute mal, Raff war ein schneller Test nicht aussagekräftig genug und er möchte das lieber präzise über ein weites Testfeld beleuchten. Sowas erfordert nun mal Zeit, vor allem wenn unterschiedliche Plattformen inkludieren möchte.
Der CB Test auch auch nur begrenzte Aussagekraft, für eine wirklich detaillierte Bewertung müsste man klarerer Abstufen können ab wann in welchem Maß die Auswirkungen auftreten.
Nur der Umstand hat doch erhebliche Auswirkungen auf die Leistung der Graka
Es geht Primär um den CPU Overhead.
Zum schnellsten Gaming Prozessor baue ich mir bestimmt eine untere Mittelklasse Grafikkarte ein...
Denn die bis dato erhobenen Benchmarks, die Arc im Clinch mit GeForce und Radeon zeigen, wurden auf der schnellsten verfügbaren Gaming-CPU erstellt: dem Ryzen 7 9800X3D. Doch auf langsameren bzw. älteren CPUs sieht das Bild schnell anders aus, weil Arc hier mehr Federn lässt als GeForce oder Radeon. Je stärker der Fokus der Last auf der CPU liegt, desto deutlicher werden die Unterschiede. Und auf Gamer abseits von High-End-Gaming-Systemen und damit auch High-End-Gaming-CPUs zielt Arc mit der 500er-Serie.
Doch nun hat sich gezeigt: Mit langsameren, weil kleineren oder älteren CPUs verlieren Intels Arc-Grafikkarten viel früher viel stärker an Leistung als die Konkurrenz von Nvidia und AMD. Der Grund: Der Treiber der Intel-Grafikkarten legt mehr Last auf die CPU („CPU-Overhead“), kleinere CPUs bremsen Arc-Grafikkarten daher früher aus.
Viele kaufen einen ca. 600,- Euro teuren Amd X3D mit teurem AM5 Board samt teurem Ram um ihn dann bsw. mit einer lahmen Rx 7600 zu betreiben , in der Hoffnung das die Fps bei 720p mehr werden oder irgendwann mal das Geld für ne Oberklasse Grafikarte da ist
Ändert aber nichts an der grundsätzlichen Testmethode die zwecks Vergleichbarkeit nun mal so erfolgen muss. Ich vermute mal, Raff war ein schneller Test nicht aussagekräftig genug und er möchte das lieber präzise über ein weites Testfeld beleuchten. Sowas erfordert nun mal Zeit, vor allem wenn unterschiedliche Plattformen inkludieren möchte.
Der CB Test auch auch nur begrenzte Aussagekraft, für eine wirklich detaillierte Bewertung müsste man klarerer Abstufen können ab wann in welchem Maß die Auswirkungen auftreten.