8 gegen 16 GiByte VRAM im Test: Bei Radeon RX 9000 und 7000 unverzichtbar
Das Jahr 2025 ist noch jung, doch schon jetzt ist klar, dass uns zahlreiche Spiele-Kracher erwarten - und eine zweistellige Anzahl Grafikkarten bis zum Frühjahr. Wir eröffnen den Test-Marathon mit der VRAM-Beratung 2025: Was bringen 16 anstelle von 8 GiByte in modernen Spielen?
In diesem Artikel
Hard- und Software entwickelt sich stetig weiter. Die Zeiten, in denen sich die Rechenleistung und Speicherkapazität von Grafikkarten binnen weniger Monate verdoppelten, sind jedoch längst vorbei, die Kurve ist deutlich abgeflacht. Diese durch physikalische Grenzen forcierte Entwicklung hat Vor- und Nachteile: Zwar bleiben Quantensprünge bei Leistung und Grafik aus, dafür hält eine einmal angeschaffte Grafikkarte länger als in den turbulenten Pionierzeiten der 3D-Grafik. Das ist angesichts der immer höheren Preise für neue Grafikkarten ein Lichtblick, allerdings ergibt sich dieser nicht automatisch - es gilt, angemessen ausgestattete Modelle zu kaufen.
Nach mehr als zwei Jahren Forschung und Entwicklung erscheint in den kommenden Wochen die neue GPU-Generation von AMD und Nvidia: Radeon RX 9000 und Geforce RTX 5000. Wir eröffnen den Test-Marathon, welcher voraussichtlich bis zum Frühjahr anhalten wird, mit diesem Artikel und skizzieren die Basishürde: Was ist mit 8 GiByte (8.192 MiByte) Grafikspeicher im Jahr 2025 noch zu holen? Diese Betrachtung ist als Fortsetzung vorhergehender Artikel und Videos zu verstehen, welche wir im Folgenden einflechten.
8 vs. 16 GiByte VRAM: Überblick
Die erste Grafikkarte mit 8 GiByte VRAM hört auf den Namen Radeon R9 290X 8GB und erschien Mitte 2014. Seit 2016 sind 8 GiByte in der Grafikkarten-Mittel- und Oberklasse Standard. In der Zwischenzeit haben Spiele nicht nur eine Evolution hinter sich, sondern auch eine Revolution: Neue Materialien, extreme Polygonmengen und vor allem Raytracing machen Spiele schöner denn je. Jeder Bildpunkt in modernen Spielen ist somit deutlich schwerer als 2014, sowohl die notwendige Rechenzeit als auch der Speicherbedarf ist deutlich angestiegen. Dennoch tummeln sich mehrere 8-GiByte-Grafikkarten in den aktuellen Portfolios von AMD, Intel und Nvidia - wie kann das sein? Schuld sind die steigenden Herstellungskosten, welche sich mit dem Ansinnen beißen, günstige Grafikkarten mit satten Gewinnen zu verkaufen. So kommt es, dass selbst knapp 300 Euro teure Gaming-Grafikkarten wie die Radeon RX 7600 und Geforce RTX 4060 mit lediglich 8 GiByte ausgestattet werden. Diese Kapazität genügt bereits seit Jahren nicht mehr für einen sorgenfreien Betrieb mit maximalen Details (siehe unter anderem die 2020er-Abhandlung zur Geforce RTX 3070).
Immer, wenn es um Speichermangel geht, gibt es zwei Diskussionspunkte: den für die meisten Spieler schmerzhaften Schwund der Leistung und den subtileren Schwund der Qualität. Das Hauptproblem ist der Ansatz moderner Spiele: Lange, bevor die Fps-Raten ins Bodenlose fallen, werden dynamisch Oberflächendetails eingespart - die Bildqualität wird geopfert, um die Bildrate zu retten. Sicher haben auch Sie schon einmal das Streaming eines aktuellen Titels beim Arbeiten beobachtet: Texturen erscheinen nach einem Kameraschwenk oder Level-Wechsel zunächst matschig und werden in den folgenden Sekunden gegen das gewünschte Abbild ersetzt; auch eine deutlich fluktuierende Bildrate oder starkes Ruckeln nach dem Ändern der Grafikdetails deuten auf Kapazitätsprobleme hin. Maximale Bildqualität gibt es nur, wenn die Daten in den lokalen Speicher der Grafikkarte passen. Genügt dieser nicht, müssen diese Daten woanders geparkt und kopiert werden, was fatale Folgen für die Leistung hat. Faktisch ist die Anzahl der Spiele, welche mit 8 GiByte VRAM nicht optimal läuft, derart lang geworden, dass wir keine vollständige Liste mehr anfertigen müssen - einige abschreckende Beispiele dürfen jedoch nicht fehlen. Treuen PCGH-Lesern und -Zuschauern erzählen wir hier wahrlich nichts Neues. Sehen Sie diesen Exkurs als Auffrischung des Wissens für kommende Grafikkarten.
In Speicherkrisenzeiten wird also gespart, was das Zeug hält. Tatsächlich funktioniert das in Grenzsituationen, bei denen die Kapazität nur knapp überschritten wird, ziemlich gut, der Nutzer bekommt von den Problemen wenig mit. Das führt mitunter zur Fehlannahme, der Speicher genüge, obwohl er das tatsächlich nicht tut. Besonders ärgerlich ist, dass sich das ungefragte Opfern der Bildqualität nur in den wenigsten Spielen verhindern lässt, die Entscheidung liegt bei deren Entwicklern. Besonders lästig sind Spiele wie Dragon's Dogma 2, die eine Warnung ausspucken und fortan nur deutlich reduzierte Qualität ausgeben. Einige Titel machen hingegen keinen Hehl aus ihrem Speicherbedarf und beschweren sich mittels Warnmeldungen über mangelnden VRAM. Faustregel dabei: Diese Warnungen werden nicht umsonst implementiert, sondern haben einen Grund - erwarten Sie Nebenwirkungen unterschiedlichster Ausprägung. Daneben gibt es auch Spiele, die maximale Details verbieten, sobald der Speicher überschritten wird - Red Dead Redemption 2, Doom Eternal und Company of Heroes 3 sind die prominentesten Beispiele.
Das Wissen darüber, dass moderne Errungenschaften wie Raytracing und Frame Generation den Speicherbedarf weiter erhöhen, schürt ernsthafte Zweifel an der Zukunftsfähigkeit von 8-GiByte-Grafikkarten. Wie schlimm es in modernen Spielen ist, skizzieren wir auf den folgenden Seiten. Welche Bildraten sind mit 8 GiByte möglich und welche Fps-Vorteile ergeben sich durch eine Verdoppelung auf 16 GiByte Grafikspeicher? Das und mehr erfahren Sie nach nur einem Klick.

Alles andere ist weit hergeholt und Spekulation. Wie lange hält eine 8GB Karte noch bei mittleren bis niedrigen Details? - Lohnt es sich 2025 schon von meiner 8Gb Karte upzugraden und wenn ja auf welche? - Ist eine langsamere 10GB intel karte mit meinem AM4 prozessor ein besseres upgrade als eine 8GB NV oder AMDkarte?
- Dabei hilft der Test einfach nicht.
Um die Ergebnisse in ein aussagekräftiges Szenario für User oder Käufer von Entrylevel GPUs zu extrapolieren müsste man nicht nur Ein master Genie für GPU Skalierung sein, sondern auch eine Glaskugel besitzen. Da einfach anzunehmen dass Qualitätssettings halt einfach Linear skalieren und Spiele/Anwendungen in Zukunft auch ist eine unzulässige Vereinfachung und schlichtweg falsch.
Der Test hat Null Aussagekraft für Kunden und Besitzer von Karten dieser Preisgruppe und das finde ich einfach frech gegenüber Leuten die diesen test anklicken weil sie mit so einer GPU liebäugeln weil sie in dem Preisbereich liegt den sie sich leisten können.
Gerade FSR und DLSS sind ja dazu gemacht dass man trotzdem noch spielen kann selbst wenn die Karten eigentlich für die gewählte Auflösung nicht mehr reicht.
Soso, der Test ist also eigentlich an Käufer einer anderen Preisklasse gerichtet? Die Aussagekraft möchte ich mal bezweifeln weil wir auch erhebliche Unterschjiede bei Bandbreite pro Flop und bei der PCIe Link width haben und nicht zuletzt driver overhead und SM/CU Skalierung.
Selbst wenn einem diese weit hergeholte Aussage für Highend-käufer wichtiger ist während man entrylevel Karten testet, wozu dann hat man realitätsnahe entrylevel Settings komplett weggelassen und stattdessen feingranular 1080p, wqhd und 4K getestet? - Finde ich ein bisschen asozial von den Highendkäufern/Testern gegenüber entrylevel Käufern, dass man sie willentlich ignoriert während man aber doch deren Hardware testet.
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Mojnsen, toller Artikel, aber hast du nicht extra ein neues Video online gestellt? Das hier ist das alte vom letzten Mal, oder? 17min vs 30 min, ist das so gewollt?
Mal ganz davon abgesehen das man bsw. Cyberpunk 2077 bei minimalen Anforderungen angeblich bereits mit einer rx 580 8gb zocken kann.
Der von Amd immer wieder beworbene größere Vram bringt unterm Strich so gut wie gar nicht,s und verschwendet nur Strom und Ressourcen .
Amd sollte mal ein paar fähige Leute einstellen und bessere Treiber bereitstellen .
Bei Intel und Nvidia gehts doch auch die Hardware sinnvoll zu nutzen .
24 GB optimal!
Du siehst ja oben in dem Beispiel vom Flugsimulator, dass bei exakt gleichen Einstellungen, die 3070 weniger als 8GB allokiert und dabei mehr FPS generiert als die RX6800, die knapp 13 von Ihren 16GB allokiert.
Grafikkarten können nicht das ganze Spiel in den VRAM laden. Noch wäre es sinnvoll. Da müsste ein Grafikkarte schon weit über Ihre Preisklasse hinaus Grafikeinstellungen vornehmen, damit das Verhältnis nicht mehr passt.
Z.B. eine RX 6600XT 8GB bei 4 Ultra Settings. Das geht natürlich nicht.
Man sieht aber, dass eine RTX-Karte mit 8GB durchaus mit einer AMD-Karte mit 16G mithalten kann.
Gibt sicher andere Beispiele, aber das wir allgemein von Mindestvolumina beim VRAM reden halte ich aktuell zu verfrüht.
Um diese Laderuckler zu vermeiden braucht man schon mehr Speicher auf der Karte für einen flüssigeren Spielverlauf oder die passenden Einstellungen im jeweiligen Spiel was man spielt. Die 6800xt wäre da auf langer Sicht die bessere Alternative wenn auch die 3070 mehr Frames bei Flusie bringt.
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So will ich die Frametimes in jedem Spiele siehen , aber man darf ja mal Träumen .
Aber sorgen um den Vram mach ich mir noch nicht, solange genug Ram da ist passt das noch.