Radeon mit 32 statt 16 GiByte VRAM: Bis zu neunfache Leistung in extremen Einstellungen
Was bringen 32 GiByte Grafikspeicher? Zur Beantwortung dieser Frage veranstalten wir ein ganz besonderes Duell zwischen einer Radeon RX 9070 XT 16GB und einer "RX 9070 XT 32GB", welche sich extrem speicherlastigen Spielen stellen müssen.
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Die neue AMD Radeon AI Pro R9700 musste sich just im ausführlichen PCGH-Test beweisen. Während die Leistung der 1.300-Euro-Grafikkarte in gewöhnlichen Einstellungen unter der konservativen Spezifikation leidet, blüht die R9700 in anspruchsvollen Szenarien auf. An dieser Stelle geben wir den Extrem-Benchmarks eine eigene Bühne. Lohnen sich 32 GiByte auf einer Radeon RX 9070 XT oder ergibt die enorme Kapazität nur auf GPU-Boliden wie der Nvidia Geforce RTX 5090 Sinn? Falls Sie des Lesens überdrüssig sind: Wir gehen auf die Extremtests auch im folgenden Video ein.
32 vs. 16 GiByte: Extremtests
Zur Erinnerung: Bei der Radeon AI Pro R9700 handelt es sich technisch um eine Radeon RX 9070 XT mit verdoppelter Speicherkapazität. Beide können auf den Gaming-Treiber namens AMD Software Adrenalin Edition zurückgreifen, beide können übertaktet werden. In "normalen" Einstellungen, verkörpert durch die PCGH-Leistungsindizes Rasterizing (20 Spiele), Raytracing (15 Spiele) und Pathtracing (8 Spiele) helfen 32 GiByte wenig. Daher ziehen wir nun die Daumenschrauben an und fahren die großen Geschütze auf.
Lassen sich 32 GiByte VRAM beim Spielen sinnvoll nutzen, oder ist Navi 48 zu schwach dafür? Das haben wir anhand der fünf speicherhungrigsten Spiele unserer Zeit geprüft: Flight Simulator 2024, Dragon Age: The Veilguard, Indiana Jones und der Große Kreis, Spider-Man 2 und Star Wars Outlaws. In den folgenden Tests kombinieren wir das Wissen um den Speicherhunger dieser Spiele mit gezielt "gemeinen" Einstellungen. Die Kombination aus hohen Zielauflösungen (4K nativ sowie 5K und 8K via VSR) mit Frame Generation (nach Möglichkeit) spielt Grafikkarten mit üppigem Speicher in die Karten und stellt Modelle mit kleinem Speicher vor Herausforderungen. Das Ziel lautete, Unterschiede herauszuarbeiten, die Nutzbarkeit des Speichers beim Spielen ergo zweifelsfrei zu beweisen.
Die Spezial-Messreihe bildet zwecks klarer Visualisierung Frametimes ab und wird von zwei Grafikkarten absolviert: der Radeon AI Pro R9700 (32 GiByte) und einer Radeon RX 9070 XT (16 GiByte). Beide Grafikkarten sind manuell übertaktet und weisen die gleichen Durchsatzraten bei GPU und RAM auf. In jedem Fall stehen rund 3 GHz Kerntakt und 22 Gigatransfers/s Speicherleistung bereit, beide können sich dank eines übertakteten Ryzen 7 9800X3D sowie PCI-Express 5.0 bestmöglich entfalten. Kommen wir ohne weitere Umschweife zu den spannenden Ergebnissen:
Wie Sie sehen, mussten wir großen Aufwand betreiben, um die 16-GiByte-Grafikkarte niederzustrecken. Das ist eine gute Nachricht, denn obwohl die Extremtests sehr deutliche Vorteile für die 32-GiByte-Radeon zeigen, müssen wir die konstruierte Natur der Tests erneut betonen. Die großen Framebuffer, bedingt durch die hohen Zielauflösungen, belegen reichlich Grafikspeicher. Wenn Sie genau hinsehen, wird Ihnen auffallen, dass wir zwar immer die Zielauflösung steigern, aber nicht unbedingt die interne Pixelmenge. Letztere wird durch den genutzten Upsampling-Modus gesteuert (wir nutzen nach Möglichkeit FSR 4). So ergibt 5K mit FSR Balanced eine deutlich niedrigere interne Auflösung als natives 4K - siehe Tabelle. Der Aufwand für das spatiotemporale Hochrechnen steigt bei hohen Zielauflösungen jedoch und benötigt vor allem mehr Platz im Grafikspeicher.
| Native Auflösung (Pixel) | Qualität/Quality | Ausgeglichen/Balanced | Leistung/Performance | Ultra-Leistung/Ultra Performance |
|---|---|---|---|---|
| 1.920 × 1.080 | 1.280 × 720 | 1.114 × 626 | 960 × 540 | 640 × 360 |
| 2.560 × 1.440 | 1.706 × 960 | 1.484 × 835 | 1.280 × 720 | 853 × 480 |
| 3.440 × 1.440 | 2.293 × 960 | 1.995 × 835 | 1.720 × 720 | 1.147 × 480 |
| 3.840 × 2.160 | 2.560 × 1.440 | 2.227 × 1.252 | 1.920 × 1.080 | 1.280 × 720 |
| 5.120 × 2.880 | 3.413 × 1.920 | 2.970 × 1.670 | 2.560 × 1.440 | 1.707 × 960 |
| 7.680 × 4.320 | 5.120 × 2.880 | 4.454 × 2.506 | 3.840 × 2.160 | 2.560 × 1.440 |
Den Extremfall zeigen die Benchmarks in 8K mit FSR Ultra Performance. Letzteres drittelt die Auflösung pro Pixelachse (!), sodass intern nur mit WQHD/1440p gearbeitet wird. Da die gewonnenen 8K-Frames als Input für den Upsampler herhalten, ist die Bildqualität ausgezeichnet und deutlich höher als bei nativem WQHD. Die in den Frametimes zusätzlich eingeblendeten "Frame Health"-Balken zeigen übrigens die zeitliche Differenz zwischen Einzelbildern, wobei ebenfalls gilt: weniger ist besser. Ergänzend haben wir die Frametimes in klassische Fps-Balken umgerechnet, wobei wieder "mehr ist besser" gilt:
32 vs. 16 GiB bei Radeon: Fazit
Die auf mehr als 40 Spiele und extreme Einstellungen ausgedehnte Messreihe mit der Radeon AI Pro R9700 lässt klare Aussagen zu. In üblichen Einstellungen bis inklusive Ultra HD werden 16 GiByte Grafikspeicher sicher noch einige Jahre genügen. Spieler, die hohe Auflösungen, Grafikmods sowie Raytracing lieben und außerdem Frame Generation nicht abgeneigt sind, ziehen jedoch schon heute klare Vorteile aus einer größeren Kapazität. Denn was abseits der Bildrate und Frame-Verteilung oft vergessen wird: Moderne Spiele verfügen über Streaming-Systeme, welche im Falle eines Speichermangels die Qualität reduzieren, um die Bildrate zu retten. Wer genügend Grafikspeicher vorweisen kann, erhält stets die beste Qualität und Leistung. Abzuwarten bleibt, inwiefern sich die aufkommende Speicherkrise auf die Grafikkartenpreise auswirkt. Weitere Informationen zur AMD Radeon AI Pro R9700 alias "Radeon RX 9070 XT 32GB" erhalten Sie im PCGH-Test.
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Die im artikel etablierte narrative "braucht mehr als 16 GB VRAM und läuft trotzdem noch flüssig" wäre dann nicht mehr gegeben.
Man wollte halt Spiele die mehr als 16 GB brauchen und dabei noch halbwegs spielbare Frameraten erreichen und es vermeiden dass in den Kommentaren alle schreien "ja, das Spiel braucht mehr als 16 GB, dafür ist es selbst mit 32 GB unspielbar".
Das hätte den Artikel natürlich quasi sinnfrei gemacht und nur umso mehr bestätigt, dass 16 GB für diese Leistungsklasse durchaus ausreichen.
Mit der Spieleauswahl kann man die Narrative hingegen bestmöglich unterstreichen und dem Test somit einen "sinn" verleihen. Wie ich aber schon oben geschrieben habe sind selbst die hier genutzten Settings keine Settings, die ich persönlich nutzen wollen würde. Aber das muss jeder selbst entscheiden.
Ich habe auch keine absolute Antwort erwartet. Es war mehr Kritik an dem Denken, „mehr ist immer besser“.
Das war der Hintergrund meines Posts. Wie lange dieser Zeitraum im detail ist, kann ja jeder für sich selbst individuell entscheiden - auch innerhalb der Masterfuckingrace gänzlich unterschiedlich. Daher bringt eine solche Aufforderung halt nichts.
1% Masterrace PC Gamer. Aber entscheidet EUCH mal was die Definition von „längere Zeit sicher“ bedeutet.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
Teil dir deine Aktivitäten schön gleichmäßig ein, nicht dass dir spätestens am Sonntag der RAM ausgeht.