Radeon AI Pro R9700 Test: Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
Was leistet die AMD Radeon AI Pro R9700 in Spielen? Teil 1: Rasterizing
In diesem Artikel
Wie schlägt sich AMDs Radeon AI Pro R9700 in modernen Rasterizing-Spielen und wegweisenden Raytracing-Krachern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Grafikkarte durch unsere brandneuen GPU-Benchmarks 2025/2026 gescheucht. Die 20 Rasterizing-Tests, 15 Raytracing-Tests und 8 Pathtracing-Tests sind in diesem Review erstmals in voller Pracht zu sehen und liefern spannende Ergebnisse. Eine erste Übersicht der Durchsatzraten, um die Probanden besser einzuschätzen, gewährt indes der General Purpose GPU Benchmark von AIDA64:
Quelle: PCGH
AI Pro R9700 MAX-OC vs. AI Pro R9700 vs. RX 9070 XT vs. RX 7900 XTX vs. RTX 5070 Ti vs. RTX 5080
GPU-Benchmarks 2025/2026
Was wir auch testen: Jede veröffentlichte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung; Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens zwölf Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte allein für den Rasterizing-Leistungsindex. Da die GPU-Taktrate ein und derselben Karte während der Tests unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapframeX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 2.700 und 2.900 MHz, führt das zur Angabe von "~2,80 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der limitierende Faktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung. Bei RX-7000-Grafikkarten geben wir den Takt der Shader-Domäne an, da diese von den Messtools protokolliert wird. Wer sich für den Takt des Front Ends und weitere Parameter interessiert, benötigt das Programm HWInfo, welches auch wir für ergänzende Betrachtungen verwenden.
Quelle: PCGH
Auch das PCGH-Grafikkarten-Testsystem 2025/2026 basiert auf einem manuell ausgereizten Ryzen 7 9800X3D mit DDR5-6400-Speicher (inkl. Tertiär-Timing-Tuning).
| PCGH GPU Benchmarks 2025/2026 | Engine | API | Version (Platform) | Benchmark Sequence |
|---|---|---|---|---|
| Alan Wake 2 | Northlight Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Epic) | „Nightingale” |
| Anno 117 | Empire Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Ubi) | „Overture” |
| Assassin's Creed Shadows | Anvil Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Ubi) | „Hikari” |
| Atomfall | Asura Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Deceptive Idyll” |
| Baldur’s Gate 3 | Divinity 4.0 Engine | Vulkan | v4.1.1 P8HF3 (GOG) | „Putrid Bog” |
| Battlefield 6 | Frostbite Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Prospect Park” |
| CoD: Black Ops 6 | IW Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Battle.net) | „Nightfire” |
| Cities: Skylines 2 | Unity Engine | DirectX 11 | Stets aktuell (Steam) | „Sightseeing” |
| Clair Obscur: Expedition 33 | Unreal Engine 5.4.4 | DirectX 12 | v1.4.0 (GOG) | „Sacred River” |
| Cyberpunk 2077 | RED Engine 4 | DirectX 12 | v2.31a (GOG) | „Dog Days” |
| Days Gone Remastered | Unreal Engine 4 | DirectX 11 | Stets aktuell (Steam) | „Sleazy Rider” |
| F1 25 | EGO Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Monaco” |
| Forza Horizon 5 | Forzatech Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Pitfall!” |
| Kingdom Come: Deliverance 2 | Cryengine 5 | DirectX 12 | v1.50 (GOG) | „Forest Dump” |
| Monster Hunter Wilds | RE Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Cascades” |
| Stalker 2 | Unreal Engine 5.1GSC | DirectX 12 | v1.6.0 (GOG) | „Zalissja” |
| Spider-Man 2 | In-house Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „5th Ave 3.0” |
| TLOU Part 2 Remastered | Naughty Dog Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Darksite” |
| W40K: Space Marine 2 | Swarm Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Bloody Bench Bog” |
| X4: Foundations | X-Tech 5 | Vulkan | v7.60 (GOG) | „Heretic’s End” |
Radeon AI Pro R9700: Spiele-Benchmarks
Für den Test der Radeon AI Pro R9700 präsentieren wir Ihnen das volle Paket der frischen Messwerte. Falls Sie die erste Artikelseite übersprungen haben: In allen Benchmarks tritt die Radeon AI Pro R9700 nicht nur mit Werkseinstellungen an, sondern auch als "Radeon RX 9070 XTX" mit maximaler Leistung. Dahinter steckt unsere händische Optimierung mit maximaler Boardpower (330 Watt), Undervolting (-75 mV), Speicher-Tuning (22 GT/s) sowie verbesserter Kühlung als Fortsetzung der Abhandlung Radeon RX 9070 "XTX" im Eigenbau: Muss sich die Geforce RTX 5080 fürchten?
Sie können wie gehabt zwischen vier Auflösungen wählen: Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD, welche Sie in jedem der Spiele links im grauen Dropdown-Menü durchschalten können. Standardmäßig eingeblendet ist diesmal WQHD (2.560 × 1.440 Pixel), passend zur Rechenkraft unseres Probanden. Wichtig: Auch die Rasterizing-Benchmarks 2025/2026 finden konsequent mit nativer Auflösung - ohne jegliches Upsampling - statt. Damit kommen wir nicht nur zahlreichen Leser- respektive Zuschaueranfragen nach, sondern sind außerdem in der Lage, die Leistungsunterschiede zwischen den Grafikkarten bestmöglich herauszuarbeiten. Falls Sie mit Upsampling spielen, sind generell höhere Bildraten zu erwarten. Wer beispielsweise mit Ultra HD und Quality-Upsampling spielt, kann sich wunderbar an den hier gezeigten WQHD-Werten orientieren (Übersicht, welche internen Auflösungen sich mit Upsampling ergeben).
Wer gehofft hatte, dass die Radeon AI Pro R9700 dank ihres üppigen Speichers aufblühen und die Benchmarks dominieren würde, wird enttäuscht. Tatsächlich wäre alles andere als der gezeigte Ausgang kurios, denn bei Speicher gelten zwei Regeln. Erstens: Speicher ist durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr Speicher. Zweitens: Genügt die Kapazität, bringt eine Verdoppelung nichts. Wir wussten anhand der 9.000 vorhergehenden Messungen, dass sich die Rasterizing-Benchmarks 2025/2026 mit 16 GiByte zufrieden geben. Wer kein Raytracing nutzt, fährt folglich mit 16 GiByte optimal, sogar in Ultra HD. Dies entspricht jedoch nur dem Schwierigkeitsgrad 1 von 4 in diesem Test, also unbedingt weiterlesen!
Radeon AI Pro R9700 im Leistungsindex
Wo landet die Radeon AI Pro R9700 im Grafikkartenvergleich? Diese Frage beantworten wir anhand von fünf Indizes: dem Gesamtwert sowie den Einzelindizes der vier Auflösungen. Der Gesamtwert (Overall) ist bekannt als PCGH-Leistungsindex und verrechnet die vier Test-Auflösungen zu je 25 Prozent (es findet keine Gewichtung statt). Die vorherige Normierung der Fps-Werte stellt sicher, dass große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine.
Die Radeon RX 9070 XT arbeitet durchschnittlich um 3 Prozent schneller als die Radeon AI Pro R9700. Ursächlich ist schlicht und ergreifend, dass die GPU der R9700 weniger Energie zur Verfügung hat, um zu boosten. Die relativ schwache Kühlung des Pro-Modells - dazu später mehr - trägt einen Teil dazu bei. Umso interessanter ist, was sich mittels manueller Optimierung aus der R9700 holen lässt. Wir pressen bis zu 8 Prozent (Ultra HD) aus der Grafikkarte, womit sie zwar deutlich an der Radeon RX 9070 XT vorbeiziehen kann, aber trotzdem der alten 7900 XTX - und erst recht der RTX 5080 - unterliegt.
Radeon AI Pro R9700: Auflösungsskalierung
Sehen wir uns abschließend die Leistungsskalierung mit der Auflösung an. Anders formuliert: Was passiert, wenn man die Radeon AI Pro R9700 mit immer höheren Lasten beharkt? Der folgende Benchmark zeigt das Verhalten von Full HD bis Ultra HD und gewährt damit auch einen verstohlenen Blick in die Zukunft. Somit lässt sich auf den ersten Blick ablesen, welche Grafikkarte besonders stark oder schwach einbricht.
Die Radeon AI Pro R9700 skaliert identisch zur Radeon RX 9070 XT, was auf die weitestgehend gleiche Hardware zurückzuführen ist. Im Vergleich ist eine ordentliche Standfestigkeit ersichtlich, die Leistung in hohen Auflösungen bricht nur moderat gegenüber der schnellsten Grafikkarte ein. Bessere Ergebnisse wären nur mittels stark erhöhter Speichertransferrate möglich, wie die Geforce RTX 5080 gegenüber der RTX 4080 Super demonstriert.
Radeon AI Pro R9700 vs. 79 andere Grafikkarten
Abschließend möchten wir Ihnen noch den Blick auf das große Ganze gewähren - den Spezial-Leistungsindex Rasterizing, welcher alte und neue PCGH-Indizes verrechnet. Auf diese Weise können Sie optimal abschätzen, ob sich das Aufrüsten der Grafikkarte lohnt. Die aktuelle Rangliste inklusive der Radeon AI Pro R9700:
In der Rangliste mit 80 Grafikkarten seit 2014 erreicht die Radeon AI Pro R9700 den neunten Rang - kein schlechtes Ergebnis, die Platzierung hinter der halb so teuren Radeon RX 9070 XT bleibt jedoch selbstverständlich. Ob das auch für das so hübsche wie anspruchsvolle Raytracing gilt, erfahren Sie auf der folgenden Seite.

Ich vermute auch, dass die Hersteller daran arbeiten, sei es durch KI Algorithmen, den Arbeitsspeicherbedarf genügsamer zu machen.
Wenn VRAM so teuer und knapp wird, dann geht die Entwicklung im Softwarebereich sicherlich etwas steiler voran..
Ich meine, 4k zu 8k ist eine enorme Mehrleistung nötig, aber der optische Zugewinn ist nicht ansatzweise so hoch wie, der steigende Leistungsbedarf. Oder denke an RT/PT, oder die EInführung von Tessellation, oder Umgebungsverdeckung.
Der Unterschied (optisch) von 16 zu 8GB ist vielfach größer, als der Sprung von 16 auf 24GB.
Von mir aus kann es gerne so schnell wie möglich Karten mit 48GB und mehr geben, wenn den die Spiele ernsthaft etwas damit anfangen.
Aber mit einem gut gewählten Einstellungsmix kann ich aktuell mit 12GB schon noch verdammt gut auskommen, wenn ich wollte.
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MfG
Raff
Ich vermute auch, dass die Hersteller daran arbeiten, sei es durch KI Algorithmen, den Arbeitsspeicherbedarf genügsamer zu machen.
Wenn VRAM so teuer und knapp wird, dann geht die Entwicklung im Softwarebereich sicherlich etwas steiler voran..
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MfG
Raff
Benchmarks von LLM und Stable Diffusion wird man daher sicherlich in nächster Zeit dort finden.
Außerdem ist die Karte gar nicht mehr bei PCGH, weitere Tests sind daher nicht möglich - wie Raff direkt über deinem Beitrag geschrieben hatte.