Indiana Jones und der Große Kreis im Tech-Check: Bildhübsch dank Raytracing-Zwang!
Indiana Jones und der Große Kreis möchte Spielern die Möglichkeit geben, in die Haut des legendären Indy zu schlüpfen - erstmals mit Raytracing. PCGH hat sich auf eine abenteuerliche Reise begeben und liefert Ihnen nun technische Eindrücke zum Spiel.
In diesem Artikel
Indiana Jones und der Große Kreis könnte man als eine Mischung aus Tomb Raider, Thief und Hitman bezeichnen. Sie schleichen, klettern und entdecken Geheimnisse, lösen zahlreiche Rätsel und zeigen den Feinden aus den Schatten heraus das andere Ende Ihrer Peitsche. Die Geschichte des Spiels spielt zwischen den Ereignissen der Filme Jäger des verlorenen Schatzes und Indiana Jones und der letzte Kreuzzug. Auf den ersten Blick ungewöhnlich erfolgt das Gameplay aus der Ego-Perspektive, was die Entwickler Machine Games, die vor allem für ihre Arbeit an den modernen Wolfenstein-Interpretationen bekannt sind, damit begründen, dass die Spieler das Gefühl haben sollen, wirklich in die Haut des legendären Indiana Jones zu schlüpfen - Sie sind Indiana Jones, anstatt ihn nur zu lenken.
Teil des Großen Kreises ist die famose Grafikengine, die wir bereits in Doom Eternal bestaunen konnten: id Tech. Diese wurde gegenüber Doom Eternal um Pathtracing und DLSS Ray Reconstruction erweitert, was einen hübschen Ausblick auf Doom: The Dark Ages (2025) gewährt. Pathtracing wird allerdings erst zum offiziellen Release am 9. Dezember verfügbar sein. Käufer jener Edition, die den Spielstart schon auf den 6. Dezember legen, schauen also in die Röhre. Für "kurz nach dem Start" wurde außerdem DLSS Ray Reconstruction versprochen. Sie sehen, Indy startet etwas überhastet in sein neues Abenteuer.
PCGH hat sich mit Henry Jones Junior ins Abenteuer gestürzt und liefert Ihnen nun wertvolle technische Eindrücke zum Spiel, geht auf die Systemanforderungen ein und hat erste Benchmarks erstellt, um zu klären, welche Hardware für Indiana Jones und der Große Kreis tatsächlich nötig ist. Alle weiteren Details zum Spiel lesen Sie im Test bei unseren Kollegen von der PC Games.
Die Systemanforderungen
| Minimal | Empfohlen | Ultra | |
|---|---|---|---|
| OS | Windows 10 x64 | Windows 10 x64 | Windows 10 x64 |
| CPU | Intel Core i7-10700K/AMD Ryzen 5 3600 | Intel Core i7-12700K/AMD Ryzen 7 7700 | Intel Core i9-13900K/AMD Ryzen 9 7900X |
| RAM | 16 GiB | 32 GiB | 32 GiB |
| GPU | Geforce RTX 2060 Super/Radeon RX 6600/Arc A580 | Geforce RTX 3080 Ti/Radeon RX 7700 XT | Geforce RTX 4080/Radeon RX 7900 XT |
| SSD | 120 GiB, SSD erforderlich | 120 GiB, SSD erforderlich | 120 GiB, SSD erforderlich |
| Ziel | Grafik-Preset Niedrig, 1080p, 60 Fps | Grafik-Preset Hoch, 1440p, 60 Fps | Grafik-Preset Ultra, 2160p, 60 Fps |
Bis zum Schluss waren die Systemanforderungen von Indiana Jones und der Große Kreis ein Geheimnis. Bei Steam konnte man bislang nur die minimalen Grafikkartenempfehlungen der Entwickler entnehmen - ein Zeichen dafür, dass bis zur letzten Sekunde am Titel gefeilt und poliert wird. Die Anforderungen haben es wahrlich in sich. Als Minimum setzt Machine Games einen Intel Core i7-10700K mit acht Kernen sowie den Sechskerner AMD Ryzen 5 3600 an. Das deutet auf eine Optimierung für AMD-CPUs hin, denn normalerweise agiert der Ryzen auf dem Niveau des Core i7-8700K, ebenfalls mit sechs Kernen. Aufseiten der Grafikkarten sollen es für das niedrigste Grafik-Preset bereits eine Geforce RTX 2060 Super oder AMD Radeon RX 6600 sowie Intel Arc A580 sein.
Die Empfehlung der Entwickler für ein 60-Fps-Erlebnis in der WQHD-Auflösung und dem Grafik-Preset "Hoch" sieht bereits einen Core i7-12700K oder Ryzen 7 7700 neben einer Nvidia Geforce RTX 3080 Ti oder AMD Radeon RX 7700 XT vor. Jetzt sind sich die beiden CPUs ebenbürtig, während Grafikkarten mit 12 GiB VRAM empfohlen werden. Wer in die Vollen gehen will und Gameplay in UHD, dem Grafik-Preset "Ultra" und 60 Fps anstrebt, der muss tief in die Tasche greifen: Ein Core i9-13900K oder ein Ryzen 9 7900X werden empfohlen. Wir raten eher zu einem Ryzen 7 7800X3D und einer Geforce RTX 4080 oder Radeon RX 7900 XT - dazu gleich mehr.
Zahlreiche Grafikoptionen
Mit Indiana Jones und der Große Kreis geht der Wildwuchs bei der Benennung einzelner Grafikoptionen in die nächste Runde. Wussten Sie, dass "Hyper" besser als "Giga" ist, die volumetrische Qualität aber nicht mehr als "Mittel" zulässt, während ein einfacher anisotroper Filter mit "Giga" eine Qualität sondergleichen verspricht? Ein einfaches "Ultra" als höchste Stufe für alle Optionen war wohl zu einfach, insofern macht das den Vergleich zwischen einzelnen Optionen nicht leicht. Wir haben uns dennoch daran versucht und einmal alle Presets durchgeschaltet. Beachten Sie, dass für die Veränderung an der Texturpoolgröße eigentlich ein Neustart erforderlich ist, den wir uns an dieser Stelle gespart haben.
Vornehmlich wirken sich die verschiedenen Grafik-Presets an dieser Stelle auf die Schatten aus. Nutzen Sie am besten den Vollbild-Vergleich, dort springen die Unterschiede direkt ins Auge. Eine Skalierung ist bis zur Stufe Ultra vorhanden. Giga und Hyper bedienen an der Stelle "nur" noch Texturpool und AF und sind daher kaum sichtbar. Das betrifft jedoch vor allem Grafikkarten mit wenig Speicher, wie wir gleich noch sehen werden.
Zwar ist Indiana Jones und der Große Kreis ab sofort für Vorbesteller spielbar und wir hatten während unseren vielen Stunden mit der Review-Version viel Spaß und keine Bugs zu beklagen. Allerdings ist das Spiel ganz offiziell nicht fertig, die großen PC-Aufwertungen Pathtracing ("Full Ray Tracing") sowie Ray Reconstruction, welche in Zusammenarbeit mit Nvidia Einzug halten, fehlen noch. Verstehen Sie uns nicht falsch, Indiana Jones und der Große Kreis ist hübsch und auf vielen Grafikkarten flüssig genießbar, allerdings ergibt ein voller Techniktest keinen Sinn, wenn die Technik noch nicht vollständig ist. Wir beschränken die GPU-Messungen daher auf eine Handvoll Stichproben und geben wertvolle Tuning-Tipps - auf der nächsten Seite geht's los!

Pathracing ist immer Daumenkino zum Screenshots machen. ^^
Gruss
MfG
Raff
Gruss