8 gegen 16 GiByte VRAM im Test: Auch bei Geforce RTX 4000 und 5000 unverzichtbar
Spiele werden immer hübscher, was mit steigenden Hardware-Anforderungen einhergeht. Dennoch tummeln sich immer noch neue Grafikkarten mit 8 GiByte am Markt. Welche Folgen Speichermangel hat, prüfen wir im zweiten Teil unserer VRAM-Beratung 2025, dieses Mal mit Geforce-Grafikkarten.
In diesem Artikel
Was ist mit 8 GiByte Grafikspeicher im Jahr 2025 noch zu holen? Das haben wir vor einigen Wochen anhand von Radeon-Grafikkarten im Artikel "8 gegen 16 GiByte VRAM im Test: Bei Radeon RX 9000 und 7000 unverzichtbar" beleuchtet. Nun sind Geforce-Modelle an der Reihe. Die folgenden Fragen sollen beantwortet werden: Was bringen 16 anstatt 8 GiByte Speicher bei einer Geforce? Und welche Bedeutung haben die Ergebnisse für kommende Nvidia-Grafikkarten wie die Geforce RTX 5060 (Ti)? Das prüfen wir anhand von 35 Spielen in vier Auflösungen.
8 vs. 16 GiByte VRAM: Überblick
Die erste Grafikkarte mit 8 GiByte VRAM hört auf den Namen Radeon R9 290X 8GB und erschien Mitte 2014. Seit 2016 sind 8 GiByte in der Grafikkarten-Mittel- und Oberklasse Standard. In der Zwischenzeit haben Spiele nicht nur eine Evolution hinter sich, sondern auch eine Revolution: Neue Materialien, extreme Polygonmengen und vor allem Raytracing machen Spiele schöner denn je. Jeder Bildpunkt in modernen Spielen ist somit deutlich schwerer als 2014, sowohl die notwendige Rechenzeit als auch der Speicherbedarf ist deutlich angestiegen. Dennoch tummeln sich mehrere 8-GiByte-Grafikkarten in den aktuellen Portfolios von AMD, Intel und Nvidia - wie kann das sein? Schuld sind die steigenden Herstellungskosten, welche sich mit dem Ansinnen beißen, günstige Grafikkarten mit satten Gewinnen zu verkaufen. So kommt es, dass selbst die kommende Mittelklasse in Gestalt der Geforce RTX 5060 und Radeon RX 9060 mit 8 GiByte ausgestattet werden - so zumindest der aktuelle Kenntnisstand. Diese Kapazität genügt bereits seit Jahren nicht mehr für einen sorgenfreien Betrieb mit maximalen Details (siehe unter anderem die 2020er-Abhandlung zur Geforce RTX 3070).
Quelle: PC Games Hardware
Geforce RTX 4060 Ti als Ausblick auf RTX 5060 (Ti): Wie stark bremsen 8 GiByte Speicher?
Immer, wenn es um Speichermangel geht, gibt es zwei Diskussionspunkte: den für die meisten Spieler schmerzhaften Schwund der Leistung und den subtileren Schwund der Qualität. Das Hauptproblem ist der Ansatz moderner Spiele: Lange, bevor die Fps-Raten ins Bodenlose fallen, werden dynamisch Oberflächendetails eingespart - die Bildqualität wird geopfert, um die Bildrate zu retten. Sicher haben auch Sie schon einmal das Streaming eines aktuellen Titels beim Arbeiten beobachtet: Texturen erscheinen nach einem Kameraschwenk oder Level-Wechsel zunächst matschig und werden in den folgenden Sekunden gegen das gewünschte Abbild ersetzt; auch eine deutlich fluktuierende Bildrate oder starkes Ruckeln nach dem Ändern der Grafikdetails deuten auf Kapazitätsprobleme hin.
Maximale Bildqualität gibt es nur, wenn die Daten in den lokalen Speicher der Grafikkarte passen. Genügt dieser nicht, müssen diese Daten woanders geparkt und kopiert werden, was fatale Folgen für die Leistung hat. Faktisch ist die Anzahl der Spiele, welche mit 8 GiByte VRAM nicht optimal läuft, derart lang geworden, dass wir keine vollständige Liste mehr anfertigen müssen - einige abschreckende Beispiele dürfen jedoch nicht fehlen. Treuen PCGH-Lesern und -Zuschauern erzählen wir hier wahrlich nichts Neues. Sehen Sie diesen Exkurs als Auffrischung des Wissens für kommende Grafikkarten.
In Speicherkrisenzeiten wird also gespart, was das Zeug hält. Tatsächlich funktioniert das in Grenzsituationen, bei denen die Kapazität nur knapp überschritten wird, ziemlich gut, der Nutzer bekommt von den Problemen wenig mit. Das führt mitunter zur Fehlannahme, der Speicher genüge, obwohl er das tatsächlich nicht tut. Besonders ärgerlich ist, dass sich das ungefragte Opfern der Bildqualität nur in den wenigsten Spielen verhindern lässt, die Entscheidung liegt bei deren Entwicklern. Besonders lästig sind Spiele wie Dragon's Dogma 2, die eine Warnung ausspucken und fortan nur deutlich reduzierte Qualität ausgeben. Einige Titel machen hingegen keinen Hehl aus ihrem Speicherbedarf und beschweren sich mittels Warnmeldungen über mangelnden VRAM. Faustregel dabei: Diese Warnungen werden nicht umsonst implementiert, sondern haben einen Grund - erwarten Sie Nebenwirkungen unterschiedlichster Ausprägung. Daneben gibt es auch Spiele, die maximale Details verbieten, sobald der Speicher überschritten wird - Red Dead Redemption 2, Doom Eternal und Company of Heroes 3 sind die prominentesten Beispiele.
Moderne Features wie Raytracing und Frame Generation erhöhen den Speicherbedarf weiter, was ernsthafte Zweifel an der Alltagstauglichkeit von 8-GiByte-Grafikkarten schürt. Wie schlimm es in modernen Spielen ist, skizzieren wir auf den folgenden Seiten. Welche Bildraten sind mit 8 GiByte möglich und welche Fps-Vorteile kann eine Geforce durch eine Verdoppelung auf 16 GiByte erzielen? Das und mehr erfahren Sie nach nur einem Klick.

Solange man beim Spielen auf 1080p Texturen verwendet, die für 4k gedacht sind, ist man ja irgendwo selber schuld, wenn es schlecht läuft.
Ein akutes Problem sehe ich erst dann, wenn man auf 1080p eben entweder gar keine Wahl hat um niedriger aufgelöste Texturen zu wählen, so dass es immer schlecht läuft, oder wenn das Heruntersetzen der Texturen (oder anderen Grafikeinstellungen) das Spiel massiv viel schlechter aussehen lässt. Und damit meine ich eher massiven Grafikmatsch oder Geflimmere und nicht "hier auf diesen Pixeln dahinten kann man im Rückspiegel jetzt keine Reflektion mehr erkennen".
Sollte es dann Spiele geben, bei denen es bereits etwas "kritisch" aussieht, kann man die ja dann auch mal unter "Echtwelt" Bedingungen testen. Also mit einem offenen Browserfenster und Discord im Hintergrund zB, und dann 1h-2h lang zocken (oder oder weniger aktiv).
Ich vermute, dass davon über die nächsten Jahre, und spätestens mit der nächsten Konsolengeneration mehr und mehr Spiele mit dem Problem auftreten werden, wo man schlicht garnichts mehr machen kann um es zu "retten".
Man könnte ausserdem zum Vergleich auch Karten heranziehen, die mehr VRAM haben, aber deutlich älter sind. Beispielsweise eine RTX 2060 oder eine RTX 3060 mit jeweils 12GB und die dann einer RTX 4060 Ti/5060Ti mit 8GB gegenüberstellen. Wenn die alten Karten dann bessere Ergebnisse erzielen, ist es ein klares Alarmzeichen, dass man in dem Fall ein Downgrade macht.
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich von meiner GTX 260 aufgerüstet habe, nachdem die Karte langsamer lief als selbst die Onboard Grafikkarte meines "Excel PCs", schlicht weil der VRAM von 896MB damals die ersten Spiele schlicht unspielbar machte, mit Framerates von unter 1 fps (während andere Spiele mit 30+ fps noch halbwegs liefen).
Da war es schlicht ein Bruch weg von "Klar Spielbar" hin zu "Absolut unspielbar".
Auf der Gammel-Onboard Intel Karte waren es dann immerhin noch so um 10 fps. Auch unspielbar, aber trotzdem 10 mal so schnell, obwohl die Karte nichtmal 1/4 der Leistung in anderen Spielen brachte.
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MfG
Raff
Aber das Problem bei solchen Aussagen wie Deiner von damals ist, dass sie ein richtig gemein-schlechter Ratschlag sind. Denn wenn jemand eine Grafikarte kauft, dann nutzt er sie ja eine Weile und der einzige bzw. hauptsächliche Grund, warum man eine Grafikkarte "vorzeitig" austauschen muss, ist der fehlende VRAM!
Diese Tatsache, war schon bei 640kb VRAM so, bei 512MB, bei 1GB und bei 2GB. Auch bei 4 und wie bei Dir bei 8GB.
Ein solcher Ratschlag - und das finde ich das gemeine daran - hat einem Nutzer immer zu Ende der Lebensdauer seine Grafikarte mindestens 2 Jahre gekostet. Also 3 statt 5 Jahre im Rechner.
Bei den damaligen Preisen von 300, 400 und 500 Euro war das noch nicht so schlimm. Aber heute, sind das ja gleich richtig hohe vierstellige Schäden die durch falsche Beratung entstehen!
Fast jede Grafikkartengeneration kommt das VRAM Thema auf und immer konnte man im Nachhinein sagen, dass der VRAM die geplante Obsoleszenz war. Daher, wenn man schon über "teure" Grafikkarten redet, sollte man nicht nur die Firmen für verantwortlich machen, wenn die User ihre Grafikkarten nur 3 statt 5 Jahre nutzen können und daher auch höhere Preise durch höhere Nachfrage entstehen, wenn unnötig fast doppelt so viele Käufer beim Händler Schlange stehen!
Zum Thema Lebensdauer kosten. Da hab ich einfach andere Erfahrungen gemacht.... Sowohl meine GTX 970 mit ihren 3,5GB Vram als auch meine Vega 64 (8GB) habe ich jeweils nach ca. 7 Jahren in Rente geschickt und das nicht, weil sie aufgrund fehlenden RAMs spiele nicht zum laufen brachten sondern, weil sie so langsam waren, dass man selbst auf niedrigsten Einstellungen keine spielbare Performance in modernen Titeln mehr erhielt.....
Aktuell ist nur das Problem, dass genau jetzt der Umbruch von 8GB zu 16GB RAM stattfindet.... Das heißt jede zu niedrig ausgestattete GPU wird in der Zeit schneller obsolet werden.... Im allgemeinen war es bei mir aber immer die Performance die zu schwach wurde und nicht der RAM.....
Mein Kumpel hat sogar bis vor 2 Jahren noch mit einer GTX 760 gespielt.... Was die Nutzlosigkeit seiner Karte herbeiführte war der fehlende DX12 Support....
Und wie gesagt. Das war früher. Heute sind wir ja auf einer Linie. Ich weil sich die Dinge nunmal geändert haben, und du weil du schon immer so gedacht hast....
Daher wird der Speichermangel auch in 5 Jahren beendet sein und wir werden 128GB Grafikkarten von Nvidia sehen. Spätestens die RTX 7090 wird eine 128GB Karte sein. Wenn nicht sogar durch den Home-KI Trend und gleichzeitigem Preisfall, schon 256 GB Karten möglich werden. Vielleicht sogar noch mehr. Derzeit ist es vorallem eine Preisfrage und Frage des fehlenden Usecase.
In meiner VR Brille spricht schon in Augment Reality ein virtueller Avatar in Echtzeit mit mir, über alle Dinge die ich möchte und läuft mit mir mit in meiner Wohnung. Solange ich eben die Quest3 auf habe. Das sind die Anfänge. Schon sehr bald werden wir Roboter Frauen, Roboter Kinder bei uns zu Hause haben und Terminatoren die wir im Fernsehen sehen. Nicht in Terminator 8 sondern in Ukraine 2.0.
Dafür werden VRAM Chips der Schlüssel sein und somit das hier und heute mit 8GB uns wie dunkle prähistorische Zeiten vorkommen.
EDIT: Wer heute schon auch bei sich zu Hause eine hübsche AR Avatar zum Sprechen haben will:
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Es sind nicht nur die Chatbots die sich hier bedienen und so ist es eigentlich nicht verwunderlich warum seit Corona die Nachfrage schlichtweg kein einziges Mal wirklich gedeckt werden konnte....
Mein Vater arbeitet in der Automobilindustrie und die Werke standen schon mehrfach einen bis mehrere Tage komplett still nur weil Chips gefehlt haben....
Das sind für ein 2000+€ Ding Peanuts.
Und wenn man geringfügig langsameren RAM verwendet kommt man deutlichst drunter, also ja, es ist reiner Geiz von Nvidia und Co.
Also kommst du bei 8 GB auf ca 10-30$
Es gibt schlichtweg keinen Grund nicht 16 davon um 20 zu verbauen, wenn der Marktpreis dann eh 300+ ist